Robert Enke

Robert Enke, ein Torwart, ein Fußballer, ein super Sportler der wirklich schon viel gesehen und durchgemacht hat!!!

Ich habe es um 20:22 erfahren und konnte es nicht glauben, jedoch musste ich nach Recherche verschiedener Quellen feststellen es ist wirklich die Realität!:o

Mein Beileid besonders an seine Frau und ihr gemeinsames adoptiertes Kind und an seine Familie!

96 möchte ich auch erwähnen für die es nicht nur ein sportlicher Verlust ist, sondern besonders ein menschlicher!

R.I.P ROBERT ENKE
 
Zitat von [SVW]Andi;704886:
Das musst du dennoch nicht hier so provozierend, denn das ist es aus meiner Sicht, Kund tun. Es gibt auch durchaus Menschen hier im Forum, die beim Tod Michael Jacksons sehr getrauert haben. Da ist eine solche Aussage für mich vollkommen unverständlich und ziemlich unangebracht.

Dito, es kann manchmal nicht mehr gesagt werden
 
Zitat von [SVW]Andi;704886:
Das musst du dennoch nicht hier so provozierend, denn das ist es aus meiner Sicht, Kund tun. Es gibt auch durchaus Menschen hier im Forum, die beim Tod Michael Jacksons sehr getrauert haben. Da ist eine solche Aussage für mich vollkommen unverständlich und ziemlich unangebracht.

Mennschen sind geschockt! Du muss ja verstehe alle nicht so nachdenken wenn mann sehr emotional und in schock sind!
 
Hatte es grad in der S-Bahn gelesen! :eek:
Mein Beileid an seine Frau und seine Familie! Deutschland verliert einen sympatischen Spitzensportler:(:(:(
 
FC Barcelona hat bereits auf den Tod seines ehemaligen Spielers Robert Enke reagiert. Vor dem Anpfiff in der Copa del Rey gegen Cultural Leonesa gab es eine Schweigeminute für den 32jährigen Torhüter von Hannover 96, der heute Selbstmord begangen haben soll. An der Anzeigentafel im Camp Nou war ein Foto von dem deutschen Nationaltorhüter zu sehen, und beide Mannschaften, FC Barcelona und Cultural Leonesa kamen im Mittelkreis zusammen, um gemeinsam an den Spieler zu denken.
Auch auf der Seite von FC Barcelona gibt es bereits einen Nachruf über den tragischen Tod von Robert Enke.

danke FC Barcelona, das zeigt richtig Charakter..
 
Ein großartiger Torwart, vor allem aber ein warmherziger, uneitler Mensch ist heute freiwillig aus dem Leben geschieden.

Er war keiner dieser ewig tönenden Lautsprecher oder Exzentriker, weder fiel er durch unsportliches Verhalten oder peinliche Interviews auf. Sein Ego brauchte keine Bestätigung in den Medien. Er ließ - gewohnt unaufgeregt - einzig seine Leistungen sprechen, besonders seine Konzentration auf und Hingabe an seinen Beruf, aber auch seine karitativen Engagements sprechen hier für sich. Seine eher unscheinbare, leise, aber durch und durch integere Art hob sich wohltuend ab, von vielen anderen Fußballspielern, die ihr Selbstbewusstsein mit markigen Sprüchen und peinlichen Machoposen zu markieren meinten.

Sein hartes privates Schicksal gab ihm Zugang zu den tieferen, wirklich schmerzhaften Dimensionen unseres Lebens und wies den alltäglichen, nichtigen Dramen in der Welt des Fußballs den nötigen Platz zu. Im Angesicht des Todes eines geliebten Menschen werden diese ganz ganz klein und unbedeutend, also auf ihre eigentliche, ihm angemessene, Dimension eingeschrumpft. Die bis zum Platzen aufgeblähte Bedeutung des Sports im nationalen Diskurs, an all den Stammtischen, in den Umkleiden der Herrenmannschaften, oder jenen elendig feisten Phrasenschweinfütterern und "Experten", den Weißbiertrinkern und Vorstandsvorsitzenden wird in solchen Momenten besonders erfahrbar.

In diesem Zusammenhang gewann auch die ewige und angeblich nur vom Geiste des Wettbewerbs geprägte Diskussion um die Position des Nationaltorwarts eine überdimensionierte Bedeutung, unter deren Last eben Menschen zu zerbrechen drohen, die gesundheitliche, aber vor allem emotionale Rückschläge in regelmäßigen Abständen hinzunehmen hatten.

Auch in diesem Licht bekommt jene Diskussion um die "Nr. 1 im Tor" ein Geschmäckle und eine Diskussion zur Bedeutung der Nominierung, wie auch zur Nominierungspraxis generell, stünde dem DfB ebenso gut zu Gesicht, wie die obligatorische Trauerbekundung zu Beginn des nächsten Spiels der N11.

In einem größeren Rahmen dürfte der Fußball allgemein auch gerne mal abklopfen, wie der Leistungsgedanke, die Abfolge ewiger psychischer Druckkammern, in die mittlerweile schon U-Spieler regelmäßig geworfen werden, die ewigen, sich abnutzenden Rhetoriken des Moral zeigens, von den Siegergenen, dem letzten Prozent, die ewigen "Endspiele", die mittlerweile in wöchentlichem Rhythmus stattfinden, nicht nur mit "Mentalchoaches" zu begegnen wäre, sondern auch mit Transparenz, Ehrlichkeit und Menschlichkeit in der Zusammenstellung eines nationalen Teams oder einer Vereinsmannschaft. Oder einfach nur mit weglassen dieser Phrasen.

Der Druck im Profigeschäft ist enorm. Wenn persönliche Krisen hinzukommen, und dies dürfte wohl bei allen Spielern mal der Fall sein, sollte der Sport auch hier eine Wachsamkeit an den Tag legen und es schaffen, seine Menschlichkeit zu wahren. Und nicht noch künstlich durch Bedeutungsaufblähung die Situation intensivieren.

Auch die Fans sollten in dieser Hinsicht sensibler sein, wenn wieder eine sogenannte "Vollgraupe" neben das Tor schießt, oder ein Spieler ein 100% sicheres Tor "hätte machen müssen". Ausgebuht zu werden kann man an einem dicken Pelz abprallen lassen. Oder man nimmt es sich zu Herzen und legt sich einen Schild zu, eine coole Oberfläche, unter der man den Schmerz begräbt. Aber unberührt zeigt sich davon keiner.

Was immer die privaten Gründe für so eine unfassbare Tat gewesen sein mögen, Robert Enkes Weggang hinterlässt auch eine direkte Aufforderung an den Sport, sich mit seinen Mechanismen, Rhetoriken oder insgesamt mit den Projektionen seiner eigenen vermeintlichen Bedeutung auseinander zusetzen und sich zu hinterfragen.
 
Der FC Barcelona ist auch einer der ersten Vereine, die eine Notitz auf ihrer HP zum diesem schrecklichen Tod haben. Edit: Benfica auch, wie cih grad sehe.

Das finde ich sehr erfreulich, bei aller Trauer.
 
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