Marko Arnautovic (Inter Mailand)

Immerhin fifty-fifty, wobei wir nix zu verlieren gehabt hätten.

Außer dem Millionengehalt und den Transfermillionen.

Ich frage mich ja, was passiert wäre, wenn der Transfer damals gescheitert wäre mit Begründung: "Wir hätten ihn verkaufen können, aber Stoke wollte unbedingt die Ablösebeteiligung drosseln auf max. 500.000 €. Bei einem Mega-Transfer würden wir uns den Allerwertesten abärgern, deswegen bleibt er hier und sitzt seinen Vertrag aus."
 
Mit dem Unterschied, dass wir hier diskutieren, dass der Unterschied zwischen rot und schwarz aber finanziell nicht so eklatant wäre, wie hier viele glauben. Bei den von mir für realistisch gehaltenen 5% hätte es dann eben 1,25 Millionen statt einer halben gegeben. Hätte ich gern mitgenommen, klar. Aber 20% von 25 Millionen sind meilenweit von Realismus entfernt bei einer solchen Ausgangskonstellation.
 
Das stimmt sicherlich. Nur war unsere Position (er wird bei uns keine große Rolle mehr spielen, kostet einen Haufen Geld und hat eine kurze Vertragslaufzeit) nun mal eher mau. Ich finde, mit dem Kompromiss kann man leben. Viele Spieler sind bei B teurer geworden als bei A, ohne dass A auch nur einen Cent nachträglich bekommen würde. Und hier ärgern sich dennoch viele, dass es mehr Euro hätten sein können.
 
Also ich wüsste jetzt nicht, dass die Ex-Vereine von Diego, Klose, Ismael etc. beteiligt gewesen wären, als der "erwartbare" Preisschub nach unserer Zeit bei uns kam. Waren deren Manager auch total unfähig?

Es geht hier um einst sauteure Spieler, die restlos enttäuscht haben und man unter Wert "verscherbeln" mußte. Auch so ein Fall war Alberto, bei dem Allofs aber eine deutlich höhere Beteiligung im "Wertsteigerungsfall" ausgehandelt hatte. Nur leider ging die Formkurve von Alberto auch nach seiner Werder-Zeit immer nur noch weiter bergab...
 
Ist in der Tat ein eher niedriger Betrag. Wer aber glaubt, dass Stoke sich anbetrachts dessen, dass Werder Arnautovic unbedingt loswerden wollte, die Pistole auf die Brust hätte setzen lassen, der denkt auch naiv. Warum soll ich mir bei nem Spieler, den ein Verein unbedingt abgeben will, eine hohe Weiterverkaufsbeteiligung ins Vertragswerk einflechten lassen? Realistisch wären in solchen Fällen womöglich 5%, 10% halte ich bei einer solchen Konstellation schon für äußerst unrealistisch. Dann ist uns im hypothetischen Fall zwar noch etwas Kohle durch die Lappen gegangen, aber die Verhältnismäßigkeit sollte man dabei schon in Betracht ziehen. Und dass Arnautovic in Stoke die Kurve bekommt, ist mMn mit ner Casinowette auf rot oder schwarz gleichzusetzen gewesen.

Das ist einerseits richtig, aber andererseits sind doch genau das die Fälle (wie eben auch bei Alberto mit umgekehrten Ausgang), wo der aufnehmende Verein nur eine vergleichsweise lächerliche Ablöse zahlen muß angesichts der AKTUELLEN Situation und daher eher gerne "diese Pistole auf der Brust" in Form einer höheren Weiterverkaufsklausel in Kauf nehmen würde.
Wenn ein Manager es nicht schafft, so etwas zu erreichen, dann hat er seinen Job verfehlt. Und zwar ganz gewaltig!

Wenn ich umgekehrt als Manager die Möglichkeit und das Interesse hätte, einen Spieler zu verpflichten, der zweifellos eine sehr hohe individuelle Qualität hat, diese aber -warum auch immer- nicht abgerufen hat, dann würde ich auch nur eine ganz niedrige Ablöse bieten (weil mir das Risiko, das er auch bei uns floppt, viel zu hoch wäre), dafür aber gerne in Kauf nehmen, das, wenn der Spieler doch noch(mal) die Kurve kriegt und seinen Wert steigert, ich vom Mehrerlös einen höheren Prozentsatz an den abgebenden Verein nachträglich zu zahlen habe.
 
Das ist einerseits richtig, aber andererseits sind doch genau das die Fälle (wie eben auch bei Alberto mit umgekehrten Ausgang), wo der aufnehmende Verein nur eine vergleichsweise lächerliche Ablöse zahlen muß angesichts der AKTUELLEN Situation und daher eher gerne "diese Pistole auf der Brust" in Form einer höheren Weiterverkaufsklausel in Kauf nehmen würde.
Wenn ein Manager es nicht schafft, so etwas zu erreichen, dann hat er seinen Job verfehlt. Und zwar ganz gewaltig!

Wenn ich umgekehrt als Manager die Möglichkeit und das Interesse hätte, einen Spieler zu verpflichten, der zweifellos eine sehr hohe individuelle Qualität hat, diese aber -warum auch immer- nicht abgerufen hat, dann würde ich auch nur eine ganz niedrige Ablöse bieten (weil mir das Risiko, das er auch bei uns floppt, viel zu hoch wäre), dafür aber gerne in Kauf nehmen, das, wenn der Spieler doch noch(mal) die Kurve kriegt und seinen Wert steigert, ich vom Mehrerlös einen höheren Prozentsatz an den abgebenden Verein nachträglich zu zahlen habe.

Du als Manager würdest das womöglich. Ich stelle mir jedoch vor, dass es Manager gibt, die von Beginn an von Spielern überzeugt sind und die dementsprechend wenig Interesse daran haben, dass im Fall der Fälle der Ex - Verein für quasi null Gegenleistung noch groß abkassiert. Kann man also nicht verallgemeinern mMn.
 
Die plakative Überschrift reicht mir schon. Passt wahrscheinlich sowieso nicht zum Inhalt. Ist das ein Drecksblatt.

aber wen kümmert es schon wenn die Headline nicht zum Interview passt oder man darin die Tatsachen verdreht? Hauptsache man erzeugt Emotionen (Wut, Empörung, Missgunst und Neid sind dabei natürlich zu bevorzugen). Die Wahrheit verkauft sich nunmal schlechter ;)
 
Die Überschrift ist in der Tat eine Frechheit. Die Antworten zu Werder waren ehrlich und unterhaltsam. Mit dem Verein hat er gar nicht abgerechnet, sondern mit den Medien und war selbstkritisch.

Einzige Kritik, die allerdings eher mit einem Augenzwinkern verbunden war, war das Vertragsende mit Pizarro.
 
Sympathisch und bodenständig wie eh und je (wenn man den Aussagen gerade über die Fans glauben darf).
Eigentlich ein Wahnsinn, dass so einer, der ohne den Fussball bei der Firma Fix und Fertig leere Kisten auspacken würde, mehr verdient als die meisten hart arbeitenden Menschen.
Ich mochte ihn nie und hielt ihn immer für überschätzt.
 
Es ist durchaus interessant dass Typen mit Ecken und Kanten immer alles an sich ziehen. Gefällt mir ja irgendwie, das Geschäft ist so oder so aal glatt geworden, da tut es einmal gut wenn es noch Typen gibt.

Kann man einen Menschen den man nicht einmal kennt mögen? Wahrscheinlich schon, ich kenne die Schauspielerin meiner Wahl auch nicht und mag sie. Den Arno kenne ich auch nicht, konnte selten was mit ihm anfangen aber ich fange ihn an zu mögen.

Der Wahnsinn ist nicht der Herr Arnautovic, der Wahnsinn ist das System. Die etwas plakative und geringschätzige Aussage mit den Kisten, trifft ja relativ sicher für viele Fußballer zu. Dass Fußballer in diesen Ligen mehr verdienen als andere Menschen dürfen wir als Faktum sehen. Da müssen wir nicht nach England, da können wie auch bei unseren Edelkickern von Werder bleiben.

Davon abgesehen, ist es einmal erfrischend wenn jemand seine Meinung sagt und unterm Strich ist das ja nicht alles ein Blödsinn, oder?
 
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