Am Ende der Saison wird niemand mehr fragen wie man in Funchal gespielt hat. Da steht auf dem Papier ein Sieg und 3 Punkte, fertig.
Aber jetzt sind die Eindrücke noch frisch und ich muss sagen, dass die Mannschaft gestern zu keiner Zeit richtig dominiert hat. Oft blieb man zu statisch und man gewann nicht immer die Zweikämpfe.
Man muss aber dazu sagen, dass man gegen eine portugisische Mannschaft gespielt hat, die es durchaus versteht ein Aufbauspiel zu zerstören bzw. eigene Chancen herauszuspielen.
Lrtztlich waren wir besser, aber nicht zwingend besser. In der ersten Halbzeit ging man mit dem Elfer verdient in Führung, obwohl dieser ziemlich unplaziert geschossen wurde. Gerade bei einem Elfertöter wie Wiese erwarte ich eigentlich ein bißchen mehr Kreativität beim Elfmeter.
Das 0:2 war super herausgespielt und man hat die Klasse unserer Mannschaft gesehen. Was danach passiert ist ja wiedermal typisch Werder. Man zieht sich zurück und kassiert den Anschluss durch ein Standardsituation. Letztlich stellt sich Werder wie so oft dämlich an und muss sogar den Ausgleich hinnehmen.
Dass man dann aber doch noch den Siegtreffer erzielte, zeigt, dass man durchaus ein Spitzenteam ist. Denn so spielen halt die Topmannschaften. Sie sind letztlich nicht nur durch guten Fußball erfolgreich, sonder auch mal durch Kaltschneuzigkeit und Dusel.
Am Ende war es für beide ein eher durchschnittliches Spiel. Werder hat Funchal durch Nachlässigkeit stark gemacht und sich beinahe um ihren Sieg gespielt.
Es hätte jedoch anders kommen können, wenn Bargfrede das 0:3 macht. Dann wäre wirklich der letzte Widerstand gebrochen gewesen. So blieb es wenigstens bis zum Schluss spannend.
Aber an der Lauf- und Einsatzbereitschaft muss man noch arbeiten, denn das entscheidet am Ende die Spiele.
Spieler des Spiels waren für mich Marin, Pizarro und Bargfrede.
Frings, Fritz, Boenisch und Borowski hatten ein paar defizite.