Olympische Spiele 2024 (Paris/Frankreich)

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New Games = No Games
Wettkampf ohne Siegesansporn (siehe Bundesjugendspiele) ist der beste Weg, für 2032 eventuell schon mal mit nur einer Handvoll Medaillen für Deutschland hinzuarbeiten - wegen der Pferde sind die wohl unvermeidbar.
 
Ich muss sagen, dass ich sogar positiv überrascht bin über die Anzahl unserer Medaillen und über die Platzierung im Medaillenspiegel. Vor den Spielen hätte ich mit weniger Edelmetall gerechnet, insbesondere in der Leichtathletik und im Schwimmen. Beide Sportarten zeigen, dass allein ihre Strahlkraft ausreicht, immer wieder neue Athleten hervorzubringen, auch heutzutage. Beide deutschen Verbände der angesprochenen Sportarten hatten schon deutlich schwierigere Jahre als aktuell und haben sich ein wenig am eigenen Schopf sus dem Sumpf gezogen. Silber im Zehnkampf, Gold im Kugelstossen der Frauen durch jeweils sehr junge, erfolgshungrige Sportler/Innen machen Hoffnung für die Zukunft. Märtens und Guse im Schwimmen genauso.

Kanurennsport und Rudern sind ebenso eine deutsche Paradedisziplin wie Reiten. In beiden Disziplinen wird Deutschland auch erfolgreich bleiben, was insbesondere auch am hervorragenden Material (Pferdezucht, Entwicklung von Höchstleistungsrennbooten) liegt.

Im Vergleich zu früheren Olympischen Spielen sind insbesondere die Fechter und diesmal auch die Bahnradfahrer stark abgefallen.

Insgesamt haben die deutschen Athletinnen und Athleten aus meiner Sicht einen tollen Job gemacht. Mit Ogunleye, Kukuk, Zeidler, u.a. konnte man sich rührend mitfreuen. Mir hat es Spaß gemacht.
 
Die Disziplinen mit Pferden sollte man eh komplett weglassen, wer fragt die denn, ob die das überhaupt wollen?
Ganz krass moderner Fünfkampf, wo die Menschen mit den Pferden teils gar nicht umgehen können.
Ist ab sofort auch nicht mehr dabei, zum Glück.
Frag mal die Vierfach-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl, ob ihr Pferd überhaupt Bock drauf hatte. :D
 
An Stellschrauben zu drehen reicht alleine nicht, es müssen strukturelle Veränderungen in der Sportförderung vorgenommen werden. Denn dass bei der Sportförderung in Deutschland sehr, sehr, sehr viel Luft nach oben ist, ist leider nichts neues. Als Beobachter beschleicht einem das Gefühl, dass Sportförderung hierzulande in den Zeiten von Turnvater Jahn stehengeblieben ist, denn sie ist nicht gerade innovativ, bewegt sich so schnell wie Teilnehmer am Beamtenmikado ("Wer sich als erstes bewegt, hat verloren") und somit fehlt es ihr Effizienz. Damit ist es für die Sportler*innen schwierig, den Spagat zwischen Leistungssport auf der einen Seite und Berufsausbildung bzw. Beruf auf der anderen Seite zu schaffen.

Jedoch hapert es nicht nur an des Spitze, sondern auch an der Breite, d.h. am basisbildenden Breitensport. Kinder und Jugendliche wollen in erster Linie Spaß am Sport haben, welcher so ganz nebenbei ein wesentlicher Faktor für die Weiterentwickelungen sozialer Kompetenzen ist. Doch wie soll z.B. ein Bankdrücker beim einer U10-Fußballmannschaft Spaß am Sport empfinden und sich somit auch sportlich weiterentwickeln, wenn er erst bei einer Drei- oder Vier-Tore-Führung eingewechselt wird? Je mehr Spaß die Kids am Sport haben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre sportlichen Fähigkeiten gefördert werden und sie ggf. später somit um so mehr mehr können sie später dem Leistungsanforderungen gerecht werden können.

D.h. selbstverständlich nicht, dass in jungen Jahren der Leistungsgedanke völlig unter den Teppich gekehrt werden sollte. Im Gegenteil, auch dieser gehört zur sportlichen Entwicklung dazu. Aber zielführend kann dieser Leistungsgedanke nur dann sein, wenn er zum richtigen Zeitpunkt angewendet wird. In den Debatten über die Talentförderung im Fußball wurde hier z.B. wiederholt darauf hingewiesen, dass u.a. in Frankreich die Kids ihre spielerischen Fähigkeiten auf vom französischen Fußballverband FFF finanzierten Kleinfeld-Bolzplätzen - die aufgrund ihrer geringen Spielfläche das Antrainieren dieser Skills besonders fördern - aneignen; ggf. sogar bevor sie erstmals an einem regulären Spiel eines Fußballvereins teilnehmen. Oder dass in niederländischen Talentschmieden Feyenoord-Academy bzw. De Toekomst von Ajax, die spielerische Ausbildung früh beginnt, während Taktikschulungen üblicherweise erst ab einem Alter von ca. 16 Jahren auf den Lehrplänen stehen.

Die Bundesrepublik Deutschland ist gemessen am BIP die drittgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Aber ebenso wenig wie Geld alleine im Fußball keine Tore schießt, so wenig holt Geld auch alleine auch keine Medaillen bei Olympischen Spielen, wenn die strategischen Ausrichtungen nicht stimmig sind. Bzw. bei Fehlentwicklungen nicht regulierend gegengesteuert wird. Und somit ist es nicht überraschend, dass das schwache Gesamtergebnis der Olympischen Spiele in vor 4 Jahren (37 Medaillen) in diesem Jahr (33x Edelmetall) noch weiter unterboten* wurde.
*Seit 2000 absteigende Tendenz Betreff der Gesamtzahl an Medaillen,
 
Weiß mans?
Die machen ihren Job, keine Ahnung ob die da Bock drauf haben.
Ich guck da nich rein, die Dame wohl auch nicht.
Wenn du einem Kind jahrelang einprügelst das und das zu machen ohne dass es groß Kontakt zur Aussenwelt hat, wird es das auch nicht hinterfragen.
Ich weiß nicht ob Pferde in der Lage sind weiter zu denken aber ich finde es nicht gut.
Pferde in freier Wildbahn springen z.B. nicht über Zäune. Das den Pferden das antrainiert wird (wie auch immer), sieht man, wenn sie über das Gatter springen und sie die Beine beim Abschwung noch einmal nach hinten durchstrecken.
Da kommt ihnen schlechte Erfahrung hoch-nehme ich an.
 
So schön, so viele glückliche Gesichter bei den Sportler*innen zu sehen. Was waren das für tolle Olympische Spiele. :love:
Fand ich auch .Keine politischen Diskussionen.Frenetisches Publikum,volle Stadien überall.Sport an historischen Städten,alles nachhaltig geplant,alles mitten in der Stadt, spektakuläre Kulissen.Eine nie dargewesene Eröffnungsfeier.Großes Kino,ob die Amis da mithalten können ? Mich haben diese 14 Tage von persönlichen Leid und den ganzen sonstigen,schrecklichen Dingen auf dem Planeten gut abgelenkt und unterhalten,und auch wieder gezeigt wieviel geilen Sport es außerhalb des Fußballs gibt. Auch die Sachen die man selten sieht,ob Wildwasser Kanu,3x3, Skateboarden,Bogenschießen usw..Und tolle Sportler die sich wahrscheinlich mehr quälen als hochbezahlte Fußballprofis, und das aus Lust am Sport.
 
Fand ich auch .Keine politischen Diskussionen.Frenetisches Publikum,volle Stadien überall.Sport an historischen Städten,alles nachhaltig geplant,alles mitten in der Stadt, spektakuläre Kulissen.Eine nie dargewesene Eröffnungsfeier.Großes Kino,ob die Amis da mithalten können ? Mich haben diese 14 Tage von persönlichen Leid und den ganzen sonstigen,schrecklichen Dingen auf dem Planeten gut abgelenkt und unterhalten,und auch wieder gezeigt wieviel geilen Sport es außerhalb des Fußballs gibt. Auch die Sachen die man selten sieht,ob Wildwasser Kanu,3x3, Skateboarden,Bogenschießen usw..Und tolle Sportler die sich wahrscheinlich mehr quälen als hochbezahlte Fußballprofis, und das aus Lust am Sport.
Du schreibst mir aus der Seele. :tnx:
 
Und jetzt auch noch gute Musik.
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Großes Kino,ob die Amis da mithalten können ?

Show können die Amis, das wird ebenfalls groß werden. Man muss bei Paris aber ein kurzes "aber" einstreuen: Die Menschen in Paris fanden das alles ganz und gar nicht witzig. Vielleicht sind sie mit einem gewissen Abstand stolz drauf weil es so eine Werbung für ihre Stadt und Kultur war. Aber für den Moment...
 
Show können die Amis, das wird ebenfalls groß werden. Man muss bei Paris aber ein kurzes "aber" einstreuen: Die Menschen in Paris fanden das alles ganz und gar nicht witzig. Vielleicht sind sie mit einem gewissen Abstand stolz drauf weil es so eine Werbung für ihre Stadt und Kultur war. Aber für den Moment...
Ja ..Show schon.Aber meistens auch übelst kommerziell.Man denke an die Coca Cola Spiele in Atlanta..
By the way..Wieder Los Angeles..Hätten auch ne andere Stadt nehmen können.Miami mit den Key Wests davor wär auch ne schicke Location gewesen..

Ach ja, Taylor Swift gar nicht eingebunden , da werden die Swifties aber sauer sein.
 
Die Mini-Showeinlagen aus LA haben mir sehr deutlich gezeigt, warum mich Paris fasziniert hat, wie es LA vermutlich nicht ansatzweise schaffen wird. Show ist nicht gleich Show... Merci an alle Mitwirkenden, es war toll.

Das stimmt. Paris hat versucht seine kulturellen Punkte zu machen. LA wiederum hat das Weltkulturerbe Hollywood. Natürlich wird das anders werden und ich finde man sollte da nicht zu sehr die Vergleiche suchen. Hollywood, Malibu Beach, Rock'n Roll. Das wird 100%ig eine riesen Nummer werden.


Das waren die Spiele in Paris auch, da sollte man sich keine Illusionen machen.
 
Interessant.Das ZDF greift jetzt auch das Thema Sportförderung,Schulsport auf.Kristina Vogel redet sich in Rage und sagt für Erfolge braucht man eben auch Voraussetzungen..Genau dieses Thema hatten wir hier ja auch schon.
Jetzt kommen die Politiker wieder aus ihrer Versenkung: wir müssen...., es braucht......, wir planen......, :zzz:

Jetzt fehlt noch ein "Olympische Spiele 2040 Bewerbungsgesetz",

wobei 2036 Berlin hätte doch auch was, oder sind die schon vergeben?
 
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