Medizinische Abteilung

Gegen Verletzungsflut
Werder holt Fitness-Trainer

Neuer Mann im Trainerstab! Werder hat Yann-Benjamin Kugel (28) als neuen Fitnesscoach verpflichtet. Der lizenzierte Personal-Trainer aus Köln führte Deutschlands Wildwasser-Kanuten zur Vize-WM.

Trainer Thomas Schaaf: „Ich erwarte von ihm gute Arbeit. Vorwiegend geht es darum, das Körperpotential der Spieler auszuschöpfen. Es geht um Dynamik, Kraft, Koordination und Bewegungspotential.“ Hintergrund der Verpflichtung ist die beispiellose Verletzungsflut aus dem Vorjahr. Jetzt soll Kugel helfen!
http://www.bild.de/BILD/sport/fussb...rainer/gegen-verletzungsflut,geo=5041602.html

Hightech-Offensive bei Werder
Stars tragen Mini-Sender, Computer wertet Daten aus

Von Werder berichtet MARKUS BALCZUWEIT

Fitnesstrainer Kugel setzt bei Tim Wiese (trägt eine schwarze Weste) den Mini-Sender ein. Er überträgt Trainingsdaten per Funk
Thomas Schaaf bereitet die Trainingseinheit vor. Im Hintergrund arbeiten Fitnesstrainer Kugel und Physio Wolters am Computer
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Nach der unfassbaren Verletzungsserie in der Vorsaison krempelt der Vizemeister die Trainingsarbeit um. Erst wurde mit Yann-Benjamin Kugel (28) ein eigener Fitnesscoach verpflichtet, jetzt startet Werder die Hightech-Offensive.

Sportchef Klaus Allofs: „Die Spieler tragen nun im Training Westen, in denen ein Sender unterbracht ist. Die Daten werden per Funk an einen Computer übermittelt. Es geht uns dabei um eine bessere Trainingskontrolle.“

Aufgezeichnet werden u.a. Puls, Schnelligkeit und die zurückgelegten Laufwege der Stars. Der Computer deckt sofort Defizite auf.

So kann verhindert werden, dass Spieler bei Laufeinheiten in der Vorbereitung oder während Reha-Phasen zu hart oder zu locker trainieren und sich verletzen.

Torwart Tim Wiese: „Der Sender ist etwas in Höhe des Genicks, stört aber nicht. Wenn die Trainer durch die Technik neue Erkenntnisse gewinnen, ist es doch gut.“

Andere Klubs arbeiten mit ähnlichen Systemen. Die Bayern nutzen „miCoach“, einen digitalen Fitnesstrainer. Das Handy kostet rund 300 Euro und speichert Trainingsdaten wie Herzschlag, Puls, Schrittfrequenz, zurückgelegte Kilometer und Geschwindigkeit. Auch Schalke und Stuttgart lassen mit Gurten bzw. Westen trainieren, vertrauen auf die Technik.

Allofs: „Es gibt heute viele neue technische Möglichkeiten in der Trainingsarbeit. Die wollen wir nutzen.“
http://www.bild.de/BILD/sport/fussb...ightech/offensive-bei-werder,geo=5050088.html
 
Wie ist denn jetzt eigentlich der Stand der Dinge was die weitere Zusammenarbeit mit dem Teil der med. Abteilung angeht, die in den "Fall Klasnic" verwickelt ist ?
 
Wie ist denn jetzt eigentlich der Stand der Dinge was die weitere Zusammenarbeit mit dem Teil der med. Abteilung angeht, die in den "Fall Klasnic" verwickelt ist ?

Ich hoffe es wird besser.

http://www.bild.de/BILD/sport/fussb...e-wenger-holt-werder-amateur,geo=5004582.html

Zitat:
Zitat von Bild:
Bischoff: „Verletzungen waren ein großes Problem. Ich wurde zwei Mal operiert, dabei stellte sich eine Leisten- als Schambeinverletzung heraus. Aber die ist jetzt zu 90 Prozent geheilt.“
 
Ich finde die Nachrichten über den Einzug neuer technischer Mittel im Trainingsbetrieb höchst erfreulich! Die modernen Trainingsmethoden, von denen ich vorallem durch Klinsmanns Arbeit in der N11 zum ersten mal mitbekommen habe, werden in Zukunft zum Standard werden, denke ich. Je früher Werder da mitzieht und sich mit den Möglichkeiten beschäftigt, desto besser.
 
Hallo Leute,

ich habe dieses Thema hier nicht gefunden, mich würde aber interessieren, wie Ihr zu unserer medizinischen Abteilung und den Physios steht.
Bin ich der Einzige, der der Ansicht ist, dass bei Werder überdurchschnittlich viele Muskelverletzungen auftreten und immer wieder Schlüsselspieler ausfallen (aktuell "zwickts" beim Lutscher ja mal wieder :rolleyes:).
Auch Vorfälle wie die Ein- und Auswechslung von Fritz gegen Athen oder die kurzfristige Veretzung von Wiese auf Zypern haben mir sehr zu denken gegeben. Wird falsch behandelt (Hatten Womé und Klasnic also recht), wird falsch aufgewärmt oder bewegt sich die Verletzungsquote von Werder im normalen Rahmen?

Ich kann mich erinnern, dass der HSV mal den Rasen ausgetauscht hat, nachdem sich Faserrisse häuften und der Vorzeigestreber under den Fußballclubs, die TSG Hoffenheim, hat angeblich fünf verschiedene Rasenflächen (verschiedene Härte und Tiefe etc.) für das Training und speziell die Regeneration von Verletzten.

Wären dies die richtigen Maßnahmen oder sind die Spieler einfach nur zu wehleidig? Was meint Ihr?
 
Mal abgesehen davon, dass die medizinische Abteilung nichts für das Auftreten der Muskelverletzungen kann...sie ist nur dafür zuständig, sie zu heilen.

Aber ich habe keine Lust, die Erklärung zum 3.Mal zu schreiben. :D
 
Mal abgesehen davon, dass die medizinische Abteilung nichts für das Auftreten der Muskelverletzungen kann...sie ist nur dafür zuständig, sie zu heilen.

Aber ich habe keine Lust, die Erklärung zum 3.Mal zu schreiben. :D

Totaler Schwachsinn. Wahrscheinlich gut, dass Du Deine Erklärung nicht wiederholst, denn Sie ist definitiv falsch, wenn Du der Meinung bist, die medizinische Abteilung wäre lediglich zur Behandlung auftretender Verletzungen und Symptome da.

Selbsverständlich ist der Stab von Ärzten, Physios und Fitnesstrainern auch in der Verantwortung, solche (muskulären) Probleme im Vorfeld zu verhindern.
 
Stimmt, als Arzt hab ich echt keine Ahnung davon :rolleyes:

Man, es ging darum, dass Werder nicht so viele Muskelprobleme zu verzeichnen hat, weil die medizinische Abteilung schlecht ist...sondern weil die Muskeln überbeansprucht werden.
Sicher kann man da vorbeugend was tun, aber das wird auch getan. Nur gibt es eben auch Faktoren, die den Muskeln beeinflussen, auf die die medizinische Abteilung keinen Einfluss hat...siehe mangelnde Regenerationszeiten, fehlende Rotation im Kader etc.
 
Richtig. Und dann gibt es noch die Faktoren die eine medizinische Abteilung beeinflussen kann:

(Fehl-)Diagnosen, Behandlungsauswahl, Behandlungszeitraum diagnostizieren und planen, Rekonvaleszentenbetreuung sowie Präventationsunterstützung.

Ich bin unsicher, ob das in Bremen alles so richtig läuft. Dafür hat man zu oft den Eindruck, dass es bei Spielern erst dann besser wird, wenn Sie nach München, Donaustauf oder sonstwo hin fahren.
 
Ich sehe bei Werder auch eine mangelnde Prophylaxe im Bereich muskulärer Verletzungen. Des weiteren bin ich der Meinung, dass Ivan noch hier wäre bzw. gerne zurückkehren würde, wenn er nicht von diesen Pfuschern behandelt worden wäre.

Ich bin es jedenfalls leid, dass dauernd (wichtige) Spieler (lange) ausfallen. Dabei lasse ich es auch die Argumentation nicht gelten, dass gerade die Werder Profis überansprucht sind und zu wenig rotieren. Die Probleme haben andere Mannschaften auch nicht. Schon gar nicht in Ligen, in denen 60 Spiele/Jahr und mehr zum Alltag gehören.
 
Richtig. Und dann gibt es noch die Faktoren die eine medizinische Abteilung beeinflussen kann:

(Fehl-)Diagnosen, Behandlungsauswahl, Behandlungszeitraum diagnostizieren und planen, Rekonvaleszentenbetreuung sowie Präventationsunterstützung.

Ich bin unsicher, ob das in Bremen alles so richtig läuft. Dafür hat man zu oft den Eindruck, dass es bei Spielern erst dann besser wird, wenn Sie nach München, Donaustauf oder sonstwo hin fahren.

Also, ich bin nun nicht der Teamarzt und kann dazu nicht alle Punkte beurteilen. Aber ich kenne einen Fall bei Werder, bei dem die medizinische Abteilung diagnostizierte, dass der Spieler noch nicht spielen sollte...aufgrund fehlender Alternativen wurde er dann aber trotzdem eingesetzt. Aus solchen Sachen können dann natürlich noch schwerere Erkrankungen resultieren und die Verantwortung würde ich dann eher dem Trainer oder wer auch immer diese Entscheidungen dann trifft zur Last legen.

Präventionsunterstützung? Woran denkst du da genau?
Also, auch diese Aussage:
Ich sehe bei Werder auch eine mangelnde Prophylaxe im Bereich muskulärer Verletzungen.

Wie kommt ihr darauf, dass da mangelhaft gearbeitet wird?
 
@kastemato

Vergiß es, die Diskusion wird wieder endlos.
Die glauben eh nicht wie es medizinisch läuft, nämlich das Ärzte ihren Rat geben und der Akteur zusammen mit dem Verein die Entscheidung daraufhin alleine trifft. Und dann wundern sie sich immer und immer wieder, das die Arbeit der Mediziner im Verein so hohes Ansehen bei den Vereinsbossen igenießt. Welche übrigen nicht im nachhinein öffentlich sagen dürfen, seht ihr, ich hab ja gewarnt.

Und wenn Mediziner präventiv bestimmte Vereltzungen verhindern würden, was eh so gut wie unmöglich ist, würde jeder Verein dieser Welt die Mediziner umgehend entlassen! Das würde nämlich beduten zu sagen, wenn du morgen aufläufst, werde ich dich nicht mehr behandeln oder ich kündige. Vereine würden müde lachen.


Übrigens wo wir bei dem Thema sind, Herr Jensen wird seit langem in München behandelt wegen einer Entzündung. Wißt ihr eigentlich, wie oft die nun wieder zurückgekehrt ist? 5 oder 6 mal dieses Jahr. Jetzt behauptet mal wieder fleißig, die Ärzte hätten das verhindern müssen. Ihr kennt alle DEN Arzt.
 
Wenn unbedingt nach Schuldigen gesucht werden soll, dann kommen mir die Spieler selbst eigentlich immer zu kurz.

Egal, ob durch falschen Ehrgeiz oder die Auflaufprämien angetrieben - wenn sich ein Spieler nicht an den Rat des Mannschaftsarztes hält und dem Trainer Spielfähigkeit signalisiert, dann fehlt es einfach an der nötigen Eigenverantwortung. Wie schon richtig gesagt wurde, steht dem Mannschaftsarzt nicht zu ein Verbot auszusprechen. Und der Trainer kann weder in den Spieler hineinschauen noch detaillierte Informationen vom Mannschaftsarzt verlangen. Denn solange der Spieler den Mannschaftsarzt nicht ausdrücklich davon befreit, sollte auch hier die ärztliche Schweigepflicht greifen - kastemato, korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege.

Die Möglichkeit, dass hier auch ein Spieler in der Verantwortung steht, ist mir schon bei der Diskussion während der letzten Saison immer zu kurz gekommen.
 

Du hast vollkommen Recht. Es kann natürlich sein, dass es bei Werder irgendwelche internen Absprachen gibt, die auch vertraglich abgesichert sind, aber normalerweise muss der Spieler den Arzt ausdrücklich von der Schweigepflicht entbinden.

Ich kann mich aber erinnern, dass in der Sportbild (ja, ich weiß...tolle quelle ;) ) mal Schweini´s Vertrag veröffentlicht war und da war auch eine Klausel dazu. Müsste man mal nachschauen, wenn´s interessiert
 
Es ist aber schon verwunderlich, dass sich kritische Äußerungen zu der ärztlichen Behandlung häufen. Klasnic, Womé und Niemeyer sehe ich schon als Fälle an, wo man sich intensiver mit auseinandersetzen müsste. Und letztlich haben diese Vorwürfe auch mit dazu geführt, dass im Fall Klasnic und Womé bisher zwei Spieler den Verein verlassen haben, die wir durchaus noch hätten gebrauchen können.

Also, Fragen sind da wohl durchaus erlaubt, auch wenn es nicht darum geht, die ärztliche Zunft in Grund und Boden zu stampfen!
 
Aus dem WK von heute bzgl. Niemeyer:

... Zuletzt im Oktober eine ärgerliche Krankengeschichte, als sich eine harmlose Risswunde am Schienbein entzündete. Er war zu früh wieder angefangen - und er sei, sagte er damals, falsch beraten worden.
Heute will er dazu nichts mehr sagen, "ich möchte das ad acta legen, nicht mehr drüber nachdenken". ...

Naja, sicher wieder nur ein blöder Zufall...:zweifeln:
 
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