Robin Dutt

in meiner wahrnehmung wirkt er in der öffentlichkeit auch irgendwie zu weich. wenn es gut läuft, ist dem nichts entgegenzusetzen. aber in unserer situation wünsche ich mir einen trainer, der spüren lässt, dass es so nicht weitergehen kann. dass er selbst von einer verbesserung überzeugt ist kann ich ihm nicht so ganz glauben, aber was soll er auch sonst sagen.
ich hoffe jedenfalls, dass die mannschaft (noch) geschlossen hinter ihm steht und an seine maßnahmen glaubt.
 
"Ich streiche den Tag nur, wenn ich der Mannschaft im Spiel von der Mentalität her etwas vorzuwerfen habe", verteidigte sich der Trainer am Dienstag vehement und wurde dabei von Sportchef Thomas Eichin unterstützt: "Die Spieler brauchen nach einer Bundesliga-Partie mit hoher Laufintensität Erholung, um für die nächste Trainingswoche wieder frisch zu sein."

Man arbeite "sehr, sehr hart", beteuerte der Sportchef und betonte: "Man kann uns vieles vorwerfen - dass wir zu viele Gegentore bekommen, dass wir nicht gut spielen. Aber man kann uns nicht vorwerfen, dass hier nicht genug gearbeitet und trainiert wird. Das empfinde ich als persönliche Beleidigung."
http://www.kicker.de/news/fussball/...gegen-den-populismus.html#omrss_news_fussball
 
Hallo ans Forum. Bin ziemlich neu hier, möchte aber mal zur Diskussion stellen, dass RD doch bis etwa 5/6 Spieltag doch auf ganz gutem Weg war. Es gab verhältnismäßig wenig Gegentore, es ging auch wenig nach vorn, möglicherweise waren die Gegner zu Beginn auch dankbar. Irgendwann hat RD dann versucht, offensiver spielen zu lassen, was sukzessive schief ging. Aus meiner Sicht hat RD in dieser Übergangsphase seine Position geschwächt und sich in dieser Phase auch keinen Gefallen damit getan, gerade den Torwart auszuwechseln. Mielitz ist ein mittelmäßiger BL-Torwart, der durch den Wechsel zu Wolf nicht gerade gestärkt wurde. Am Ende sind beide Torhüter beschädigt zurückgeblieben. Daher mein Rat an Dutt: Analysieren, was in welcher Konstellation an den ersten 5/6 Spieltagen gut gelaufen ist und dazu zurückkehren. Lieber ein langweiliges Remis, als eine knappe Niederlage. Abwehr stärken. Möglichst für die RR Stammformation etablieren. Keine Experimente mehr. Abwehrspielern wie Garcia Spielintelligenz vermitteln (gelbe Karten)...Ich habe die große Befürchtung, dass wir im letzten Drittel der RR auf den Relegationsplatz rutschen könnten. Das wäre der SuperGAU.....
 
Ich möchte Dutt,-wenn auch begrenzt-,etwas in Schutz nehmen.
So eindeutig,wie das hier gelegentlich rezitiert wird,hat er sich nicht zur Frage notwendiger Zugänge in der WP geäußert.
Laut eines Interviews im Sportblitz gestern sagte er nämlich auch,daß es nicht seine Aufgabe sei,dies öffentlich einzufordern.Er stünde hinter seinen Spielern und verwies darauf,daß er das hier nicht zu beurteilen habe,wenn Eichin diese vielleicht für notwendig halten sollte.
Er hat sich nicht so geäußert,als seien sie nicht nötig!
Es ist zwar ein Drahtseilakt diplomatischer Stellungnahme,aber eben auch kein Postulat an die Geschäftsführung,nicht zu handeln!
Und sieht man mal genauer hin,so käme es auch einer Selbstdemontage gleich,würde es sich nicht so äußern.Er war es schließlich,der zu Beginn erklärt hatte,daß er keine weiteren Spieler brauche.
Hinter verschlossenen Türen wird man da bereits weiter sein,als das was man einem Rudel Wölfe jetzt schon zum Fraße vorwerfen will.
 
Also ich denke, dass Dutt und Eichin unter vier Augen sehr wohl knallhart die Spielerleistungen analysieren und sich auch einig sind, dass auf einigen Positionen nachgebessert werden müsste. Aber man hat sich wohl auf die öffentliche Darstellung geeinigt, dass RD keine Spieler fordert. Recht sinnvoll bei einer Mannschaft, die 2013 die wenigsten Punkte aller Profiteams geholt hat und somit komplett ohne Selbstvertrauen ist. Und auch recht sinnvoll hinsichtlich der Finanzen.
 
So eindeutig,wie das hier gelegentlich rezitiert wird,hat er sich nicht zur Frage notwendiger Zugänge in der WP geäußert.

Im Prinzip wurde sich sehr eindeutig geäußert (wenn auch nicht so wie du es gerade meinst): Es ist fast schon ein Wink mit dem Lattenzaun wenn gesagt wird das wir immer wieder aus sehr wenigen gegnerischen Aktionen einfache Tore durch individuelle Fehler bekommen, das es brennt sobald der Ball im eigenen Strafraum ist. Kernaussage: Gebt mir eine neue Abwehr und wenn nicht, macht mich im Negativfall nicht dafür verantwortlich was passiert. Und genau deswegen wird Dutt neue Abwehrspieler bekommen denn wenn nicht kann Eichin im Fall der Fälle gleich mit seinen Hut nehmen. Bekommt Dutt jetzt seine Verstärkungen und scheitert dennoch, braucht sich Eichin kaum was vorwerfen zu lassen.
 
Im Prinzip wurde sich sehr eindeutig geäußert (wenn auch nicht so wie du es gerade meinst): Es ist fast schon ein Wink mit dem Lattenzaun wenn gesagt wird das wir immer wieder aus sehr wenigen gegnerischen Aktionen einfache Tore durch individuelle Fehler bekommen, das es brennt sobald der Ball im eigenen Strafraum ist. Kernaussage: Gebt mir eine neue Abwehr und wenn nicht, macht mich im Negativfall nicht dafür verantwortlich was passiert. Und genau deswegen wird Dutt neue Abwehrspieler bekommen denn wenn nicht kann Eichin im Fall der Fälle gleich mit seinen Hut nehmen. Bekommt Dutt jetzt seine Verstärkungen und scheitert dennoch, braucht sich Eichin kaum was vorwerfen zu lassen.
Es gibt leider in der Außendarstellung auch frappierende Widersprüche!Dutt moniert seine eigene Ratlosigkeit gegenüber der Umsetzung seiner Anweisungen,die stets in fatalen individuellen Fehlern hängenbleiben.Andererseits gibt er vor,er habe sich nunmehr einen hinreichenden Eindruck über die Spieler gemacht und wisse,wo er in der WP ansetzen müsse.Er ging ja noch weiter und erwähnte,daß er in Wintertrainingslagern bisher seine Stärke sieht,den Schlüssel zu finden.

Mir möge mal jemand erklären,wie man in 19 Tagen(?vielleicht vertue ich mich mit der Anzahl der Tage)von Ratlosigkeit auf Schlüssellösungen umschalten kann?
Es sei denn,man hat längst intern im Schulterschluß zur Geschäftsführung damit begonnen,auszumisten und bestimmte Positionen durch Neuverpflichtungen zu ersetzen.
Hier scheint man sich noch nicht einig zu sein und nimmt von daher die gesamte Mannschaft in Schutz.

Von daher können wir davon ausgehen,daß wir noch so manches in Interviews und PK's ertragen müssen,was so recht keinen Sinn macht!
 
Es gibt leider in der Außendarstellung auch frappierende Widersprüche!Dutt moniert seine eigene Ratlosigkeit gegenüber der Umsetzung seiner Anweisungen,die stets in fatalen individuellen Fehlern hängenbleiben.Andererseits gibt er vor,er habe sich nunmehr einen hinreichenden Eindruck über die Spieler gemacht und wisse,wo er in der WP ansetzen müsse.Er ging ja noch weiter und erwähnte,daß er in Wintertrainingslagern bisher seine Stärke sieht,den Schlüssel zu finden.

Mir möge mal jemand erklären,wie man in 19 Tagen(?vielleicht vertue ich mich mit der Anzahl der Tage)von Ratlosigkeit auf Schlüssellösungen umschalten kann?
Es sei denn,man hat längst intern im Schulterschluß zur Geschäftsführung damit begonnen,auszumisten und bestimmte Positionen durch Neuverpflichtungen zu ersetzen.
Hier scheint man sich noch nicht einig zu sein und nimmt von daher die gesamte Mannschaft in Schutz.

Von daher können wir davon ausgehen,daß wir noch so manches in Interviews und PK's ertragen müssen,was so recht keinen Sinn macht!

Neue Spieler. Denn ansonsten stelle ich mir die gleiche Frage!
 
Man kann doch nicht immer permanent neue Spieler fordern.
Schließlich wurden doch fast alle von KATS oder TERD geholt
und für Bundesliga tauglich empfunden.Es handelt sich idR um
gestandene Nationalspieler,o.ä.
Ich finde,daß hier der Trainer gefragt ist und die Spieler einfach mal
der Position/Können nach entsprechend aufstellen sollte.
Unsere Verteidiger laufen manchmal vogelwuild umher ,sehen nur
den Ball,aber nicht den freistehenden Gegenspieler.
So etwas muß ein Trainer seiner Mannschaft einfach vermitteln können.
Sonst ist er in meinen Augen kein Fußballehrer.(danke otto)
 
Neue Spieler. Denn ansonsten stelle ich mir die gleiche Frage!

Ob das dann der Schlüssel sein wird bezweifel ich aber. Vielleicht kommen 2 Neue, allerdings müssen die auch erstmal stärker sein als Prödl, Junuzovic und co.
An Makiadi, Wunschspieler von RD, sieht man doch das es eben nicht immer eine sofortige (wenn überhaupt) Verstärkung ist.

Ich sehe eine signifikante Verstärkung durch Neuverpflichtungen erst wenn sich vorher etwas grundlegendes ändert. Aktuell würden wir doch mit 2 weiteren di Santos, Garcias, Makiadis, Caldirola auch nicht gerade große Sprünge machen.

Ich bin der meinung das der aktuelle Kader stark genug ist um vor dem letzten Spieltag den Klassenerhalt zu schaffen. Von daher wäre es mir lieber die wenigen Mittel für den Sommer aufzuheben (im Winter ist schwer was zu bekommen) bzw im worst case einem anderen Trainer zur Verfügung zu stellen.
Sollte RD mit dieser Mannschaft den Abstieg nicht verhindern können (absehbar nach etwa 21 Spielen mMn), dann wäre er einfach der falsche Trainer. Wie soll das denn erst nächstes Jahr ohne Hunt (glaubt jemand das er bleibt?) werden.
 
Robin Dutt` s Hauptproblem besteht darin, dass er Angst vor der eigenen Courage hat, Angst davor, als Bundesligatrainer endgültig zu scheitern. Statt den eigenen Stil zu entwickeln und konsequent zu fordern, lässt er sich von Stimmungen leiten und lenken.

Die Erkenntnis aus der Saarbrücken- Partie war doch sicherlich die, dass es gegen individuell schwächere Gegner, von denen es auch in der Bundesliga immer noch einige gibt, mit dieser Truppe sehr schwer ist, intelligent Fussball zu spielen und die sich demzufolge kaum selbst inspirieren wird. Daher wählte er den korrekten Ansatz, auf eine starre, rigide Spielführung zu setzen und einen klaren Rahmen vorzugeben, was der Mannschaft zwar viele Freiheiten nahm, aber wohl nur auf die Weise Sicherheit und Halt gewähren sollte und konnte.

Ich weiss nicht, ob es dann allein die Negativerlebnisse gegen Gladbach oder Frankfurt waren, oder das sinnbefreite Gerede um Struktur und spielerische Schwächen. So gut wie kein BL-Team wirkt nachvollziehbarerweise zu Beginn der Saison total strukturiert und eingespielt. Und erst recht keine Mannschaft, in der einige jahrelang planlos durcheinandergelaufen sind. Oder es war die Legende um Schaaf. Oder eine Kombination aus allem dreien.

Jedenfalls fing Dutt wie von allen guten Geistern verlassen an, den eingeschlagenen Weg zu verlassen und die Schaaf` schen Fehler nicht nur zu wiederholen, er verschlimmerte diese obendrein in ihren Auswirkungen. Die halben Räume, was mir in den ersten beiden Partien sowie in der 1. HZ in Gladbach sehr gut gefallen hat, wurden aufgegeben und mit ihnen Abstände und Zuordnungen. Es ist kein Zufall, dass Makiadi seither dort dramatisch überfordert ist, wo er zu Saisonbeginn trotz unbestritten strategischer Schwächen aufgrund der Teamausrichtung zumindest defensiv noch mithalten konnte. Die Defensivschwächen von Garcia oder Selassie werden völlig unnötig klaffend offen gelegt. Das sind fatale Schaaf` sche Muster, nur dass diese Mannschaft vorher noch nicht einmal dazu kam, einen "spielerischen Weg" zu finden.

Ehe diese Truppe überhaupt eine Idee entwickeln konnte, musste sie schon wieder um (oder zurück?) denken und wurde taktisch verkrempelt. Das alles bevor irgendein Fundament geschaffen war.

Zu Saisonbeginn erzählte Dutt, er hätte zwei Systeme, was ich bezogen auf unseren Kader wichtig und richtig fand. Dann waren nach dem fünften oder sechsten Spiel urplötzlich System und Hierarchie nicht mehr wichtig, es solle sich nun halt entwickeln. Tatsächlich ließ die Mannschaft nichts erkennen, was solche Schlüsse zuließ. Letztlich spielten wir gar Raute, das auch noch starr, ohne Spieler zu haben, die ein auf vertikales Spiel und schnelles Umschalten durch` s Zentrum angelegtes System auch nur im Ansatz umsetzen könnten.

Hinter den Offensiv-Aktionen steckt so oder so nicht viel Esprit und Intelligenz, sowas liest ein Gegner und wenn er das merkt, wird er mutiger. Spätestens dann müsste ein Team im Umkehrfussball sicherer stehen. Tun wir aber nicht, weil es unsinnigerweise zugunsten von… (was eigentlich?) auf halbem Weg abgebrochen wurde.
Somit haben wir noch weniger Balance, als es irgendwie verkraftbar wäre. Wir sehen Spieler, die über wenige Minuten immer mal wieder Ansätze zeigen, die vermittelt wurden, gute taktische Ansätze. Spieler, die aber je länger die Partie läuft nicht wissen, was sie spielen können und sollen und komplett konfus wirken, wenn der Gegner im Spiel variiert.

Zum Dutt` schen Hilflos- Aktionismus passt die Mielitz-Herausnahme. Es wird oft zurecht diskutiert, selbst im engeren Werder- Umfeld, dass Mielitz in seinem großen Ganzen sicherlich zu den schwächeren BL-Torhütern gehört. Auf mich wirkte die Aktion so, als hätte Dutt nur auf Fehler wie gegen Mainz gewartet, um den Stimmen gerecht zu werden. Und Wolf bestätigt das, was von ihm im Training zu sehen war. Er ist ein Linienkleber, jeder Ball segelt durch den Sechszehner und hin und wieder problemlos durch den Fünfer. Außerdem fehlt ihm neben Stellungsspiel jedes Gefühl für eventuell entstehende Situationen. Das ist für eine ohnehin verunsicherte und nur bedingt BL-taugliche (Lukimya) oder unerfahrene (Caldirola) Deckung fast tödlich.

Genauso wie der unbedingte Wille, Bargfrede zu integrieren. PB spielte in Werder` s Jugendmannschaften im offensiven Mittelfeld, manchmal gar als hängende Spitze, zu einer Zeit, als Schaaf nicht nur federführend für die Zweite war (die quasi zweimal abstieg und sich fussballerisch nicht entwickelte), sondern auch mitentschied über die Philosophie im Leistungszentrum und über Einstellungen oder Versetzungen der Nachwuchstrainer. Und da ging es in erster Linie darum, hoch zu pressen, den kurzen Weg zum Tor zu haben, dort den Ball zu verteilen. Bargfrede spielte auch aufgrund seiner Konzentrationsdefizite schon damals höher, weil es dort weniger ins Gewicht fällt. Deshalb siehst Du bei ihm immer mal, dass er wenn der Gegner (viel) Platz lässt, einen guten Pass in die Schnittstelle raushaut, zudem überall versucht, sofort draufzugehen. Aber mit zwei Spielfelddritteln vor sich kann er nicht viel anfangen, weil er sowohl das Raumverhalten, als auch die Ballverteilung, die viele Gegenspieler in Breite und Tiefe auseinanderzieht, nicht wirklich gelernt hat. Hier sind seine Eigenschaften eher kontraproduktiv. Er profitierte im ersten Jahr von Schaaf` s Hang, auf den Halbpositionen der Raute solche Spieler zu integrieren. Diese Halbpositionen stellen in der Raute nun mal Sechser und Achter oder eben die zwei Sechser dar (Horizontalebene). Das hat funktioniert, weil er bei schnellerem Spiel für Statik sorgen konnte. In der momentanen Hierarchie sind andere Qualitäten gefragt, besonders neben Makiadi.

Hinzu kommt offenbar eine Schwäche, die Dutt mit dem einen oder anderen Trainern teilt. Er reagiert während des Spiels kaum, mitunter gar nicht auf Verläufe und Gegner. Mit einer Umstellung auf Positionen, mit entsprechenden Wechseln oder mit einer taktischen (wenn nötig System-) Variation. Die zweiten Halbzeiten in Gladbach, gegen Nürnberg oder Berlin, selbst zuletzt gegen Bayern, sprechen dahingehend Bände. Hertha hat uns mit einfachem taktischen Schachzug in Halbzeit 2 matt gesetzt.
Rehhagel damals, beherrschte das excellent, Schaaf gelang es ganz, ganz selten und unser Bundes-Jogi Löw, um ein weiteres Beispiel zu nennen, kann es schlicht nicht.

Dutt mag grundsätzlich ein guter Fußballehrer sein. Dafür spricht neben oben Erwähntem zum Beispiel auch, dass sich - für Werder-Verhältnisse ungewohnt – bereits Spieler individuell entwickeln. Elia geht nicht mehr so oft unsinnige Wege, sondern verhält sich besser zum Ball, kreuzt öfter die Innenbahn, sowohl vorwärts als auch rückwärts, läuft nicht mehr so viele weite Bögen (typische Unsitte für gelernte Außen), die Platz schaffen sollen, dummerweise aber den Weg verlängern und hat an seiner Schuss- und Ballhaltung gearbeitet. Mielitz hat seine Hibbeligkeit zumindest eingeschränkt, sein Strafraumverhalten einigermaßen stabilisiert (bei allerdings gleichbleibend mäßigem Spielverständnis) und seine Schwäche bei Fernschüssen vermindert, weil er sich in Sachen Explosivität und Timing im Absprung verbessert hat. Deswegen wirkte er nach den ersten vier oder fünf Pflichtspielen, bei denen er sich noch auf dem Niveau der Vorsaison bewegte, anschließend durchaus wie ein solider Bundesligakeeper, wenngleich ihm zu einem guten immer noch einiges fehlt. Petersen kämpft nicht mehr nur, sondern tut das inzwischen effektiver. Er war noch nie herausragend schnell und die Ballbehauptung wird nicht mehr seine Stärke werden, aber er hat meinen Eindrücken nach an Dynamik, Tempohärte, speziell im Stellen zwischen Körper und Ball und damit Abschirmen und Tempo beim Mitnehmen des Spielgerätes trotz Verletzungspause zugelegt. Am Rande sei erwähnt, dass Petersen schon immer einer war, der Grundlagentraining permanent brauchte. Doch genau bei solchen Sachen setzt Buric eben oft den Hebel an.
Alles noch nicht das Nonplusultra und weiterhin verbesserungswürdig, aber immerhin. Denn dass sich Spieler individualtechnisch in ihren Schwächen entwickeln, haben wir bei Werder ewig nicht gesehen. Eichin hat übrigens recht, wenn er sagt "man kann uns nicht vorwerfen, dass hier nicht genug gearbeitet und trainiert wird."

Nichtsdestotrotz ist in der Situation, in der Werder steckt, ein Trainer ohne (erkennbare) Linie keiner, der uns weiterhilft. Leider. Wäre Dutt direkt nach Freiburg hierhergekommen, wär`s vermutlich anders gelaufen.
 
Robin Dutt` s Hauptproblem besteht darin, dass er Angst vor der eigenen Courage hat, Angst davor, als Bundesligatrainer endgültig zu scheitern. Statt den eigenen Stil zu entwickeln und konsequent zu fordern, lässt er sich von Stimmungen leiten und lenken.
...

Eigentlich gibt es für einen Profitrainer doch kaum etwas Entlarvenderes. :( Ich fürchte, Du hast recht damit. Ich mag Dutt als Typen, hatte geglaubt, dass er mit seiner Art gut zu Werder passt. Dass der Verein allerdings in der derzeitigen Situation ein Hort zum Aufbau eines verunsicherten Ubungsleiters sein kann, glaube ich kaum. :(
 
@ Mick_666

Hervorragende Analyse, auch wenn ich inhaltlich nicht in allen Punkten zustimme, besonders, auch wenn die Diskussion darüber rein hypothetisch bleibt, nicht wirklich sicher bin, ob Dutt ohne den "Umweg" Leverkusen hier anders agiert hätte.

Sicher, in LEV als auch hier in HB scheint er dazu zu neigen, mit seinem Entscheidungen das Wohlwollen des Umfelds gerecht zu werden, in Freiburg war dies nach meinem Ermessen nicht zu beobachten. Lag es wirklich an der Zeit in LEV, explizit an der Personalie Ballack, daß er sein Verhalten dahingehend geändert hat? Möglicherweise. Aber genau so gut kann es sein, daß er mit dem "Volkes-Wille-erfüllen" in Freiburg gar nicht erst konfrontiert wurde, weil man dort schon froh über einen Aufenthalt in der 1. Liga ist, so daß das Umfeld sich dort als genügsamer erweist als in Leverkusen oder hier in Bremen.

Ebenso muß man bei dieser These berücksichtigen, daß Dutt ein Coach ist, der in der Startaufstellung sowohl taktisch als auch personell variieren kann, so daß eine geänderte Ausrichtung oder Personalentscheidung zufällig mit "Volkes Wille" zeitgleich konform gehen könnte. Warum er aber diese Flexibilität, wie von dir erwähnt, nicht auch im Spiel zeigt (evtl. aus Mangel an Alternativen bei dem größten Teil "geerbten" Kader + seiner Neuverpflichtungen) ist mir ebenso schleierhaft wie die Rückkehr zu der Schaaf'schen Harakiri-Taktik, bei der für jeden objektiven Betrachter ersichtlich war bzw. jetzt wieder ist, daß mit dieser Spielweise ein durchschnittlicher Bundesligakader wie der unsrige in den letzten Jahren bis einschließlich heute hoffnungslos überfordert ist.

Vielleicht war diese Rückkehr ja auch einer der Varianten, die RD ausprobieren wollte. Dieses Offensiv-Experiment, wenn es denn eines war, ist jedenfalls gewaltig in die Hose gegangen und wird durch die bisher höchste Heimpleite in der Buli-Geschichte von Werder stets in mahnender Erinnerung bleiben; auch wenn dieses 0:7 - anders als die bisher höchste Heimniederlage, das 1:7 gegen MG im Jahr 1987 - kein alleiniges "Produkt" eines rabenschwarzen Werder-Tages war, sondern die beinahe, sich schon beim 0:5 gegen Dortmund zu Beginn der Rückrunde 12/13 andeutende, logische Konsequenz der Stagnation bei Werder in den letzten Jahren. Eine Entwicklung die nach anfänglichen Hoffnungsschimmern auch vom neuen Coach bisher nicht aufgehalten werden konnte.
 
Back
Top