ich finde die ganze diskussion hier ist überflüssig wie ein kropf.
wer meint, RB hätte keine tradition, muss halt nachhilfe in geschichte nehmen. dazu gehört dann erstmal, sich zu vergegenwärtigen, dass es einen krieg und ein geteiltes deutschland gegeben hat. und dann sieht man sich mal an, welcher verein vor 1930 "tradition" in der jeweils obersten liga hatte und wie das dann nach dem krieg aussah. und wenn man dann hinzunimmt, dass sämtliche ost-vereine über 40 jahre lang von millionen und abermillionen sponsoren-, fernseh- und prämiengeldern mehr oder minder ausgeschlossen waren (was nach der wiedervereinigung bekanntlich in einigen fällen dazu führte, dass ost-vereinen die lizenz aus wirtschaftlichen gründen entzogen wurde - 95 dynamo dresden zB), der sollte sich dann auch fragen, wie denn eine internationale präsenz und "tradition" denn so aufgebaut werden sollte. immerhin ist zB der VfB Leipzig der erste deutsche meister überhaupt und einer der dominierenden fussballvereine der zeit von 1900 bis mitte der 30er jahre, da waren die bayern zwar gegründet, aber in der tabelle noch nirgendwo, die kamen erst zu kriegsende mal zu erfolg.
und wenn man sich das so vergegenwärtigt, dann kann man sich gleich dazu fragen, ob denn nicht eigentlich vereine wie cottbus, rostock oder dynamo viel mehr tradition haben als diverse buli-vereine, weil sie es in die 1. liga (oder in die 2.) mit ungleich weniger geld geschafft haben als zB der HSV, der da von anfang an gespielt hat - und das zu einer zeit, als in D(west) 64mio potentielle fernsehzuschauer gebühren und unternehmen werbegelder bezahlten, und in D(ost) nur 16mio zuschauten und nix werbegelder.
dass heutzutage ein "ich-will-mit-den-großen-spielen" nur unter einsatz erheblicher finanzieller mittel möglich ist, sollte ebenfalls jedem klar sein. der kuchen ist verteilt, und ein provinzverein mit freiwilligen amateuren kann schlicht und einfach nicht mithalten - dass kann ja nicht mal ein hauptstadtverein, dem bekanntlich auch mit dem abstieg sämtliche wichtigen spieler abhanden kommen, weil die nämlich lieber 1. liga spielen. [insofern an dieser stelle respekt vor timo boll (st.pauli), der als "amateur" in der 1. liga spielt, aber meines wissens nach auch der einzige ist].
ich kann also nix anderes als neid und arroganz entdecken, wo behauptet wird, dass sei ein retortenverein und überhaupt. bei WOB oder HOF eher nachvollziehen, denn diese vereine hatten immer denselben zugang zu den dicken geldtöpfen, weil sie immer im westen gespielt haben, aber auch dort scheint mir eher der neid mit im spiel zu sein, wenn verächtlich über WOB oder HOF geredet wird.
ich jedenfalls finde, jeder neue verein bringt frischen wind in die bude und wirbelt das alte, eingefahrene karussell mal ordentlich durcheinander. hoffenheim hat schönen und erfolgreichen fussball gespielt und es bis zur herbstmeisterschaft geschafft, warum soll das nicht auch bei RB in 4-5 jahren der fall sein.
[und nein, ich bin kein RB fan].
wer meint, RB hätte keine tradition, muss halt nachhilfe in geschichte nehmen. dazu gehört dann erstmal, sich zu vergegenwärtigen, dass es einen krieg und ein geteiltes deutschland gegeben hat. und dann sieht man sich mal an, welcher verein vor 1930 "tradition" in der jeweils obersten liga hatte und wie das dann nach dem krieg aussah. und wenn man dann hinzunimmt, dass sämtliche ost-vereine über 40 jahre lang von millionen und abermillionen sponsoren-, fernseh- und prämiengeldern mehr oder minder ausgeschlossen waren (was nach der wiedervereinigung bekanntlich in einigen fällen dazu führte, dass ost-vereinen die lizenz aus wirtschaftlichen gründen entzogen wurde - 95 dynamo dresden zB), der sollte sich dann auch fragen, wie denn eine internationale präsenz und "tradition" denn so aufgebaut werden sollte. immerhin ist zB der VfB Leipzig der erste deutsche meister überhaupt und einer der dominierenden fussballvereine der zeit von 1900 bis mitte der 30er jahre, da waren die bayern zwar gegründet, aber in der tabelle noch nirgendwo, die kamen erst zu kriegsende mal zu erfolg.
und wenn man sich das so vergegenwärtigt, dann kann man sich gleich dazu fragen, ob denn nicht eigentlich vereine wie cottbus, rostock oder dynamo viel mehr tradition haben als diverse buli-vereine, weil sie es in die 1. liga (oder in die 2.) mit ungleich weniger geld geschafft haben als zB der HSV, der da von anfang an gespielt hat - und das zu einer zeit, als in D(west) 64mio potentielle fernsehzuschauer gebühren und unternehmen werbegelder bezahlten, und in D(ost) nur 16mio zuschauten und nix werbegelder.
dass heutzutage ein "ich-will-mit-den-großen-spielen" nur unter einsatz erheblicher finanzieller mittel möglich ist, sollte ebenfalls jedem klar sein. der kuchen ist verteilt, und ein provinzverein mit freiwilligen amateuren kann schlicht und einfach nicht mithalten - dass kann ja nicht mal ein hauptstadtverein, dem bekanntlich auch mit dem abstieg sämtliche wichtigen spieler abhanden kommen, weil die nämlich lieber 1. liga spielen. [insofern an dieser stelle respekt vor timo boll (st.pauli), der als "amateur" in der 1. liga spielt, aber meines wissens nach auch der einzige ist].
ich kann also nix anderes als neid und arroganz entdecken, wo behauptet wird, dass sei ein retortenverein und überhaupt. bei WOB oder HOF eher nachvollziehen, denn diese vereine hatten immer denselben zugang zu den dicken geldtöpfen, weil sie immer im westen gespielt haben, aber auch dort scheint mir eher der neid mit im spiel zu sein, wenn verächtlich über WOB oder HOF geredet wird.
ich jedenfalls finde, jeder neue verein bringt frischen wind in die bude und wirbelt das alte, eingefahrene karussell mal ordentlich durcheinander. hoffenheim hat schönen und erfolgreichen fussball gespielt und es bis zur herbstmeisterschaft geschafft, warum soll das nicht auch bei RB in 4-5 jahren der fall sein.
[und nein, ich bin kein RB fan].
zu langweilig werden und siche einen Fussballclub zulegen.

