Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Von der Werder Homepage:
Thomas Schaaf: "Also ich hatte in dieser Szene ein Tor gesehen. Das war ja auch eins, aber es ist nicht gegeben worden. Dass ich dann auf die Tribüne musste, war keine Premiere für mich. Das ist schon mal in einem Spiel gegen Stuttgart vorgekommen. Aber wann das war, das kriege ich sellbst nicht mehr auf die Reihe. Das ist schon ewig her.

Der angesprochene Platzverweis geschah am 1.12.2002 in der 88. Minute. Werder gewann auch damals das Heimspiel mit 3:1 gegen den VfB Stuttgart
 
Patrick Wasserziehr: "Herr Schaaf, wie haben sie das Spiel heute gesehen ?"

Tommy: "Erst vom Spielfeldrand und dann von der Tribüne aus"

:lol::lol:
Ich liebe ihn einfach.....
 
TS macht im Moment vieles richtig. Dass gestern die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht immer stimmten, dafür konnte er nicht unbedingt etwas, für das Kontergegentor nach 3 Minuten schon eher. Ist aber egal. Ich meinte gestern zu meiner Freundin, dass ich jetzt Rosenberg für Schmitz bringen würde und das System dann etwas ummodeln würde. Ein paar Minuten später tat TS genau das und riss somit das Ruder noch einmal herum. Weiter so bitte! :svw_applaus:
 
TS macht im Moment vieles richtig. Dass gestern die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht immer stimmten, dafür konnte er nicht unbedingt etwas, für das Kontergegentor nach 3 Minuten schon eher. Ist aber egal. Ich meinte gestern zu Tarja, dass ich jetzt Rosenberg für Schmitz bringen würde und das System dann etwas ummodeln würde. Ein paar Minuten später tat TS genau das und riss somit das Ruder noch einmal herum. Weiter so bitte! :svw_applaus:

Naja, also gerade die Einwechslung von Rosenberg FÜR Schmitz haben viele hier nicht verstanden und ich auch nicht. Denn gerade das Spiel gegen 9 Mann sollte ja über aussen vorgetragen werden und da hätte Schmitz viele Flanken schlagen können. Stattdessen zieht TS dann Iggy auf links, der mit dem vielen Platz offensiv nichts anfangen konnte, weil er keinen linken Fuß hat und Flanken auch nicht seine Stärke sind.
Also Rosenberg für Ignjovski wäre mMn der richtige Wechsel gewesen.
 
Die Befürchtung, dass Rosenberg dass Spiel vorne zu eng machen würde, habe ich gegenüber meiner Freundin auch geäussert, letztlich war das gestern aber so ein Spiel, wo man das Tor letztlich einfach erzwingen musste. Denke, dass Schmitz und nicht Iggy ausgewechselt worden ist, lag daran, dass Iggy defensiver als Schmitz denkt. Das Risiko noch ein Kontergegentor zu fangen, wäre durch eine Auswechslung Iggys noch grösser gewesen, als durch eine Auswechslung von Schmitz. Beide Varianten haben sicherlich ein pro und contra. Ich jedenfalls hätte es in diesem Fall genauso gemacht.
 
Daher finde ich es abenteuerlich und höchst überheblich, wenn hier gesagt wird, dass "TS anscheinend, wenn er will oder besser muss, auch taktisch vernünftig spielen lassen" kann. Das heisst ja nicht weniger, als dass TS unterstellt wird, er habe keine Ahnung oder keine Lust eine vernünftige Taktik spielen zu lassen, bzw. er macht das nur, wenn sein Vertrag ausläuft. Erstens kann das keiner Ernst meinen, der sich auch nur ein bisschen mit TS befasst und zweitens klingt das so, als haben die User hier mehr Ahnung von Taktik als TS und wissen natürlich genau, was TS in den Mannschaftsbesprechungen sagt.
Nein, das war zugegebenermaßen von mir etwas oberflächlich formuliert. Es ist aber auffällig, dass die Zahl der an sich "dummen" Niederlagen in bedrohlichen Situationen spürbar sinkt und versucht wird, ergebnisorientierter (evtl. auch nur auf Punktgewinn zu gehen) zu spielen. Und das hätte ich gern auf Dauer. Mir kam es manchmal so vor, dass das auf Ballbesitz ausgelegte Offensivspiel auf Gedeih und Verderb durchgezogen werden musste, auch wenn aus unterschiedlichen Gründen der Erfolg ausblieb, weil sich die Gegner reihenweise auf das bremische Schema F eingestellt hatten. Und ich glaube in diesem Zusammenhang eben nicht so recht an Zufälle. Und nur, ums nochmal festzuhalten: Die Schaafsche Spielweise und Ausrichtung gefällt mir angesichts der letzten Saison und des schwer vorherzusagenden Saisonverlaufs in dieser Saison bisher ausgesprochen gut!
:thumb:
Dazu lohnt sich vielleicht ein Blick auf die Geschehnisse in der Chronologie:

-Meistersaison 2003/2004
Nach den taktisch haarsträubenden Pasching-Spielen und angesichts der Rückrunde 2003, in denen Werder - ebenso taktisch haarsträubend – eine fast desaströse Bilanz hatte, gibt es eine Sitzung, Schaaf steht unter Druck, spricht jedoch die Dinge klar an. Werder steht im ersten BL-Spiel bei Hertha tief, kontert perfekt, gewinnt völlig überraschend 3:0. Der Schöngeist hält sofort wieder Einzug, die Mannschaft liefert nachfolgend eine hanebüchene Partie daheim gegen Gladbach mit viel Ballbesitz, lässt sich permanent auskontern, erringt ein glückliches 1:1. Schaaf – wieder unter Druck – steuert schnell gegen, Werder gewinnt mit der "Hertha-Taktik" in Kaiserslautern und d auf die gleiche Weise zu Hause gegen Schalke 4:1. Es folgt eine Niederlage in Dortmund, nun wieder werdertypisch mit Chancenplus und hohem Übergewicht in Torschüssen und (sinnlosem) Ballbesitz (allerdings fehlte erstmals Micoud). Das geht dann erstmal ein paar Wochen so weiter, Werder holt dennoch reichlich Punkte, meist über die überlegene individuelle Klasse. Vor allem ist der Druck für Schaaf in diesen Wochen überschaubar, denn Werder steht schließlich oben, was niemand erwartet hätte. Knackpunkt die beiden Heimspiele gegen Wolfsburg und Stuttgart, dem 5:3 gegen WOB - Werder agiert frei von Taktik völlig offen und verspielt zweimal 2-Tore-Führungen - nachfolgend gegen Stuttgart wird das dann fast logische mit einer 1:3 Heimpleite bestraft. Doch endlich setzt ein Lerneffekt bei Mannschaft und Trainer ein, Werder steht tiefer, spielt geduldiger, gewinnt Spiele über Pressing, Balleroberung und geschicktem, teils blitzschnellen Umkehrfussball und sich so letztlich zur Meisterschaft.

-2004/2005
Werder startet in den ersten beiden Spielen gut, ist sofort wieder Tabellenführer, also alles im Lot. Werder verliert dann aber Spiele zu Hause gegen WOB und in Gladbach bei hohem Chancenplus, Ballbesitz- und Torschüsse-Übergewicht. Das wird dann bis zur Winterpause so laufen gelassen, denn Werder ist ja kontinuierlich unter den ersten Vier dabei. Druck überschaubar. In diesem Zeitraum viele Punktverluste, die einfach nur Kopfschütteln verursachen, vor allem aber eine Spielweise, die angesichts der Dreifachbelastung in keinster Weise als "clever" zu bezeichnen ist. Dies führt zur Rückrunden-Auftaktniederlage auf Schalke, die Medien berichten unisono "Werder gewinnt – wieder mal – den Schönheitspreis, S04 die Punkte". Danach begreift die Mannschaft (und Schaaf), dass es so halt nicht gehen kann. Aus einer sichereren Staffelung spielt Werder geschickter und intelligenter, hievt sich im Rückrundenverlauf noch auf Platz 3 und schafft letztlich die CL-Quali.

-2005/2006
Siehe Vorsaison. Erst im Schlussdrittel der Saison spielt die Mannschaft organisierter, aus einer sicheren Abwehr heraus, verliert so von den letzten 8 Spielen keines mehr, was am Ende Platz 2 rettet.

-2006/2007
In der Sommerpause gelingt es trotz des Micoud-Abgangs, die individuelle Klasse im Kader nochmal auf ein Höchstmaß zu heben, das auf Jahre eingespielte Kreativ-Chaos sorgt so für eine überaus erfolgreiche Hinrunde. Schaaf verpasst angesichts dessen allerdings die Umstellung und Anpassung der Spielausrichtung, was sich spätestens in der Rückrunde rächt. Aber auch hier verliert die Mannschaft in den letzten 12 Spielen nur noch zwei Partien, darunter Siege in Dortmund, Berlin, Wolfsburg und zu Hausen gegen Mainz oder Nürnberg, die nachweislich aufgrund einer klügeren Spielausrichtung zustande kommen und letztlich Platz 3 bringen.

-2007/2008
Fehlstart in Bochum und am zweiten Spieltag gegen Bayern agiert Werder trotz grosser Verletzungssorgen gegen individuell klar überlegene Münchener völlig naiv, lässt sich permanent und teils nach Ecken auskontern. Schaaf reagiert, Werder spielt von nun an gescheiter, verliert nur noch einmal und landet zur Winterpause punktgleich auf Platz 2. Rückrundstart das Übliche, in von 9 Spielen holt Werder nur 8 (!) Punkte, darunter taktisch albern-naive Niederlagen daheim gegen Bochum, WOB, Duisburg oder das 3:6 in Stuttgart. Die Erkenntnis kommt spät, aber gerade noch. Bei Hertha verzichtet Werder auf Ball- und Spielkontrolle, sichert einen 2:1-Auswärtserfolg, verliert auf die gleiche Weise in den letzten 8 Spielen nichts mehr, was Platz 2 bedeutet.

-2008/2009
Spätestens jetzt schlägt sich das fehlende Spieltempo und die mangelnde Struktur aufgrund der nach wie vor verpassten Systemumstellung richtig nieder. Werder schiesst Tore, kassiert ohne Ende, diesmal reicht es nicht mehr, weil die Punkte schon in der Hinrunde verloren gehen und am Ende bleibt nur noch die Konzentration auf Pokalwettbewerbe.

-2009/2010
Wieder startet Werder mit einer Niederlage, weil jenes falsche System angewendet wird, welches sich bereits in der Vorbereitung als relativ untauglich erwiesen hatte. Platz 10 in der Vorsaison, Auftaktpleite – Schaaf steht mit teurem Kader unter Druck und nicht zuletzt geht es für ihn selbst um eine Vertragsverlängerung. Werder spielt wochenlang und wettbewerbsübergreifend ungeahnt intelligenten Fussball, bleibt ohne Niederlage. Schaafs Vertrag wird verlängert. Am 11. Spieltag in Nürnberg sehen wir das "alte Werder". Jede Menge Kontersituationen für den Club, Bremen agiert 90 Minuten taktisch völlig falsch. Nachfolgend gelingt in 10 Spielen nur noch ein Sieg. Aus einem Punkt Rückstand auf Leverkusen werden 16 (!). Erst nach 5 Niederlagen in Folge stellt Schaaf das System um, die Mannschaft steht insgesamt tiefer – und gewinnt zu Hause 2:1 gegen Hertha (die in jener Rückrunde fast kein Auswärtsspiel verlieren). Von den nächsten 14 Spielen verliert Werder nur noch eins, holt 18 Punkte auf Leverkusen auf und damit am Ende mit 2 Punkten Vorsprung auf Bayer Platz 3. Nebenbei sei erwähnt, dass Werder bspw. in Mainz und Hoffenheim mit abwartendem und gegnerorientiertem Stil gewann, weil Schaaf aufgrund der Donnerstag-EL-Partien anders nicht spielen lassen konnte.

-2010/2011
Auf den Qualitätsverlust reagiert Werder nicht, will ohne Ordnung und Klasse in der Offensive spielerisch dominieren und wird von klugen Mannschaften ausgespielt, ausgekontert. Was nach 5 Spielen 4 Punkte und Abstiegszone bedeutet. Gegen Hamburg gelingt mittels austarierter Spielstrategie die Wende, es folgen weitere drei Spiele ohne Niederlage. Doch wieder verfällt die Mannschaft in den bekannten Trott, will alles spielerisch und über Offensivwucht lösen, die zweite Halbzeit gegen Nürnberg als taktischer Offenbarungseid. Das geht dann mehr oder weniger bis tief in die Rückrunde so weiter – bis nach dem 0:4 in Hamburg fast gar nichts mehr geht. Nun reagiert Schaaf, die Mannschaft steht deutlich tiefer und orientiert sich am Gegner, es folgen 8 Punkte aus 4 Spielen. Doch schon gegen Stuttgart zeigen sich in Ansätzen alte Defizite. Keine Rhythmus oder Tempowechsel, keine Reaktion auf Spielverlauf und Gegner, immer das gleiche, nicht funktionierende Mittel, Punktverluste absehbar. Dadurch in 3 Spielen nur 3 Punkte und im vierten - als logische Folge - die Heimpleite gegen WOB. Somit wieder akute Abstiegsgefahr, in die sich Mannschaft (und Trainer) völlig grundlos reinbugsieren – mit dem glücklichen Ende.

Das alles, @Simac hat nichts mit Überheblichkeit oder abenteuerlichen Phrasen zu tun, sondern zeigt zwei Dinge ganz klar und eindeutig auf:
a) Schaaf hat es grundsätzlich drauf, die Mannschaft taktisch klug und gegnerorientiert einzustellen
b) Werder spielt wesentlich erfolgreicher, wenn TS a) anwendet

Die entscheidende Frage ist aber, warum a) so selten genutzt wird und da bin ich komplett bei Henne. Im knallharten BL-Geschäft geht es in erster Linie um Punkte und wenn die ausbleiben, das hat die Sommerpause gezeigt, kann auch ein Verein wie Werder in finanzielle Schwierigkeiten geraten und Gefahr laufen, die sportliche Zukunft zu gefährden. Die BL ist kein Spielplatz, wo nur solange korrekt gehandelt wird, wie die sportlichen Ziele im Momentum scheinbar erreicht oder übertroffen werden und der Rückfall erwartbar kommt, nur weil die Position des Trainers quasi unkündbar und das Umfeld ruhig ist.

Genau deshalb spricht mMn eine Abwägung in Sachen Vertragsverlängerung zum jetzigen Zeitpunkt gegen Schaaf.
 
TS macht im Moment vieles richtig. Dass gestern die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht immer stimmten, dafür konnte er nicht unbedingt etwas, für das Kontergegentor nach 3 Minuten schon eher.

Hm, schwer zu sagen inwiefern TS für das Kontergegentor nach 3 Minuten verantwortlich ist.
Auffälig ist diese Saison jedenfalls das wir oft die Anfangsphasen der Halbzeiten verschlafen und unsere Gegner dann zu den meisten Chancen kommen. Daher glaube ich allerdings auch das dies eher weniger eine Frage der Taktik ist, denn ansonsten haben wir in den Spielen ja anders agiert.
 
Wir verschlafen nicht die Anfangsphasen, sondern versuchen die Automatismen zu finden, ohne in Übereifer zu verfallen. Ich finde das richtig, denn im weiteren Spielverlauf siehst Du oft, wie die Aktionen zielstrebiger und ruhiger werden. Hektik am Anfang bringt Dir vielleicht selbst ein Tor, statt eins zu kassieren, Du kannst aber auch das Pulver schnell verschossen haben, ohne richtig ins Spiel zu finden. Es geht um Spielkontrolle.
 
Hm, schwer zu sagen inwiefern TS für das Kontergegentor nach 3 Minuten verantwortlich ist.
Auffälig ist diese Saison jedenfalls das wir oft die Anfangsphasen der Halbzeiten verschlafen und unsere Gegner dann zu den meisten Chancen kommen. Daher glaube ich allerdings auch das dies eher weniger eine Frage der Taktik ist, denn ansonsten haben wir in den Spielen ja anders agiert.

So genau kann man das nicht wirklich beziffern, aber die Schlafmützigkeit zu Beginn einer Halbzeit sowie die - seit Jahren - eklatanten Schwächen beim Umschalten von Angriff auf Abwehr, die gestern auch trotz 2 Mann mehr auf dem Platz unübersehbar waren, liegen schon zu einem Gewissen Grad in der Verantwortung des Trainers.
 
Wir verschlafen nicht die Anfangsphasen, sondern versuchen die Automatismen zu finden, ohne in Übereifer zu verfallen. Ich finde das richtig, denn im weiteren Spielverlauf siehst Du oft, wie die Aktionen zielstrebiger und ruhiger werden. Hektik am Anfang bringt Dir vielleicht selbst ein Tor, statt eins zu kassieren, Du kannst aber auch das Pulver schnell verschossen haben, ohne richtig ins Spiel zu finden. Es geht um Spielkontrolle.

Tut mir leid das teile ich so überhaupt nicht.
Wenn man sich allein ansieht was wir gegen Freiburg, Hoffenheim und Hertha in den Anfangsphasen für Chancen zulassen, da reicht mir das nicht als Erklärung. Da fangen wir oftmals einfach zu unkonzentriert an, das lässt sich aus meiner Sicht keinesfalls nur mit "Automatismen finden" erklären.
 
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