Robin Dutt

Mehr Pässe, mehr Ballbesitz, bessere Passquote. Das war keinesfalls reines Glück. Das war der richtige, gelungene Versuch nach der Rückrunde und dem Pokaldebakel sich das unglaublich wichtige Erfolgserlebnis zu holen. Hätte Hannover unter Slomka diesen Sieg vor 2 Jahren geholt, hätten die meisten gesagt: so muss man spielen. Effektiv die Chance nutzen und gewinnen.

Das wäre bei jedem anderen, aus Bremer Sicht kleineren, Verein abgefeiert worden. Vor allem vor dem Hintergrund unserer letzten Rückrunde. Wir sind aber eben Werder Bremen, in der ewigen Tabelle der Bundesliga auf Platz 2 stehend (stimmt das eigentlich noch? ;) ) und gehören eigentlich auch in die CL. Wir haben ja auch so überragende Nationalspieler wie Prödl, die schon in der CL gespielt haben, oder den Superfussballer Hunt, den vor ein paar Saison ein nicht kleiner Teil der Fans vom Hof jagen wollte, weil zu schlecht im Vergleich zu Micoud, Diego, Özil und Co.
 
:tnx::tnx::tnx:

Bis auf den letzten Teil teile ich deine Ausführungen. Man muss wohl kritisieren, dass RD da personell nicht reagiert hat. Allerdings sollte man zur Bewertung des Spiels auch sagen, dass uns da eigentlich ein Sieg und damit ein so notwendiges Erfolgserlebnis durch den Schiri geklaut wurde. Ob man nun mit dem Gesamteindruck der Mannschaft zufrieden war oder nicht.

Ja klar wurde uns ein Tor geklaut.
Trotzdem muss RD da früher wechseln. Und vor allem 3x wechseln.
Die Jugend reinwerfen, zeigen, "Jungs, ich vertraue euch" und der Mannschaft zeigen "los, da geht noch was"
Und dann das Ding gewinnen.

Braunschweig war nie wirklich gefährlich, die Gefahr eines Konters hätte es auch so gegeben. In meinen Augen hat Dutt das Spiel "verloren".
Denn gegen den 18. ist ein Unentschieden eine Niederlage.


Dass ist das, was ich mit den mentalen Problemen der Mannschaft meine. Auch gegen Dortmund hat man das gesehen. Bis zum 0:1 sah es, wenn man eben berücksichtig, dass wir gegen Dortmund gespielt haben, recht ordentlich aus. Auch die Mehrzahl der Zweikämpfe gingen an uns. Dann passieren diese individuellen Aussetzen, dur fängst dir die Bude und alles bricht auseinander. Gegen Mainz zu hause doch genau das gleiche nur ein wenig verdreht. Du fängst dir früh die Gegentore durch blöde Fehler. Dann geht im ganzen Spiel nichts mehr, bis eigentlich alle glauben, dass Ding es eh durch und plötzlich geht es wieder besser.

:tnx::tnx:

Da ist schon was dran. Paradebeispiel ist sicher die Geschichte mit Yeldell, Giefer und Leno.

Seine Hilf- und Ratlosigkeit erinnert aber auch etwas an Schaaf im letzten Jahr. Vielleicht machen nicht unsere Trainer die Mannschaft kaputt, sondern umgekehrt? :unfassbar:

Personalie Ballack nicht vergessen :tnx:

Ja, aber im Gegensatz zu TS scheint RD keinen wirklichen Plan zu haben.

Glaube nicht, das die Mannschaft die Trainer kaputt macht.
Ist ein Zusammenspiel von allen möglichen Faktoren.
 
Werden unkontrollierte Schläge aus der eigenen Abwehr heute auch schon als Torschuss gewertet, Simac? :lol: :lol:

Nein, die Leistung war genauso desolat wie die im Heimspiel gegen Augsburg. Das Offensivspiel praktisch nicht existent. Ich denke, wir alle erinnern uns noch allzu gut daran. :roll:
 
Der Fehler und Hauptkritikpunkt in der Vorrunde ist für mich die Tatsache, dass Dutt seine Linie nicht durchgezogen hat. Mal offensiv, mal defensiv.... das Konzept ging immer mehr verloren, bis gar keines mehr zu erkennen war. Und darauf folgten und folgen jetzt Ausreden und Hilflosigkeit.
 
Werden unkontrollierte Schläge aus der eigenen Abwehr heute auch schon als Torschuss gewertet, Simac? :lol: :lol:

Nein, die Leistung war genauso desolat wie die im Heimspiel gegen Augsburg. Ich denke, wir alle erinnern uns noch allzu gut daran. :roll:

Die Eintracht aus Braunschweig musste bei ihrer Bundesligarückkehr nach 28-jähriger Abstinenz Lehrgeld zahlen. Die Löwen erwiesen sich über weite Strecken für Werder Bremen als ebenbürtiger Gegner, wurden dann aber in ihrer eigenen Sturm- und Drangphase eiskalt auf die Bretter gelegt.

:wink:
 
Zitat von Fliegenfänger;2904753:
Offensiver mit einer Truppe, die absolut gar kein Selbstvertrauen hatte und kein sichtbares taktisches Konzept?
Dann blättere nochmal die Zeitungen aus der so hervorragenden Sommervorbereitung mit dem neuen Trainer durch. Da habe ich aber so gar keinen O-Ton in Erinnerung, der irgendwie auf "nicht vorhandenes Selbstvertrauen" hingedeutet hätte. Da wurde die "breite Brust" präsentiert und z.T. ordentlich die Klappe aufgerissen, wie gut doch die Stimmung sei und was für tolle neue Reize der Trainer setze. Und ich habe auch niemanden in Erinnerung, der reklamiert hätte, man verzichte auf taktische Konzepte.

Nein - zum Start in Braunschweig sprach im Grunde nur die "zu befürchtende" extreme Aufstiegseuphorie der Braunschweiger dagegen, einen beherzten Offensiv-Auftritt aufs Parkett zu legen.

Die tiefe Verunsicherung hielt dann ziemlich schnell Einzug, das stimmt. Auch das fehlende taktische Konzept wurde bald offenkundig. Es ist aber keinesfalls so, dass man so in die Saison ging.
Vielleicht mag es ja sogar sein, dass man mit dem Versuch, beim Saisonauftakt gegen einen Aufsteiger auch selbst ein wenig Fußball zu spielen, nur einen Punkt oder gar keinen eingefahren hätte. Wenn man aber konsequent weiter auch daran gearbeitet hätte, wenigstens eine kontrollierte Offensive anzubieten, stünde man sicher heute nicht so völlig verunsichert und so voller Selbstzweifel da.

Das Glück, dass man bei den ersten - wirklich erschreckenden - Auftritten hatte, haben aber ja selbst die Verantwortlichen - allen voran Robin Dutt leider nicht richtig einzustufen gewusst. Besser wäre es da wohl gewesen, man hätte gleich die verdiente Quittung für diese "Spiel"weise bekommen (so wie gegen Saarbrücken). Dann wäre einem vielleicht auch der Versuch erspart geblieben, nach der Winterpause an die großartigen Erfolge vom Saisonbeginn anzuknüpfen. Dass man mit einer Mauertaktik zu Hause gegen den Tabellenletzten nicht zwangsläufig wieder soviel Dusel hat wie zum Saisonauftakt, war jedenfalls mir klar. Gegen Augsburg gilt das Gleiche. Hatten es die Augsburger im Hinspiel noch versäumt, aus ihrer Überlegenheit (25:4 Torschüsse) Kapital zu schlagen und haben sie sich da noch durch ein Tor der Marke dämlich (harmloser Ekici-Schuss aus gefühlten 100m) geschlagen gegeben, hatte ich im Rückspiel selbst nach einem ebenso dämlichen Eigentor in der Anfangsphase nicht einen Moment lang die Hoffnung, es könnte überhaupt nur ein Punkt rausspringen.
Auch gegen Dortmund hätte man den "verdienten" Arschvoll genauso gut schon im Hinspiel beziehen können. Chancen für ein 5:0 haben die da allemal liegen lassen (wenn nicht mehr).
Aber statt aus diesen katastrophalen Vorstellungen zu lernen und anzuerkennen, was für einen super-Dusel man da hatte zum Saisonstart, sonnte man sich in einem "greifenden Defensivkonzept", das es ja offensichtlich nie gab, wie die weitere Entwicklung dann gezeigt hat.

Man kann wirklich über jeden Punkt froh sein, der auf dem Konto ist. So seht der einzuwerbende Trainer-Nachfolger noch nicht gänzlich mit dem Rücken zur Wand. Da ist jetzt aber dann auch Handeln gefragt.
 
Die Siege gegen Braunschweig und Augsburg waren genau solche Siege, wie ich mir sie mal gewünscht habe in der Vergangenheit. Der Gegner rennt an und wir machen das Tor. Wie oft war es umgekehrt in der Vergangenheit und wie oft hieß es dann: wir betreiben nen riesigen Aufwand und der Gegner kommt einmal vors Tor uns trifft. Dann waren die Niederlagen verdient, weil der Gegner effizient war. Jetzt ist es andersherum natürlich wieder nicht Recht.

Wir gewinnen seit Februar kein Spiel mehr und nachdem endlich wieder gewonnen wurde, gabs nichts besseres zu tun, als die Spielweise zu kritisieren. :unfassbar:

Wanns gabs vorher zuletzt solche Aussagen über Werder:

Der FC Augsburg hatte beim Gastspiel in Bremen mehr Ballbesitz (57 Prozent), verzeichnete deutlich mehr Torschüsse (20:5), verlor aber letztlich die Partie. Auch weil Werder sich im Abschluss eiskalt zeigte und mit viel Herzblut und Wille das eigene Tor verteidigte

Bitter das Dutt die Linie des dreckigen Defensivfußballs nicht durchgezogen hat. Ich bin sicher, dass sich auf einem daraus resultierenden größeren Punktepolster auch die Spielweise langsam entwickelt hätte. Aber der lies sich von der Öffentlichkeit und Meinungen, wie sie hier vertreten sind, in eine offensive Spielweise treiben, ohne das auch nur ansatzweise ne Balance vorhanden war. Traurig, dass die Fans nicht einfach mal zufrieden waren, aber noch schlimmer, dass ein Trainer sich von sowas beeinflussen lässt. Geht gar nicht.
 
Die Siege gegen Braunschweig und Augsburg waren genau solche Siege, wie ich mir sie mal gewünscht habe in der Vergangenheit. Der Gegner rennt an und wir machen das Tor. Wie oft war es umgekehrt in der Vergangenheit und wie oft hieß es dann: wir betreiben nen riesigen Aufwand und der Gegner kommt einmal vors Tor uns trifft. Dann waren die Niederlagen verdient, weil der Gegner effizient war. Jetzt ist es andersherum natürlich wieder nicht Recht.

Wir gewinnen seit Februar kein Spiel mehr und nachdem endlich wieder gewonnen wurde, gabs nichts besseres zu tun, als die Spielweise zu kritisieren. :unfassbar:

Wanns gabs vorher zuletzt solche Aussagen über Werder:

Der FC Augsburg hatte beim Gastspiel in Bremen mehr Ballbesitz (57 Prozent), verzeichnete deutlich mehr Torschüsse (20:5), verlor aber letztlich die Partie. Auch weil Werder sich im Abschluss eiskalt zeigte und mit viel Herzblut und Wille das eigene Tor verteidigte

Bitter das Dutt die Linie des dreckigen Defensivfußballs nicht durchgezogen hat. Ich bin sicher, dass sich auf einem daraus resultierenden größeren Punktepolster auch die Spielweise langsam entwickelt hätte. Aber der lies sich von der Öffentlichkeit und Meinungen, wie sie hier vertreten sind, in eine offensive Spielweise treiben, ohne das auch nur ansatzweise ne Balance vorhanden war. Traurig, dass die Fans nicht einfach mal zufrieden waren, aber noch schlimmer, dass ein Trainer sich von sowas beeinflussen lässt. Geht gar nicht.


Volle Zustimmung :tnx::tnx:
 
Das wäre bei jedem anderen, aus Bremer Sicht kleineren, Verein abgefeiert worden. Vor allem vor dem Hintergrund unserer letzten Rückrunde.
Das wurde ja auch hier durchaus mit Begeisterung aufgenommen. Das war ganz bestimmt nicht so, dass hier alle rumgeheult hätten, dass der Sieg nicht so überzeugend zustande gekommen wäre. Sowas habe ich nicht gelesen und auch privat von niemandem gehört. Schwein gehabt - und drüber gefreut. Nicht mehr, nicht weniger. Genauso wie nach dem zweiten Spieltag.

Diese Geschichte, der allgemeine Werder-Fan sei mit "einfach nur dreckig gewinnen" nicht zufrieden, ist nichts als eine Mär. Auch durch vielfaches Wiederholen, wird dieses Statement nicht wahrer. Hätte man weiter für die konzeptlose Rumstolperei Punkte eingefahren, hätte sich hier sicher kaum größerer Unmut geregt. Das kann man ja schon daran ablesen, wie begeistert durchaus nicht wenige User noch über das Rückrundenspiel gegen Braunschweig geschrieben haben ("früher hätten wir aufgemacht und noch 0:1 verloren - schön dass Dutt Trainer ist"). Man ist - zumindest hier im Forum - auch mit sehr wenig durchaus recht schnell zufrieden. Klar gibt es auch die Fans eines "gepflegten" 5:4 (wie ich) - aber die sind hier doch eher in der Unterzahl (jedenfalls gefühlt).

Wenn Dutt nach ein paar Spielen der Hinrunde irgendwann die Erkenntnis gekommen ist, dass man ohne eigene Tore die Klasse wohl nicht wird halten können, dann muss man sich im Grunde aber ja auch gar nicht darüber streiten, wer die "Schuld" an dieser Erleuchtung trägt. Es ist ja nur gut, dass er das überhaupt erkannt hat.
 
Neueste, der Situation angepasste Logik, oder? :D

Ich habe kein Problem damit meine Meinung über Dutt zu revidieren. Ein Hellseher bin ich leider nicht. Ich kann Dinge ja erst beurteilen, wenn ich den Trainer Dutt "hautnah" erlebt habe. Im Moment traue ich ihm nichts mehr zu und bin soweit wie letzte Rückrunde, dass ich auch Werder keinen Sieg mehr zutraue. Das ist schlimm und ändert sich hoffentlich bald.
 
Ich habe kein Problem damit meine Meinung über Dutt zu revidieren. Ein Hellseher bin ich leider nicht. Ich kann Dinge ja erst beurteilen, wenn ich den Trainer Dutt "hautnah" erlebt habe. Im Moment traue ich ihm nichts mehr zu und bin soweit wie letzte Rückrunde, dass ich auch Werder keinen Sieg mehr zutraue. Das ist schlimm und ändert sich hoffentlich bald.

Also einen Sieg holen wir in jedem Fall noch egal wer an der Linie steht.

Das Derby gegen den HSV :D
 
Im Moment traue ich ihm nichts mehr zu und bin soweit wie letzte Rückrunde, dass ich auch Werder keinen Sieg mehr zutraue. Das ist schlimm und ändert sich hoffentlich bald.

So geht`s mir auch. Das alte Feeling der letzten RR is back. Selbst dem HSV traue ich zu, dass sie unter Magath erstmal wieder den "Neue-Besen-"Effekt haben werden und bei uns gewinnen. Dass dann vM noch den HSV coacht glaubt wohl niemand hier ensthaft, oder??
 
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