Man hat jetzt innerhalb von zwei Spielen gesehen, welche Hoffnungen und Chancen ein Pizarro im Team bringt, aber eben auch welche Risiken.
Gegen Hoffe gab er dem ganzen Team neuen Schwung und war am Ende trotz geringer Spielzeit hauptverantwortlich für den Sieg.
Gegen Ingolstadt wurde das Spiel in der zweiten Hälfte mit Pizarro deutlich schlechter. Das lag aber nicht an Pizarro, auch wenn er diese große Chance vergab. Der Rest des Teams schien sich zu denken: "Ach, der Pizarro wird es schon wieder richten!". Und fatalerweise nistete sich dieser Gedanke nicht nur in der Offensive, sondern irgendwie auch in der Defensive ein. Das gesamte Team schaltete einen Gang zurück, was zur Folge hatte, das auch Pizarro nicht mehr funktionieren konnte, und es hinten das ein oder andere Mal wackelte.
Eigentlich ein 0:0 Spiel, aus dem man noch relativ schadlos die Erkenntnis hätte ziehen können, das Pizarro allein nicht das Allheilmittel ist. Doch dann folgten die i-Tüpfelchen auf die schwache Leistung in Person von Lukimya und Bartels und das ganze Spiel kippte noch mal in eine deutlich niedrigere Schublade.
Man darf sich gegen Ingolstadt schwer tun, keine Frage, aber auf diese Weise verlieren darf eine aus Profis bestehende Mannschaft eigentlich nicht. Es sind ja bereits deutliche Worte gefallen von Eichin, und das setzte sich hoffentlich auch in der Kabine und auf dem Trainingsplatz fort. Es gilt anzuknüpfen an die guten Phasen, die diese Mannschaft (auch ohne Pizarro) in dieser Saison schon hatte. Wohlgemerkt Phasen, und noch keine ganzen Spiele...