Der Senator Mäurer hat ja recht, wenn er an die Adresse des SVW die Forderung richtet, dass der SVW sich mit der DFL auseinander setzen muss. Davor weichen sie zurück, weil sie in den ersten Gesprächen wohl ein "Euer Problem, nicht das unsrige" gehört haben. Ändert nichts am Umstand, dass Werder etwas machen muss.
Die DFL wird die Rechnung bezahlen müssen und das Konto Werders um den Betrag belasten. Und wenn Herr HGW meint, nun Sozialprojekte einstellen zu müssen, ist das auch Werders Recht, aber von der Außenwirkung ist dies verheerend.
Sie haben sich jahrelang für die Belange der kleinen Vereine eingesetzt und nun wäre es an der Zeit, dass diese sich mal für sie einbringen. Das wollen die anscheinend nicht. Dann würde ich zuallererst mal mein Engagement innerhalb der DFL für die kleinen Vereine überdenken. Die DFL ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die auf Gewinnmaximierung ausgelegt sind und in der einige Vereine wie Bayern/BVB die Richtung mehr als vorgeben. Das ist kein demokratisch gewählter Bremer Senat. Hier werden Ausnahmegenehmigungen (vgl. 50+1 RB Leipzig) erteilt, um zB den Ostfussball zu stärken. Mit Moral und Anstand hat das wenig bis gar nichts zu tun, wenn man die Protagonisten Mintzlaff u.a. nach dem Pokalsieg sieht. Das wird alles toleriert, das will man so, dann muss man auch damit leben.
HGW verortet das Problem allein auf den Innensenator und seine Klage. Das besagte Problem ist tiefergehend. Mir fehlt in dieser Diskussion die intellektuelle Spreizung seitens HGW.