Sebastian Prödl

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klar fehlt einem spieler wie prödl die nötige konstanz - aber wenn man das spiel gg münchen oder das eine oder andere testspiel (nur nich das gg fulham, haha) gesehen hat, kann man das denke ich nahtlos auf ein beliebiges gutes spiel von merte übertragen ohne einen großartigen unterschied feststellen zu können.

@simac
ich komme nicht mit dem alter, und ich denke auch das merte in dem alter schon weiter war, das sagt aber in meinen augen genausowenig über die veranlagung aus. denn man muss ja auch mal die kirche im dorf lassen - ob man seine karriere nun bei hannover in gute bahnen lenkt oder bei graz, is ja wohl n kleiner unterschied. deren liga ist nunmal bedeutend schlechter im gesamten (im direktvergleich von der anforderung - ich will ja nicht irgendeinem ösi hier zu nahe treten).
 
Prödl ..... würde es mMn nie in die deutsche Nationalmannschaft schaffen.

Warum nicht, wenn das ein Tasci geschafft hat, von Merte in superschwacher Form oder einem total unerfahrenen Badstuber oder einem ebenfalls nicht völlig herausragenden Manuel Friedrich gar nicht zu reden..............Sebastian hat schon für Österreich sehr gute Länderspiele in der IV gemacht. Und da ist der Rest nicht so überragend, das die Abwehr nichts zu tun bekommt.

Der Punkt ist, das Sebastian erst diese Saison überhaupt zu einer größeren Zahl von Einsätzen am Stück bei Werder kommt. Dies noch mit einer vogelwilden Defensive in der größten Krise der letzten 10 Jahre. Trotzdem spielt er bei allen vorkommenden Fehlern immer noch mindestens ordentlich, eigentlich deutlich ordentlicher als vorher befürchtet und er macht etliche Sachen jetzt schon besser als Merte.

Als da wären:
*Zweikampfführung: Er attackiert auch mal und läuft nicht nur nebenher.
*Offensive: Er kann von rechts außen Flanken schlagen und mit den MF Spielern kombinieren, taugt daher auch als Aushilfs RAV.
*Spieleröffnung: Hat Mut und Auge für direktes Spiel und schnelle öffnende Pässe in die Spitze.
*Dynamik: Ist fast genauso groß, aber antrittsschneller

Das Ganze noch zu erheblich günstigerem Tarif.

Und was die Nervosität und die Stellungsfehler angeht (normaler Weise sind die Ruhe und das Stellungsspiel wirklich die großen Stärken von Merte) , kann man wohl noch Hoffnung haben, das die Weiterentwicklung, die er derzeit zeigt, auch diesbezüglich noch zu Fortschritten führt.
 
Warum nicht, wenn das ein Tasci geschafft hat, von Merte in superschwacher Form oder einem total unerfahrenen Badstuber oder einem ebenfalls nicht völlig herausragenden Manuel Friedrich gar nicht zu reden..............Sebastian hat schon für Österreich sehr gute Länderspiele in der IV gemacht. Und da ist der Rest nicht so überragend, das die Abwehr nichts zu tun bekommt.

Mertesacker wird in schwacher Form nominiert, weil er sich aufgrund überragender Leistungen in der Vergangenheit einen gewissen Status erarbeitet hat. Das ist bei vielen verdienten Nationalspielern so. Der Bundestrainer nominiert Gott sei Dank nicht nach den Eindrücken von 2,3 Spielen, denn sonst hätten wir bei jedem Länderspielen einen neuen Kader.
Tasci ist ein technisch versierter Innenverteidiger, der Nationalspieler wurde, weil Klinsi und Löw erstens ein Faible für diesen modernen Verteidiger haben und weil er in Stuttgart gespielt hat :D
Manuel Friedrich war bei Mainz ein überragender Bundesligaspieler und ist jetzt seit Jahren Stammspieler in Leverkusen. Ein Vergleich mit Prödl hinkt da doch sehr.
Und Badstuber hat nunmal eine starke Saison bei Bayern gespielt und damit eine Nominierung absolut verdient. Ich denke der Meinung ist jeder.
Macht Prödl nicht besser als er ist, aber eben auch nicht schlechter.
 
Definitiv sollte man ihn nicht besser machen - und nicht schlechter. Das stimmt.
Dennoch denke ich, dass man ihm die Chance geben sollte. Momentan steht er neben einem Merte, der sehr schwach ist. Wenn er aber einen starken Partner in der IV hat - wie Naldo -, warum sollte ein Prödl da nicht auch mehr überzeugen? Abgesehen davon war er gegen die Bayern beispielsweise wirklich gut. Mit einer funktionierenden Viererkette könnte man das vielleicht besser beurteilen. Allerdings würde ich ihn auf keinen Fall so abschreiben, wie es viele in diesem Forum machen.
 
Mertesacker wird in schwacher Form nominiert, weil....
Tasci .........
Manuel Friedrich war.....
Und Badstuber..........
Macht Prödl nicht besser als er ist, aber eben auch nicht schlechter.

Stimmt und begründet allerdings auch nicht, warum Prödl es von vornherein in der Zukunft nicht schaffen können soll.

Aktuell auffällig ist, das alle nur die Fehler sehen, aber leider nur eine Minderheit das erwähnt was gut ist.

Ohne Prödl gäbe es extrem weniger halbwegs schnelles Aufbauspiel. Ein kompaktes Spielsystem mit offensivem Verschieben erfordert aber nunmal Verteidiger (mindestens 2 der 4) die ein Spiel "lesen" können und in der Lage sind, schnelle, direkte Bälle ins oder durchs MF zu spielen oder bei sich bietendem Raum auf mal mit schnellem Antritt selber zu gehen und dann offensiv zu passen.

Das macht Prödl zwar nicht auf dem Niveau von Naldo, aber schon sehr gut und eine ganze Klasse besser als Merte es jemals getan hat.
 
klar fehlt einem spieler wie prödl die nötige konstanz - aber wenn man das spiel gg münchen oder das eine oder andere testspiel (nur nich das gg fulham, haha) gesehen hat, kann man das denke ich nahtlos auf ein beliebiges gutes spiel von merte übertragen ohne einen großartigen unterschied feststellen zu können.
Kann man nicht. Prödl war sogar zwei mal in München stark. Dafür aber völlig überfordert in Hannover, gegen Twente, in Gladbach, Nürnberg und in Stuttgart. Warum? Weil sich genau darin der Unterschied zeigt. Denn für einen Verteidiger ist es einfacher, wenn der Gegner mitspielt, selbst viel auf´s Tor drückt und Ballbesitz recht ausgeglichen ist - der Verteidiger kann dann die Konzentration beständig hochhalten, die Abstände einschätzen, den/die Gegenspieler kontinuierlich austesten und sich sozusagen "einspielen". Dies kommt hauptsächlich zweikampf- und kopfballstarken Typen wie Prödl (auch Naldo) entgegen, die dann trotz höherer individueller Klasse der Gegenspieler meist "auf dem Posten" sind. Aber wenn der Gegner immer nadelstichweise die Konter setzt, zwischendurch 15 Minuten nichts passiert, später wieder zwischendurch 10 Minuten nichts passiert, dann sind andere wichtige Eigenschaften wie Antizipationsfähigkeit, Organisation, Übersicht und Stellungsspiel mehr denn je gefragt.
Es ist wie bei einem Torhüter, dessen wirkliche Klasse sich eher nicht zeigt, wenn er unter Dauerbeschuß steht, sondern dann, wenn lange nichts geschieht und er in genau diesem wichtigen Moment da sein muss.
Im Spielaufbau hat Prödl weitere Stärken - die aber auch bei weitem nicht überragend sind. Was das angeht erfüllen weder Merte, noch Naldo, noch Prödl das Anforderungsprofil eines modernen Verteidigers von internationalem Format. Wobei Prödl in der Hinsicht noch der Beste von den Dreien ist.

Dennoch ist Prödl sicherlich ein Innenverteidiger, der mindestens bei 10 bis 14 anderen BL-Vereinen gesetzt wäre.
 
Kann man nicht. Prödl war sogar zwei mal in München stark. Dafür aber völlig überfordert in Hannover, gegen Twente, in Gladbach, Nürnberg und in Stuttgart. Warum? Weil sich genau darin der Unterschied zeigt. Denn für einen Verteidiger ist es einfacher, wenn der Gegner mitspielt, selbst viel auf´s Tor drückt und Ballbesitz recht ausgeglichen ist - der Verteidiger kann dann die Konzentration beständig hochhalten, die Abstände einschätzen, den/die Gegenspieler kontinuierlich austesten und sich sozusagen "einspielen". Dies kommt hauptsächlich zweikampf- und kopfballstarken Typen wie Prödl (auch Naldo) entgegen, die dann trotz höherer individueller Klasse der Gegenspieler meist "auf dem Posten" sind. Aber wenn der Gegner immer nadelstichweise die Konter setzt, zwischendurch 15 Minuten nichts passiert, später wieder zwischendurch 10 Minuten nichts passiert, dann sind andere wichtige Eigenschaften wie Antizipationsfähigkeit, Organisation, Übersicht und Stellungsspiel mehr denn je gefragt.
Es ist wie bei einem Torhüter, dessen wirkliche Klasse sich eher nicht zeigt, wenn er unter Dauerbeschuß steht, sondern dann, wenn lange nichts geschieht und er in genau diesem wichtigen Moment da sein muss.
Im Spielaufbau hat Prödl weitere Stärken - die aber auch bei weitem nicht überragend sind. Was das angeht erfüllen weder Merte, noch Naldo, noch Prödl das Anforderungsprofil eines modernen Verteidigers von internationalem Format. Wobei Prödl in der Hinsicht noch der Beste von den Dreien ist.

Dennoch ist Prödl sicherlich ein Innenverteidiger, der mindestens bei 10 bis 14 anderen BL-Vereinen gesetzt wäre.

dann schauen wir mal wen wir beispielsweise in der nationalmannschaft lange im tor hatten: enke (r.i.p.) & hildebrand.. oder auch neuer.. ich glaube die kann man getrost in diese kategorie einordnen, also der torhüter die ständig auf den kasten bekamen, aber das dennoch auf sie gebaut wurde. das spricht ihnen aber dennoch nicht die klasse ab, zu der jeweiligen zeit, auch wenn sie miese spiele erwischt haben. und so seh ich das auch bei prödl derzeit - er ist genauso wie die restlichen jungs in der 4erkette in einer denkbar undankbaren position in der es wirklich sehr schwer ist zu glänzen.

/e:
oder um ein anderes beispiel zu nennen - mielitz - denkbar ungünstige situationen manchmal, aber er wird n guter.
 
Gehen wir doch mal die Stamm-IVs der Bundesligisten durch (sofern das möglich ist)

Dortmund: Subotic - Hummels
Mainz: Svesson - Noveski
Leverkusen: Hyypiä - Friedrich
Frankfurt: Russ - Franz
Hoffenheim: Simunic - Vorsah
HSV: Westermann - Mathijsen
Nürnberg: Nilsson - Wolf
Freiburg: Butscher - Toprak
Bayern: van Buyten - Badstuber
Hannover: Pogatetz - Haggui
Bremen: Mertesacker - Naldo
Wolfsburg: Kjaer - Friedrich
St.Pauli: Thorandt - Zambrano
Stuttgart: Niedermeyer - Delpierre
Lautern: Amedick - Rodnei
Schalke: Metzelder - Höwedes
Köln: Geromel - Mohamad
Gladbach: Dante - Brouwers

Wenn ich mir die Namen nun ganz objektiv und nicht durch die Werder-Brille anschaue, dann ist Prödl da (bisher) maximal Mittelmaß. Ich sage nicht, dass er sich nicht noch zu einem guten Bundesligaspieler entwickeln kann, aber das ist er noch nicht.
Wenn ich die Meinungen von Fans anderer Vereine bedenke, dann kommt Prödl in deren Ansicht noch viel schlechter weg als bei uns. Das sind nur meine Erfahrungen aus Aussagen von Freunden und Bekannten, die keine Werder-Fans sind.
Seien wir doch mal ehrlich. Halten die meisten von uns Marko Russ für einen überdurchschnittlichen IV in der Liga??
 
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