Aber wie beschreibt man dann eine Partei mit Politikern, die
- Schwarze „Kongo-Affen“ nennt
- Mein Kampf als letztes Buch, das man gelesen hat, nennt
- Hitlergruß und Reichsadler zeigen
- COVID Asylantenvirus nennen
- in Gruppen namens „Deutsches Reich“ unterwegs sind
- dazu auffordern, Deine Rasse zu schützen, weil es das Blut Deiner Ahnen ist
???
Ich hätte die AFD von vor 10 Jahren niemals Nazi-Partei genannt. Das Gericht hätte vor 10 Jahren auch niemals erlaubt, das Wort Faschist in Verbindung mit einem AFD-Politiker zu verwenden. Sie haben derzeit rechts-konservative Politik gemacht. Das ist ok, zwar nicht meine Welt aber eben ok.
Heute ist es aber eine Partei, in der Neonazis und Faschisten ein Zuhause haben. Mit rechts-konservativ hat das nichts mehr zu tun.
Zur Opferrolle: jeder mit einem Funken Anstand und Gehirn nimmt solchen Parteien die Opferrolle nicht ab.
Die Pauschalbezeichnung ist mE so lange passend, wie die Partei das Handeln ihrer Nazis duldet und zulässt. Man konnte das ja gut bei der AFD am Werdegang beobachten. Zum Beispiel einer der Gründer der AFD, Lucke, distanziert sich von seiner einst gegründeten Partei, weil sie den Boden unserer Verfassung und die Menschlichkeit (durch Islamfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit usw) verlassen hat. Er entschuldigt sich vollumfänglich.
Wenn eine Partei mE keine Nazipartei sein will, muss sie sich von jenen, die sich wie Nazis äußern/verhalten distanzieren und darf sie nicht fördern. Wer sie fördert und sich nicht distanziert, setzt sich mE mit ihnen gleich. Jeder Wähler muss sich damit auseinandersetzen und dies hinterfragen. Und selbst aus Protest Nazis zu wählen, ist keine Entschuldigung. Unsere Parteienlandschaft ist so groß, da muss man nicht braun wählen. Bei mir greift es wie immer: wer A sagt, muss auch B sagen…
Aber ok, wie kommen da nicht auf einen Nenner, weil wir diesbezüglich sehr unterschiedliche Ansätze vertreten.