Post im Schalke Forum - Distanzierung von der Attacke gegen S04-Fan

Das meinte ich gar nicht, denn dann hätte ich bestimmt nicht gelacht. Und in so eine Situation bin ich - zum Glück - bisher nie auch nur ansatzweise geraten. Und ich glaube, das erste Mal, an dem ich involviert oder auch nur nah dabei bin, wäre der Moment, an dem ich mich ernsthaft fragen würde, ob ich noch ins Stadion gehen möchte oder mir nicht doch das Sky-Abo besorge, das mir einige User hier schon diverse Male nahe gelegt haben... ;) So sehr mir das Stadion fehlen würde - ich bin nicht auf unnütze Gefahren und Risiken aus.

Meine Anspielung bezog sich auf (vermutlich noch minderjährige) Mädels, die am frühen Morgen zwischen Essen und Münster schon so viel getrunken hatten, dass sie nicht mehr zurechnungsfähig waren und später dann das, was sie getrunken hatten, schön für alle zum Genießen vor dem Taubenschlag platziert haben. Ich glaube nicht, dass sie das Stadion von innen gesehen haben. Kurzum - einfach nur asi. Solche Fans hat natürlich jeder Verein, aber ich habe nach vielen Jahren Auswärts-Fahren definitiv das Gefühl, dass die Quote in Gelsenkirchen höher ist als anderswo.... ;)

Vielleicht mal ganz interessant: Die Sichtweise der Mutter des verletzten Werder-Fans:

Der Brief der Mutter:
Die Mutter des Opfers veröffentlichte nun einen Brief. "Mein Sohn würde der Bielefelder Fan-Szene keine Schuld für dieses Verbrechen geben, wenn er sich selbstbestimmt äußern könnte", schreibt sie. Er wisse, dass diese Gewaltverbrecher weder an der Arminia noch an Fußball Interesse hätten. "Wenn es diese Plattform für ihre Gewalt nicht gäbe, wären es Behinderte oder Menschen anderer Hautfarbe, gegen die sich ihre Aggressionen richteten." Diese Art von Fans sei in allen Vereinen, auch in Bremen, nur schwer in den Griff zu bekommen.

In dem Brief heißt es weiter: "Vielleicht gibt es einige unter ihnen, die ihre radikale Haltung überdenken, wenn sie sich vor Augen halten, dass hinter dem Opfer, das nun schon seit fünf Tagen um sein Leben kämpft, Freunde und Kollegen stehen, für die er unersetzbar ist und eine Familie, die sich in ihrer schwersten Lebenskrise befindet. Was uns aufrecht hält, ist die Hoffnung, dass unser Sohn überlebt. Wollen wir dafür beten."


Was hat das Saufen übrigens mit Fußball zu tun?
Diejenigen die saufen wollen finden schon eine Gelegenheit.
Fahr mal zum Oktoberfest: Viel Aggression und Alkohol auch ohne Fußball.
 
Es ist einfach Traurig was immer und immer wieder passiert in den Stadien..Ich halte manche verbote (Bengalos usw.) nicht für so sinnvoll weil man bestimmt eine lücke finden kann wo alle parteien mit glücklich wären doch sowas gehört nicht in Stadien und ich distanziere mich wehement dagegen..

Meine Unterschrift
Sascha Marcel Pretzer
 
Wenn ich mich recht erinnere gab es aber im "11 Freunde" Fan-Spezial Heft ein Interview mit Älteren Fans von Schalke, Dortmund und Frankfurt. Und die meinten eigentlich dass es damals in den 80er Jahren wesentlich aggressiver zuging, als heute. Ist allerdings natürlich nur deren Meinung. Was ich aus meiner Sicht sagen kann, ist das zum einen die Fangesänge in den 80er Jahren wesentlich aggressiver waren als heute (so mit "Schlagt die Bayern tot" und sowas :stirn:) zum anderen konnte ich noch zu Beginn und Mitte der 90er Jahre von meinem Fenster aus regelmäßig Schlägereien von Fans und Polizei beobachten, am meisten wenn es gegen Schalke, HSV und Dortmund ging. Vielleicht hat sich die Szene heute auch etwas verlagert, vielleicht sind das jetzt nur 2 Einzelfälle gewesen. :confused:

Mit meinen 47 Lenzen zähle ich mich leider auch schon zu den "Älteren". Ich kann die höhere Aggressivität in den Fangesängen grundsätzlich bestätigen. Ich glaube auch, dass damals viel früher mal die Fäuste geflogen sind, meist sogar im Stadion. Ich habe aber nie erlebt oder gehört, dass am Boden liegende Fans fast totgetreten wurden. Die Gewaltbereitschaft war damals vielleicht "breiter", während sie heute eher "tiefer" ist.

Man muss allerdings auch erwähnen, dass heute viel mehr Geschichten an die Öffentlichkeit kommen und so der o.g. Eindruck ein wenig verfälscht sein könnte.
 
Ich seh da schon einen Wandel gerade was das Treten am Boden liegender Menschen angeht. Früher galt sowas noch als ehrlos und feige. Und spätestens wenn einer der Beteiligten bereits "ordentlich auf die Mappe" bekommen hat dann einer der Kumpels meistens iwas alla "hör auf der hat genug" gesagt und dann war die Schlägerei vorbei. Heute habe ich iwie den Eindruck das die Typen sich als besonders hart und toll finden wenn sie halt weiter machen. Ist halt iwie mein Eindruck. Auch wenn gefühlt die Schlägereien abgenommen haben.
 
Das mit Sicherheit.

Andererseits sieht man ja, dass zumindest die Täter in Bielefeld nicht aus dem traditionellen Hool-Milieu der 80er kommen, denn da waren die noch gar nicht geboren. Die Hools waren zwar auch allesamt Mentalnazis, aber die haben sich erstens unter ihresgleichen, d.h. auf eigenes Risiko und zweitens nach Regeln gebeult. Wenn einer am Boden lag, durfte man nicht mehr reintreten (es wird sicherlich trotzdem vorgekommen sein, aber es gab eben solche Regeln).

Zumindest der Vorfall in Bielefeld lässt sich darum eher als unter Hools und dergleichen unter einen allgemeinen Trend in der Jugendgewalt fassen, nach dem die Zahl der Gewaltdelikte und Gewalttäter zwar rückläufig ist, die Täter aber immer brutaler werden. Sie gehören in eine Kategorie mit den einschlägig bekannten Tätern, die z.B. in der U-Bahn-Station Menschen halbtot treten, die sie auffordern, sich an das Rauchverbot zu halten.
 
Zumindest der Vorfall in Bielefeld lässt sich darum eher als unter Hools und dergleichen unter einen allgemeinen Trend in der Jugendgewalt fassen, nach dem die Zahl der Gewaltdelikte und Gewalttäter zwar rückläufig ist, die Täter aber immer brutaler werden. Sie gehören in eine Kategorie mit den einschlägig bekannten Tätern, die z.B. in der U-Bahn-Station Menschen halbtot treten, die sie auffordern, sich an das Rauchverbot zu halten.

:tnx:

War es früher so das die Gewalttäter sich Respekt dadurch verschaffen wollten das sie stärker sind als andere, scheint es jetzt so zu sein das sie sich Respekt dadurch verschaffen wollen idem sie besonders brutal sind.
 
Mit meinen 47 Lenzen zähle ich mich leider auch schon zu den "Älteren". Ich kann die höhere Aggressivität in den Fangesängen grundsätzlich bestätigen. Ich glaube auch, dass damals viel früher mal die Fäuste geflogen sind, meist sogar im Stadion. Ich habe aber nie erlebt oder gehört, dass am Boden liegende Fans fast totgetreten wurden. Die Gewaltbereitschaft war damals vielleicht "breiter", während sie heute eher "tiefer" ist.

Man muss allerdings auch erwähnen, dass heute viel mehr Geschichten an die Öffentlichkeit kommen und so der o.g. Eindruck ein wenig verfälscht sein könnte.

Dazu kommt aber noch das die ZUschauerzahlen wesentlich geringer waren. Pro Stadionbesucher war die Quote der Gewaltbereiten wesentlich höher. Heute gehen auch viel mehr Kinder und Frauen sowie Familien ins Stadion.
Keiner hätte damals geglaubt das es mal eine " Antidiskriminierung`s AG"
in Bremen geben wird.

Aufgrund des Alters kann ich das auch recht gut beurteilen...
 
...Ich glaube auch, dass damals viel früher mal die Fäuste geflogen sind, meist sogar im Stadion. Ich habe aber nie erlebt oder gehört, dass am Boden liegende Fans fast totgetreten wurden. Die Gewaltbereitschaft war damals vielleicht "breiter", während sie heute eher "tiefer" ist.
:tnx::tnx: Jep. Während es früher noch eher nach dem motto zur Sache ging "Pck schlägt sich, Pack verträgt sich", hat die Gewalt und die nicht mehr vorhandene Hemmschwelle für eine "neue Qualität" der Gewalt gesorgt. Nicht nur beim Fußball.
Man muss allerdings auch erwähnen, dass heute viel mehr Geschichten an die Öffentlichkeit kommen und so der o.g. Eindruck ein wenig verfälscht sein könnte.
Das auch. Während in den 80, 90 nicht jede Rangelei nachzulesen war, wird dies heute ausführlich in jedem Medium behandelt und seziert.
 
Die Polizei hat 4 Personen festgenommen:
http://www.derwesten.de/staedte/gel...ke-fans-fest-id6665560.html?fwcc=1&fwcl=1&fwl
Gelsenkirchen/Bremen. * Nach dem schweren Angriff auf Schalke-Fans nach dem Spiel gegen Werder Bremen am 5. Mai hat die Polizei Bremen vier Männer festgenommen. Gegen einen 27-Jährigen aus Osterholz-Schambeck wurde Haftbefehl wegen Totschlags beantragt. Ein 43-jähriger Fan des FC Schalke 04 hatte bei dem Angriff zahlreiche Frakturen der Gesichtsknochen erlitten......
 
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