Robert Enke

Der Wille,leben zu wollen, entsteht dadurch, ob man sich helfen lassen möchte....und das zeigt man, indem man über seine Probleme redet, egal ob innerhalb derr Familie, im Bekanntenkreis oder beim Therapeuten...

Und nein, WOMLSascha, es get hier nicht darum, das ich es aus nächster Nähe erlebt habe, sondern darum, das jeder, aber auch jeder selber für sein Leben verantwortlich is...
Und das sagt Dir auch jeder Therapeut.....

Man muß auch unterscheiden zwischen selbstgemachten Leiden , weswegen ich in Depressionen verfallen und welchen, wofür ich nichts kann....das hatte ich vorhin ja auch schon geschrieben....
 
@OsterdeichHB. Es freut mich für Deine Mutter, dass ihr Wille so stark war, dass sie die Depression besiegen konnte. Ich habe eine Freundin, die das - in einem jahrelangen Prozess mit vielen Höhen und Tiefen - ebenfalls geschafft hat, und sie jetzt zu sehen, macht mich immer wieder glücklich.

Aber aller Wille, etwas Bestimmtes - in diesem Fall den Ausweg aus der Depression zu finden - zu erreichen, ist zwecklos, wenn der betreffenden Person der Glaube daran fehlt, dass es möglich ist.

Ich kann mir noch so oft sagen, dass ich etwas Bestimmtes erreichen will (ganz egal, was) - wenn ich nicht tief in mir glaube, dass es möglich ist, werde ich es nicht schaffen. Und diesen Glauben, der etwas Irrationales, nicht Greifbares ist, findet man - meine Meinung - nur in sich selbst. Auf dem Weg dahin können Freunde, Therapeuten etc. sicher helfen, aber das letzte Stück bis zum Ziel muss man selber gehen. Und das gelingt, oder eben auch nicht.
 
...

Und sollte man diese Fragen alle mit "JA" beantworten, nimmt man professionelle Hilfe in Anspruch und verpisst sich nicht feige aus seinem Leben....

Egal ob Robert Enke, Herr Kunze von nebenan oder mein Mutter.....

Aber siehst du nicht, dass professionelle Hilfe nicht immer das Allheilmittel ist? Dass manchmal Menschen einfach keinen anderen Weg sehen, als ihr Leben zu beenden - aus Gründen, die rational vllt nicht nachvollziehbar sind, für den Betroffenen aber zu schwer wiegen?

Wie schon geschrieben wurde, man kann nicht von einem Menschen auf einen anderen schließen. Und da ist es einfach total daneben, was von feige zu schreiben.
 
HALLO LEUTE!!! DISKUSSION IST ZWAR GUT UND SINNVOLL GERADE WAS DIESES THEMA ANGEHT, DENN WIR HABEN JA BESCHLOSSEN ES NICHT MEHR ZU TABUISIEREN, ABER VERGESST BITTE NICHT DASS WIR EBENFALLS GESAGT HABEN UNS GEGENSEITIG ZU RESPEKTIEREN !
Jeder hat seine eigene Meinung dazu, jeder hat eigene Erfahrungen, dieses Forum verbindet zwar und gibt die Möglichkeit untereinander nahe zu sein ohne sich zu sehen und zu "kennen" aber genau aus diesem Grunde kennen wir den "Gegenüber" auch nur bruchteilhaft.

Also hört doch bitte auf Euch gegenseitig zur Schnecke zu machen.
 
Ein letzter Versuch:

Der Wille,leben zu wollen, entsteht dadurch, ob man sich helfen lassen möchte....und das zeigt man, indem man über seine Probleme redet, egal ob innerhalb derr Familie, im Bekanntenkreis oder beim Therapeuten...
Hierzu frage ich dich dann mal, wie du die beiden Selbstmordversuche deiner Mutter siehst? War sie feige?

Und nein, WOMLSascha, es get hier nicht darum, das ich es aus nächster Nähe erlebt habe, sondern darum, das jeder, aber auch jeder selber für sein Leben verantwortlich is...
Und das sagt Dir auch jeder Therapeut.....
Natürlich ist jeder selber verantwortlich, aber aufgrund von Krankheiten (gerade psychischen) kann es vorkommen, das mancheiner nicht in der Lage ist diese Verantwortung zu übernehmen und das wird dir auch jeder Therapeut bestätigen.

Man muß auch unterscheiden zwischen selbstgemachten Leiden , weswegen ich in Depressionen verfallen und welchen, wofür ich nichts kann....das hatte ich vorhin ja auch schon geschrieben....
Und was waren es bei Robert Enke?


Ich hoffe, das du bei der Antwort ohne Beleidigungen auskommst.
 
@OsterdeichHB. Es freut mich für Deine Mutter, dass ihr Wille so stark war, dass sie die Depression besiegen konnte. Ich habe eine Freundin, die das - in einem jahrelangen Prozess mit vielen Höhen und Tiefen - ebenfalls geschafft hat, und sie jetzt zu sehen, macht mich immer wieder glücklich.

Aber aller Wille, etwas Bestimmtes - in diesem Fall den Ausweg aus der Depression zu finden - zu erreichen, ist zwecklos, wenn der betreffenden Person der Glaube daran fehlt, dass es möglich ist.

Ich kann mir noch so oft sagen, dass ich etwas Bestimmtes erreichen will (ganz egal, was) - wenn ich nicht tief in mir glaube, dass es möglich ist, werde ich es nicht schaffen. Und diesen Glauben, der etwas Irrationales, nicht Greifbares ist, findet man - meine Meinung - nur in sich selbst. Auf dem Weg dahin können Freunde, Therapeuten etc. sicher helfen, aber das letzte Stück bis zum Ziel muss man selber gehen. Und das gelingt, oder eben auch nicht.[/QUOTE]

Und genau das meinte ich eigentlich von Anfang an.... was mich an dieser Sache einfach nur noch nervt ist, die Tatsache, das es für Robert Enke wohl der letzte Ausweg war, er damit aber mit grosser Sicherheit einen unschuldigen Menchen in Depressionen getriben hat bzw es noch passiert..und dieses eben in all der ganzen "Trauer" vergessen wird...

Ach ja, mich freut es ebenfalls für Deine Freundin... da ist eben der andere Weg, der wie gesagt, schwerer ist, aber sich eben auch lohnt.. und zwar für alle Beteiligten...
 
Zitat von WB ohne Diego Mittelmaß;710242:
Endspiel

Ich komme gerade von der Trauerfeier aus der AWD Arena, vormals Niedersachsen-Stadion, und wollte euch einen kurzen Einblick geben, in die Gedanken, die mir so währenddessen durch den Kopf gingen und hier meine gewiss sehr subjektiven Beobachtungen mit euch teilen.

Zunächst war ich skeptisch, was diese Veranstaltung, ihren Ort, betraf - alles deutete daraufhin, dass man nun der finalen Inszenierung eines Todes zum Zwecke seiner medialen Ausschlachtung beiwohnen würde, wenn man zu Robert Enkes Trauerfeier ins Stadion gehen würde. Großbildschirme, "Public Viewing" (im WM06 Neudeutsch also vor dem Stadion), was an jene unsäglichen Fanmeilen und ihre Eventdramaturgie sich selbst feiernder "Fans" gemahnte, also vieles von dem verkörpert, was ich an diesem Sport nicht mehr mag.

Jedoch ist das Gegenteil der Fall gewesen. Eben das Fernsehen erscheint mir als der falsche Ort und das falsche Medium der Trauer. Falsch, weil es selbst Teil jener Unkultur des emotionalen Bildes, der Verlogenheit einer simulierten Nähe des Close Ups geworden ist mit seiner kalten Regie der Emotionen und geheuchelten Intimität, die eigentlich nur das Leid abfilmen will und es dabei gnadenlos ausstellt.

Heute im Stadion herrschte eine eigentümliche Stimmung. 96 Fans, Fußballfans jeden Alters, jeder Hautfarbe und jeder Schicht fanden sich zusammen, um einen gemeinsamen Ort zu haben, um sich von Robert Enke angemessen zu verabschieden. Die Sonne brach durch die Wolken, als Trauben von Fans heute morgen bereits um 9 Uhr ins Stadion strömten, 7 Tage nachdem sie Robert das letzte Mal hier haben spielen sehen. Sein Endspiel.

Man kommt über die Nordkurve rein, und der Blick fällt durch das leere Tor zwangsläufig auf jenes Grün in dessen Mitte nun, ein wenig verloren inmitten von Blumenbouquets, der Sarg steht. Ein fast schon surreales Bild, dennoch von unleugbarer Kraft auf den Einzelnen. Real und nicht rausschneidbar, wie in einem Film. Eine mächtige, fühlbare Präsenz geht von ihm aus, trotz seiner Verlorenheit inmitten des AWD Stadions. Man kann den Blick nicht von der Realität dieses unnützen Todes abwenden. Die Realität des Todes wird hier allen schonungslos vor Augen geführt, der Fan ist auch hier, dank modernen Stadionarchitektur des AWF gesponserten Stadions, ganz dicht dran. Doch die direkte Konfrontation ist gewollt und zeitigt ihren emotionalen Effekt, dem sich keiner entziehen kann. Mehr noch, die Öffentlichkeit jenes Todes, die in ihm liegende Anklage, ist die einzig angebrachte Form.

Seine Ängste, nachdem er die Krankheit solange vor der Öffentlichkeit hat verstecken müssen, angetrieben von einer enormen psychischen wie physischen Energie, sind nun öffentlich. Nachdem er meinte, sie jahrelang hinter diversen Charaden und Fassaden verborgen halten zu müssen, wie wir nun dank Teresa Enkes wissen. Sie hat die Krankheit, im Nachhinein viel zu spät, aus dem Verborgenen geholt indem sie die Öffentlichkeit mit ihr konsequent konfrontiert hat. Sie hat all das nachgeholt, mit einem großen, mutigen Befreiungsschlag, was sich seit Jahren angestaut hatte und nun, endlich raus durfte. Ein "Wahnsinn", so Frau Enke, sei dieses Versteckspiel gewesen. Robert zeigte sich getrieben von der Angst, die wohl auch die teilweise der Wahrheit entspricht, sein Sport könne ihn mit einem seelischen Makel nicht akzeptieren, würde ihn "aussortieren", nicht "nominieren". Es war eine existenzielle Krise, die zeigt, wie wenig bereit der Sport ist, Schwäche zu akzeptieren und wie sehr er mit seinem falschen Ideal der Härte dazu beiträgt, eine Erwartungshaltung, viel mehr noch einen menschenunwürdigen Druck aufzubauen, der nicht von allen verarbeitet oder hingenommen werden kann. Robert Enke ist ein weiteres, wenn auch sehr tragisches Opfer dieser Entwicklung.

Auffällig war, das die Zuschauer im Stadion besonders auf jene Passagen der Trauerreden reagierten, die auf die Unmenschlichkeit des Profisports hinwiesen, der auch nur eine Facette unserer insgesamt härter gewordenen Gesellschaft widerspiegelt. Man erkannt sich also wieder. Hier wurde ein wunder Punkt getroffen, der vielen, die sich selbst tief in dieses System verstrickt zeigen, schon viel früher hätte auffallen können.

Es verwunderte ein wenig, wie engagiert und luzide die Worte Zwanzigers gewählt waren, immerhin der DFB Präsident, dessen Funktion ihm auch die nötige Kompetenz verleihen würde, Dinge zu verändern und andere Schwerpunkte im Hochleistungssport Fußball zu setzen. Stichwort "Eurohelden". Bezeichnend ebenso das Schweigen Jogi Löws oder Oliver Bierhoffs, die ja mittlerweile auch durch die meiner Meinung nach zu leichtfertig geäußerten Worte der Entlastung von einer möglichen Mitschuld seitens Robert Enkes Vaters aus der Verantwortung gelassen wurden. Dies, obwohl der Vater im selben Spiegel-Interview schonungslos zu Protokoll gibt, wie Roberts Versagensängste aus einer Kultur des heroischen Kämpfens und Siegenwollens, der darwinistischen Konkurrenz entstammten, ja ihre eigentliche, viel geleugnete Schattenseite bilden, um deren zu hohen Preis wir unsere Helden überhaupt erst bekommen. Die Angst, nicht nominiert zu werden, nicht der Erwartungshaltung eines psychisch robusten Spielers entsprechen zu können und dafür nicht für die N11 nominiert zu werden, wenn er eine stationäre Therapie in Erwägung gezogen hätte, muss immens gewesen sein. So immens, dass er den Tod dem Eingeständnis seiner vermeintlichen "Schwäche"vorzog, weil er befürchten musste, sich seinen Traum WM 2010 zu zerstören. Er machte also sich selbst noch mehr Druck und gab sich die Schuld für eine fatale Dynamik, die Jogi Löw im Nachhinein hätte entzerren können durch das aussprechen von Vertrauen und dem Vermeiden eines toten Rennens im Kampf um die Torwart Position, so mein Eindruck.

Die nun vielzitierte Würde des Menschen ist meiner Meinung nach schon länger unter die Räder einer Vermarktungsmaschinerie geraten, in den Fängen einer Kultur der Häme, der Schadenfreude am Scheitern vermeintlich Schwacher gefangen, erstickt bereits in dem Korsett einer zynischen Fußballsprache, die Vokabeln wie "kaputt", "Vollgraupe", "Vollpfosten", "Streichliste", "ausmustern" usw. immer schneller und sinnloser von sich gibt, ohne an den Menschen dahinter zu denken. All jene "Experten" nutzen den Gradmesser Leistung gedankenlos und meinen, weil sie dafür bezahlt haben, diese auch sofort und immer sehen zu müssen. Oder ist das Material "kaputt", ein "Chancentod" etwa? Geduld, Dauer aber vor allem Anteilnahme kennen sie nicht.

Der Verlust des Mitleids, den noch jene römische "Brot&Spiele" Kultur kannte, indem sie auch dem Unterlegenen, sofenr er sich aufopferungsvoll verteidigt hat, das recht der Begnadigung zuerkannte, ihn also den Fängen des Siegers und seines gewissen Todes entriss, kennen unsere Arenen nicht. Im Gegenteil, das Opfer wird in den Medien und in diversen Foren weiter verbal erniedrigt, mal subtil mal weniger.

Aktuelle Beispiele kennen wir, wenn wir ehrlich sind alle, bei Werder fallen mir spontan Rosenberg, Hunt, aber auch die Spieler auf der "Ersatzbank" ein. Oder eben Gomez, Pranjic, Braafheid, Berg, Burchert, die Situation bei Hertha oder beim VfB. Usw. Auch die Flucht Kuranyis bei der N11 stellt sich nun für mich in einem anderen Licht dar. Der Fluchtreflex ist ein archaischer Selbstschutz, der letzte, der uns geblieben ist, wenn eine Situation unaushaltbar geworden ist. Aber ihr könnt gewiss in meiner Liste noch einige ergänzen.

Die Erkenntnis Zwanzigers heute also, man habe die Würde des Menschen im Eifer des Events vergessen, kommt meiner Meinung nach etwas spät. Die Würde ist auch in der Sprache des Sports bereits lange auf der Strecke geblieben. In einer Sprache, die wir achtlos benutzen oder lesen, zeigte sich für den, der es wahrnehmen wollte zuerst das Ausmaß der allgegenwärtigen Deformation, die wir leider am traurigen Exempel Enkes, seiner Seelendeformation, nun erst richtig wahrzunehmen scheinen. Vor allem Doppelpass-Experten, BILD und die ewigen Kommentarfunktionen diverser Sportseiten sind manchmal so schlimm, dass ich sie seit langem bewusst vermeide, weil mir übel wird, was ich dort lesen oder hören muss, mit welchen Beleidigungen, Blödheiten, bzw. im Fall der BILD konstruierten Stories dort Stimmungsmache betrieben wird, ist abgrundtief. Gewiss, auch wir nehmen das nicht für bare Münze, dennoch ist es bei einigen akzeptiert, jenes mittelalterlich anmutende an den Pranger stellen zu prkatizieren. Auch klassiche öfentlich-rechtliche Sendungen sind tunlichst darauf bedacht, mal einen wirklich inhaltsvollen Abend zum Thema "Vermarktungshype", 50+1 kippen, oder mentale Probleme, Homosexualität im Sport (die List hier, die mir spontan einfällt wäre ellenlang). Da hat sich mittlerweile vieles angestaut, was das Sportstudio nicht bewältigen will oder kann, weil es selber in der Maschinerie mit drin hängt und Athleten abfeiert, oder versucht zu emotionalisieren, indem die Moderatoren es mal wieder kräftig "menscheln" lassen. Sie wollen dem Boulevard gerecht werden, von dem sie gelernt haben, das Private müsse auch noch in die Öffentlichkeit gezerrt werden, um dem Sportler eine menschliche Tiefe zu geben. Sie versuchen also auch Fassaden einzureissen, die sie selber mit geschaffen haben. Magaths Methoden werden ohne mit der Wimper zu zucken als erfolgreich geadelt. Alles Memmen und Luschen bei Schalke - bis er kam. Lahm erfährt keine Rückendeckung und mit Ibisevic vermeidet man tunlichst, über die fragile politische Lage in Bosnien-Herzegowina zu reden. Um nur einige Beispiele hier in den Raum zu werfen - ohne Anrecht auf Vollständigkeit.

Auch jene schale Rhetorik, die martialisch siegfriedhafte Stärke und Unverwundbarkeit beschwört, die die letzten Prozente aus den Spielern presst sollte mittlerweile ausgedient haben. Aber vor allem die sagenhaften Millionentransfers, die mit der gestiegenen Summe auch die Erwartungshaltung der "Fans" in die Dimensionen des unermesslich-galaktischen, also in jenen nietzscheanischen Wahnsinn des Übermenschen zu rücken beginnt und die den Druck zu Versagen exponentiell pervers werden lassen in dem Maße, wie jene Summen die gebotene Geduld mit Spielern und ihrem sportlichen Gelingen auf die Spanne eines Flügelschlages verkürzen. Hop oder top nach bereits wenigen Spielen. Dann wird an den heimischen Wohnzimmern und Stammtischen, in den Foren über den Werte eines Menschen zu Gericht gesessen, Mario Gomez ist hier nur der aktuelle Fall, der in seiner Konstellation ein perfekte Bebilderung zu jener Entwicklungen abgibt, und deren Opfer er geworden ist.

Dies alles ist Teil des Problems - es bleibt nicht damit getan, einige Sport-Psychologen beim Verein anzustellen, denn sie kaschieren nur die Symptome. Die Ursachen liegen tiefer, in der verfehlten, ins monströse gehenden Leistungsfixierung, der zunehmenden Kommerzialisierung, die es erlaubt, den Wert des Menschen in den Bereich irrealer Summen zu rücken (Caps für die Transfersummen wäre nur eine Möglichkeit), die die Spieler zur Ware werden lässt (und die sich auch zur Ware machen lassen) und deren Sprache des Unmenschentums wir manchmal nur zu bereitwillig oder einfach nur nachlässig übernehmen, weil wir sie aus unserer Gesellschaft nur zu gewohnt sind.

Wie viel länger sind wir bereit, diese Deformationen noch zu ertragen? Eines Sports, der auch ein sehr guter Komplize darin geworden ist, all jene Lügen und Fassaden mit zu errichten, oder sie zumindest nötig gemacht zu haben, um hinter ihnen eine Rest von Menschlichkeit zu verbergen, der in ihm scheinbar keinen Platz haben darf?

Die Gefühle, die Ängste, die hinter jener selbstgeschaffenen Monstrosität verkümmern, werden in gleichem Maße von jenem kollektiven Jubel beim Fallen eines Tores momentan zum Schweigen gebracht, wie dieser auch eine kurze vermeintliche Entlastung oder Belohnung darstellt für all jene Entbehrungen und Ängste, die auch der erfolgreichste Sportler kennen wird. Doch das genügt nicht. Die Dialektik aus Jubel und Kritik erzeugt in ihrer Unverhältnismäßigkeit ein unauflösbares Dilemma für all jene, die sich in ihrer Mitte befinden, abhängig sind von ihrem Einfluss.

In der symbolischen Mitte stand heute auch Robert ein letztes Mal. Ich verbinde damit auch die Hoffnung auf ein Umdenken, nicht nur was die Empathie ( Mitmenschlichkeit) der Fans belangt und die Akzeptanz der "Schwäche", die ja von Zwanziger angemahnt wurde, sondern vor allem auch ein Umdenken bei jener hypertrophen Kultur des Erfolges, bei der der Mensch Enke auf der Strecke geblieben ist. Die Angst seine Existenz zu verlieren, zu versagen erschien ihm als übermächtiger Gegner, der unbesiegbar war, außer im Tod.

Die vielen Menschen heute waren ein Hoffnungsschimmer und ihr schweigendes Mahnen bezeugt, dass es auch anders hätte ausgehen können. Das man den Menschen Enke bereit war zu lieben, so wie er war, mit all seinen Ängsten. Roberts unsichtbarer Kampf ist heute sichtbar, fühlbar, geworden - aus dem verborgenen trat er in eben den Raum der Öffentlichkeit, den er am meisten gemieden, gefürchtet hat.

Zwar war die Sprache des Leistungsmaximums auch hier noch präsent, AWD verkündete stolz, er sei "ihr Finanzoptimierer" und versprach "mehr netto" - doch diese erfolgsgetränkten Heilsversprechungen hinterließen einen schalen Nachgeschmack im Angesicht der Realität des Todes. Sie entlarvten sich selbst.

Jene Unsichtbarkeit stellte für viele das Unfassbare dar und mag auch die ungebrochene Anteilnahme an Roberts Schicksal erklären. Nur zu gut ist jeder vielleicht selbst irgendwie Opfer dieses Schweigens, oder Täter wenn es darum geht eigene Schwächen zu kaschieren, oder wenn man über seine Probleme nicht redet, sie vertuscht. Es mag diese eigene Erfahrung gewesen sein, die viele ins Stadion trieb, die Zuschauer sich in Roberts Schicksal spiegeln ließ, weil sie selber nur zu Vertraut waren mit seinen Mechanismen.

Danke für Deinen klasse Beitrag!

Es wird und kann sich sicher nicht von heute auf morgen etwas ändern. Der Fussball und das Leistungsprinzip (von dem wir ja irgendwie alle "betroffen" sind) muss nun nicht neu erfunden werden.
Die Art und Weise der "Vermarktung" davon wohl schon.
Und bei den Fans ein weniger an "Extreme". Das heisst nicht, das in den Stadien nur noch geflüstert werden sollte. Kampf - Sieg - Niederlage -all das war auch das , was Robert liebte und wollte.

Meine persönliche Trauer ist monentan noch zu präsent, dass ich klar und frei nachdenken könnte. Die Worte von Theo Zwanziger fand ich klasse.
 
WOMLSascha;710383]Ein letzter Versuch:


Hierzu frage ich dich dann mal, wie du die beiden Selbstmordversuche deiner Mutter siehst? War sie feige?

Ja, war Sie.... und dazu steh ich heute noch..wenn man mit Menschen in solch einer Situation nicht Klartext redet, verstehen Sie das nie..Was meinst Du, wie oft ich ihr das an den Kopf geknallt habe...


Natürlich ist jeder selber verantwortlich, aber aufgrund von Krankheiten (gerade psychischen) kann es vorkommen, das mancheiner nicht in der Lage ist diese Verantwortung zu übernehmen und das wird dir auch jeder Therapeut bestätigen.


Und was waren es bei Robert Enke?

Welche es bei Robert Enke waren, kann ich Dir nicht sagen aber mit Sicherheit waren es keine Probleme , die man nicht hätte lösen können...
Dafür spricht alleine schon die Tatsache, das er set 2003 in Behandlung waren...


Ich hoffe, das du bei der Antwort ohne Beleidigungen auskommst.

Okay.... Sorry.....:knutsch:
 
HALLO LEUTE!!! DISKUSSION IST ZWAR GUT UND SINNVOLL GERADE WAS DIESES THEMA ANGEHT, DENN WIR HABEN JA BESCHLOSSEN ES NICHT MEHR ZU TABUISIEREN, ABER VERGESST BITTE NICHT DASS WIR EBENFALLS GESAGT HABEN UNS GEGENSEITIG ZU RESPEKTIEREN !
Jeder hat seine eigene Meinung dazu, jeder hat eigene Erfahrungen, dieses Forum verbindet zwar und gibt die Möglichkeit untereinander nahe zu sein ohne sich zu sehen und zu "kennen" aber genau aus diesem Grunde kennen wir den "Gegenüber" auch nur bruchteilhaft.

Also hört doch bitte auf Euch gegenseitig zur Schnecke zu machen.

Genau so ist es. Und damit anzufangen, wäre der Sinn aller Taurerreden!
 
Danke für Deinen klasse Beitrag!

Es wird und kann sich sicher nicht von heute auf morgen etwas ändern. Der Fussball und das Leistungsprinzip (von dem wir ja irgendwie alle "betroffen" sind) muss nun nicht neu erfunden werden.
Die Art und Weise der "Vermarktung" davon wohl schon.
Und bei den Fans ein weniger an "Extreme". Das heisst nicht, das in den Stadien nur noch geflüstert werden sollte. Kampf - Sieg - Niederlage -all das war auch das , was Robert liebte und wollte.

Meine persönliche Trauer ist momentan noch zu präsent, dass ich klar und frei nachdenken könnte. Die Worte von Theo Zwanziger fand ich klasse.

Dank zurück. Mittlerweile sind die Diskussionen hier in diesem Thread leider auch unaushaltbar geworden. Besonders die Frage ob Robert quasi Schuld *Stichwort Selbstverantwortlichkeit* habe an seinem Tod, weil er nicht stark genug war, davon zu erzählen scheint bodenlos. Danke @ Djair ! für deine Intervention!!

Immerhin scheint ein etwas differenzierter Ton angeschlagen zu werden, zB im Rosenberg Thread. Das Bewusstsein für unsere Sprache muss geschärft werden, sie kann so unendlich verletzend sein --- Diesen Blick wollte ich ein wenig schärfen.
 
WOMLSascha;710383]

Welche es bei Robert Enke waren, kann ich Dir nicht sagen aber mit Sicherheit waren es keine Probleme , die man nicht hätte lösen können...
Dafür spricht alleine schon die Tatsache, das er set 2003 in Behandlung waren...

Okay.... Sorry.....:knutsch:

Erstmal: Entschuldigung angenommen.

Das es für die Probleme (vermutlich) eine Lösung gegeben hätte, bezweifelt auch niemand. Was ich allerdings bezweifele ist, das jeder in der Lage ist, dies zu erkennen. Und wenn dann jemand aufgrund seine Krankheit den Suizid wählt, finde ich es sehr vermessen, dies als feige zu bezeichnen. Wie das nun bei deiner Mutter oder bei Robert Enke war, kann ich nicht beurteilen. Allerdings glaube ich das du diese bei RE genausowenig beurteilen kannst und ich daher deine Aussage mit feige als unangemessen empfinde.
 
Zitat von WB ohne Diego Mittelmaß;710438:
Besonders die Frage ob Robert quasi Schuld habe an seinem Tod, weil er nicht stark genug war, davon zu erzählen scheint bodenlos.

:tnx: für Deinen langen Beitrag - darin habe ich vieles wiedergefunden, was ich denke.

Zu dem Zitat: Schuld an seinem Tod hat Robert Enke meiner Meinung nach schon, denn er hat sich aus freien Stücken (also ohne Einwirkung Dritter) dazu entschieden. Damit ist er auch verantwortlich für alles, was sich als Folge daraus für seine Familie und Freunde und Dritte (Lokführer, Helfer etc.) ergibt.

Dennoch hat niemand das Recht, ihn zu verurteilen oder ihn als nicht stark genug oder als feige zu bezeichnen, weil niemand auch nur ansatzweise weiß, was in ihm vorgegangen ist, als er sich dazu entschieden hat.

@Sprache und Verletzung durch Sprache. 100 % Zustimmung, nicht zuletzt auch mit Blick auf geschriebene Sprache. Wir alle hier sehen einander nicht und, noch schwieriger, kennen einander nicht - da ist es um so wichtiger, gründlich nachzudenken, anstatt direkt draufloszuschreiben (und auch einen Post nochmal lesen, ehe man auf "antworten" drückt, ist hilfreich :)).
 
Aus einem 96er Forum

ich hatte unter der woche kurz überlegt, ob ich wirklich heute ins stadion kommen soll. überlegt nur deshalb, weil ich angst hatte, daß mir diese trauerfeier mehr "schaden" als helfen könnte. ich muß heute sagen: zum glück war ich dort. denn ich hätte es mir nicht verzeihen können, an so einem tag nur zu hause vorm tv zu sitzen. ich habe mich einfach in der pflicht gefühlt, unserer nummer 1 die letzte ehre zu erweisen.

die trauerfeier war insgesamt rührend und würdig. dem anlaß angemessen wie ich fand. dennoch gab es vor und hinter mir vor der eigentlichen zeremonie leute, die lauthals über kartenbestellungen von irgendwelchen konzerten philosophierten bzw. doch sehr laut sprachen und teils ausgelassen lachten. bei so einem verhalten kann ich nur den kopf schütteln, dafür habe ich kein verständnis. auf den boden der tatsachen kamen diese leute erst nach beginn der zeremonie, als dann auch bei diesen herrschaften alle dämme brachen.

es ist jetzt immer noch so, daß ich oft zwischen ntv und n24 hin und her schalte um ein paar bilder sehen zu können - von dingen, die ich eigentlich schon kenne - ich kann einfach (noch) nicht anders. die sache hält mich immer noch fest, sie ist allgegenwärtig. so kam es auch, daß ich beim zappen um 20:15 auf n3 hingenblieb, die 15 minuten mußte ich mir ansehen. ich war wie gebannt, konnte nicht weiterschalten. ich kann diese bilder noch 100 mal sehen, sie werden mich auch dann immer noch bewegen. mittwoch wird es noch mal sehr schwer, wenn dann das länderspiel ansteht.........

mein dank heute gilt an alle, die an dieser trauerfeier mitgewirkt haben, um sie so würdig zu gestalten. besonders natürlich an teresa enke, der ich wirklich hohen respekt dafür zolle, daß sie uns fans diesen abschied in dieser form ermöglicht hat. vielen, vielen dank!
 
Wahrscheinlich wohl , wenn man etwas älter ist, weiss man, das es sehr wichtig ist, Abschied zu nehmen.
Wegsehen ist hier verdrängen. Und nicht fertig werden.

So schlimm,wie es ist. Deshalb war die öffentliche Trauerfeier auch für mich sehr wichtig.
 
Nein, "erahnen" kann man es nicht. Aber wenn jeder einzelne, den Robert Enkes Schicksal betroffen gemacht hat, das daraus macht, was in seinem persönlichen Umfeld machbar ist, dann wäre das sicherlich schon eine ganze Menge.
.

:tnx::tnx: Ich hoffe das sich da wirklich was tut. Jemand hat hier doch schon geschrieben, das er sich über den Umgang mit anderen Gedanken macht. Ich hoffe auch das das nachhaltig bleibt!
 
:tnx::tnx: Ich hoffe das sich da wirklich was tut. Jemand hat hier doch schon geschrieben, das er sich über den Umgang mit anderen Gedanken macht. Ich hoffe auch das das nachhaltig bleibt!

Ich versuche, den Auftrag, den uns der Tod Enkes gestellt hat, anzunehmen. So uferlos dies scheint. Das war die Botschaft, die ich heute im Stadion verspürt habe. Beim Anblick seines Sargs im Rund.

Das ist schon lange bitter nötig. Es wird viel zu oft weggesehen.
Auch in unserem Forum. Leider.
 
Natürlich verstehe ich Dich.....

Das bekloppte an dieser Diskussion ist doch, daß nur weil jetzt mal ein Prominenter nicht weiter wusste und unter Depressionen litt, das alles jetzt an die Öffentlichkeit kommt.

Wieviele Menschen leiden denn unter Depressionen??

Aber ich vergaß, das sind ja Menschen zweiter Klasse........

Nur mal Beispiele.......

Familienväter, die unschuldig ins Hartz4 gefallen sind, weil der Chef falsch gewirtschaftet hat und diese nun Zukunftsängste haben, weil zuhause Kinder auf ihr Essen warten....
Menschen, die aufgrund von betrunkenen Autofahrern durch einen nicht verschuldeten Unfall eine Querschnittslähmuing erleiden oder oder oder...
Das kann man noch endlos weiterführen....

Nur interessieren diese Schicksale keinen.......

Ich kann nur für mich sprechen, warum mich das Schicksal von Robert Enke so bewegt ist, weil man dadurch ins Bewusstsein bekommt, wievielen anderen Menschen es genausogeht. Und ich hab mit vielen anderen Menschen darüber gesprochen und ihnen geht es genauso wie mir. Deswegen stimmt es nicht, wenn du sagst diese Schicksale interessieren keinen. Ich habe auch an Depressionen gelitten, habe aber zum Glück schon eine Weile keine Probleme mehr damit. Und meine Freunde wissen natürlich davon und haben mir nochmal gesagt das ich bitte jederzeit zu ihnen kommen kann bzw. soll. Das wusste ich auch schon vorher, aber sie wollten noch einmal das ich das auch wirklich weiss. Also liegst du mit deiner Vermutung nicht wirklich richtig!

Edit: @HB Osterdeich ich hab deine weiteren Post jetzt gelesen, weisst du das ich sofort wusste als du von deinen Erfahrungen mit Depressionen geschrieben hast, das du sicherlich nicht selbst daran gelitten hast! Weil wenn dem so wäre, würdest du nicht sowas schreiben wie du es tust. Ich bin (das hört sich jetzt vielleicht dramatisch an) eine Überlebende dieser Krankheit. Aber ich weiss was in einem vorgeht und das hat nicht mit rationalem Denken zutun oder mit freiem Willen. Bei einem verläuft die Krankheit so, bei einem anderen wieder anders. Du hast trotz der Krankheit deiner Mutter nicht begriffen um was es bei dieser Krankheit geht. Und das finde ich sehr traurig! Ich hoffe das andere Menschen sich intensiver damit befassen und nicht den einfachen Weg der Erklärung suchen, das ein Selbstmord auf Grund dieser Krankheit nur feige ist!
 
Ich kann nur für mich sprechen, warum mich das Schicksal von Robert Enke so bewegt ist, weil man dadurch ins Bewusstsein bekommt, wievielen anderen Menschen es genausogeht. Und ich hab mit vielen anderen Menschen darüber gesprochen und ihnen geht es genauso wie mir. Deswegen stimmt es nicht, wenn du sagst diese Schicksale interessieren keinen. Ich habe auch an Depressionen gelitten, habe aber zum Glück schon eine Weile keine Probleme mehr damit. Und meine Freunde wissen natürlich davon und haben mir nochmal gesagt das ich bitte jederzeit zu ihnen kommen kann bzw. soll. Das wusste ich auch schon vorher, aber sie wollten noch einmal das ich das auch wirklich weiss. Also liegst du mit deiner Vermutung nicht wirklich richtig!

Aber Du weisst selber, das es dann eher die Ausnahme ist....
Wobei das dann eben auch Freunde sind, und ich finde, auch dafür sollten die da sein, nicht immer nur dnn, wenn alles eitel Sonnenschein ist...

Passt jetzt zwar nicht so ganz, ist aber auch eine traurige Geschichte.
http://www.tageblatt.de/main.cfm?DID=1583835

Ein Kumpel von mir hat letzten Monat noch gegen ihn gespielt....
 
Was ist das für ein Quatsch??????....
Das Berufsrisiko eines Lokführers..

Die einzigen, die auf sowas vorbereitet sind, sind Rettungskräfte und Polizisten..

Der Lokführer ist doch in dieser Geschichte die ärmste Sau...
[....]

du hast meine wortwahl wohl etwas überinterpretiert. aber wenn ich mal von der statistik ausgehe (habe da sowas von ca 20 vorfällen pro woche (!!!!!) im hinterkopf), is es doch nüchtern betrachtet so, dass für jeden lokführer deutschland (bei geschätzten 20 000 lokführern) die gefahr für so einen vorfall recht hoch ist. natürlich sind die folgen extrem und können bis zur berufsunfähigketi und ein er schweren psychischen störung führen, aber aufgrund der zahlen bin ich davopn ausgegangen, dass die deutsche bahn auf sowas vorbereitet ist und den menschen so gut wie möglich helfen will. robert enke hatte bestimmt nicht die absischt, andere menschen zu schaden :rolleyes:
btw: rettungskräft (und va zb frewillige feuerwehrleuten) sind auch trotz der vorbereitung schwer betroffen von so einem vorfall, ich bin selber feuerwehrmann (freiwillig).

Dieser ganze Hype um Robert Enke geht auch mir gewaltig auf die Nerven, jedes Jahr gibt es genügend Selbstmörder, weniger bekannte Personen, die ihrem Leben ein Ende setzen, weil Sie Depressionen, Schulden oder sonstwas haben....nur das interessiert dann so gut wie keine Sau....

Und noch was zum Thema Berufsrisiko.....

Eine Person, die in der Öffentlichkeit steht, weiß ganz genau, das Druck entsteht und das ein abgeschottetes Leben nicht möglich ist.... Das wusste auch Robert Enke..ist dann die Pressejagd auch Berufsrisiko??
Er hat alle Möglichkeiten gehabt, sich helfen zu lassen, denn er wusste, wie es um ihn steht....

Letztlich hat er sich nicht helfen lassen, seine Frau samt Adoptivtochter im Stich gelassen und ein weiteres Leben zerstört......

gerade weil im moment so viel über die sache gesprochen wird, is dieser 'hype' (sehr unpassender begriff imho) um enke doch hilfreich für den depressiven nachbarn von nebenan, wenn vllt seine mitmenschen mehr auf solche sachen achten!? der ton, der im moment mitschwingt, is doch genau das, enkes schicksal macht doch aufmerksam auf diese probleme und hilft den 'unbekannten' eher?

man entscheidet sich für den profisport schon in sehr jungen jahren und ich geh davon aus, dass einem die tragweite und das, was auf einen zukommt, nicht immer ganz klar ist. außerdem is dieser öffentliche druck sicherlich nicht der ausschließliche grund für den selbstmord, da gehört doch einiges mehr dazu. zudem hat er in den letzten jahren bei einem verein gespielt, in dem der mediendruck doch deutlich schwächer ist als in vielen anderen vereinen der bundesliga...


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