Niemand möchte über den Menschen Keita den Stab brechen, als Profi hingegen hat er sich vollständig diskreditiert. Wer sich zurück erinnert wird, dass seine Verpflichtung überall euphorisch gefeiert wurde, ein Liverpool Star, der sich in die Fußball-Diaspora begibt und einem Traditionsverein wieder auf die Sprünge helfen möchte. So oder so ähnlich wurde es kommuniziert und dementsprechend gefeiert.
Leider war der sportliche Anfang durch Verletzung, Trainings- und Fitnessrückstand schnell getrübt, Keita spielte und spielte nicht, Spieltag für Spieltag hoffte man, spätestens nach dem ebenfalls missglücktem Afrika-Cup, ihn in der Rückrunde bestaunen zu dürfen. Die wenigen, kurzen Einsätze waren deprimierend, ein schmächtiges, unfittes Männlein ohne jeglichen Spielwitz und zu keiner Zeit für den geneigten Betrachter eine Spieler, den man in die Startelf stellen würde.
In dieser Personalie bin ich ganz bei OW, der zwar lange zögert wenn es um den Einsatz von neuen oder vormals verletzten Spielern geht, aber jeder Fan mit der Fähigkeit eine Situation halbwegs realistisch abzuschätzen konnte sehen, Keita schafft das diese Saison nicht mehr.
Seine Selbsteinschätzung und die des Trainerstabes scheint diametral auseinandergelegen zu haben und selbst eine Auseinandersetzung darüber (siehe Füllkrug) hätte man ihm verziehen. Die Mitfahrt nach Leverkusen zu verweigern hingegen muss mich als Fan arbeitsrechtlich gar nicht tangieren, denn ein Spieler der sein Ego nicht überwinden und dem Verein in einer vom Abstieg bedrohten Situation nicht 100%ig unterstützen kann, der muss den Kader sofort verlassen. Die finanziellen Konsequenzen müssen ggfls. Anwälte klären, aber das ist eine andere Geschichte.