Wir haben jetzt hier mehr als 20 Seiten in diesem Thread mit allen möglichen Argumenten beider Seiten. Gelesen hast Du diese Seiten wohl kaum. Musst Du ja auch nicht.
QUOTE]Da muss ich Cornholio ausnahmsweise einmal zustimmen und ich würde es insgesamt so sehen, dass sämtliche kommerzielle Veranstaltungen, die Polizeipräsenz erfordern, einen Anteil der Kosten zu zahlen haben.
Wo fängt das an und wo hört das auf? Oktoberfest? Castor-Transporte?Aktionen von Greenpeace gegen umweltverschmutzende Großkonzerne? In diesen Fällen müsste man Deiner Logik folgend die Schausteller auf dem Oktoberfest, die Atomindustrie und die besagten Großkonzerne für die nötigen Polizeieinsätze in Haftung nehmen. Und natürlich auch den Kneipenwirt, dessen Gäste sich auf dem Weg zur Kneipe und/oder auf dem Nachhauseweg prügeln.
Nochmal kurz einige Zahlen: Der Profifußball in Deutschland generiert direkte Steuereinnahmen von 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro pro Jahr, sorgt für eine volkswirtschaftliche Wertschöpfung von mehr als 5 Milliarden Euro und sichert Zehntausende Arbeitsplätze.
Die jährlichen Kosten für Polizeieinsätze im Zusammenhang mit dem Profifußball werden auf etwa 40 Millionen Euro pro Jahr geschätzt, was in etwa dem Betrag entspricht, den die städtischen Theater in Frankfurt im Jahr an Subventionen bekommen (die Bremer Theater liegen bei ca, 23 Millionen).
Wie willst Du das Jemandem verklickern, der sich nicht für Theater interessiert? Ich muss zum Beispiel mit dem Existenzminimum auskommen, werde aber durch den Egotrip von Mäurer, auch wenn er damit durchkommen sollte, nicht einen einzigen Cent mehr in der Tasche haben.[/QUOTE]
Wo fängt es an, wo hört es auf?
Oktoberfest ja
Castor, Greenpeace Aktionen nein da keine öffentlichen Veranstaltungen auch wenn manche Leute das für einen "Event" halten mögen...
So, so 1,8 Milliarden direkte Steuereinnahmen... Da hat man aber schon einiges in die Berechnung einfließen lassen.
So weit ich mich erinnere, machen die beiden Umsatzstärksten Buli-Vereine FCB und BVB gerade einmal 600 Mio Umsatz im Jahr...
Wenn die Vereine in der Lage sind Gehälter zu bezahlen, die die jeweiligen Spieler in den Spitzensteuersatz katapultieren, ist das auch kein Grund zum heulen für diese.
Die Spielergehälter aber mit zu den Steuereinahmen durch den Profifußball zu zählen ist genauso abwegig wie man würde sich z.Bspl VW über die Steuerlast beschweren, die Lohnsteuerbeiträge seiner Angestellten dazu rechnen.
Museen, Theater erfüllen einen öffentlichen Bildungsauftrag und liegen auch zumeist in öffentlicher Hand, während die Fußballvereine der Bundesliga nicht sind.
Ich interessiere mich nicht für Zoll, Polizei und Bundeswehr, weshalb sollte man denn da noch Geld reinstecken? Weil es für die Gesellschaft erforderlich bzw. förderlich ist und meine Interessen in dem Fall allerhöchstens zweitrangig sind.