Doch doch, das gibt es. Karl der Große, auf den sich sowohl Deutsche (Karl) also auch Franzosen (Charlemagne) beziehen, stellt nicht den Anfang sondern das Ende des Prozesses dar. Vorher expandierte das Reich insbesondere nach Westen hin, unter Karl Martell. Karl Martell war es auch, der die Grundlage für die Expansion des Fränkischen Reiches geschaffen hat. Charlemagne hat dann die Krönung zum Römischen Kaiser durchgesetzt und damit die Grundlage für das spätere Heilige Römische Reich. Die Reichseinheit wurde aber nicht gewahrt und das war von Karl auch gar nicht vorgesehen. Fränkische Tradition war es, das Reich bzw die Herrschaft nach dem Tod des Königs (oder in diesem Fall des Kaisers) unter seinen Nachkommen aufzuteilen. Sein Sohn hat versucht die Reichseinheit zu bewahren, was ihm bis zu seinem Tod auch gelungen ist. Seine 3 Söhne haben das Reich dann nach fränkischer Tradition geteilt, im Vertrag von Verdun und später wurde das mittlere Reich noch mal zwischen Ost und West aufgeteilt. Und dieser Vertrag von Verdun kann allgemein als Ausgangspunkt für die Entwicklung der späteren Staaten Frankreich und Deutschland gesehen werden (wobei die Einzel"staaten" sich weiterhin als eines begriffen haben, auch wenn es drei Könige gab. Die Entwicklung ging dann natürlich irgendwann auseinander, was man ja heute schon allein an den Namen sieht)
Die Inselmenschen sind sehr speziell

Angelsächsischen Ursprungs sind sie nicht, da waren ja die Römer und Kelten (die waren ja eh irgendwie überall, gefühlt), dann die Invasion der Sachsen, dann die Wikinger, immer mal wieder Franzosen oder Normannen (Wikinger erneut). Aber etwas gemeinsames und damit prägendes gab es mWn. nur mit dem Römischen Reich im Süden bis zum Hadrianswall. Englische Geschichte finde ich extrem spannend, kenne ich mich aber nicht wirklich aus, da muss ich mich mal rein lesen.