Eigentlich gefällt mir Dein Beitrag nicht, @ Becks.... aber leider liegst Du IMO voll auf der Linie der Entwicklung.
Ich möchte eigentlich noch kein abschließendes Urteil fällen, aber bei Anfang missfiel mir von Beginn an diese Vorfestlegung auf ein System. Das nun zudem nicht auf den Kader passt, den Werder vorwies. Das ist genau wieder so ein Punkt wie der, an dem Kohfeldt den Niedergang einleitete, das 5-3-2 ausrief und mit alternden Stars im Herbst der Verletzungskarriere die spielerische Qualität in den Kader zu implentieren versuchte, die mit Max Kruse gegangen war.
Zwar wurden vor der Saison noch ein paar Änderungen umgesetzt, aber strukturell ist Werder nicht auf ein 4-3-3 ausgelegt und deshalb personell nicht besetzt, um das einwandfrei zu spielen. Und zudem noch gleichwertige Kaderqualität auf der Bank zu haben. Man kann also - trotz des höchsten Kaderwerts in Liga 2 - nicht einen einzigen Ausfall ohne Qualitätsverlust verkraften. Und da Werder schon Ausfälle hat, geht es also derzeit gen Süden. Wenn die Ausfälle zurückkehren, kann die individuelle Klasse der Ausfälle den Trend wieder in die andere Richtung wenden.... aber strukturell und mannschaftlich fehlt es Werder deutlich an Kompaktheit. Gerade im Mittelfeld. Nichts gegen Gross, aber wenn ein arrivierter Drittligaspieler zum Kapitän und zum führenden Sechser deklariert wird (obwohl jeder sehen kann, was ihm im Vergleich zu einem z.B. Kimmich fehlt), dann spricht das Bände. Für die Kaderplanung (Grüße an Baumann und Fritz), aber auch an Anfang, der mit der Ausführung oder Duldung dieses Schritts sein eigenes Ziel Wiederaufbau auf tönerne Füße gestellt hat.
Ich hoffe, Anfang wird mich widerlegen. Ich befürchte aber, dass es ihm nicht gelingt.