Mitgliederversammlungen

Ich finde es persönlich begrüßenswert, dass Werder das Thema der Frauenförderung als Baustelle erkannt hat.
1899% Zustimmung :tnx:

Am schönsten wäre eine Gesellschaft, in der es nirgendwo Quoten bräuchte und jeder Mensch unabhängig vom Geschlecht oder anderen Merkmalen bei gleichen Kompetenzen und Qualifikationen dieselben Chancen hätte.
Ebenfalls 1899% Zustimmung :tnx: Denn wenn wir eine solche gleichberchtigte Gesellschaft hätten, wären solche Förderungen wie die hier genannten obsolet.
 
Auch Frauen spielen "leistungsmäßig". Wenn man sie denn lässt. Diesbezüglich hat Frank Baumann ja etwas vorzuweisen weil er sich als erster mal dem Thema widmet und schau an, sofort wird es besser. Aber es ist natürlich einfach den Frauen keine Mittel zukommen zu lassen und dann zu sagen, weil da keine Leistung kommt oder kein Produkt, will es auch niemand sehen also braucht man auch nichts ändern. Und genau deswegen wurde mit dem angekündigten Ziel der Parität mMn. ein richtiger und wichtiger Punkt angesprochen.

P.S.: Meine Erfahrung widerspricht deiner (macht aber nichts, n=2 ist ja nicht viel ;) ). Jene die Quoten fordern sind meist nicht die, die sich nichts zutrauen. Sondern das sind die, die es leid sind auf eine Selbstregulierung zu hoffen. Wie gesagt, Freunde von mir gehen mit ihren Töchtern ins Stadion, weil diese die Frauen spielen sehen möchten. Und zwar im Stadion und nicht im Regen auf Platz 11. Die spielen selber Fußball und haben ihre Vorbilder. Und die heißen nicht Jiri Pavlenka oder Marvin Ducksch sondern Livia Peng oder Lina Hausicke. Sowas muss man fördern und nicht, sorry, abkanzeln mit "Kerngeschäft ist halt Herrenfußball".

1899% Zustimmung :tnx:

Auch wenn immer mehr Profi-Fußballmannschaften ausgegliederte Kapitalgesellschaften geworden sind, so haben diese ihren Ursprung in gemeinnützigen Vereinen (e.V.), die dem Wohl der Allgemeinheit dienen. Daher ist es richtig und wichtig, dass auch bzw. ganz besonders die Profivereine wie Werder bei allem erforderlichen professionellen Fokus auf das Fußball-Geschäft ihrer gesellschaftlichen Verantworung nachkommen, und u.a. den Mädchen-/Frauenfußball entsprechend fördern. Denn dieser Bericht von buten & binnen https://www.butenunbinnen.de/videos/nachwuchsprobleme-sport-100.html zeigt, wie schwer es für fußballbegeisterte Mädchen ist, einen Verein zu finden. Gerade in heutiger Zeit wo immer mehr Vereine - nicht nur im Bereich Sport - wegen Geldnot und/oder Mitgliederschwund ihre Angebote kürzen, fusionieren oder sich gar auflösen müssen.
 
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Filbry: Der SV Bremen hat im Konzern für das Geschäftsjahr 2023/24 ein positives Ergebnis erzielt. Bei Erlösen in Höhe von 149,9 Mio. Euro (eine Steigerung um 29,8 Mio. Euro zum Vorjahr) ergab sich ein Konzernüberschuss von 2,2 Mio. Euro.
werder.de
 
Laut Filbry habe Werder "über 100.000" Trikots im vergangenen Geschäftsjahr verkauft. Ein Fastrekord, blieb man am Ende knapp hinter den Zahlen der Doublesaison zurück.
 
Filbry: Der SV Bremen hat im Konzern für das Geschäftsjahr 2023/24 ein positives Ergebnis erzielt. Bei Erlösen in Höhe von 149,9 Mio. Euro (eine Steigerung um 29,8 Mio. Euro zum Vorjahr) ergab sich ein Konzernüberschuss von 2,2 Mio. Euro.
werder.de
Dank Investorenbündnis: das Eigenkapital von Werder ist endlich wieder positiv. Aus negativen 17,8 Millionen ist nun ein positives Eigenkapital in Höhe von 22,3 Millionen Euro geworden. Der erste Positivwert seit der Bilanz 2018/2019.
 
Ist schlauer gewesen, sich mit Verden einzulassen statt mit Hühnern.
Matthäi anstatt Wiesenhof auf der Brust war für viele höchstwahrscheinlich der Dosenöffner.
 
Grund für das Ergebnis war, dass die Verantwortlichen ein kalkulierbares wirtschaftliches Risiko eingegangen sind, um die positive sportliche Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen zu können.

Das hat ja im DFB Pokal schon mal super funktioniert.

Das bedeutet also, entweder:
Einer der Talente startet so gut durch, dass wir es vor GJ Ende für unverschämt viel Geld verkaufen können,

oder:
Wir qualifizieren uns für Europa, nehmen die Schulden erstmal mit ins GJ 26/27 in dem dann die Europa Einnahmen diese ausgleichen.

Klappt beides nicht, ist der Verein fertig.
 
Aus dem Artikel des Weserkurier vom 16.11.2025 :

"... Auch die vergleichsweise teuren Winter-Ausleihen von André Silva (kam von RB Leipzig) und Issa Kaboré (kam von Manchester City) schlugen ins Gewicht, wirtschaftlich ... "

Es wird ja regelmässig im Forum behauptet, die Leihspieler würden Werder finanziell kaum belasten, die o.g. Aussage von Filbry sagen deutlich etwas anderes aus. Bezogen auf die aktuelle Saison, dürfte die Verpflichtung von 5 Leihspielern, das Ergebnis wieder erheblich belasten.

"... Werder ist es vor dem Stichtag schlicht nicht gelungen, lukrative Abgänge zu verzeichnen, die die Kassen füllen, was die eigenen Aktivitäten auf dem Transfermarkt wiederum deutlich beeinflusste .... Weil eben Spieler wie Romano Schmid und/oder Jens Stage – Werders Tafelsilber – nicht verkauft werden konnten..."

... und weiter ...

"...Mio Backhaus, Karim Coulibaly und Patrice Covic für die Zukunft gut aufgestellt, wenn es um sogenannte Mehrwertspieler geht, die im eigenen Stall ausgebildet, weiterentwickelt und eines Tages möglichst lukrativ verkauft werden können...."

Nicht ausgebildet um zu bleiben, sondern Verkaufs-(produkte). Man verkauft also nicht mehr hauptsächlich Fußball an die Fans, sondern Fußballer für die Finanzierung des Vereins.

"...Die Personalkosten haben sich um 2,9 Mio. Euro erhöht. Im Bereich der Lizenzmannschaft sind die Kosten nahezu unverändert..."

... und weiter ...

"...Auch im Bereich des Leistungszentrums, dem Frauenfußball und der Verwaltung haben sich die Kosten im Einklang mit der konsequenten Umsetzung unseres Strategieplans erhöht...“

Auch diese Punkte sollte man sich näher ansehen, vor allem wäre es interessant zu lesen, wie der Strategieplan aussieht und was da umgesetzt werden soll. Nach einiger Suche konnte man folgende Punkte finden:

Inhalte und Schwerpunkte des Werder-Strategieplans​

  • Werder Bremen hat 2024/2025 mehrere strategische Initiativen gestartet: Dazu zählt z.B. das Ziel, ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in den Führungsgremien bis 2026 zu erreichen (mindestens 25% Frauenanteil).
  • Der Strategieprozess setzt zudem einen Nachhaltigkeitsschwerpunkt: Werder Bremen plant, bis 2040 vollständig CO2-neutral zu sein und bezieht ökologische, soziale sowie wirtschaftliche Ziele ein.
  • Ein weiterer Fokus liegt auf Modernisierung und Infrastruktur: Aktuell wird ein neues Trainingszentrum („Fußballcampus“) gebaut. Das Projekt kommt der sportlichen Entwicklung und der Nachwuchsförderung zugute und beinhaltet erhebliche Investitionen (bis zu 42 Mio. Euro).
  • Die Leitlinien umfassen Werte wie Diversität, Gemeinschaft, Fairness, sowie umfassende gesellschaftliche Verantwortung durch Sport.
Rund 40 % (2,9 Millionen) des Fehlbetrags von 7.4 Millionen sind also hier zu finden. Gleichzeitig finanziert man teils fragwürdige Ziele, während man andererseits entweder das "Tafelsilber" oder die Jugend verkaufen möchte, um wiederum solche Ziele finanzieren zu können.

Wie es @Zille1976 bereits richtigerweise (sinngemäß) feststellte, dass der Plan ganz schön in die Hose gehen kann, wenn eines der beiden Maßgaben nicht funktionieren sollte.

Nur einmal nebenbei bemerkt, befindet sich Deutschland seit 3 Jahren in der Rezession, was sich auch über eine sehr lange Zeit nicht ändern wird. Es bleibt also spannend zu erleben, wie man einerseits den Ertrag steigern möchte, während die Wirtschaft daneben liegt. Zu glauben, das Fußballsäckel würde sich ewig füllen lassen, ist eine Fehleinschätzung.
 
Selbst wenn Leihspieler keine Leihgebühr sondern nur Gehalt kosten kommt da ne gute Summe zusammen.
Bei Hain,Wöber,Schmidt,Sugawara,Puertas,Boniface werden das sicher 6 - 8 Mio sein.

Und ja,weder Schmid noch Stage sind gegangen.Spieler für die man sicher 10 + X erhofft hat.

Deshalb bringt man ja nun junge Spieler in Umlauf.Und mir ist klar,das diese Geld bringen sollen.
Wenn am Saisonende für Coulibaly 10 Mio geboten werden ( und andere Spieler zu wenig Geld ) dann wird man das wohl machen müssen ,weil man schlicht nicht abwarten kann,daß er ein Jahr danach mehr bringt.
Das sind eben unsere finanziellen Zwänge,wir sind leider nicht Bayern,Dortmund usw die das auch aussitzen und pokern können.

Am Ende der Saison sind dann aber vielleicht einige Spieler von der Gehaltsliste.Keita,Leo,Deman,Alvero,Isaak zB.

Nur rund 20 Mio Eigenkapital ist heutzutage sehr dünn, kann man wahrscheinlich kaum die Gehälter von zahlen.

Und ja, in 2 Jahren sind die schlechten Jahre aus der 5 Jahreswertung bei den TV Geldern raus und es gibt mehr Kohle,aber das dauert eben.Und alleine durch die Inflation ist das Geld dann auch weniger wert.

Auf alle Fälle sieht man,das wir uns nur von Saison zu Saison hangeln.
 
7,4 Mio. € Miese, dafür muss eine alte Frau lange stricken. Bei den Summen, die im Profi-Fußball kursieren, ist ein solcher Fehlbetrag als (einmaliger) Ausrutscher nach unten kein Beinbruch. Aber wenn insgsamt über Jahre auf dem Transfermarkt wesentlich mehr Geld ausgeben als eingenommen wurde, ist das eim Schlag ins Kontor.
 
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