Robin Dutt

Es war und ist für mich nachwievor völlig unverständlich, wie man in der damaligen Situation einen funktionierenden Trainer durch einen absoluten "Versuchsballon" ersetzen wollte/konnte.

Ich denke, dass genau hier der Knackpunkt liegt: es wird kaum jemanden geben, der der Meinung ist, dass TS im Frühjahr 2013 noch ein "funktionierender" Trainer für Werder war. So lange man sich in dieser Wahrnehmung uneins ist, braucht man über den Rest eigentlich kaum weiter zu diskutieren.


Letztendlich hat man sich für dieses "unkalkulierbare Risiko" entschieden. Dieses Vorgehen passte zum damaligen generellen "Auftreten" Eichins, der entschlossen, zuweilen rücksichtslos "alle Steine umdrehen" und "frischen Wind von außen" reinbringen wollte. Dabei hat er imho den Wert/die Bedeutung der "Werder-Familie", des Zusammenhalts der Vereins völlig verkannt.

Ich glaube, dass dieses - gerade zu Beginn - eher rabiat wirkende Vorgehen Eichins nötig war, um überhaupt eine Bewegung in den doch relativ fest im eigenen Sud hängenden Wagen "Werder" zu bekommen. Man weiß doch, wie stark die Beharrungskräfte in einer Organisation sind, die schon lange auf ein und die gleiche Art besteht. Da muss man manchmal zu Beginn auch das Kind mit dem Bad ausschütten, um einen Forstschritt zu erleben.
Außerdem würde ich die Hypothese aufstellen, dass es die Zeit mit Dutt brauchte, um das Feld für Skripnik zu bereiten. Denn selbst wenn Skripnik schon 2013 erfolgreich mit der U23 gearbeitet hätte, so glaube ich nicht, dass er als direkter Nachfolger von Schaaf genau den gleichen Erfolg gehabt hätte, wie jetzt nach der Ära Dutt. Das ist für mich ein wenig vergleichbar mit der Zeit nach Rehhagel: auch da brauchte es mMn erst einen "Antitrainer" wie Magath, um einem TS das Feld zu bereiten, auf dem er seine Art des Fußballs umsetzen konnte.

Da brauchst du gar nicht zu "raten". Ich hatte das geschrieben. War aber vielleicht zu kompliziert zu verstehen für schwarz-weiß Experten mit Beißreflexen ...
Im wesentlichen führe ich das (auch) auf Leute wie dich zurück, die diese schwarz-weiß Bilder malen, völlig unabhängig davon, was man hier - etwas differenzierter - schreibt.

Nein, da machst du es dir viel zu einfach. Klar ist Campino einer, der immer wieder provoziert und auch polarisiert, aber den Eindruck, den man von dir bekommen hat, den hast ganz alleine du dir zuzuschreiben. Schieb das bitte nicht auf Campino ab.
 
Nein, da machst du es dir viel zu einfach. Klar ist Campino einer, der immer wieder provoziert und auch polarisiert, aber den Eindruck, den man von dir bekommen hat, den hast ganz alleine du dir zuzuschreiben. Schieb das bitte nicht auf Campino ab.

Nein, macht er nicht.

Wir haben es mit einem Forum zu tun, in dem die herrlich subjektiven, polarisierenden aber immer interessante Gedanken enthaltenen und damit zu dem besten, was es hier zu lesen gibt, zu zählenden Beiträge Paul Tergats von verschiedenen Usern auf eine nervtötende Weise kommentiert werden, die versuchen, das Geschriebene und was daran vielleicht im ersten Moment nicht einleuchtend erscheint, auf irgendwelche vermeintlichen Borniertheiten des Autors zurückzuführen, anstatt sich damit zu befassen. Wenn einigen dieser Eindruck, den Campino äußert, entstanden sein sollte, dann ist das ihr Problem und nicht Paul Tergats. Soviel Redlichkeit in der Diskussion sollte unbedingt sein.
 
Wenn jemand z.B. sinngemäß schreibt, dass Eichin zu nem Abstiegskandidaten geht, um sich neben dem Trainer im Erfolg zu sonnen, dann hinterfrage ich nicht seine Gedankengänge, da die Borniertheit des Autors mir dann näher erscheint als die Möglichkeit, dass ich mir aufgrund der vom Autor selbst verfassten Beiträge ein falsches Bild von ebendiesem zeichne.
 
Wenn einigen dieser Eindruck, den Campino äußert, entstanden sein sollte, dann ist das ihr Problem und nicht Paul Tergats. Soviel Redlichkeit in der Diskussion sollte unbedingt sein.

Wie so oft ist der Sender einer Botschaft dafür zuständig, dass diese auch wie gewünscht beim Empfänger ankommt. Wenn Paul also hier bei durchaus mehreren Usern einen Eindruck von sich hinterlassen hat, der nicht dem entspricht, den er von sich selbst hat, dann ist es ganz alleine an Paul, sich deswegen an die eigene Nase zu fassen.
 
Wenn jemand z.B. sinngemäß schreibt, dass Eichin zu nem Abstiegskandidaten geht, um sich neben dem Trainer im Erfolg zu sonnen (...)
Diese seltsame These stammt von FatTony, der meinte, mir solch ein Statement unterjubeln zu müssen (warum auch immer). Dass sowas tatsächlich funktioniert, sieht man hier sehr schön.

Die These, dass stets der Autor eines Beitrags dafür verantwortlich zeichnet, wenn ein Beitrag nicht gelesen/nicht verstanden oder verballhornt wiedergegeben wird, halte ich im Übrigen für sehr gewagt.

Bei der Vielschichtigkeit der User eines Forums wird man kaum empfängerorientiert auf jeden einzelnen Kopfinhalt Rücksicht nehmen können ("damit auch XY das versteht, schreibe ich das lieber etwas einfacher ..." oder so ähnlich). Da bleibt halt nur die Möglichkeit, sich so auszudrücken, wie man es gewohnt ist. Wenn das dann für den einen oder anderen "zu kompliziert ist", dann ist das eben so.

@maddin
Danke für die warmen Worte !
:tnx:
 
Diese seltsame These stammt von FatTony, der meinte, mir solch ein Statement unterjubeln zu müssen (warum auch immer). Dass sowas tatsächlich funktioniert, sieht man hier sehr schön.

Die These, dass stets der Autor eines Beitrags dafür verantwortlich zeichnet, wenn ein Beitrag nicht gelesen/nicht verstanden oder verballhornt wiedergegeben wird, halte ich im Übrigen für sehr gewagt.

Bei der Vielschichtigkeit der User eines Forums wird man kaum empfängerorientiert auf jeden einzelnen Kopfinhalt Rücksicht nehmen können ("damit auch XY das versteht, schreibe ich das lieber etwas einfacher ..." oder so ähnlich). Da bleibt halt nur die Möglichkeit, sich so auszudrücken, wie man es gewohnt ist. Wenn das dann für den einen oder anderen "zu kompliziert ist", dann ist das eben so.

:tnx:

http://www.vier-ohren-modell.de

@Campino: Sofern es sich nicht von selbst erklären sollte, lies Dir den Beitrag 14991 nochmal durch!
 
Also das:

Diese seltsame These stammt von FatTony, der meinte, mir solch ein Statement unterjubeln zu müssen (warum auch immer). Dass sowas tatsächlich funktioniert, sieht man hier sehr schön.

unterscheidet sich doch nur minimal von dem Kram hier:

Ich fand es dabei auch sehr wohltuend, dass Eichin die Neubesetzung der Trainerbank direkt mit seinem Abschied von der Bank verbunden hat. Wahrscheinlich wollte er nur nicht mit im Focus stehen, wenn die "Werder-Lösung" nicht gegriffen hätte (was er wohl befürchtete) und er eher kurzfristig nach "Trainer Nr. 3 nach Schaaf" hätte suchen müssen. Aber - ist ja egal warum, ich fand es nett, sein Gesicht nicht mehr auf der Bank zu sehen. Hätte er nur ansatzweise geahnt, dass ein Trainer mit Sachverstand mit dieser Mannschaft durchaus attraktiven Fußball spielen lassen kann, wäre er sicher gern auf der Bank geblieben, um ein wenig mehr von der schon fast märchengleichen Strahlkraft der unglaublichen Entwicklung mitzubekommen.

Und somit sehe ich auch keinen Grund, an meinem Statement etwas zu ändern. Wenn man Gouda von sich gibt, hinterher aber sagt, dass man Emmentaler gemeint hat, ist das zwar was anderes, bleibt aber eben... Käse.

Übrigens jubelt dir @FatTony nix unter... Er spinnt nur deinen Gedankengang weiter bzw. holt in diesem etwas weiter aus unter Zuhilfenahme des Stilmittels der Ironie.
 
Ich glaube, dass dieses - gerade zu Beginn - eher rabiat wirkende Vorgehen Eichins nötig war, um überhaupt eine Bewegung in den doch relativ fest im eigenen Sud hängenden Wagen "Werder" zu bekommen. Man weiß doch, wie stark die Beharrungskräfte in einer Organisation sind, die schon lange auf ein und die gleiche Art besteht. Da muss man manchmal zu Beginn auch das Kind mit dem Bad ausschütten, um einen Forstschritt zu erleben.

:tnx:

Unternehmenberater sprechen in solchen Fällen von Betriebsblindheit, weil eben bei ausbleibenden oder zu geringen Einflüssen von außen die große Gefahr besteht, daß die tägliche Arbeit durch die "Macht der Gewöhnheit" unbewußt gesteuert wird und man so im Wettbewerb schnell ins Hintertreffen gerät. Denn durch diese Betriebsblindheit ist das entstanden, was KDF in seinen Herbst-Interviews als größten Fehler in den letzten Jahren bezeichnete: in den guten Jahren, dem Irrglauben verfallen zu sein, daß es so weitergeht wie bisher.


Außerdem würde ich die Hypothese aufstellen, dass es die Zeit mit Dutt brauchte, um das Feld für Skripnik zu bereiten. Denn selbst wenn Skripnik schon 2013 erfolgreich mit der U23 gearbeitet hätte, so glaube ich nicht, dass er als direkter Nachfolger von Schaaf genau den gleichen Erfolg gehabt hätte, wie jetzt nach der Ära Dutt. Das ist für mich ein wenig vergleichbar mit der Zeit nach Rehhagel: auch da brauchte es mMn erst einen "Antitrainer" wie Magath, um einem TS das Feld zu bereiten, auf dem er seine Art des Fußballs umsetzen konnte.

Das ist einer der springenden Punkte, wobei ich das nicht allein auf die Person Magath beschränken möchte, denn de Mos war ja auch so ein "Antitrainer".

RD ist nicht allein an seinen eigenen Fehlern gescheitert (mal ganz abgesehen davon, daß er hier ein alles andere als sportlich gutes Erbe vorfand), sondern auch daran, daß (wie ich schon zu Zeiten von TS hier geschrieben habe) nach dem Abschied eines langejährigen und daher (zumindest auch temporär) erfolgreichen Trainer ein Vakuum entsteht, welches dem/den Nachfolger/n die Arbeit zusätzlich erschwert. Beispiele dafür gibt auch abseits des Tellerrands Werder genug. Wenn die letzten Wochen unter VS wirklich der Auftakt für eine zumindest mittelfristig sorgenärmere Zukunft gewesen sein sollten, dann kann man als Werder-Fan froh sein, daß in dem Vakuum der Post-Schaaf-Ära mit RD nur ein Coach in ca. 15 Monaten gescheitert ist, und nicht wie in der Zeit nach Rehhagel 4 Trainer in 4 Jahren.
 
Das glaube ich nicht.

Nach den letzten so zehrenden, trüben Jahren unter Schaaf war bei Mannschaft und Fans die Lust auf einen Neuanfang riesengroß. Dutt hat hier aber nie Euphorie entfachen können und er hat im Gegenteil durch verzögerte wichtige entscheidungen (Ekici, Elia, Petersen, Makiadi) mit dazu beigetragen, das Problem des falschen Kaders zu verschärfen. Dass Dutt gescheitert ist, hat zu 99% mit Dutt und sehr wenig mit der direkten Schaaf-Nachfolge zu tun. Denn diese war keineswegs mit der Rehhagel-Nachfolge vergleichbar. Während Rehhagel nach einer überragenden Rückrunde und einer sehr unglücklichen Vizemeisterschaft als Held zu den Bayern ging, war Schaaf hier gescheitert und entlassen worden. Da hatte also ein Neuer ganz andere Handhabe für einen Umbau, aber den hat der Zauderer sich nicht getraut anzugehen. Da ist übrigens eine eindeutige Parallele zu Stuttgart erkennbar, da wurde in der ersten Transferperiode auch wertvolle Zeit vertan, um sich von falschen Leuten zu trennen. Wie es richtig geht, hat diese, die erste Transferperiode ohne Dutt, bei uns gezeigt. Sicher kein Zufall.
 
Die These, dass stets der Autor eines Beitrags dafür verantwortlich zeichnet, wenn ein Beitrag nicht gelesen/nicht verstanden oder verballhornt wiedergegeben wird, halte ich im Übrigen für sehr gewagt.

Ich schrieb nichts von einzelnen Posts, sondern davon, wie man sich allgemein hier präsentiert und ausdrückt. Von einem einzelnen Post alleine bilde ich mir äußerst selten ein Bild von der Meinung eines Users.

Das ist einer der springenden Punkte, wobei ich das nicht allein auf die Person Magath beschränken möchte, denn de Mos war ja auch so ein "Antitrainer".

De Mos hat aber mit der Einführung der Viererkette Werder sehr geholfen und auch damit eine der Türen geöffnet, durch die Schaaf dann gehen konnte. Insofern empfinde ich den Vergleich Dutt - Magath schon richtiger als den Vergleich Dutt - de Mos.
 
De Mos hat aber mit der Einführung der Viererkette Werder sehr geholfen und auch damit eine der Türen geöffnet, durch die Schaaf dann gehen konnte. Insofern empfinde ich den Vergleich Dutt - Magath schon richtiger als den Vergleich Dutt - de Mos.

Nein, die richtigen Vergleiche lauten de Mos - Magath und Dörner - Dutt.

De Mos und Magath sind vor allem an ihrem launischen, diktatorischen, menschlich untragbaren Auftreten gescheitert. Nichts davon kann man Dutt und Dörner nachsagen, das sind sicherlich recht umgängliche Menschen, die aber als Trainer nichts taugen, wogegen Magath und de Mos durchaus bewiesen haben, dass sie als Trainer etwas taugen können.
 
De Mos hat aber mit der Einführung der Viererkette Werder sehr geholfen und auch damit eine der Türen geöffnet, durch die Schaaf dann gehen konnte. Insofern empfinde ich den Vergleich Dutt - Magath schon richtiger als den Vergleich Dutt - de Mos.

Ich denke, daß für TS keinen "Türöffner" seitens AdM bedurfte. Abgesehen davon war die 4er-Kette für die Bundesliga damals noch zu früh und sie steckte noch derart in den Kinderschuhen, so daß Werder von den so Gegnern so "ausgehebelt" wurde, wie Werder es beim EC-Sieg 1992 gegen die mit 4er-Kette spielenden Monegassen selbst tat. Aber vor allem konnte man die "Alten" im Kader nach langen und auch erfolgreichen Jahren mit dem klassischen System mit Vorstopper und Libero nicht mehr auf ein völlig neues Grundsystem umstellen.

Den letztgenannten Punkt hätte erkennen müssen, aber er zog es ja vor, seinen Willen durchzuboxen und drehte - im Gegensatz zu TERD - so ziemlich jeden Stein bei Werder um, den er finden konnte, so daß er imho schon in die Kathegorie "Antitrainer" paßt.
 
Da ich gestern den Film "Tom meets Zizou" zum x-ten mal angeschaut habe, und mir danach aber das erste mal auch die Mühe gemacht habe, nach seinen berühmten Blog-Eintrag über seinen "Aufruf zur Fussballkunst" gesucht habe, möchte ich das auch hier mal posten, da ich denke, dass er damit auch Leute wie Dutt meint.

Der Ausspruch "Der Weg ist das Ziel" taugt ausgezeichnet zum Lebensmotto, ist selten aber so deplaziert wie im modernen Fußball, wo die rechten Resultate die fragwürdigsten Methoden legitimieren. Welchem Fußballexperten man in diesen Tagen auch immer lauschen mag, die Forderung nach einer inspirierten und risikoreichen Spielweise ist allen gleich. Was umzusetzen prinzipiell ein leichtes Unterfangen wäre, befänden wir uns etwa in Holland oder Spanien. In diesen Ländern steht die Schönheit des Spiels nicht nur theoretisch (fast) über allem. So werden auch missglückte Aktionen auf diesem Weg verziehen: wenn auch die ersten Risikopässe misslingen und die ersten waghalsigen Dribblings in die Hose gehen, setzen die Leute eben Hoffnung in den x-ten Steilpass oder die x-te Einzelaktion. Diese Toleranz lässt die spektakuläre Art zu spielen eines Ronaldinho, eines Deco oder Luis Figo zu Stande kommen.

Hierzulande wird man bei solcher Spielweise (viel zu) schnell zur Raison gerufen. Erfolge werden von der deutschen Mentalität recht zeitig eingefordert. Die typisch deutsche pragmatische Denkweise lässt kaum Raum für Experimente und verzeiht nur wenige kreative Fehlversuche. Diese Art zu denken hat in gewissem Maße selbstverständlich auch ihre Berechtigung. Verkommt die Kunst nämlich zum Selbstzweck, so entzieht sie sich, zumindest im Sport, ihrer Grundlage. Und genau dieser Spagat zwischen Eleganz und Effektivität ist die wahrscheinlich größte Herausforderung für Kreativspieler im deutschen Fußball.

Aber ziehen wir doch einmal Parallelen zu anderen Lebensbereichen: ob in der Malerei, in der Architektur oder der Poesie, je kunstfertiger ein Produkt desto empfindsamer reagieren wir darauf. Meiner Meinung nach ist die Liebe zur Schönheit tief in uns allen verwurzelt. Diese Sensitivität, der uns inne wohnende Spieltrieb, das Freisetzen von Phantasien und Gefühlen wird leider zunehmend unterdrückt und einer ergebnisorientierten Denkweise hinten angestellt. Diese Entwicklung läuft einigen Urinstinkten völlig zuwider, besitzt der Mensch doch so mannigfaltige Möglichkeiten seiner Freude am Leben Ausdruck zu verleihen. Genau jene Lebensfreude die wir voller Bewunderung den Brasilianern attestieren und die gar noch stärker bei den Afrikanern auszumachen ist. Wem schlägt nicht das Herz höher, wenn er noch einmal jenes phänomenale Tor von Jay-Jay Okocha vor dem geistigen Auge Revue passieren lässt, bei dem er fünf Karlsruher Spielern samt Keeper Kahn förmlich einen Knoten in die Beine spielt. Was aber veranlasst uns, in dieser Interpretation des Fußballspiels Privilegien der Südländer zu sehen? Natürlich lässt sich der Carneval in Rio und das daraus resultierende Lebensgefühl nicht einfach eins zu eins auf Deutschlands Straßen projizieren, auch dürfte das deutsche Volk durch den Grad an Zivilisierung schwerlich zu tranceartigem, afrikanischen Rhythmus und Tanz bewegt werden und doch sollten wir uns vergegenwärtigen, dass in diesen Dingen der Ursprung und vielleicht auch die Quintessenz menschlichen Lebens liegt.

Das soll jetzt kein Aufruf sein, den deutschen Charakter zu verleugnen und den Stil der anderen Nationen unreflektiert zu kopieren, vielmehr spricht aus mir die Sehnsucht neue Littbarskis, Hässlers oder Netzers über Deutschlands Fußballplätze wirbeln zu sehen. Also weg mit der Handbremse, lasst den Dingen (sprich Kickern) wieder mehr freien Lauf. Es fehlen uns nicht fußballbegeisterte, talentierte Kinder, nur zu oft standen wir ihnen mit unseren zu deutschen Mentalität in der jüngeren Vergangenheit selbst im Weg. Veränderungen beginnen im Kopf! Dann haben wir auch in Deutschland bald wieder Spieler wie die atemberaubenden Dribbler Ryan Giggs und Christiano Ronaldo, Flügelflitzer vom Format eines Arien Robben oder Vicente, oder einen Spielmacher der Marke d'Alessandro. Aber ich denke die Verantwortlichen haben begriffen und der frische Wind der in der Nationalmannschaft Einzug erhalten hat lässt von der Zukunft einiges erhoffen.

Der Text ist von Dezember 2004.
 
zum Glück müssen wir uns Dutts Gequassel nicht mehr anhören. Da war so viel Gerede und nichts auf den Punkt. Zum Glück haben wir jetzt Viktor. Dutt darf den VFB dann in ein paar Wochen übernehmen, wenn Stevens entlassen wird...
 
Der hat sein Büro wahrscheinlich noch gar nicht richtig bezogen, da darf er im Sommer schon wieder sein Platz räumen!
Der R.D. wirkt so hilflos und ja naiv.
Tut mir leid, aber so wirkt er auf mich!
 
Der hat sein Büro wahrscheinlich noch gar nicht richtig bezogen, da darf er im Sommer schon wieder sein Platz räumen!
Der R.D. wirkt so hilflos und ja naiv.
Tut mir leid, aber so wirkt er auf mich!

Ich glaube mit Stuttgart hat sich Dutt nun sein letzten Schuss gegeben. Gehts für Stuttgart runter, dann sehen wir Dutt in der Bundesliga auch nicht mehr wieder.
Mit seiner Werder-Zeit hat er jegliches Ansehen in der Fußballwelt verloren. Er sollte irgendwo hinter der Bühne arbeiten, wo er nicht so im Fokus bzw. Tagesgeschäft ist.
Ich bin mir sicher, dass mit seinem Job in Stuttgart seine Zeit ablaufen wird. Vermutlich wird die Stevens-Entlassung und die damit verbundene Neuverpflichtung eines Trainers seine letzte Patrone sein.
 
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