Nur wahrscheinlich bist du so einer, der höchstens mal Samstags die Sportschau schaut und dementsprechend über die Schirileistungen perfekt informiert ist.
Das ist doch genau das Problem - denn in diesem Punkt wirst du auch nicht besser sein. Natürlich wirst du auch mal die Spiele unter der Leitung der entsprechenden Schiedsrichter sehen. Ich wette aber das du garantiert nicht jedes Spiel dieser Schiedsrichter über die vollen 90 Minuten ansiehst. Oder schaust dir jeden Spieltag jedes Bundesligaspiel in ganzer Länge an?
Wie willst du da ernsthaft deren Gesamtleistung beurteilen?
Wenn man natürlich die Spielzuammenfassungen in der Sportschau anschaut bleibt natürlich in erster Linie eines hängen: Die Fehler. Vollkommen logisch. Das taugt aber nicht als wirkliche Bewertungsgrundlage, denn so bleiben gute und fehlerfreie Spiele aussen vor.
So hat zum Beispiel Babak Rafati wenn man sich die Kickernoten anschaut eine ingsesamt wirklich gute letzte Saison gepfiffen. Was dann hier gegen ihn vorgebracht wird ist "Er verpfeift ja eh jedes Spiel mit seinem kleinlichen Pfeifen" und dazu noch 2 Spiele in denen er Fehler gemacht hat. Das Rafati aber die gesamte letzte Saison mehr als zwei Spiele gepfiffen hat, sollte doch jedem klar sein.
Ebenso doch bei Fandel. Im von dir genannten Spiel hat er zweifellos zwei Riesenfehler gemacht. Sowas verhindert dann auch in einer Beobachtung eine gute Note. Dennoch ist es ja nun nicht so, das Fandel das ganze restliche Spiel über nur Mist gepfiffen hat, genausowenig wie er die anderen Spiele bei der EM nur grottenschlechte Spiele gezeigt hat.
Ich bin ja persönlich ein Fan von Fandel - absolut nicht. Aber es ist kein Zufall wenn Fandel schon ein Championsleague Finale und bei der EM mehrere Topspiele pfeifen durfte. Der scheint international schon sehr angesehen zu sein, ebenso wie das bei Merk auch schon der Fall war.
Aus diesem Grund kann ich dieses dämliche Geschwätz von wegen "Deutschland hat die schlechtesten Schiris" auch nicht mehr hören. Würden die entsprechenden Leute Regelmäßig die anderen europäischen Ligen in Gänze verfolgen würden sie dort mindestens ebensoviele Fehler entdecken...
Dennoch liegt natürlich auch in der Schiedsrichterei so manches im Argen - nur muss man das nun wirklich nicht übertreiben.
Probleme liegen aus meiner Sicht z.B. darin, das die Leistung auf dem Platz nur eines der Kriterien ist. Die Lobby spielt leider eine wirklich nicht unbedeutende Rolle. Ohne Fürsprecher in hohen Positionen ist es schwer wirklich Karriere zu machen. Gesucht sind da eher die aalglatten Charaktere, die nirgendwo anecken, lieber nicht widersprechen und immer und jederzeit zur Verfügung stehen. Zudem habe ich zum Beispiel das Gefühl die Bayern auf funktionierebene übervertreten sind. Da kann dann eben schonmal ein "Jüngling" wie Kempter innerhalb kürzester Zeit in die Bundesliga aufsteigen, ebenso wie eben ein Schiedsrichter wie Stark international zur neuen Nummer 1 aufgebaut werden soll (wobei man zumindest zugeben muss das die große Bundesligaerfahrung für Stark spricht).
Dennoch sind das alles keine grottenschlechten Schiedsrichter. Die haben sich schon auch alle auch mit ihrer Leistung "in die Bundesliga gepfiffen". Arschkriecherei allein reicht jedenfalls nicht um zum Bundesligaschiedsrichter zu werden.
@ schwarz-gelber
Was das Fehler zugeben von Markus Merk angeht meinst du doch hoffentlich nicht das Spiel Bremen gegen Dortmund, als Merk nach dem Spiel diesen Riesenwind und diese Schmierenkomödie auf dem Rücken seines Assistenten (der ja wenn überhaupt den Fehler gemacht hat) nur um sich und seine Ideen bezüglich des Videobeweises in der öffentlichkeit zu profilieren? Da hat Merk den Teamgedanken eines Schiedsrichtergespanns mit Füßen getreten - und viel schlimmer noch: Er war dabei auch noch vorschnell.
Zu der Abseitsentscheidung gibt es in der (sonst zumeist nicht so guten) Schiedsrichterzeitung einen wirklich schönen Artikel darüber - kann ich dir nur empfehlen.
http://www.dfb.de/uploads/media/sz0208.pdf
Seite 12!