Dann schreib das doch gleich, damit wir uns nicht missverstehen
Prinzipiell ist es richtig. dass wir so agieren "müssen". Das ist jedoch die stetig wiederkehrende Ultima Ratio des Versuches, die Symptome zu bekämpfen, weil sich zu wenig um die Behebung der Ursachen für diese Symptome gekümmert wurde und wird.
Dass damit in dem einen oder anderen Spiel die Symptome bekämpft werden können, jedoch nicht im bzw. für den Lauf einer ganzen Saison funktionieren kann, erleben wir doch bereits seit Beginn der 2010er Jahre. Denn seitdem wird hier krampfhaft versucht, die unter dem Duktus des offensiven Markenkerns zu geringen Investitionen in die Defensive mit Offensivpower kompensieren zu wollen. Mit den bekannten Folgen von Gegentorfluten (durch die Werder in den 2010er mit großem Abstand zur Schießbude der europäischen Top-5-Ligen wurde), weiteren Vereins- und Liga-Negativrekorden, miesen Heimbilanzen, Abstiegssorgen, Relegation, Abstieg, häufigem Pokal-Aus bei unterklassigen Vereinen, hohem Trainerverschleiß etc. Diese daraus bis in die Gegenwart resultierenden Ergebnisse sind somit kein Zufall, Pech oder dgl. sondern logische Konsequenz. Und so lange die Defensive nicht im erforderlichen Maß verstärkt wird - Lynen ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem jedoch weitere folgen müssen - werden wir uns mit diesen krampfhaften Offensiv-Bemühungen immer wieder im Kreis drehen - mit den entsprechenden Ergebnissen.