Ich würde nicht einmal eine Minute aushalten. Ich kenne das noch vom Wandsitzen, da hat's mir nach einer Minute die Oberschenkel zerrissen. Aber in die Hocke gehen, ist für den Normalmensch greifbarer. Wenn der Muskel schlapp macht, gibt man halt auf. Das ist bei Aufsprung der Springer natürlich nicht möglich.

Wieso machst du das dann?

Meine Intention war das nicht.
Wer gut in Form ist, kann besser in Form kommen. Und es ist ja eher unüblich, dass ein Sportler über mehrere Wochen seine beste Form halten kann. Die Super-Serien, die seinerzeit z.B. Hannawald, Malysz, Loitzl, etc. hatten, sind nie von Dauer. Dass z.B. ein Springer bei der Tournee super springt aber diese Form nicht bis Olympia/WM halten kann, ist eher die Regel, als die Ausnahme.
Idealerweise haben die Springer Stand heute noch nicht ihre beste Form. Siehe Boxer in ihrer Vorbereitung auf einen wichtigen Kampf. Die haben auch nur zwei oder drei Wettkämpfe im Jahr.
Aber sicher schlaucht das! Grundkurs Physik: Der Springer wird gegen die Schanze gedrückt. Der muss also nicht nur möglichst hoch springen, sondern hat dabei einen höheren Widerstand als bei einem "normalen" Sprung. Vielleicht vergleichbar mit einem Sprung aus dem Wasser heraus. Und dann kommt das nächste: Das Aufrichten der Ski in der ersten Flugphase. Drehmoment ist Kraft mal Hebelarm. Der Hebelarm ist der Ski (von der Spitze bis zum Schuh). Die Kraft ergibt sich aus den knapp 100km/h Wind, die gegen den Springer drückt. Versuch mal aus einem Fahrenden Auto eine Holzlatte kontrolliert in diese Position zu bewegen.
Das machen die nur mit je einem Bein! Skispringer haben so immens viel Kraft in den Beinen... sie wären auch prima Golfer oder Gewichtheber.
Das ist aber nicht richtig, wenn man das nur auf die Sekunden reduziert. Usain Bolt lässt auch viel Kraft in nur 10 Sekunden. Mo Farrah verteilt seine Kraft auf 5000 oder 10000 Meter. Gewichtheben dauert auch nur wenige Sekunden... da sieht der Laie aber viel besser wie der Kraftaufwand aussieht, als er das beim Skispringen sehen würde.