Ich hatte ja von Beginn an, als HS verpflichtet wurde, so meine Bedenken. Der war für ziemlich offensiven Fußball bekannt (und kann auch offensichtlich nicht viel mehr/anderes). Dieser "angriffslastige" Trainer bekommt dann von der sportlichen "Leitung" einen Kader zur Verfügung gestellt, der in keiner Weise auch nur einen Hauch offensiver Durchschlagskraft überhaupt im Ansatz vermuten lässt.
Man holt einen ausgemusterten, dauerverletzten "Star" (der auch nur deshalb bekannt wurde, weil er mal für eine doch relativ kurze Zeit und aufgrund sehr guter Nebenleute ein paar Tore gemacht hatte), und ergießt sich in Phantasien, dass dieser nun gerade hier in Bremen zu "alter Stärke" zurückfinden würde. Man hat aus den Fehlern mit Keita so rein gar nichts gelernt.
Ein Keke Topp, der zufällig mal in einem Vorbereitungsspiel gegen eine niederklassige Mannschaft zu Beginn der Saison 3 Tore gemacht hat, wird den Fans als Stürmer verkauft. Ein Njinmah, der in anderen Teams höchstens als offensiver Mittelfeldspieler gelten würde, wird ebenfalls als "Stürmer" verkauft.
Diese ganzen scheinbar offensiven Spieler wurden HS als "Potenzial" verkauft. Nur hätte dieser, wenn er denn ein wirklicher Kenner der Szene ist, sehr schnell erkennen müssen, dass mit diesen Spielern im Angriff "kein Staat zu machen ist". Dementsprechend hätte er das in seinem Kopf vorherrschende Spielsystem den Fähigkeiten des Kaders anpassen müssen. Hat er leider nicht, tut er leider auch nicht.
Problem dabei ist, dass er nicht nur dem Verein und den Fans schlechte Ergebnisse beschert, sondern auch den Spielern den letzten Mut, Spaß und das letzte bisschen Selbstvertrauen nimmt. Die individuellen Fähigkeiten von Spielern zu erkennen, diese auf Positionen einzusetzen, auf denen sie sich wohlfühlen und daraus dann ein Team formen, in dem jeder für den anderen arbeitet und läuft, das sollte ein guter Trainer können.
Ein Mann, der in seinem Kopf eine Vorstellung von Fußball hat und diese auf "Biegen und Brechen" einer Mannschaft, einem Verein überstülpen will, wird schlichtweg scheitern. Und mit ihm die Mannschaft, der Verein - und im Herzen die Fans.