Auch wenn`s die Spobi ist, ein insgesamt nicht unpassender Einwurf..........
Was Özil hat und Kroos nicht
09.10.2008
Mit 17 stürmte Toni Kroos in die Schlagzeilen. Bei der U17-WM in Südkorea wurde er als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Mit 17 debütierte er in der ersten Mannschaft des FC Bayern. Kroos, das Supertalent, am Anfang einer steilen Karriere. Da waren sich nicht nur alle Experten einig.
Mit 18 hat diese Karriere ihren ersten Knick.
Statt Spielpraxis sammelt Kroos Bankerfahrung. Zuletzt spielte er nur noch in der dritten Liga. Sein Problem: Mit Jürgen Klinsmann hat er einen Trainer, der offenbar nicht bedingungslos an ihn glaubt.
Es geht auch anders mit Talenten. Das beweist Werder-Trainer Thomas Schaaf.
Obwohl Mesut Özil monatelang auf dem Platz den Beweis seiner Klasse schuldig blieb und der Wechsel von Schalke nach Bremen schon ein Flop schien, hielt der Bremer Trainer weiter zu ihm. Seit Wochen nun zahlt Özil, gerade erst 19 Jahre jung, dieses Vertrauen mit überragenden Leistungen zurück. Und wird zurecht gefeiert dafür.
Der Lohn: Schon bald soll er sogar in der deutschen Nationalmannschaft sein Können zeigen dürfen. Aber auch die Türkei, die Heimat seiner Eltern, buhlt jetzt um seine Dienste.
Özil hat den Durchbruch geschafft, weil sein Trainer an ihn glaubte, ihm vertraute. Kroos hatte in dem vormaligen Bayern-Trainer einen ähnlich großen Fürsprecher, in Klinsmann nun nicht mehr. Ohne dieses Vertrauen verkümmert auch das größte Talent.
Klinsmann sollte sich mal in Bremen umgucken.
Alfred Hermsdörfer