sehr heftiges und interessantes Interview :
http://www.tagesspiegel.de/sport/Fussball-Depressionen-Fussball;art133,2990692
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gott sei dank ist robert enke gegen ende des jahres, wo jeder 0815-sender dieser welt jahresrückblicke braucht, ein top-thema und es wird darüber total eindimensional berichtet.
ich verstehe die argumente der ganzen leute, dass die sache was schlimmes ist. doch jetzt hauen alle wieder schön drauf auf den fußball und die gesellschaft, unterstellen dem fußball, dass schwächen nicht erlaubt sind und dass "geständige" durchgepeitscht werden würden - aber wo bitte schön bleibt die gegenseite???!
erst gestern habe ich mich mit nem kumpel drüber unterhalten: dass, was z.b. ts damals gesagt hat, ist ebenfalls nicht von der hand zu weisen: im fußball geht es um das gewinnen, man hat zu jeder zeit einen druck, es geht um ne menge geld und um ganz viel. jeder kann und darf schwächen zeigen - muss dann aber mit den mechanismen des geschäfts rechnen - scheiß egal ob es fußball ist oder irgend ein anderer beruf.
meine popelige stimme ist zwar nicht in der lage, den ganzen moralappostel des tv mal ne frage zu stellen, aber ich wüsste gerne, wie man sich eine gesellschaft/einen profisport vorstellt, wenn personen mit dem schicksal eines enkes 24/7 mit samthandschuhen angefasst werden würden und die voraussetzungen vernachlässigt werden. ist eine gesellschaft, ein beruf, ein leben ohne druck möglich? kann dies alles reproduziert und fortgeführt werden, wenn jeder, der auf dem weg in die knie geht, nicht kurzzeitig zurückgelassen wird?
das perfide an der sache ist, dass der fußball sich die antwort selber gibt: man erinnere bloß an die situation rund um das länderspiel; zuerst riesen tamtam um enke, danach pfiffe gegen wiese und gomez. auf der einen seite eigentlich grotesk, auf der anderen seite aber "natürlich" und eine grundvoraussetzung, damit das alles, was wir so lieben und weswegen es dieses forum überhaupt gibt, existieren kann.
Ja, ja, die Welt ist schon böse und gemein...
Sorry, aber ich kann die im Zusammenhang mit der Enke-Geschichte losgetretene Pseudo-Moral-Diskussion langsam aber sicher nicht mehr hören! Denn sie ist scheinheilig und letztlich überflüssig.
Seit je her gibt es in allen Bereichen einen Leistungsdruck, bzw. geht es um´s Durchsetzen im allgemeinen.
Ob Höhlenmenschen, die in Kokurrenz um Nahrung oder Partner befanden, oder Profisportler, deren Beruf es letzlich ist, sich mit anderen zu messen. Das alles ist uralt und existiert nicht erst seit R. Enke´s Selbstmord.
Das kann man gut finden, oder nicht - ändern wird man es, so lange es Menschen gibt, ohnehin nicht.
Und um ehrlich zu sein, hält sich meine "Mitgefühl" im Profifußball, wo man in recht kurzer Zeit die Möglichkeit hat auszusorgen, in stark überschaubaren Grenzen. Die Luft da oben ist dünn. Das ist ebenfalls nicht neu, daß weiß man. Wenn ich mich darauf einlasse und versuche mich dort durchzusetzen, muß ich zwangsläufig die Kehrseite der Medaille akzeptieren und darf keine Krokodilstränen weinen, wenn die ach so fiese Gesellschaft mir evtl. Steine in den Weg legt.
Jonny Cash brachte es diesbezüglich bereits treffend auf den Punkt: "Life is rough - so you gotta be tough"
War so, ist so und wird wohl immer so bleiben...

Ja, ja, die Welt ist schon böse und gemein...
Sorry, aber ich kann die im Zusammenhang mit der Enke-Geschichte losgetretene Pseudo-Moral-Diskussion langsam aber sicher nicht mehr hören! Denn sie ist scheinheilig und letztlich überflüssig.
Seit je her gibt es in allen Bereichen einen Leistungsdruck, bzw. geht es um´s Durchsetzen im allgemeinen.
Ob Höhlenmenschen, die in Kokurrenz um Nahrung oder Partner befanden, oder Profisportler, deren Beruf es letzlich ist, sich mit anderen zu messen. Das alles ist uralt und existiert nicht erst seit R. Enke´s Selbstmord.
Das kann man gut finden, oder nicht - ändern wird man es, so lange es Menschen gibt, ohnehin nicht.
Und um ehrlich zu sein, hält sich meine "Mitgefühl" im Profifußball, wo man in recht kurzer Zeit die Möglichkeit hat auszusorgen, in stark überschaubaren Grenzen. Die Luft da oben ist dünn. Das ist ebenfalls nicht neu, daß weiß man. Wenn ich mich darauf einlasse und versuche mich dort durchzusetzen, muß ich zwangsläufig die Kehrseite der Medaille akzeptieren und darf keine Krokodilstränen weinen, wenn die ach so fiese Gesellschaft mir evtl. Steine in den Weg legt.
Jonny Cash brachte es diesbezüglich bereits treffend auf den Punkt: "Life is rough - so you gotta be tough"
War so, ist so und wird wohl immer so bleiben...
Richtig. Man sollte sicherlich stets versuchen Dinge zu ändern, keine Frage.Stimme auch grundsätzlich zu. Allerdings sollte man nicht immer alles so hinnehmen, nur weil es immer schon so war.
Diese naive Hoffnung hatte ich auch nie wirklich gehabt, ehrlich gesagt.Eine große Bewusstseinsänderung oder gar Verhaltensänderung wird der Fall Enke nicht hervorrufen.
Richtig. Man sollte sicherlich stets versuchen Dinge zu ändern, keine Frage.
Diese naive Hoffnung hatte ich auch nie wirklich gehabt, ehrlich gesagt.
Es war mir klar, daß eher früher als später der "Alltag" Einkehr finden würde.
Auch das ist für mich nicht überraschend.
Ich halte es auch für übertrieben, unangebracht und zum Teil auch für realitätsfremd, wenn man nach solchen Ereignissen in blumigen Reden auf Dinge hofft, die so wohl nie eintreten werden.
Wer Schwäche zeigt, wird es auch weiterhin schwer haben und darf leider nicht auf all zu viele offene Arme hoffen, die einem dann begegnen. Wie gesagt, daß ist nicht schön, aber es wird sich wohl so schnell an den alten Mechanismen nichts ändern.
In Hannover ist man anscheinend schon komplett wieder drüber weg
Geh mal auf die Seite von Hannover 96, dann wirst du dort sehen, dass ein großer Teil der Seite immer noch "In Gedenken An Robert Enke" schwarz mit einem Bild von Enke und einem Link zu einem Nachruf ist.
Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V.
Ich denke nicht, dass Hannover sich von diesem Schock schon wieder komplett erholt hat und "komplett drüber weg" ist.
Der Grund, das Trikot abzuhängen war eben, dass die Mannschaft nicht drüber weg ist und seit Enkes Tod kein Spiel mehr gewinnen konnte.
So etwas hat hier eher weniger zu suchen...Hannover war für mich immer ein Kandidat für den abstieg.mit oder ohne enke!
Zur Verteidigung des Vereins... Stellt euch mal vor ihr seid ein Spieler der 96 und schaut auf die Anzeigentafel um vielleicht die Zeit abzulesen und seht dann wieder das Trikot es kann die Spieler schon she beeinflussen in ihrer Konzentration und nur weil das Trikot abgehängt wurde heißt das noch lange nicht, dass Robert vergessen wurde.
eben,das trikot wurde aufgehängt zur erinnerung an enke.trotz allem hängt diese tragik in den köpfen der spieler fest,so oder so ganz egal ob trikot oder nicht.