Robert Enke

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Häufig finde ich die Artikel der Titanic wirklich gut, weil ich bissige Satire mag.
Aber das geht ja wirklich überhaupt nicht:stirn:

Ist die Frage, OB man das richtig versteht. die Bilder richten sich ja nicht gegen Robert Enke, sondern wohl eher gegen die Masenmedien (Bild) und die Berichterstattung. Okay, man hätte noch ein bisschen mehr Graß über die Sache wachsen lassen können, aber die Quintezzenz ist die selbe wie beim vielgelobten 11Freunde-Artikel.
 
Auszug aus dem Interview mit C.Daum zu finden unter www.express.de :

Herr Daum, wussten Sie bereits damals, dass Robert Enke unter Depressionen litt?
Ja. Er war gerade zwei Wochen bei uns, da kam er in mein Büro und vertraute sich mir an. Ich habe ihm gesagt: Robert, ich helfe Dir, wo ich kann, weil ich absolut von Dir überzeugt bin. Ich habe ihm dann einen Experten aus Köln empfohlen.

Wie schwer war er bereits damals erkrankt?

Depressionen sind keine Kopfschmerzen. Das ist eine schwere Krankheit, die leider von der Gesellschaft tabuisiert wird. Da heißt es schnell: Mensch, was ist das für ein Weichei. Das Gegenteil ist aber der Fall, Robert musste starke Psychopharmaka nehmen.

Es hieß immer, Enke sei in Istanbul gescheitert...

Quatsch. Im ersten Spiel haben wir mit Robert 0:3 verloren. Ich habe zu ihm gesagt: Robert, du bist ein großartiger Torwart. Du bist ein toller Mensch. Wir wollten, dass er bei uns bleibt.

Warum verließ er dann Istanbul?

Er hat mir etwas gesagt, das ich nie verraten werde. Darüber haben wir Stillschweigen vereinbart. Als er uns verließ, war ich sicher, dass er seine Karriere beendet. Ich war dann total überrascht, als er in Teneriffa unterschrieb. Dann tauchte er plötzlich in Hannover auf. Ich war happy, dass er seine Krankheit offensichtlich im Griff hatte.

Welchen Eindruck machte seine Frau Teresa?


Eine wunderbare, starke, offene Frau. Sie war glücklich, als ich Ihr sagte: Ich bin von Robert absolut überzeugt. Aber er braucht Hilfe

Melden Sie sich bei ihr?

Ich werde Sie dazu beglückwünschen, dass Sie Robert über all diese Zeit diesen unglaublichen Halt gab. Jetzt wünsche ich Ihr, dass Sie die Kraft hat, Robert loszulassen.

wenns so war/ist :tnx:
 
Nicht gerade schlau von Daum, wenn er es denn wirklich nicht verraten will, was Enke ihm anvertraut hat. Das kann doch jetzt ne Lawine von Mutmaßungen hervorrufen.
 
Wobei es durchaus obszön ist wie die Medien sich verhalten... Klar, wenn die Witwe von dem Robert Enke eine PK gibt darf man auch mal fotografieren. Aber die haben ja die ganze Zeit voll draufgehalten, man könnte ja ein tolles Foto verpassen... Ich finde die Leute erbärmlich. Auch die Berichterstattung um den Gottesdienst herum, sowas muss doch eigentlich auch dezenter gehen.
 
Wobei es durchaus obszön ist wie die Medien sich verhalten... Klar, wenn die Witwe von dem Robert Enke eine PK gibt darf man auch mal fotografieren. Aber die haben ja die ganze Zeit voll draufgehalten, man könnte ja ein tolles Foto verpassen... Ich finde die Leute erbärmlich. Auch die Berichterstattung um den Gottesdienst herum, sowas muss doch eigentlich auch dezenter gehen.

Tja, diese "´Tabu-Zonen" werden gerne durchbrochen. Der Umgang mit der Krankheit selbst bleibt dann auf der Strecke und weiterhin tabu.
 
Wobei es durchaus obszön ist wie die Medien sich verhalten... Klar, wenn die Witwe von dem Robert Enke eine PK gibt darf man auch mal fotografieren. Aber die haben ja die ganze Zeit voll draufgehalten, man könnte ja ein tolles Foto verpassen... Ich finde die Leute erbärmlich.

In solch einer Pressekonferenz darf in der Regel eben nicht mal, sondern die ganze Zeit über fotografiert werden - dafür wird schließlich eine Pressekonferenz gegeben. Außerdem ist der Blickwinkel, aus dem man ein vernünftiges Foto bekommt, begrenzt, also braucht man mehrere Versuche dafür, zumal man auch immer wieder damit rechnen muss, dass ein übereifriger Kollege einem die Kamera ins eigene Bild hält.

Was daran erbärmlich sein soll, dass Menschen ihre Arbeit bei einem eigens dafür angesetzten Termin machen, erschließt sich mir nicht.
 
In solch einer Pressekonferenz darf in der Regel eben nicht mal, sondern die ganze Zeit über fotografiert werden - dafür wird schließlich eine Pressekonferenz gegeben. Außerdem ist der Blickwinkel, aus dem man ein vernünftiges Foto bekommt, begrenzt, also braucht man mehrere Versuche dafür, zumal man auch immer wieder damit rechnen muss, dass ein übereifriger Kollege einem die Kamera ins eigene Bild hält.

Was daran erbärmlich sein soll, dass Menschen ihre Arbeit bei einem eigens dafür angesetzten Termin machen, erschließt sich mir nicht.

:tnx::tnx::tnx:

Da muß ich dir recht geben. Hier werden dauernd die bösen, bösen Medien verteufelt, selbst schwirren die Konsumenten dieser Berichterstattung hier aber herum und spielen Gutmensch und Moralapostel.

Und stellt mal ein Satiereblatt zugegebenermaßen recht krass, aber denoch oder gerade deswegen treffend diese Medienschlacht an den Pranger, wird über Geschmacklosigkeit und Sammelklagen (:stirn::wall:) gesprochen.

Ich wette, das erste was 90% der Leute, die die Bilder hier gesehen haben gemacht haben, ist, zu gucken ob Bild.de schon ne neue Schlagzeile hat "So abartig spottet man über den Verstorbenen" oder sowas.
 
Bussi, Bussi , Eisi Eis ... :knutsch:

Und stellt mal ein Satiereblatt zugegebenermaßen recht krass, aber denoch oder gerade deswegen treffend diese Medienschlacht an den Pranger, wird über Geschmacklosigkeit und Sammelklagen (:stirn::wall:) gesprochen.

Interessant, was man alles in einen geschmacklosen "Cartoon" reininterpretieren kann. Titanic sind, für mich, wie der Boulevard selbst auch nur Mediennutten, die sich mit Freuden am Aas unserer Gesellschaft laben. Nur packen sie als Feigenblatt das Label "Satire" drauf...
 
Sorry, aber erst wird hier seitenlang salbungsvoll vor sich hin schwadroniert (nicht Du persönlich), dass man nicht immer den Bildern glauben sollte, die die Medien einem von dem Charakter einer öffentlichen Person zeichnen, und schon einen Tag später wird hier wieder mit diesen Pauschalverleumdungen angefangen.
So wie niemand von uns wirklich wusste, wie es um Enke bestellt war und wie es in ihm drin aussah, so weiß das auch keiner von uns von Daum oder irgendjemand anderem im Fußballgeschäft. Daum hat mit Sicherheit Fehler gemacht in der Vergangenheit, aber wenn wir eines aus der ganzen Geschichte lernen sollten, dann, dass man nicht mehr sofort verbal auf jeden einprügelt, der die Fußballbühne betritt.
Dass man mal nen Spruch kloppt als Joke ist imo okay, mach ich auch selbst. Aber in diesem Zusammenhang finde ich das nicht okay.

Guter Post. Deshalb, sorry für meine Posts. Habe sie auf Deine gute Argumentation hin gelöscht.
 
Bussi, Bussi , Eisi Eis ... :knutsch:



Interessant, was man alles in einen geschmacklosen "Cartoon" reininterpretieren kann. Titanic sind, für mich, wie der Boulevard selbst auch nur Mediennutten, die sich mit Freuden am Aas unserer Gesellschaft laben. Nur packen sie als Feigenblatt das Label "Satire" drauf...

Findest du Chinesisch auch geschmacklos? Nur weil du es nicht verstehst? Wer überall das Übel sucht, wird es auch überall finden. Hauptsache du bekommst für dich selbst das Gefühl, dich von unsere geschmacklosen, verwarlosten und unterentwickelten Gesellschaft abzuheben. So hat doch jeder sein eigenes "Feigenblatt".:applaus:
 
In solch einer Pressekonferenz darf in der Regel eben nicht mal, sondern die ganze Zeit über fotografiert werden - dafür wird schließlich eine Pressekonferenz gegeben. Außerdem ist der Blickwinkel, aus dem man ein vernünftiges Foto bekommt, begrenzt, also braucht man mehrere Versuche dafür, zumal man auch immer wieder damit rechnen muss, dass ein übereifriger Kollege einem die Kamera ins eigene Bild hält.

Was daran erbärmlich sein soll, dass Menschen ihre Arbeit bei einem eigens dafür angesetzten Termin machen, erschließt sich mir nicht.

Vor diesen Fotografen sitzen Menschen die auch dann mit ihren Gefühlen zu kämpfen haben wenn sie in einer Pressekonferenz sitzen. Wenn da die 10-30 Fotografen nicht mal den Anstand haben zuzuhören was diese Menschen zu sagen haben, das zu sagen denen wohl auch verdammt schwer fällt in dem Moment sondern denen die Pressekonferenz dadurch erschweren indem sie erstens andauernd mit Blitzlichtgewitter blenden (warum in dem gut ausgeleuchteten Raum nicht mal den Blitz abstellen?) und zweitens einem das Gefühl vermitteln, dass die Kameras nur draufhalten um ein möglichst "gutes" Foto zu bekommen... das es nur um den eigenen Gewinn am Leid der anderen geht dann finde ich es auch dann jämmerlich wenn es deren Arbeit ist.
 
Entschuldige bitte, aber du hast offensichtlich von der Arbeit der Fotografen keine Ahnung. Das ist kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung.

Die Fotografen sind ausschließlich dazu da, um dort Fotos zu machen, für nichts anderes; zum Zuhören sind andere da. Und da einfach mal den Blitz auszulassen, weil in dem Raum ja die Beleuchtung an ist, ist Unsinn, weil damit alleine nicht die Beleuchtungsqualität erreicht werden kann wie mit dem Blitz.

Schließlich bleibt aber festzuhalten, dass Frau Enke bei ihren Ausführungen nicht von der Presse überrascht worden ist, sondern die Presse dazu ausdrücklich eingeladen wurde. Man kann sicher darüber streiten, ob die Entscheidung für die Pressekonferenz eine gute war, aber die Presse dafür zu verurteilen, dass sie bei einer Pressekonferenz ihre Arbeit macht, ist in höchstem Maße heuchlerisch.
 
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