So sehe ich das auch, und leider gibt hier auch Werder kein gutes
Bild ab.
"Deshalb hätten die DFL und Werder auf die Niederlage in Leipzig vorbereitet sein müssen. Hätten entsprechende Erklärungen parat haben können, in denen sie die Niederlage ohne Wenn und Aber eingestehen, dem Gegner gratulieren und eventuell sogar einen Vorschlag präsentieren, wie es einvernehmlich weitergehen könnte. Wer weiß, am Ende wären sie sogar gelobt worden. Als fairer Verlierer. Die soll es ja geben im Sport.
Doch Rainer Rauball zündelte lieber unverdrossen weiter. Betonte die Uneinigkeit der Innenminister und versuchte auf diese Weise, weiter Keile zwischen die Bundesländer zu treiben. Auch von Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald kam leider nicht mehr, als ein eher kümmerlicher Versuch, die eindeutige Entscheidung der Leipziger Richter irgendwie noch zu verwässern.
Hier offenbart sich, was falsch läuft im deutschen Fußball. Dessen Spitzenfunktionäre haben das Verlieren verlernt. Sie sind es gewohnt, sich durchzusetzen. Sie sagen, wo es langgeht. Von diesem Sockel haben die Leipziger Richter König Fußball geholt. Schon allein das macht ihre Entscheidung so überaus sympathisch." /wk.de