Rosenberg spielt doch sowieso nicht, und wenn er spielt, dann spielt er auch nicht. Selbst Ayik wird ihm mittlerweile vorgezogen, wir haben etliche Alternativen für die Offensive. Das Gehalt kann man sich einsparen.
Das sehe ich anders. Wie groß war das Geschrei als Sanogo verliehen wurde, der seinerzeit in ein ähnliches Loch gefallen ist und von vielen hier schon verteufelt wurde.
Dass Ayik gestern so gut eingeschlagen ist, ist ja gut und schön. Ob er aber darauf aufbaut oder "verheizt" wird, wissen wir auch noch nicht.
Jeder Club braucht einen Kader von ca. 20 Leuten, die in der Bundesliga zu gebrauchen sind, auch wenn nur 18 in den Kader berufen werden können. Hinzu kommen noch ein paar Eigengewächse, in die gewisse Hoffnungen gesteckt werden. Gerade in Bremen haben wir doch schon oft gesehen, wie notwendig das ist. Zur Zeit sind Jensen, Hunt, Boenisch und Bargfrede verletzt - Özil, Borowski, Rosenberg außer Form, und schon hat man ein Problem mit den Alternativen. Wir haben sogar schon schlimmere Zeiten erlebt.
Vor der letzten Saison haben auch viele gedacht, der Kader sei nach den Abgängen noch stark genug - war er auf dem Papier auch, aber wenn man dann z.B. einen langzeitverletzten Jensen und formschwache Spieler wie Frings oder Diego (Stichwort Olympia) hat und noch weitere Spieler nicht fit sind, macht sich ein dezimierter Kader mit einem gewissen Leistungsgefälle bemerkbar.
Auch gegen Ende der letzten Saison hat man bemerkt, dass einige Spieler aufgrund der Vielzahl der Pflichtspiele auf dem Zahnfleisch gekrochen ist, trotz Rotation in den Ligaspielen.
Die Kadergröße ist daher in meinen Augen durchaus angemessen. Dass man sich mal von Spielern trennt, die den Sprung nicht geschafft haben oder den Faden verloren haben ist auch klar - man sollte aber auch nur soviele Spieler abgeben, wie man auch adäquat ersetzen kann bzw. bereits Alternativen in den eigenen Reihen hat. Was nützt das große Ausmisten, wenn man noch nicht weiß wie man die Lücken schließt und auf dem Transfermarkt nicht zum Zug kommt? Vom finanziellen Aspekt mal abgesehen, der selbstverständlich auch noch zu berücksichtigen wäre.
Dass da zwangsläufig mal Lohnempfänger nicht in den Kader berufen werden, ist nunmal so. Da ist auch Rosenberg keine Ausnahme - nach der Argumentation müsste man den Kader ja generell auf 18 Leute zusammenstauchen, damit jeder Spieler seine Berechtigung hat.