Hier sind schon einige Faktoren beschrieben worden, ich werfe mal noch ein paar neue Thesen in den Topf:
mangelndes und/oder fehlendes Teamgefüge: Es werden Spieler ausgewählt, die sich nicht grün sind. Siehe z.B. Frankreich, da gibt es Cliquen / Grüppchen / usw. die nicht miteinander können. Das macht sich im Spiel bemerkbar. Das Problem hat m.E. auch England und einige andere Mannschaften.
Fehlervermeidungstaktik Auffällig ist, das kaum ein Spieler das Herz in die Hand nimmt und versucht was zu bewegen, so nach dem Motto: "Mach ich keinen Fehler kann mich die Fachpresse nicht zerreissen und ich werde persönlich nicht angegriffen." Also spielen sie vorsichtiger um ja keinen Fehler zu machen.
Verein / Nationalmannschaften Im Verein Top - in der Nationalmannschaft Flop, bei den Vereinen sind sie Stars - in der Nationalmannschaft nur einer von vielen. Das scheint bei einigen Spielern enorm problematisch zu sein. Hier wäre Deutschlands Kießling das beste Beispiel. Bei anderen Nationen spielen solche Spieler und man merkt es ihnen an, das sie irgendwie gehemmt werden.
Schiedsrichterleistung Eventuell wird absolut kleinlich gepfiffen oder extrem laufengelassen. Diese mangelnde Konstanz in der Schiedsrichterentscheidungen führt auch zu Verunsicherungen bei den Spielern. Sicherlich macht das nur einen kleinen Teil aus. Ich habe Leistungen gesehen, die dürften damit nicht mal in der Bundesliga pfeiffen.
Die letzte Chance Gerade bei den älteren Spielern der Topnationen hat man den Eindruck, "Es ist die letzte Chance auf einen Titel" und das wirkt eher wie ein Mentalanker und nicht wie eine Mentalitätsbelebung.
Es gibt keine kleinen Nationen mehr Die kleinen Nationen kämpfen, freuen sich, haben nichts zu verlieren, haben dazu gelernt wollen was erreichen, haben sich vorgenommen was zu erreichen etc. Die Grossen wirken satt, hochnäsig, wenig begeistert (verdienen wohl im Verein mehr als in der Nationalmannschaft).
Nur absolut geringe Fanunterstützung Jede Choreographie, jeder Fangesang, jede Aktion der Fans geht in diesem elefantenähnlichen Paarungsrufen unter. Wie soll den eine Mannschaft unterstützt werden, wenn alles aber auch einfach alles untergeht.
Verbandsquerelen Viele Nationen haben schon vorher durchsickern lassen das der Trainer geht (Italien, Frankreich u.a.) oder erst im letzten halben Jahr einen neuen Trainer geholt (Elfenbeinküste, Nigeria u.a.) die nicht mehr oder noch nicht mit der Mannschaft sich verstehen.
Noch ein Kommentar zu der Jungendarbeit die ein paar Posts vorher angesprochen wurde, die afrikanischen Mannschaften haben hier oft gut abgeschlossen. Nicht weil besser organisiert sind, sonderen die schwarzafrikaner einen deutlichen körperlichen Vorteil haben gegenüber z.B. europäischen Jugendmannschaften. Dieser Vorteil schwindet und nachher (ca. mit 20 bis 22) sind sie wieder gleich. Diese Jugendtitel sind also m.E. meist nur Augenwischerei.
Fazit: Wenn man diese weichen Faktoren, bei einigen mehr, bei anderen weniger, mit den bereits beschriebenen Taktischen Spielen kombiniert, erklärt das bei einigen dies schlechtere Leistungen der Mannschaft. Es sind nicht nur die 90 Minuten im Spiel sondern auch die zwei drei vier Wochen die diese Mannschaften bereits aufeinander hocken.