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Mick_666
Guest
Hab erst jetzt mal diesen Thread durchforstet und viele interessante Dinge gelesen. Einiges ist mMn auch etwas realitätsfern, weil verfasst von Leuten, die rein gar nichts von der Materie verstehen. Das sind zum Beispiel Sprüche wie "Auf das Spitzenduell Rasenballsport Leipzig - 1899 Hoffenheim freut sich schon ganz Deutschland", "solange Leipzig auf derartige Mittel zurückgreifen muss, um sich in den Profisport zu kaufen, hat diese Stadt diesen meiner Meinung nach auch nicht verdient " oder "Als Heimatverein kann man diesen "Verein" eigentlich auch nicht sehen, denn Identifikation mit Leipzig hat dieses Konstrukt sicherlich nicht".
Interessant auch das, weil es zum kommenden Samstag passt....
Dass Leipzig gespalten ist, stimmt zwar. Besonders, wenn ich mich an die Zeit so gegen Mitte bis Ende der 90er erinnere. Da spielte der VFB (ehemals Lok), glaube ich, vor 3000 oder 4000 Zuschauern in der zweiten BL, während der FC Sachsen alias Chemie zwei Klassen tiefer vor 8000 bis teilweise 14000 Zuschauern auflief. Wer zu dieser Zeit mal in Leutzsch im Kunze-Sportpark war, wird das bestätigen. Aber damit einher geht das größte Problem, dass es die Stadt und sportlich Verantwortliche nie schafften, dieses Potential zu nutzen. Und schon immer waren Chemie und Lok völlig uneinig. Red Bull und Mateschitz gehen doch einen cleveren Weg, indem sie eine dritte Kraft installieren, indem sie zuerst über wirtschaftliche Kraft sportlich aufschließen und damit später das Fanpotential erschließen. Es wird nicht beim Eventpublikum bleiben, wenn es gelingt bspw. über den Fussball, der gespielt wird, oder über Nutzen der sportlichen Ressourcen der Region, also Spieler aus dem Umland Sachsen und damit die zuarbeitenden Ausbildungsvereine nach vorn zu bringen. Davon können nicht nur alle profitieren, es wird auch eine gewisse Identifikation mit diesem Verein hervorrufen können.
Ausserdem bin ich der Meinung, anders als manche Schreiber hier, dass Red Bull als Initiator des Ganzen nicht heissen muss, dass dadurch der Rest der Industrie sich davor verbiegt, sich einer Idee anzuschließen, von der am Ende alle profitieren können. Auch da gibt es durchaus Potential, wenn ich nur an BMW, Porsche, oder auch umliegend Leuna in Halle, Q-Cells Bitterfeld oder AMD in Dresden inklusive deren Zulieferfirmen denke. Red Bull wird vermutlich sogar deshalb auf diese Niesche aus Tradition/Sport-Kultur/Wirtschaftskraft gezielt haben.
Ich denke zum Beispiel auch nicht, dass Hoffenheim allein wegen Hopp vorangekommen ist. Sondern weil sie in einer zwar wirtschaftlich von Neckarsulm/Heilbronn über Sinsheim und Heidelberg bis hin nach Mannheim/Ludwighafen starken, aber sportlich/fussballerisch dümpelnden Region liegen.
Dennoch wäre es falsch, Leipzig mit Hoffenheim zu vergleichen, weil hier allein eine riesige Tradition ist, Leipzig war schon immer eine Sportstadt.
Noch was zum SSV Markranstädt: ich hatte über den Jugendfussball in den vergangenen 15 Jahren öfter mit diesem Verein zu tun, dort wurde stets sehr seriös und durchaus mit Identifikation gegenüber der eigenen Region gearbeitet. Wenn dieses Konzept gehalten werden kann, unterstützt durch Red Bull, warum nicht?
Ich finde es zwar schade, dass das Zentralstadion umbenannt wurde oder die Traditionsklubs so keine Zukunft haben, letztlich hatten diese aber trotz relativ vernünftiger Rahmenbedingungen lange genug Zeit, sich zu etablieren und haben`s teilweise selbst verbockt. Sehe das Ganze durchweg positiv und hoffe, dass die diesen Weg effizient und zielgerichtet weitergehen.
Für mich persönlich wär`s ausserdem das naheliegendste Werder-Auswärtsspiel, nochmal nur die halbe Strecke wie die bisher kürzesten WOB und Berlin. Überhaupt generieren Vereine wie Werder, Bayern, Schalke, Frankfurt, Hamburg, Gladbach und Dortmund in Sachsen und Sachsen-Anhalt eine recht große Anhängerschaft, die sicher nicht böse wären, ihren Lieblingsverein mal in der Nähe anschauen zu können. Natürlich ohne überzulaufen.
Auch verstehe ich in diesem Zusammenhang solche Ängste nicht....
@Peggy76
Ich auch!
Interessant auch das, weil es zum kommenden Samstag passt....
Was dieses Thema angeht, stimmt das nur teilweise. Ich behaupte, dass in Leipzig ein gewaltiges Fanpotential schlummert, welches nur angestoßen werden muss und recht schnell das Stadion füllen wird.Das Zentralstadion wird mit zahlungswilligen fußballfernen Eventpublikum gefüllt sein, die nur das sein werden aufgrund des Events Bundesliga.
Es mag dann zwar nicht auf alle Zuschauer zutreffen. Aber von 40000 werden mindestens die Hälfte eher dem Eventpublikum zuzuordnen sein.
Wir werden das spätestens in der 2.Bundesliga sehen, wie viel Fanpotenzial dahinter steckt. Derzeit würde ich aber auf nicht mehr als 15000 tippen. Dafür ist Leipzig zu gespalten.
Dass Leipzig gespalten ist, stimmt zwar. Besonders, wenn ich mich an die Zeit so gegen Mitte bis Ende der 90er erinnere. Da spielte der VFB (ehemals Lok), glaube ich, vor 3000 oder 4000 Zuschauern in der zweiten BL, während der FC Sachsen alias Chemie zwei Klassen tiefer vor 8000 bis teilweise 14000 Zuschauern auflief. Wer zu dieser Zeit mal in Leutzsch im Kunze-Sportpark war, wird das bestätigen. Aber damit einher geht das größte Problem, dass es die Stadt und sportlich Verantwortliche nie schafften, dieses Potential zu nutzen. Und schon immer waren Chemie und Lok völlig uneinig. Red Bull und Mateschitz gehen doch einen cleveren Weg, indem sie eine dritte Kraft installieren, indem sie zuerst über wirtschaftliche Kraft sportlich aufschließen und damit später das Fanpotential erschließen. Es wird nicht beim Eventpublikum bleiben, wenn es gelingt bspw. über den Fussball, der gespielt wird, oder über Nutzen der sportlichen Ressourcen der Region, also Spieler aus dem Umland Sachsen und damit die zuarbeitenden Ausbildungsvereine nach vorn zu bringen. Davon können nicht nur alle profitieren, es wird auch eine gewisse Identifikation mit diesem Verein hervorrufen können.
Ausserdem bin ich der Meinung, anders als manche Schreiber hier, dass Red Bull als Initiator des Ganzen nicht heissen muss, dass dadurch der Rest der Industrie sich davor verbiegt, sich einer Idee anzuschließen, von der am Ende alle profitieren können. Auch da gibt es durchaus Potential, wenn ich nur an BMW, Porsche, oder auch umliegend Leuna in Halle, Q-Cells Bitterfeld oder AMD in Dresden inklusive deren Zulieferfirmen denke. Red Bull wird vermutlich sogar deshalb auf diese Niesche aus Tradition/Sport-Kultur/Wirtschaftskraft gezielt haben.
Ich denke zum Beispiel auch nicht, dass Hoffenheim allein wegen Hopp vorangekommen ist. Sondern weil sie in einer zwar wirtschaftlich von Neckarsulm/Heilbronn über Sinsheim und Heidelberg bis hin nach Mannheim/Ludwighafen starken, aber sportlich/fussballerisch dümpelnden Region liegen.
Dennoch wäre es falsch, Leipzig mit Hoffenheim zu vergleichen, weil hier allein eine riesige Tradition ist, Leipzig war schon immer eine Sportstadt.
Noch was zum SSV Markranstädt: ich hatte über den Jugendfussball in den vergangenen 15 Jahren öfter mit diesem Verein zu tun, dort wurde stets sehr seriös und durchaus mit Identifikation gegenüber der eigenen Region gearbeitet. Wenn dieses Konzept gehalten werden kann, unterstützt durch Red Bull, warum nicht?
Ich finde es zwar schade, dass das Zentralstadion umbenannt wurde oder die Traditionsklubs so keine Zukunft haben, letztlich hatten diese aber trotz relativ vernünftiger Rahmenbedingungen lange genug Zeit, sich zu etablieren und haben`s teilweise selbst verbockt. Sehe das Ganze durchweg positiv und hoffe, dass die diesen Weg effizient und zielgerichtet weitergehen.
Für mich persönlich wär`s ausserdem das naheliegendste Werder-Auswärtsspiel, nochmal nur die halbe Strecke wie die bisher kürzesten WOB und Berlin. Überhaupt generieren Vereine wie Werder, Bayern, Schalke, Frankfurt, Hamburg, Gladbach und Dortmund in Sachsen und Sachsen-Anhalt eine recht große Anhängerschaft, die sicher nicht böse wären, ihren Lieblingsverein mal in der Nähe anschauen zu können. Natürlich ohne überzulaufen.

Auch verstehe ich in diesem Zusammenhang solche Ängste nicht....
weil das 1.) der natürliche Wettbewerb mit dem Lauf der Zeit ist, 2.) Werder immer schon innovativ war und bleiben wird und 3.) KA dazu gestern im Kicker ein schönes Interview gegeben hat (Stichpunkt Investorenmodelle wie der HSV etc.)Und was soll Werder machen wenn es irgendwann 18 Mannschaften gibt, die praktisch unbegrenzte Geldmengen zur Verfügung haben? Ich sag ja nicht, dass das bald passieren wird, aber wenn RB Leipzig mit diesem Konzept Erfolg haben sollte, was sehr wahrscheinlich ist, dann werden nach und nach auch andere große Firmen auf diese Idee kommen. Und dann kann man da als "normaler Verein" sicher nicht mehr mithalten.
@Peggy76
Ich auch!



