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Durchschnitt und daher weder bei den Positiv- noch bei den Negativbeispielen vertreten. Er war als Bundespräsident sogar so durchschnittlich, dass ich ihn glatt vergessen habe.
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Durchschnitt und daher weder bei den Positiv- noch bei den Negativbeispielen vertreten. Er war als Bundespräsident sogar so durchschnittlich, dass ich ihn glatt vergessen habe.
Mit diesem Impetus, sich zu dem fett markierten zu bekennen, hat RvW imho viel Vertrauen für Deutschland im Ausland, insbesonders bei den Alliierten gewonnen, und somit einen nicht unerheblichen Beitrag dazu geleistet, daß die Alliierten ca. fünf Jahre später der Deutschen Einheit zustimmten.[...]
Weizsäcker hielt seine Rede 1985 und zu einem Zeitpunkt, zu dem Historiker wie Hans Mommsen in Teilen der CDU/CSU und ihrer Klientel die Tendenz einer "Rückwärtsrevision des Geschichtsbildes" feststellten. Nach den Jahren der Friedens- und Entspannungspolitik Willy Brandts und Helmut Schmidts glaubte die sogenannte Stahlhelmfraktion in der Union, nun unter einem Kanzler Helmut Kohl wieder Oberwasser zu haben.
Kohl selbst hatte dem mit zweideutigen Reden und Gesten Vorschub geleistet: In einer Rede vor dem israelischen Parlament hatte er die verhängnisvolle, Schuld limitierende Formel von der "Gnade der späten Geburt" geprägt. Er hatte US-Präsident Ronald Reagan zu einem Treffen auf dem Bitburger Friedhof genötigt, auf dem auch SS-Soldaten beerdigt sind - ein instinktloser Akt, der unnötig Misstrauen gegen die Deutschen schürte. Er nahm erst spät Anstoß am Motto eines Schlesier-Treffens, zu dem er sich angesagt hatte: "Schlesien bleibt unser". Er pfiff Kanoniere der "Stahlhelmfraktion" wie Herbert Hupka nicht zurück, in dessen Hauspostille "Der Schlesier" Roosevelt und Churchill als "Kriegsverbrecher" beschimpft wurden.
Nur wenige Jahre nach der von ihm angekündigten "geistig-moralischen Wende" hatte Kohl mit der verschleiernden und verharmlosenden Formel, die Naziverbrechen seien "im deutschen Namen" begangen worden, die Gesamtverantwortung und Schuld Deutschlands und der Deutschen wieder zur Diskussion gestellt - und alte Ängste vor der scheinbar so gemütlichen Bonner Republik ebenso wieder belebt wie die Hoffnung der Ewig-Gestrigen auf Relativierung des Schreckens.
In dieser historischen Situation hat Weizsäcker mit seinem klaren Bekenntnis zu Aussöhnung, Entspannung und Frieden ein Zeichen gesetzt, hinter das es kein Zurück mehr geben konnte. [...]
Das sehe ich auch so. Was mir den Blutdruck richtig hochtreibt sind Stimmen, die Kohl als "Vater der deutschen Einheit" verklären.Im Spiegel ist zum Tod von RvW zu lesen, was ich ansatzweise schon seinerzeit als politisch interessierter Teenager empfunden habe und in den folgenden Jahren immer weiter wuchs:
Mit diesem Impetus, sich zu dem fett markierten zu bekennen, hat RvW imho viel Vertrauen für Deutschland im Ausland, insbesonders bei den Alliierten gewonnen, und somit einen nicht unerheblichen Beitrag dazu geleistet, daß die Alliierten ca. fünf Jahre später der Deutschen Einheit zustimmten.
Durchschnitt und daher weder bei den Positiv- noch bei den Negativbeispielen vertreten. Er war als Bundespräsident sogar so durchschnittlich, dass ich ihn glatt vergessen habe.
Mit diesem Impetus, sich zu dem fett markierten zu bekennen, hat RvW imho viel Vertrauen für Deutschland im Ausland, insbesonders bei den Alliierten gewonnen, und somit einen nicht unerheblichen Beitrag dazu geleistet, daß die Alliierten ca. fünf Jahre später der Deutschen Einheit zustimmten.

Ich habe Rau gemocht, obwohl er mir zu klerikal war. Ein schlechter Bundespräsident war Johannes Rau bestimmt nicht.Naja, Raus Motto "Versöhnen statt Spalten" wurde von vielen Politikern und Honoratioren gerühmt. In seinen "Berliner Reden" wusste er häufig den Zeitgeist zu treffen!
Im Vergleich zu von Weizsäcker aber war seine Wirkung, insbesondere international, sicher wesentlich unbedeutender.
Naja, Kohls Anteil an der deutschen Einheit war imho schon ein mehr als nur "im 5-Meter-Raum angeschossen zu werden". Aber ohne die Brandts, Bahrs, Gorbatschows und von Weizsäckers wäre diese Einheit sicherlich nicht möglich gewesen.Das sehe ich auch so. Was mir den Blutdruck richtig hochtreibt sind Stimmen, die Kohl als "Vater der deutschen Einheit" verklären.
Die eigentliche Arbeit wurde von Brandt, Bahr, Gorbatschow und auch Weizsäcker geleistet. Kohl wurde sozusagen im Fünfmeterraum angeschossen und der Ball ist langsam ins Tor gekullert.
Da gibt es auch noch Gustav Heinemann und Roman Herzog. Damit hätten wir die "guten" Bundespräsidenten auch schon abgehakt.
Papa Heuss? OK. Lübke? OMG. Carstens? Grausam. Köhler? Na ja. Wulf? Unbeschreiblich!
Und Scheel fällt nun wirklich ziemlich ab gegen Heinemann, Weizsäcker und Herzog.
Naja, Raus Motto "Versöhnen statt Spalten" wurde von vielen Politikern und Honoratioren gerühmt. In seinen "Berliner Reden" hat er häufig den Zeitgeist getroffen! Auch er wusste, wie von Weizsäcker, durch sein "Wort" zu gefallen.
Im Vergleich zu von Weizsäcker aber war seine Wirkung, insbesondere international, sicher wesentlich unbedeutender.
Wobei man jedoch Raus Rede vor der Knesset mit der Bitte um Vergebung nicht vergessen darf.Naja, Kohls Anteil an der deutschen Einheit war imho schon ein mehr als nur "im 5-Meter-Raum angeschossen zu werden". Aber ohne die Brandts, Bahrs, Gorbatschows und von Weizsäckers wäre diese Einheit sicherlich nicht möglich gewesen.
Aber das Abstruse an der Geschichte ist, daß ausgerechnet ein Kanzler der Partei als Vater der Deutschen Einheit tituliert wird, die 18 Jahre zuvor wegen der sog. Ostverträge den damaligen Bundeskanzler Brandt mit einem konstruktiven Mißtrauensvotum stürzen wollte. Einer der wenigen in der Union, der schon in den 1960er und 1970er Jahren die Aussöhnung mit den osteuropäischen Ländern befürwortete, war Richard von Weizsäcker.
Wobei man jedoch Raus Rede vor der Knesset mit der Bitte um Vergebung nicht vergessen darf.

Das ist doch so nicht war. Welcher Sozialdemokrat hat denn 1989 oder 1990 eine Wiedervereinigung abgelehnt?Falscher thread, aber:
Dass ein etwaiger "Kanzler der Einheit" allerdings aus der SPD stammen würde, war zum damaligen Zeitpunkt fast undenkbar, weil die Sozialdemokraten damals zum Großteil eine mögliche Wiedervereinigung abgelehnt haben.
Das ist doch so nicht wahr. Welcher Sozialdemokrat hat denn 1989 oder 1990 eine Wiedervereinigung abgelehnt?
Lafontaine zum Beispiel hat die Wiedervereinigung keinswegs abgelehnt. Er hat nur Kohls wolkige Versprechungen ins richtige Licht gerückt.
Das waren meiner Meinung nach aber keine Vorbehalte, sondern die Unmöglichkeit, sich eine friedliche Wiedervereinigung vorstellen zu können. Durch die Friedenspolitik von (z.B. Brandt), welche die Zweistaatlichkeit akzeptierte, wurde aber erst der Weg bereitet, diese Zweistaatlichkeit zu überwinden.Die Vorbehalte in der SPD gegen eine Wiedervereinigung gab es schon lange vor der Kanzlerkandidatur Lafontaines.
Die erste auf deutsch, d. h. in der Sprache "der Täter" dort gehaltene Rede.
" vorkommen !Falscher thread, aber:
Dass ein etwaiger "Kanzler der Einheit" allerdings aus der SPD stammen würde, war zum damaligen Zeitpunkt fast undenkbar, weil die Sozialdemokraten damals zum Großteil eine mögliche Wiedervereinigung abgelehnt haben.

Ist der Tod inzwischen bestätigt? Und dann auch noch durch Erschießen? Bisher hatte ich nur ein unbestätigte Meldung gesehen.scheiße, Ben Wettervogel hat sich erschossen
R. I. P.
Ist der Tod inzwischen bestätigt? Und dann auch noch durch Erschießen? Bisher hatte ich nur ein unbestätigte Meldung gesehen.