G
gelöscht
Guest
Erneute kleine Anekdote zum Thema. Nicht aus dem Bereich Profifußball sondern aus meinem Erlebten:
In meiner Freizeit bin ich in meiner Heimatstadt in der Freiwilligen Feuerwehr tätig. Das liefert gleich zwei Denkansätze:
1. Oft haben wir mit belastenden Einsätzen zu tun. Bis vor garnicht allzu langer Zeit gab es sowas wie Unfallnachsorge, Notfallseelsorger oder ähnliches nicht. Polizisten gehen zu hausinternen Psychologen, der dumme Feuerwehrmann wird im Regen stehen gelassen. Wie auch immer, das ist zum Glück Vergangenheit. Nun haben wir also diese Angebot der Hilfe. Jetzt kommt es zu einem unschönen Einsatz, die Kräfte rücken ein. Unser Wehrführer fragt in die Runde, ob jemand Hilfe benötigt. KEINER meldet sich. Viele haben aber eine weiße Gesichtsfarbe und schauen verstört zu Boden. Oft genug schämen sich einzelne, "Schwächen" zuzugeben. Und das ist traurig, dass es so ist. Aus falscher Scham fressen sie alles in sich rein.
2. Hin und wieder sind Menschen mit psychischen Erkrankungen auch der Auslöser. Erinnere mich an Durchsagen der Leistelle aus meinem Funkmeldeempfänger wie "Person droht zu springen" oder "Notfalltüröffnung nach vermutetem Suizid". Auch hier beklemmende Einsätze mit oft unschönen Bildern. Die Tatsache, dass es sowas schon früher gab und auch die zahlenmäßige Häufigkeit sprechen für mich persönlich gegen die These der Modekrankheit, wie von Mezzo angesprochen.
Es freut mich außerordentlich, dass es hier zu einer produktiven und facettenreichen Diskussion kommt. Die Posts zeigen, dass die Wahrnehmung hierüber zum Teil sehr auseinander geht, wenn auch unter dem Strich die Meinungen vielleicht ähnlich sind.
Nochmal konkreter zum Bereich Profifußball:
Das Thema Benotung ist ein sehr guter Punkt. Man kann das ganze aber noch viel, viel weiter beleuchten. Ablösesummen zum Beispiel und Gehälter. Desto höher die Summen, desto höher das Anspruchsdenken von Fans, Medien und Vereinsverantwortlichen. Der Weg, den der Profifußball derzeit ist kein guter und der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.
Leider Gottes bin ich mir sehr, sehr sicher, dass sich die Liste prominenter Beispiele mit "Outings" schon sehr bald erweitern lässt.
In meiner Freizeit bin ich in meiner Heimatstadt in der Freiwilligen Feuerwehr tätig. Das liefert gleich zwei Denkansätze:
1. Oft haben wir mit belastenden Einsätzen zu tun. Bis vor garnicht allzu langer Zeit gab es sowas wie Unfallnachsorge, Notfallseelsorger oder ähnliches nicht. Polizisten gehen zu hausinternen Psychologen, der dumme Feuerwehrmann wird im Regen stehen gelassen. Wie auch immer, das ist zum Glück Vergangenheit. Nun haben wir also diese Angebot der Hilfe. Jetzt kommt es zu einem unschönen Einsatz, die Kräfte rücken ein. Unser Wehrführer fragt in die Runde, ob jemand Hilfe benötigt. KEINER meldet sich. Viele haben aber eine weiße Gesichtsfarbe und schauen verstört zu Boden. Oft genug schämen sich einzelne, "Schwächen" zuzugeben. Und das ist traurig, dass es so ist. Aus falscher Scham fressen sie alles in sich rein.
2. Hin und wieder sind Menschen mit psychischen Erkrankungen auch der Auslöser. Erinnere mich an Durchsagen der Leistelle aus meinem Funkmeldeempfänger wie "Person droht zu springen" oder "Notfalltüröffnung nach vermutetem Suizid". Auch hier beklemmende Einsätze mit oft unschönen Bildern. Die Tatsache, dass es sowas schon früher gab und auch die zahlenmäßige Häufigkeit sprechen für mich persönlich gegen die These der Modekrankheit, wie von Mezzo angesprochen.
Es freut mich außerordentlich, dass es hier zu einer produktiven und facettenreichen Diskussion kommt. Die Posts zeigen, dass die Wahrnehmung hierüber zum Teil sehr auseinander geht, wenn auch unter dem Strich die Meinungen vielleicht ähnlich sind.
Nochmal konkreter zum Bereich Profifußball:
Das Thema Benotung ist ein sehr guter Punkt. Man kann das ganze aber noch viel, viel weiter beleuchten. Ablösesummen zum Beispiel und Gehälter. Desto höher die Summen, desto höher das Anspruchsdenken von Fans, Medien und Vereinsverantwortlichen. Der Weg, den der Profifußball derzeit ist kein guter und der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.
Leider Gottes bin ich mir sehr, sehr sicher, dass sich die Liste prominenter Beispiele mit "Outings" schon sehr bald erweitern lässt.
Dass sich dadurch nichts aendern wird, wenn wir das hier kritisieren ist mir genauso klar. Das heisst nicht, dass ich die ersten Babyschritte, die in Deutschland so langsam getan werden nicht anerkenne, aber sie kommen eben auch 20-30 Jahre spaeter als anderswo. Ueber die Ursachen kann man streiten, aber ich denke nicht, dass das bedeutet, dass die Schritte in Deutschland nachhaltiger sein werden, wenn es in anderen Laendern doch mMn sehr nachhaltige Systeme bereits schon viel laenger gibt. Aber wer weiss, vielleicht tue ich da auch den Leuten unrecht und wir haben zu einem Zeitpunkt, den wir vermutlich nicht mehr erleben werden das tollste System ueberhaupt. 

Ich denke mal die Gründe sind auch Depressionen, so ist es ja meistens.