Du musst Ekici in der schematischen Aufstellung aber wegen seiner Defensivschwäche offensiv aufstellen. Natürlich kann sich ein 10er auch bei Ballbesitz oft fallenlasen, Micoud hat, wenn der Aufbau hakte, oft neben der Innenverteidigung schon die Bälle geholt. Aber die schematische Grundordnung, die ja vor allem in der Defensive gehalten wird und weniger in der Offensive, muss ihn vorne vorsehen und defensiv absichern, sonst wäre Werder hinten viel zu anfällig.
Mit der schematischen Grundordnung meine ich nicht die Aufstellung an sich, wie sie der Mannschaft vorgegeben wird, sondern die Art, wie sie auf Internetseiten oder in Videotexten visualisiert wird. Streng genommen hätte das Nürnberger Mittelfeld demnach so gestaffelt werden müssen:
Gündogan Ekici
Simons
Stattdessen wird das als klassisches 4-2-3-1 geführt. Das hat aber keinen Einfluss auf die Ausrichtung der Mannschaft. Hunt und Ekici würden nebeneinander spielen und sich wechselseitig einschalten.
Was aber stimmt: Als zentraler OM in einem 4-2-3-1 wäre Ekici immer noch besser aufgehoben als als Rautenzehner. Ein solcher hat es schwieriger, weil er gezielter gedeckt wird. Wenn du nicht robust genug bist (oder dich wie Diego durch die Gegenspieler durchdribbelst), läufst du dich das fest. Das 4-2-3-1 macht die Räume vorne automatisch weiter (und zieht somit das Zentrum der gegnerischen Abwehr auseinander), weil es durch einen zusätzlichen Spieler im Mittelfeld zusätzlich abgedeckt.
So sagte Dieter Hecking auch, dass er Ekici auch mal auf dem Flügel eingesetzt hat - und zwar gegen schwächere AV. Warum nur gegen schwächere? Wegen Ekicis Durchsetzungsvermögens.

