Mesut Özil

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@5vor12
Was sollte mir denn schwerfallen? Es kann ja nicht Sinn und Zweck der Sache sein, einen zweifelsohne verdienten, stets loyalen und sympathischen Spieler des SV Werder denunzieren zu wollen. Weswegen? Ich stimme Dir da, sofern Du das so rausinterpretierst, völlig zu. Nur ist dem nicht so. Es MUSS aber Sinn und Zweck der Sache sein (jedenfalls sehe ich das so), Dinge, die über den einzelnen Spieler hinaus und auf das (in sich greifende) Gesamtgebilde an sich eingehen, inklusive aller Wirkungen und Ursachen im Zusammenhang zu verstehen, zu interpretieren und zu werten. DAS verstehe ich durchaus unter "differenzierter Sichtweise".

Zu Özil: Das ist ja gerade der Punkt, dass wenn nicht alles Gold ist, was glänzt, das Team trotzdem funktioniert. Eine Mannschaft, die von einzelnen Spielern bzw. DURCH diese von diesen abhängig ist, wird auf Dauer als Mannschaft nicht funktionieren können, sondern von einzelnen Momenten abhängig bleiben. Und trotzdem können Spieler, die umgekehrt mehr im Sinne der Mannschaft funktionieren, diese in ihrem Ganzen prägen. So ein Spieler ist Mesut.

Zu den "realistischen Vorstellungen" meinerseits habe ich bereits alles gesagt. Eine festgeschriebene Ablösesumme bleibt für mich nicht sinnvoll und das kann unabhängig davon sein, wie lange oder ob überhaupt verlängert wird.
 
1. Das Vertragshickhack, was im modernen Fussball in gewisser Weise dazugehört, stört einige massiv. Mich im übrigen auch und das hat für mich auch nichts mit Dankbarkeit zu tun, sondern weil ich persönlich ein sehr direkter Mensch bin. Ich kann durchaus damit leben, wenn ein Spieler deutlich macht, dass Werder nicht mehr seinen selbst gesetzten Ansprüchen genügt. Werder ist zwar eine sehr gute Adresse im europäischen und deutschen Fussball, aber gehört eben nicht zu den absoluten Topadressen. Klartext heißt das Zauberwort. Auch kann ich eben damit leben, wenn ein Spieler deutlich macht, dass ihm das unterbereitete Angebot, unabhängig von der sportlichen Perspektive, nicht ausreichend erscheint. Dann ist das eben so.
Schönes Beispiel wie so etwas auch in der heutigen Zeit ganz sauber geht, hat TimBo bei seinen Wechsel zu den Bayern vorgemacht: Klare Aussage, dass er nicht verlängern wird, weil er was anderes will. Kann doch jeder mit leben. Eine klare Aussage von Özil, was seine Zukunft betrifft würde glaube ich schon viele beruhigen.

1899% Zustimmung :tnx:

Und auch bei Diego lief es ähnlich wie bei Boro, er hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt, daß er zu Juve will, so daß das Gros der Werder-Fans einerseits verständlicherweise enttäucht, aber keinesfalls wütend auf ihn waren. Bei MÖ ist allerdings davon auszugehen, daß diess "hinhalten" nicht an ihm selbst, sondern vielmehr an seinem windigen Berater liegt.
 
1899% Zustimmung :tnx:

Und auch bei Diego lief es ähnlich wie bei Boro, er hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt, daß er zu Juve will, so daß das Gros der Werder-Fans einerseits verständlicherweise enttäucht, aber keinesfalls wütend auf ihn waren. Bei MÖ ist allerdings davon auszugehen, daß diess "hinhalten" nicht an ihm selbst, sondern vielmehr an seinem windigen Berater liegt.

Wenn es an seinem Berater liegen sollte, dann muss man sich überlegen, ob man den richtigen Berater hat. Es ist ja nun mal so, dass Özil nun mit seinen 21 zwar jung, aber nicht dumm ist. Und er liest ja auch wie so etwas ankommt.
Als Spieler kann ich auch gegenüber meinem Berater deutlich sagen, was ich will. Schließlich arbeitet der Berater für den Spieler und nicht der Spieler für den Berater, wobei man da in der heutigen Zeit auch nicht immer so sicher ist, was Sache ist.
 
Das Angebot von Barca ist eigentlich gar nicht so schlecht.
Er wird diesen Sommer verkauft, dann aber wieder an uns ausgeliehen. Allofs hätte so keinen Druck einen Nachfolger zu finden und dazu genügend Zeit. Prinzipiell wäre die Ablöse das Problem, wieviel ist Barca noch bereit zu zahlen?
Ein Tausch gegen Hleb + Henrique würde im Übrigen null Sinn ergeben. Hleb spielt schon lange nicht mehr auf dem Niveau und Henrique würde man höhstens im Falle eines Mertesacker Abgangs benötigen.
Da sollte man lieber auf eine Ablöse bestehen. :tnx:
 
Ich finde das Angebot ganz gut.

Evtl. Hleb nicht nehmen dafür die Ablöse höher setzen.

Mesut kann in die CL reinschnuppern, ne tolle Saison ohne Druck bei Bremen spielen, super verabschiedet werden und dann zu einem der ganz großen Vereine wechseln.(und in 4 Jahren wieder zurück kommen!)

Henrique kann LV spielen, oder? Bei TM steht Abwehr-Allrounder.
 
@Felissilvestris
Zu Deinem ersten Punkt: Ich weiss nicht, ob die Ausgangssituation von MÖ mit der von Boro oder Diego seinerzeit vergleichbar ist. Zum einen weckt Özil ganz andere Interessenten, was natürlich auch mit seiner Spielweise zu tun hat, spielt eine WM (was auch schon länger klar ist), ist bereits als U21-Europameister in die Öffentlichkeit gerückt. Desweiteren würde ich es nicht einfach auf den Beraterstab, der sicher auch eine Rolle spielt, reduzieren, sondern auch andere soft skills einbeziehen. Wie bspw. die Mentalität der Person an sich oder die Einflüsse eines "neuen" Umfeldes. Er wird auch selbst genug Gründe haben, irgendwelche Entscheidungen nicht so schnell treffen zu wollen, die ich durchaus als nachvollziehbar erachte.
Unter Vernachlässigung solcher Komponenten lässt sich leicht sagen, dass er "Klartext" sprechen müsse. Das ist lediglich für die Fans die einfachere Variante und solltest Du in Deinem Schlusssatz mit bedenken.

Zu Deinem zweiten Punkt: Deine persönlichen Erfahrungen im Vergleich zu MÖ decken sich in etwa mit meinen Eindrücken. Ähnlich hatte ich`s vor kurzem im Hunt-Thread zu begründen versucht. Nicht immer ist das, was lustlos wirkt, auch tatsächlich lustlos. Und bei anderen (Spielern) ist ebenso nicht immer das, was engagiert wirkt, auch wirklich Engagement. Nur kommt es in der Aussenwirkung eben so an. Dennoch ist verständlich, dass da nicht jeder zu differenzieren in der Lage ist. Naja, und in puncto "mangelnde Defensivarbeit" denke ich, dass das am wenigsten MÖ anzulasten ist, sondern eher Konzept und Taktik des Trainerstabes sowie der Einkaufspolitik geschuldet. Es geht darum, wenn schon so herausragende Stärken bei einem Spieler vorhanden sind, wie Werder entweder von vornherein mehr Akteure auf den Rasen bekommt, die die Balance schaffen, oder eben mit einer austarierteren Taktik. Das ist Werder weder bei Diego, noch bei Özil gelungen.
Dass dann diese "lustlose Defensivarbeit" als Grund zum Ärgern gesehen wird, ist irgendwo verständlich, verdreht aber mMn Krankheit und Symptome.
 
DAS verstehe ich durchaus unter "differenzierter Sichtweise".
Naja, mir kommt es in puncto Diego eher so vor, als war er für Dich nicht mehr als eine Art Hemmschuh, was auf das schnelle direktspiel sicherlich auch zutraf. Er hatte eben andere Qualitäten und ist mit MÖ in keinster Weise vergleichbar.
Daher finde ich die generelle Frage, was jetzt "besser" oder "schlechter" war, schwierig. Es war anders, würd ich sagen.
Rein sportlich war Diegos Schaffen jedenfalls aller Ehren wert. Der Pokalsieg und das gleichzeitige Erreichen des UEFA-Cupfinales waren schon nicht schlecht und muß erstmal wiederholt werden. Ich behaupte sogar, daß wir mit ihm auch den UEFA-Cup geholt hätten.
Zu Özil: Das ist ja gerade der Punkt, dass wenn nicht alles Gold ist, was glänzt, das Team trotzdem funktioniert. Eine Mannschaft, die von einzelnen Spielern bzw. DURCH diese von diesen abhängig ist, wird auf Dauer als Mannschaft nicht funktionieren können, sondern von einzelnen Momenten abhängig bleiben.
Da stimme ich Dir absolut zu. Die Unberechenbarkeit einer Truppe ist wichtig.
Zu den "realistischen Vorstellungen" meinerseits habe ich bereits alles gesagt. Eine festgeschriebene Ablösesumme bleibt für mich nicht sinnvoll und das kann unabhängig davon sein, wie lange oder ob überhaupt verlängert wird.
Nun gut, lassen wir die "festgeschriebene" Ablöse weg, sondern gewähren ihm, ähnlich wie bei Diego, quasi ein "offenes Ohr", wenn nach dem nächsten Jahr jemand vor der Tür steht.
Ich hoffe nur, daß die Frage, was MÖ selbst will, zeitnah nach der WM (oder einem Ausscheiden) geklärt wird. Das sollte man schon allein aufgrund der Planungssicherheit erwarten dürfen.
 
Wenn es an seinem Berater liegen sollte, dann muss man sich überlegen, ob man den richtigen Berater hat. Es ist ja nun mal so, dass Özil nun mit seinen 21 zwar jung, aber nicht dumm ist. Und er liest ja auch wie so etwas ankommt.
Als Spieler kann ich auch gegenüber meinem Berater deutlich sagen, was ich will. Schließlich arbeitet der Berater für den Spieler und nicht der Spieler für den Berater, wobei man da in der heutigen Zeit auch nicht immer so sicher ist, was Sache ist.

So wie geschildert sollte es sein, aber wenn es um eine etwaige Vertragsverlängerung hört oder ließt man m.E. überwiegend Äußerungen von seinem Berater und weniger von Mesut selbst, so daß man unweigerlich den Eindruck nicht los wird, daß sein Berater die Zügel in der Hand hält und nicht der Spieler.
 
@Mick


Auch die Aussage eine bestimmte Entscheidung zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht treffen zu wollen, ist eine klare Aussage. Auch damit kann ich zum Beispiel gut leben.
Nur was wir ja nun seit geraumer Zeit erleben, dass irgendwie mit Werder verhandelt wird, aber er irgendwie doch weg will (so sieht es zumindest nach Außen aus), ist so ne Hängepartie, die ich nicht wirklich abkann.
 
Wenn es an seinem Berater liegen sollte, dann muss man sich überlegen, ob man den richtigen Berater hat. Es ist ja nun mal so, dass Özil nun mit seinen 21 zwar jung, aber nicht dumm ist. Und er liest ja auch wie so etwas ankommt.
Als Spieler kann ich auch gegenüber meinem Berater deutlich sagen, was ich will. Schließlich arbeitet der Berater für den Spieler und nicht der Spieler für den Berater, wobei man da in der heutigen Zeit auch nicht immer so sicher ist, was Sache ist.


DAS würde ich offengestanden so nicht unterschreiben. Ohne ihm zu nahe treten zu wollen, aber ich habe bei seinen öffentlichen Auftritten schon den Eindruck, dass er auch jemanden benötigt, der der ihn - vorsichtig ausgedrückt - in intellektueller Hinsicht unterstützt.

Das traurige ist, dass sich die ganze Schalke-Posse hier in ähnlicher Weise wiederholt. Eigentlich dachte, dass man auf MÖ´s Berater/Familienseite dazu gelernt hätte.
 
DAS würde ich offengestanden so nicht unterschreiben. Ohne ihm zu nahe treten zu wollen, aber ich habe bei seinen öffentlichen Auftritten schon den Eindruck, dass er auch jemanden benötigt, der der ihn - vorsichtig ausgedrückt - in intellektueller Hinsicht unterstützt.
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Glaube bei ihm weniger, dass es an einem weniger ausgeprägten Intellekt liegt, als an doch mangelndem Selbstbewusstsein. Habe bei seinen Interviews eigentlich immer den Eindruck, dass er nich bisschen schüchtern und unsicher ist. So nach dem Motto, "was wohl die Leute über mich denken, die gerade zuschauen". "Bloß nichts falsches sagen" etc. Das ist ne Unsicherheit, die einige haben, es aber ungerne zugeben mögen.
 
Ich finde es unerständlich wie viel Fans auf Mesut reagieren.
Die miese Tour eines Münchner Bankdrückers ist noch zu frisch in Erinnerung, als dass es realistisch wäre, dass die Fanbasis einer solchen Wechselposse gelassen gegenüber stehen könnte. Da werden, egal ob berechtigt oder nicht, Assoziationen hervorrgerufen.
Ich denke aber auch, dass insgeheim ein Stück weit Frustation mitschwingt, weil einem bei solchen Personalien schmerzlich bewusst wird, dass Werder Bremen für die meisten Topspieler nur eine Sprungbrett ist.
 
Die miese Tour eines Münchner Bankdrückers ist noch zu frisch in Erinnerung, als dass es realistisch wäre, dass die Fanbasis einer solchen Wechselposse gelassen gegenüber stehen könnte. Da werden, egal ob berechtigt oder nicht, Assoziationen hervorrgerufen.
Ich denke aber auch, dass insgeheim ein Stück weit Frustation mitschwingt, weil einem bei solchen Personalien schmerzlich bewusst wird, dass Werder Bremen für die meisten Topspieler nur eine Sprungbrett ist.

Wenn einem erst an der Personalie Özil bewusst wird, dass Werder in erster Linie "nur" ein Sprungbrett ist, dann muss man ziemlich lange gepennt haben.

Ersterem kann ich ja sie bereits gesagt durchaus zustimmen und dies auch nachvollziehen!
 
Die miese Tour eines Münchner Bankdrückers ist noch zu frisch in Erinnerung, als dass es realistisch wäre, dass die Fanbasis einer solchen Wechselposse gelassen gegenüber stehen könnte. Da werden, egal ob berechtigt oder nicht, Assoziationen hervorrgerufen.
Ich denke aber auch, dass insgeheim ein Stück weit Frustation mitschwingt, weil einem bei solchen Personalien schmerzlich bewusst wird, dass Werder Bremen für die meisten Topspieler nur eine Sprungbrett ist.

Das Werder Bremen nur ein Sprungbrett für Top-Spieler ist, sollte jedem bewußt sein, der sich mit Werder Bremen identifiziert; wer damit nicht klarkommt, muß sich einen (hochverschuldeten) europäischen Topclub aus Italien, Spanien oder England suchen. Aber es ist davon auszugehen, daß den meistens Werder-Fans diese Tatsache nicht fremd ist, so daß wenn sich eine Frustation über den Weggang eines Top-Spieler aufbaut bzw. aufgebaut hat, darin begründet ist, daß der Wechsel "unsauber" von statten gegangen ist wie z.B. im Fall Klose.
 
SV Werder: Barça hat konkrete Absichten mit Özil

... Zum einen könne Özil Seydou Keita ersetzen, dessen Vertrag nur noch bis 2012 läuft. Der Deutsche solle zwei Jahre an der Seite des Maliers ohne Druck reifen und ihn dann beerben.

Zum Anderen rechne man damit, Özil für eine verhältnismäßig geringe Ablöse verpflichten zu können. Da der Offensivmann bei Werder nur noch bis 2011 Vertrag hat, müssten die Bremer bei einem guten Angebot verkaufen, um nicht zu riskieren, Özil ohne Ablöse ziehen zu lassen, so die spanische Zeitung. ...

Klingt nicht so gut. :o
 
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