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Ich bin fasziniert von der stärke die Teresa Enke all die Jahre aufgebracht hat.Robert jahrelang in seinen ängsten zu unterstützen,ihn aus seiner tiefen depressiven phase zu holen,den tot der eigenen tochter zu verabreiten und letztendlich auch den tot von Robert zu überstehen.
Da frag ich mich wirklich wie stark kann bzw.muss ein mensch dafür sein!!?
Ja, aber anscheinend aber nur für einen Tag bzw. heute mit eingerechnet für zwei Tage.Ich denke auch das Enke die erste Person ist,die das interesse für depressionen und dem umgang damit in vielen geweckt hat.Es ist für mich persönlich die erste erfahrung einer depression die mit einem todesfall endet.
Ich kenne und kannte keine persönlichkeit die vorher in ähnlicher situation gewesen ist wie jetzt Enke war.Ich glube auch deswegen ist es ein thema das viele immernoch beschäftigt und beschäftigen wird,weil Enke der erste große Fall ist der so in der öffentlichkeit gestanden hat.


Allerdings! Ich war im Kreissaal und habe auf die Niederkunft meiner Tochter gewartet, was dann um 23.30 auch der Fall war.
Ich weiß noch genau, wie dort in dem kleinen, gemütlichen Zimmer, ein Radio auf der Fensterbank hinter einer Gardine leise lief und hörte zunächst nur Wortfetzen und Teile der Nachrichtenmeldungen. Beim 2./3. mal der Meldungen hörte ich dann genauer hin und vernahm in erster Linie Brocken wie Enke - Zug - Tod, aus denen ich erst überhaupt keinen Zusammenhang kreieren konnte, da meine Hauptaufmerksamkeit dem Wehnenschreiber galt.
Irgendwann hatte ich dann die ganze Meldung mitbekommen, realisiert und verstanden.
Das war schon eine noch nie erlebte Achterbahnfahrt der Gefühle, muß ich zugeben.
Auf der einen Seite verschwindet jemand aus dem Leben, von dem man es zu diesem Zeitpunkt nun wahrlich nicht erwartete und recht kurz danach betrat meine Tochter den Planeten. Das war das geballte Leben in seiner heftigsten Komprimierung. Ein Leben endete, ein anderes fand seinen Anfang...

Und was ist eigentlich mit dem Lokführer?
Wie geht es dem? Hat er sich von dem Schock erholt?
Wird die Doku von Sky nochmal wiederholt? Kann nach wie vor nicht nachvollziehen, warum sie zu so einem späten Zeitpunkt ausgestrahlt wurde.

Zum zweiten Mal lese ich hier nen Vergleich zu Krebs. Ich denke man sollte diese Krankheiten nicht miteinander vergleichen, da beide sicherlich niemanden zu wünschen sind. Und man könnte hier leicht den Verdacht bekommen, dass Krebs gegenüber den Depressionen verharmlost wird, da über Depressionen nur selten etwas zu hören ist.

Ich habe dich schon richtig verstanden, wollte es auch nur mal gesagt haben um gar nicht erst Missverständnisse aufkommen zu lassen.![]()

Mehr Menschlichkeit, Fairplay, Respekt - davon hatte Zwanziger im Fußball gesprochen. Das Thema Depression enttabuisieren - klingt gut, nur muss man eben auch sehen, dass wir uns hier im Bereich des Spitzensports, Spitzenfußballs, befinden. Da lässt sich Leistungsdruck nicht ausklammern.
Was hätte zB Zwanziger anders machen können?
Nichts sagen? Dann wäre auch wieder Kritik aufgekommen, warum man auf das Thema Depression in dieser Situation nicht aufmerksam macht. Man könne doch nicht so weitermachen.
Also mussten diese Worte her. Dass danach aber kaum Veränderungen eintreten, war doch zu erwarten. Aber das ist doch auch klar, es geht eben im Profifußball darum, die Schwächen des Gegners aufzuzeigen, sie zu nutzen, und keine eigenen zu offenbaren - damit man gewinnt. Und bei sportlichem "Versagen" gibt es nun mal Kritik von den Fans und Medien, bei dauerhaftem Misserfolg auch harte und auf Personen fixierte. Nur, man stelle sich vor, nach dem 0:6 hätten Zeitungen geschrieben, das war ganz gut, kann mal passieren, dann wäre das Gemecker über Hofberichterstattung auch wieder groß gewesen - Kritik gehört dazu.
Für die menschliche Komponente bleibt bei all dem Erfolgsstreben im Sport eben kaum Platz. Absolut wäre es gut, wenn die Krankheit Depression dauerhaft präsenter wäre in der Öffentlichkeit. Aber jetzt die Keule schwingen, dass sich im Fußball nichts geändert hat, ist mir zu einfach. Denn um dieses Thema hoch zu halten, ist der Spitzensport, und gerade der Fußball, der am meisten im Rampenlicht steht, mit seinem Leistungsdenken eher nicht der richtige Raum. Da müssten Projekte/Kampagnen/Aktionen/Informationen/Diskussionen (oder was auch immer möglich ist) außerhalb des Sports für Sorgen - oder hätten eben im Anschluss an die Tragödie um Enke sorgen müssen.
Wenn in den Vereinen intern mehr auf die Spieler als Menschen geachtet wird, ist das schon ein kleiner Fortschritt. Für mehr, das schrieb hier jemand, müssten wohl eben nur noch aus Spaß und nicht um Titel und Erfolge gespielt werden.
Und zum Thema Biermann: auch hier finde ich es schwierig, auf die "bösen" Vereine zu verweisen. Ich stelle es mir auch schwierig vor, wie jemand in einer solchen Situation im Profifußball wieder Fuß fassen kann. Weil genau das Thema "Kann er mit dem Druck stand halten" kommt doch sofort nach einer schlechten Leistung auf. Druck von Medien, Druck (oder gar Hohn a la "geh doch zurück in die Klapse") von den Fans - und vor allem der Druck, dem sich der Spieler dann doch selbst aussetzt. Ich frage mich - und das ist wirklich eine Frage, weil ich keine Fachkenntnisse über Depressionen habe - ob Profifußball dem Spieler daher psychisch nicht mehr schaden als nutzen würde bzw. die Gefahr zu groß wäre? Im Gegensatz dazu steht natürlich, wenn wie bei Enke Fußball ein großer, vielleicht der einzige Halt ist...

aber eine kleine anmerkung: natürlich gehört druck auch zum Fußball, aber müssen die Medien denn aus jedem Fehlgriff eine riesen-Schlagzeile machen? ich denke da nur an letzte saison: da hat ein junger Hertha-keeper mit 2 abschlägen 2 gegentore eingeleitet... und die zeitungen haben ihn zerfetzt - sorry, aber kann man so einem jungen spieler nicht ein paar fehler zugestehen? Natürlich sollen die Medien die spieler/mannschaften bei schlechten Leistungen kritisieren, aber dieser "Schlagzeilen-Wahn" (nicht nur von BILD) hat mittlerweile eine viel zu große Dimension angenommen
Zitat von [SVW]Andi;1417731:Habe das Buch nun durch.
Schon krass. Das Buch lässt einen verstehen, wie Schlimm es um Robert Enke stand. Und vor allem nimmt man zur Kenntnis, wie sehr seine Frau Teresa um ihn gekämpft hat. Dafür hat sie allergrößten Respekt verdient.
Die Gedichte von Enke sind übrigens sehr schön. Selbst ich hatte da ein flaues Gefühl im Magen bei seinem Gedicht für Teresa zu ihrem Geburtstag.
bevor sie wieder ausgebrochen ist...