Spiel kam gerade im AS, Arnautovic ist dort zu Gast.
Als Fazit kann man festhalten:
Weder TS, noch Mielitz trifft irgendeine Schuld.
Gegentor 1:
Was macht denn bitteschön Prödl da? = individueller Fehler,
hat nix mit TS zu tun.
Das ist so nicht richtig, denn die Entstehung des Gegentores ist entscheidend. Bereits in der ersten Hälfte viel auf, dass wir den Gegenspielern nicht auf den Füßen standen. Sie hatten viel zu viel Zeit zu Ballannahme, Ballmitnahme, bei Flanken und Fernschüssen. Ich hatte das hier auch in der ersten Hälfte schon massivst bemängelt, dass die Frankfurter unheimlich viel Zeit hatten beim Flanken. Sie konnten sich den Ball noch mal 20 cm vorlegen und ihre Flanken genau platzieren weil unsere Spieler den Gegner nicht angegangen sind, sondern quasi zugeschaut haben. So etwas ist im Werderspiel auch nicht zum ersten mal zu beobachten. So etwas muss auch dem Trainer auffallen und er muss es in der Halbzeit entsprechend korrigieren. Wenn er das nicht erkennt, dann ists eigentlich eh vorbei. Wenn er es nicht in die Schädel der Kicker bekommt, dann erreicht er die Mannschaft nicht. Beides spräche deutlichst gegen Trainer. Dass dann bei der gefühlten zwanzigsten Flanke, die die Frankfurter ungestört und recht platziert in unseren 16er bringen, irgendwann mal ein Stellungsfehler in der IV passiert ist irgendwie eine natürliche Folge. Dazu fehlt es dort dann auch an Qualität. Das muss man einfach konstatieren. Aber man kann solche Flanken eben auch verhindern. Und wenn ich im eins gegen eins unterlegen bin, dann muss ich die (taktischen) Fouls entsprechend im Mittelfeld suchen. Die Eintracht hat uns gestern in der ersten Hälfte gezeigt wie man sich bei dem Gegner "Respekt" verschafft und versucht eben dann mit Härte den gegenerischen Spielaufbau zu verhindern. Wir allerdings lassen den Gegegner schon viel zu nah an den 16er kommen und hindern sie selbst da nicht energisch genug an Hereingaben oder Fernschüssen.
Gegentor 2:
Warum wird der Spieler nicht angegriffen, Miele streckt sich, kann da aber gar nicht mehr rankommen = individueller Fehler,
hat nix mit TS zu tun.
Erstmal muss man sehen wie die Frankfurter in Ballbesitz gelangen. Wir haben Abstoß vom eigenen Tor und schaffen es nicht uns aus der eigenen Hälfte zu befreien, sondern verlieren den Ball, wie so oft in unseren Spielen, viel zu schnell in der Offensivbewegung. Etwas, was auch schon in der ersten Hälfte deutlich zu erkennen war. Auch hier änderte sich nichts nach der Halbzeit. Auch das muss TS erkennen und eben abstellen können bei seinen Spielern. Dass der Gegenspieler nicht angegriffen wird, dass ist das gleiche Phänoment wie bei dem ersten Gegentor.
Du musst eben eng am Gegenspieler sein. Dem auf die Füße treten und zur Not rechtzeitig das Foul auspacken. Wir zeigen solch ein Verhalten aber nicht. Wir sind zu oft zu weit weg vom Mann. So etwas muss man als Trainer abstellen. Denn es ist ja nicht das erste mal, dass diese Verhalten auffällt.
Gegentor 3:
Schmitz rutscht aus, zudem steht keiner beim Frankfurter = individuelle Fehler,
hat nix mit TS zu tun.
Es ist sehr unglücklich, dass Schmitz da wegrutscht. In der entstehung fällt aber wieder auf, dass die Umschaltbewegung nach hinten nicht passte und die Gegenspieler wieder einfach zu viel Zeit haben zu agieren. Das Tor ist zwar unglücklich, aber es passt zu Werder.
Dazu ein Abseitstor (Nr. 4),
und ein nicht gegebenes reguläres Tor von uns.
Also zwei SR Fehlentscheidungen.
Das 4:1 ist am Ende nur makulatur. Lässt sich aber auch trotz Abseits verhindern, wenn man denn noch richtig mitmacht auf dem Platz.
Ärgerlicher ist tatsächlich, dass nichtegegebene 0:1! Denn sicherlich hätte es gegen verunsicherte Frankfurter uns einen deutlichen psychologischen Vorteil verschafft. Und mein Tipp (2:2) wäre durchaus wahrscheinlich gewesen. Wir hätten uns bei der Art zu verteidigen garantiert die zwei Dinger gefangen.
Insgesamt haben wir jetzt 28 Gegentore in 16 Bundesligaspielen (oder in 17 Pflichspielen eben 32 Gegentore) gefangen. Damit sind wir genauso schlecht wie Augsburg und nur die Hopps sind noch schwächer. Das entspricht übrigens einem Schnitt von 1,75 (nimmt man das Pokalspiel dazu hat man nen Schnitt von 1,88) Gegentoren pro Spiel. Insgesamt sind wir in 17 Pflichtspielen nur zwei mal ohne Gegentor geblieben. Eigentlich sind das Zahlen, die einem Abstiegskandidaten würdig wären. Unser Glück ist das unser Offensivspiel ordentlich funktioniert und wir eben auch schon 27 Buden gemacht haben. Was ein echt guter Wert ist. Aber eben bei so vielen Gegentoren, dann eben nur zu Mittelmaß reicht.
Gerade wenn man davon ausgeht, dass Werder sich im Umbruch befindet. Unsere Defensivsschwächen seit Jahren bekannt sind, dann sollte man doch glauben, dass das oberste Ziel sein sollte, möglichst wenig Gegentore zu kassieren und zu lernen aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren. Aber dazu bräuchte ich natürliche
echte spielstarke Sechser. Aber auf die wird trotz aller Erkenntnisse dennoch verzichtet. Man müsste den Gegener bei gegnerischen Ballbesitz ordentlich auf den Füßen stehen, nah am Mann sein, viele Wege gehen etc.. Das scheint aber bei den Spielern nicht im Kopf anzukommen. Wie ich bereits zum ersten Gegentor geschrieben habe, gibt es dafür zwei mögliche Gründe: Entweder TS sieht es nicht und vermittelt es ihnen gar nicht oder er schafft es nicht den Spielern das zu vermitteln. Beides spricht gegen den Trainer. Genauso die Mängel im Umschaltspiel, die schlicht nicht abgestellt werden. Kann natürlich auch sein, dass wir einfach die dümmste Mannschaft der Liga haben und wir uns über Jahre immer die dümmsten lernresitentesten Spieler der Fußballwelt geholt haben.
Unter dem Strich bleibt es in meinen Augen dabei, dass TS es nicht mehr schaffen wird nochmal eine erfolgreiche Mannschaft in Bremen auf die Beine zu stellen. Für seine Philosophie von einem dominanten Offensivfussball fehlt es schlicht an den nötigen Spielern. Die Spieler, die man dazu bräuchte sind entweder nicht auf dem Markt oder eben für Werder einfach unbezahlbar. Es muss ein Trainer her, der auch mit dem vorhandenen Spielermaterial einfach in der Lage ist Woche für Woche eine Mannschaft zusammenzustellen, die Philospohie unabhängig taktisch eingestellt wird, und dann eben fußballerischen Grundtugenden in der Lage ist ordentlich Punkte zusammeln. Unser Kader ist gut genug für die Europapokalplätze. Aber eben nicht, wenn es der Schaafschen Offensivphilosphie folgt. Dafür sind die Spieler seit einigen Jahren nicht mehr vorhanden.