Finale! RB besiegt Dynamo 2:1!
Sturmduo Kutschke-Frahn vor 7.000 Fans wieder erfolgreich
RB Leipzig kann weiter vom Pokalsieg träumen! Mit 2:1 siegten die Roten Bullen im Prestige-Derby gegen die SG Dynamo Dresden und stehen somit im Finale des Wernesgrüner Sachsenpokals gegen Titelverteidiger Chemnitzer FC. 6.937 Zuschauer sahen in der Red Bull Arena einen echten Pokal-Fight bei toller Fußballstimmung. Das Torjäger-Duo Stefan Kutschke und Daniel Frahn schoss RB im ersten Spielabschnitt mit 2:0 in Führung, nach dem Seitenwechsel kam Dynamo durch Maik Wagefeld zum Anschlusstor. Danach kämpften beide Mannschaften leidenschaftlich und fair um jeden Ball, ohne dass weitere Treffer fielen. Die erste Halbzeit war in Ordnung, dann haben wir Dynamo zu sehr ins Spiel kommen lassen. Jetzt wollen wir auch die verbleibenden Spiele gewinnen. Das Pokalfinale ist dann das Bonbon der Saison, sagte Daniel Rosin nach der Partie.
Dynamo reiste mit immerhin acht Kickern der 1. Mannschaft an, wenn auch überwiegend Ergänzungsspieler, bot jedoch mit Paul-Max Walther nur eine nominelle Spitze auf. Beide Mannschaften begannen zurückhaltend und tasteten sich in den Anfangsminuten ab. Leipzig übernahm dann mehr und mehr die Initiative, vor allem der agile Thiago Rockbach sorgte ständig für Gefahr. Nach 20 Minuten gingen die Roten Bullen verdient in Führung: Daniel Frahn legte auf Lars Müller ab, der butterweich in den Strafraum flankte. Stefan Kutschke setzte die Flanke mit einem Klasse-Kopfball zum 1:0 in die Maschen. Nach dem Kutschke-Tor ließen die Rot-Weißen die Gäste aus Dresden besser ins Spiel kommen, doch Dynamo erspielte sich kaum nennenswerte Torchancen. Die Fernschüsse von Sascha Pfeffer (21.) und Martin Scholze (23.) waren keine Gefahr für RB-Keeper Sven Neuhaus.
Leipzig verengte geschickt die Räume und blieb offensiv brandgefährlich. Zwang Daniel Rosin mit seinem Kopfball Dynamo-Schlussmann Axel Keller noch zu einer Glanzparade (41.), war der Torhüter nur zwei Minuten später chancenlos. Ein langer Abschlag von Neuhaus landete bei Frahn, der sich energisch durchsetzte und eiskalt zum 2:0-Pausenstand einschob. Es ist eigentlich nicht meine Aufgabe, Tore vorzubereiten, aber das ist mir in meiner Karriere garantiert schon öfter gelungen, kommentierte Neuhaus seine Torvorlage augenzwinkernd.
In Halbzeit zwei übernahmen die Dresdner immer mehr die Spielkontrolle und kamen prompt zum Anschlusstor: Routinier Maik Wagefeld zog aus 25 Metern ab und knallte den Ball unhaltbar ins RB-Gehäuse. Der Drittligist witterte nun seine Chance und spielte über die Außenbahnen schnell und dynamisch nach vorn. Doch die sichere RB-Abwehr um Rosin und Franke blockte mit vollem Einsatz alle Schüsse der Dynamo-Offensive und verhinderte so den Ausgleich. Leipzig kam nur noch sporadisch zu Torchancen: Kutschkes Kopfball ging über das Tor (72.), der eingewechselte Nico Frommer fand nach schönem Solo keinen Abnehmer seiner Eingabe (80.). So blieb es bis zum Abpfiff eine echte Zitterpartie mit dem besseren Ausgang für die Leipziger. Die Roten Bullen wurden nach dem Einzug ins Finale und dem achten Heimsieg in Folge vom Publikum frenetisch gefeiert. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Laufbereitschaft und Einsatzwille meiner Mannschaft waren lobenswert. Jetzt wollen wir auch am Wochenende in Chemnitz Vollgas geben, analysierte RB-Coach Oral bereits im Hinblick auf das kommende Auswärtsspiel beim CFC. Am ersten Juniwochenende (Datum und Spielort noch offen) spielt RB Leipzig erneut gegen Chemnitz dann um den Sieg im Sachsen- und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal.
RB Leipzig:
Neuhaus Müller (C), Franke, Rosin, Albert Geißler, Laas , Rockenbach (89. Ismaili), Schinke (74. Baier) Frahn (68. Frommer), Kutschke Trainer: Tomas Oral
SG Dynamo Dresden:
Keller (C) Herzig, Franke, Kister, Strifler (46. Kunze) Wagefeld, Scholze, Pfeffer (65. Dießner) , Soltau, Worbs Walther Trainer: Ralf Loose
Tore: 1:0 Kutschke (20.), 2:0 Frahn (43.), 2:1 Wagefeld (50.)
Schiedsrichter: Torsten Junghof (Chemnitz)
gelbe Karten: - / Pfeffer
Red Bull Arena: 6.937 Zuschauer