Marco Bode

Die schwarze Null ist ein Teilerfolg, der auch gewürdigt wird - aber eben auch nur ein Teilerfolg, denn über dem Berg ist Werder noch lange nicht. Es muß in naher Zukunft mehr als das erreicht werden, denn mehrere schwarzen Nullen in Folgen sind schnell auch kein Fortschritt; denn bekanntermaßen bedeuetet Stillstand = Rückrschritt.

Das sehe ich etwas anders: denn die eine schwarze Null ist nicht unbedingt wie eine andere schwarze Null. Die eine kann durch extremes Sparen bei gleichbleibenden oder gar sinkenden Einnahmen erreicht werden, während die andere durch höhere Investitionen bei gleicher steigenden Einnahmen zustande kommen kann. Und da ich denke, dass bei Werder zunächst nicht das neue Ansparen von EK ganz oben auf der Liste stehen wird, könnten mehrer schwarze Nullen hintereinander trotzdem einen Fortschritt darstellen, weil die Mannschaft Stück für Stück wieder konkurrenzfähiger würde und nicht mehr Jahr für Jahr gegen den Abstieg spielen müsste.

Ja, ich weiß, dass ich gerade etwas träume ... :bier:
 
@ Norge

In Anbetracht der Ausgangslge, daß in den Jahren zuvor hohe Verluste eingefahren wurden, wären mehrere schwarze Nullen schon ein Fortschritt. Aber wirtschaftliche Strategien dürfen nicht nur auf heute oder morgen ausgerichtet sein, sondern man muß auch mögliche Risiken von übermorgen ins Kalkül einbeziehen; wird die versäumt, strudelt man schnell in eine fnanzielle Schieflage, in der sich Werder seit Jahren befindet. D.h., daß ein Fortschritt mit mehreren schwarzen Nullen für die weitere Zukunft einen rudimentären Charakter haben kann, weil mit ein paar "schwarzen Nullen" bzw. kleinen Gewinnen keine großartigen Reserven generiert werden können. Ich stimme Dir zu, daß eine starke Erhöhung des EK bei Werder wahrscheinlich nicht ganz oben auf der Agenda steht, aber dennoch herrscht imho das Ziel vor, zumindest ein paar Reserven anzusparen, damit man auch in der Lage ist, einzelne Geschäftsjahre mit Verlusten zu überbrücken, ohne daß man gleich die Grenzen seiner Reserven erreicht.

:beer:
 
@ Norge

...Ich stimme Dir zu, daß eine starke Erhöhung des EK bei Werder wahrscheinlich nicht ganz oben auf der Agenda steht, aber dennoch herrscht imho das Ziel vor, zumindest ein paar Reserven anzusparen, damit man auch in der Lage ist, einzelne Geschäftsjahre mit Verlusten zu überbrücken, ohne daß man gleich die Grenzen seiner Reserven erreicht.

:beer:

Hier klingt immer raus, dass ein Unternehmen aus seinem Eigenkapital seine Investitionen generieren soll. Das war auch hier in Bremen das Credo. In Zeiten hoher Zinsen ist das auch korrekt, um die Belastungen möglichst klein zu halten.
Aber wir sind in einer historischen Tiefzinsphase. Selbst wenn man jetzt einen hohen Eigenkapitalstock hätte, wäre es zur Bewertung des Unternehmens zwar gut, aber man bekommt auch sehr wenig für seine Geldanlagen zurzeit.
Deswegen bin ich ja auch der Meinung, dass es derzeit mehr Sinn macht in sein Unternehmen zu investieren als zu sparen. Das müssen gar nicht neue Spieler sein, kann ja auch in die Infrastruktur sein, um einen längerfristigen Gegenwert zu generieren???
 
Hier wird jetzt das Thema "Schwarze Null" gegen das Thema "Investor" ausgespielt. Ich finde aber, man kann beide Themen gut zusammenbringen.

Zum Thema "Investor" zunächst nochmal: Wenn Marco Bode als Aufsichtsratsvorsitzender über das Thema in Interviews selbst spricht, ist es ja wohl hochakutell. Wenn die Fans da eine Meinung bilden und einbringen wollen, dann jetzt.
Bei der "Schwarzen Null" denke ich aber auch wie Tyson81, dass man ruhig mal ein bisschen stolz sein darf. Wir haben jetzt (hoffentlich) den größten Teil der Krise hinter uns und das alles mit herkömmlichen, seriösen Mitteln geschafft. Daran, dass das mit dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale zusammenfällt, kann man doch mal sehen: Es hat kein Investor gefehlt, sondern ein bisschen sportlicher Erfolg. Wenn er wieder bergauf führt, sollte man den Werder-Weg nicht verlassen!
 
Hier klingt immer raus, dass ein Unternehmen aus seinem Eigenkapital seine Investitionen generieren soll. Das war auch hier in Bremen das Credo. In Zeiten hoher Zinsen ist das auch korrekt, um die Belastungen möglichst klein zu halten.
Aber wir sind in einer historischen Tiefzinsphase. Selbst wenn man jetzt einen hohen Eigenkapitalstock hätte, wäre es zur Bewertung des Unternehmens zwar gut, aber man bekommt auch sehr wenig für seine Geldanlagen zurzeit.
Deswegen bin ich ja auch der Meinung, dass es derzeit mehr Sinn macht in sein Unternehmen zu investieren als zu sparen. Das müssen gar nicht neue Spieler sein, kann ja auch in die Infrastruktur sein, um einen längerfristigen Gegenwert zu generieren???

Sicherlich, in Zeiten niedriger Sollzinsen sollte man investieren (das war ja auch eines der Intension dafür, daß der Leitzins seit - sofern ich zeitlich richtig liege - den frühen 1990er sukzessive gesenkt wurde). Das ist aber jedoch nicht gleichbedeutend damit, daß man wegen der daraus resulierten schwachen Habenzinsen das Bilden von Rücklagen für schlechte Zeiten gänzlich unterbinden oder stark einschränken sollte, denn auch im Profifußball muß man den schwierigen Spagat zwischen Investiton und der Kompensation von etwaigen Einnahmeverlusten bis -ausfällen hinbekommen. Hinzu kommt, daß im Profifussball die individuelle Entwicklung und somit der Marktwert von Spielern durch verschiedene Faktoren (jeweils längerfistigen Verletzungen, Formkriesen, schwachen Mannschaftsleistungen etc.) negativ beeinflußt werden kann. Dies trifft dann besonders hart die Clubs, die wie z.B. Werder besonders stark von den Erlösen für Mehrwertspieler abhängig sind.
 
Sicherlich, in Zeiten niedriger Sollzinsen sollte man investieren (das war ja auch eines der Intension dafür, daß der Leitzins seit - sofern ich zeitlich richtig liege - den frühen 1990er sukzessive gesenkt wurde). Das ist aber jedoch nicht gleichbedeutend damit, daß man wegen der daraus resulierten schwachen Habenzinsen das Bilden von Rücklagen für schlechte Zeiten gänzlich unterbinden oder stark einschränken sollte, denn auch im Profifußball muß man den schwierigen Spagat zwischen Investiton und der Kompensation von etwaigen Einnahmeverlusten bis -ausfällen hinbekommen. Hinzu kommt, daß im Profifussball die individuelle Entwicklung und somit der Marktwert von Spielern durch verschiedene Faktoren (jeweils längerfistigen Verletzungen, Formkriesen, schwachen Mannschaftsleistungen etc.) negativ beeinflußt werden kann. Dies trifft dann besonders hart die Clubs, die wie z.B. Werder besonders stark von den Erlösen für Mehrwertspieler abhängig sind.

Das Werder wie auch andere Clubs sein Eigenkapital erhöht hat, war und ist völlig in Ordnung. Für Werder war dieses EK immer eine Art Notgroschen, um finanzielle Lücken zu stopfen. Das ist eine Verwendungsform. Man kann aber auch den riskanten Weg wählen, das Eigen- plus Fremdkapital nehmen, um seinen Standort abzusichern.
Wenn jeder Produktionsbetrieb die Erneuerung seines Maschinenparks nur aus eigenen Bordmitteln bestreiten soll, kommt die Wirtschaft zum Erliegen. Das funktioniert nicht.
Aber in den vorherigen Posts ging es darum, dass man den BVB mit seiner AG und Werder mit seiner GmbH & Co KG aA vergleicht und dabei über einen Kamm schert. Eine AG ist völlig anders als dieses Sonderkonstrukt, dass der 50+1 Regel geschuldet ist.
 

Ist und war mir bekannt. Niebaum hat damals diese Konstruktion genutzt, um kurzfristig hohe Summen zu generieren. Sie sind nunmehr ein börsennotiertes im DAX gelistetes Unternehmen und unterliegen der Börsenaufsicht. Die GmbH % Co KG aA ist ein reines Sonderkonstrukt, um die Vereine als Personengesellschaft abzulösen und die 50+1 Regel gleichzeitig zu schützen.
Werder hat diese Rechtsform auch gewählt, um aus dem Haftungsdilemma einer Personengesellschaft für ihre Profiabteilung herauszukommen. Werder hat bis Heute noch nie verkündet, dass sie vorhaben, Anteile auf dem allgemeinen Aktienmarkt zu emittieren, wie es DO als einziger Bundesligist es jemals getan hat. Was glaubst Du denn, warum der BVB ständig Kapitalerhöhungen machen musste? Gerade weil die GmbH nur mit dem Einlagenvermögen haftbar ist. Und das wiederum kam von der Börsenaufsicht, um die Anleger zu schützen. Niebaum und Meier haben auf sehr holprigem Geläuf ein hochriskantes Verfahren gewählt, was ja fast 2004 (?) zum Lizenzentzug geführt hätte.
Hier ging es in der Diskussion darum, dass Werder seine Seele wie der BVB verkaufen will etc. Das hat Werder nicht vor.
 
Herr Bode .... Ich bitte jetzt drum hellwach und vorbereitet zu sein. Es ist auch die Aufgabe eines Chefs bei größerem Übel kritische Entscheidungen zu treffen. Der Bremer Weg geht auch im Notfall ohne Skripnik weiter. Der Abstieg ist mit allen Mitteln zu verhindern. Entgegen der anderen Jahre scheinen wir nicht mehr zu liefern wenn es eng wird. ......
 
Herr Bode .... Ich bitte jetzt drum hellwach und vorbereitet zu sein. Es ist auch die Aufgabe eines Chefs bei größerem Übel kritische Entscheidungen zu treffen. Der Bremer Weg geht auch im Notfall ohne Skripnik weiter. Der Abstieg ist mit allen Mitteln zu verhindern. Entgegen der anderen Jahre scheinen wir nicht mehr zu liefern wenn es eng wird. ......

Pssst! Lasst den guten Mann doch mal in Ruhe schlafen! :D
 
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