Koen Casteels (VfL Wolfsburg)

Ach, aber an anderer Stelle heftig über (Winter-)Leihspieler wie Abdennour, Affolter und Avdic usw. noch Jahre später ablästern und über die Manager dieser maulen... Klar, ein Torwart ist sicher ein besonderer Fall.

Auch mal über die erfolgreichen Rettungstaten von Wolf nach(!) seinem Patzer auf Schalke nachgedacht, oder reicht das Gedächtnis auch so weit nicht???
;)
 
aus zwei mittelmässigen Torhütern hat Viktor den ausgewählt, der mehr Spielpraxis hat. Das ist entscheidend in der Situation. Bundesligaverbleib ist noch nicht gesichert. Ich wundere mich über Komentatoren, die Casteels im Tor sehen wollen. Und ich wundere mich über die Ausleihe von Casteels.
Ich glaube dass TE und VS jetzt begriffen haben dass sie einen Fehler gemacht haben. Wir haben einfach keine Zeit zu testen, ob er uns hilft oder nicht. Nicht jetzt, nicht in dieser Situation.
 
Aber bei aller berechtigten Kritik an Wolf habe ich ihn noch nie so larifari spielen sehen, dass er Leute austanzt oder halbgare Bälle auf Prödl serviert, in der hoffnung, dieser leite den ja vielleicht per Hackentrick zum freien Mann weiter.

Also erstmal... über Aktionen die funktioniert haben (wie der Hackentrick) kritisiere ich den Keeper nicht, weil es vielleicht nicht funktioniert hätte... es hat geklappt, also schwamm drüber. Wäre es schiefgegangen wäre ihm der berechtigte Shitstorm sicher gewesen.

Und dann... schreibst du von "halbgaren Bällen" und es hört sich für mich so an als hätte er das in 4 Spielen schon 12 Mal versucht. Es war jetzt das erste Mal, und er hat es danach auch nicht mehr gemacht. Es war nicht gut, da sind sich, glaube ich, alle einig. Er sollte es unterlassen, aber es hört sich so an, bzw liest sich so, als hätte er das jetzt mehrmals versucht.
 

Der Pass kommt genau in den Fuß von Prödl, er kann ihn ohne jede Gefahr "longline" zu Theo weiterspielen (der nicht gedeckt war) da der Bielefelder sich hinter(!) Prödl befindet. Prödl entscheidet aber nicht aus dem Zweikampf oder Bedrängnis heraus. Er guckt schon während der Ball noch in der Luft ist zu Kroos, ein ganz bewusster unbedrängter und grottenschlechter Pass. Er übersieht schlicht TGS und leider auch den Bielefelder. Den Ball nicht blind nach vorne abzuschlagen sondern das Spiel über die Außenverteidier aufzubauen ist gut und genau so gewollt, die spielerische Lösung insbesondere gegen einen Drittligisten.

Der Ball von Casteels war insofern riskant, als ein Gegenspieler in der Nähe(!) von Prödl war. Aber wenn eine solche Risikobewertung Grundlage unseres Aufbauspiels sein sollte, das solche Pässe also nicht gespielt werden dürfen, dann sind wir umgehend wieder beim Spiel von Dutt. Ohne Aufbauspiel Bälle nach vorne bolzen und dann pressen um so Ballverluste in der Nähe des eigenen Strafraums zu vermeiden. Wer das wieder sehen möchte, der darf die Aktion von Casteels gerne als Fehler betrachten.
 
Ach, aber an anderer Stelle heftig über (Winter-)Leihspieler wie Abdennour, Affolter und Avdic usw. noch Jahre später ablästern und über die Manager dieser maulen... Klar, ein Torwart ist sicher ein besonderer Fall.

Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich.

Auch mal über die erfolgreichen Rettungstaten von Wolf nach(!) seinem Patzer auf Schalke nachgedacht, oder reicht das Gedächtnis auch so weit nicht???
;)

Soll ich jetzt eine Pflicht- und eine gute Parade als Gegenbeispiel für haufenweise Patzer entgegen halten? Bei normalen Buli-Keepern ist das Verhältnis umgekehrt.
 
Es dauert eben auch viel zu lange, bis der Ball überhaupt bei Prödl ankommt, weil er halbhoch, lasch, ergo: halbgar gespielt ist. Eine kontrollierte, schnelle Spieleröffnung muss doch druckvoll und zügig gespielt werden, damit der Gegner eben gar nicht erst dazu kommt, die Spieler zu attackieren.
 
Es dauert eben auch viel zu lange, bis der Ball überhaupt bei Prödl ankommt, weil er halbhoch, lasch, ergo: halbgar gespielt ist. Eine kontrollierte, schnelle Spieleröffnung muss doch druckvoll und zügig gespielt werden, damit der Gegner eben gar nicht erst dazu kommt, die Spieler zu attackieren.

Das sehe ich absolut genauso :tnx::tnx:


Hast du recht, da hat mich meine Erinnerung getrügt. Jetzt wo ich das so sehe, hätte Prödl tatsächlich zu Selassie weiterspielen können. Zu lasch war der Pass trotzdem.
 
Das sehe ich absolut genauso :tnx::tnx:



Hast du recht, da hat mich meine Erinnerung getrügt. Jetzt wo ich das so sehe, hätte Prödl tatsächlich zu Selassie weiterspielen können. Zu lasch war der Pass trotzdem.

Und wenn er druckvoller gespielt worden wäre, dann hätte Prödl Theo gesehen oder sonstwie den Ball besser verarbeitet? Ne sorry, selbst wenn wir uns darauf einigen das der Pass zu lasch gespielt worden ist, so kam er immernoch beim Passempfänger an der sich nicht(!) im direkten Zweikampf befand. Von einem Spieler wie Prödl muss man erwarten können einen solchen Pass zum freistehenden Mitspieler zu bringen. Genau deswegen steht er dort wenn unsere Außenverteidiger weit aufgerückt sind und eben WEIL das so ist spielt man in 100 Jahren keinen verkackten Ball in die verkackte Mitte des Spielfeldes vor den eigenen Strafraum. Schon allein nur auf diese Idee zu kommen so einen Ball zu spielen, selbst wenn Kroos den Ball hätte erreichen können, ist so dermaßen hirnverbrannt im Grundansatz weil gegen jede Taktik im Spielaufbau, das ich mich schon wieder aufregen könnte als sei das Spiel gerade erst abgepfiffen worden. :wild:
 
Klar, der Bielefelder den er im Blick hatte, wäre weiter weg gewesen, hätte Prödl nicht so unter Druck gesetzt, Prödl hätte den Ball angenommen.

Das heißt also, es wäre besser gewesen einen druckvollen flachen Pass über diesen Acker von einem Rasen in Richtung Prödl zu spielen, über ca. 25 Meter, wobei ein Gegenspieler sich latent zwischen Casteels und Prödl befindet, anstelle eines punktgenau zum Mann gebrachten hohen Balls, den Prödl verarbeiten kann ohne das der Gegenspieler fähig ist einzugreifen?
 
Warum nicht gleich den Ball zu Selassie spielen? Der war doch frei und weiter weg vom Tor...
 
Warum nicht gleich den Ball zu Selassie spielen? Der war doch frei und weiter weg vom Tor...

Das wäre in dieser(!) Situation sicherlich besser gewesen.

Aber:

Der Spielaufbau, nicht nur bei Werder sondern bei fast allen Bundesligisten die spielen, verläuft sehr häufig über einen der beiden Außenverteidiger. Nicht DEN Außenverteidiger, also z.B. Theo, sondern den der die Position in dem Moment besetzt. Werder zum Beispiel erzwingt das geradezu indem di Santo und Selke gegen die beiden Innenverteidiger pressen und so dem Torwart die direkte Spieleröffnung über die Mitte nehmen. Der Ball kommt dann entweder direkt auf einen der beiden Außenverteidiger oder wenn das nicht möglich ist weit nach vorne.

Von zwei freistehenden Spielern (die beide jeweils einen Gegenspieler ein paar Meter entfernt haben) ist der mit dem kürzeren Passweg, in diesem Fall Prödl, die risikoärmere Wahl und genau deswegen wird der Ball auch überwiegend auf den ersten AV gespielt und nicht über 50 Meter auf den vorgerückten Flügel. Genau dieser Flügel (Theo in diesem Fall) steht dort aber nicht offensiv in der Gegend rum weil er gerade mal wenig Lust hat auf Defensive, sondern weil das taktische Vorgabe ist, genau zu ihm, noch dazu freistehend, muss der zweite Ball kommen. Prödl denkt aber nicht mal daran sondern will den 6er anspielen und diese Entscheidung hat er getroffen, das sieht man klar an seiner Kopfbewegung/Blickrichtung, als der Gegenspieler und der Ball noch ausreichend weit entfernt waren. Als Entschuldigung mag gelten, das er eigentlich Innen- und nicht Außenaußenverteidiger ist, deswegen darf man aber dennoch ein paar Grundprinzipien beachten.
 
Nein, aber einen schnelleren druckvollen hohen Ball. Von flach hab ich gar nix gesagt.

Der schnelle druckvolle hohe Ball muss eine Flugbahn haben damit der Spieler zwischen Prödl und Casteels den Ball keinesfalls mit dem Kopf (oder schlimmer noch mit der Brust) abfangen kann. Das wäre ein riskantes Anspiel im eigentlichen Sinn. Potenziell erreichbar für den Gegner und schwer zu verarbeiten für Prödl (da schärfer geschlagen). Du nennst den Pass "lasch". Ein lascher Pass hat nun aber umgekehrt die Eigenschaft das er leicht zu verarbeiten ist. Erklär mir bitte noch mal: Ein Ball der zwei Sekunden in der Luft ist, relativ leicht zu verarbeiten da lasch gespielt, der ohne direkten Gegenspieler verarbeitet und auf einen freistehenden Mitspieler gespielt werden kann, ist wieso noch mal ein Fehler des Torhüters?
 
Der schnelle druckvolle hohe Ball muss eine Flugbahn haben damit der Spieler zwischen Prödl und Casteels den Ball keinesfalls mit dem Kopf (oder schlimmer noch mit der Brust) abfangen kann. Das wäre ein riskantes Anspiel im eigentlichen Sinn. Potenziell erreichbar für den Gegner und schwer zu verarbeiten für Prödl (da schärfer geschlagen). Du nennst den Pass "lasch". Ein lascher Pass hat nun aber umgekehrt die Eigenschaft das er leicht zu verarbeiten ist. Erklär mir bitte noch mal: Ein Ball der zwei Sekunden in der Luft ist, relativ leicht zu verarbeiten da lasch gespielt, der ohne direkten Gegenspieler verarbeitet und auf einen freistehenden Mitspieler gespielt werden kann, ist wieso noch mal ein Fehler des Torhüters?

:tnx:
Ganz meine Meinung, ich sehe den Fehler hier auch nicht bei Casteels.
 
Erklär mir bitte noch mal: Ein Ball der zwei Sekunden in der Luft ist, relativ leicht zu verarbeiten da lasch gespielt, der ohne direkten Gegenspieler verarbeitet und auf einen freistehenden Mitspieler gespielt werden kann, ist wieso noch mal ein Fehler des Torhüters?

Kann ich nicht, da Prödl deiner Meinung nach freisteht und unbedrängt ist. Meiner Meinung nach ist er nicht unbedrängt. Insofern nutzt meine Erklärung nicht, da deine Ausgangssituation eine andere ist.

Ich sehe das auch nicht als Torwartfehler, aber es hätte nicht sein müssen. Genauso wie es manchmal nicht sein muss, dass Wolf nach einem Ball hechtet, der sowieso vorbeigeht, eine Ecke verursacht und Prödl pennt dabei und lässt einen Stürmer einköpfen. Da wird Wolf auch für seziert, dass er die Ecke verursacht hat, was nicht hätte sein müssen, aber den Fehler macht Prödl. Das ist es wohl, was Maddin eben gemeint hat, jetzt verstehe ich es, obwohl ich es eben noch verneint habe.

Der Pass war riskant, vielleicht zu riskant, den Fehler macht Prödl.
 
Beim 1:3 macht er alles richtig. Da laufen zwei Stürmer auf ihn alleine zu, die Technik stimmt, schießt der Bielefelder hat er ganz wenig Chancen das Tor zu machen. Er legt ihn allerdings quer, der Torwart muss auf den Ballführenden gehen, und das macht er richtig. Kommt er zu überhastet raus, kann er weniger reagieren. Er wartet gut ab, macht trotzdem das Tor kleiner. Das war halt auch stark gemacht vom Bielefelder.

Ich kann mir seine Intention beim 0:1 gut vorstellen, nur wars halt eben nicht gut gemacht. Dass Prödl die Scheisse komplettiert ist auch klar.


Sehe ich nach wie vor komplett anders. Wenn Casteels durchgezogen hätte wäre er eher am Ball gewesen als Ulm. Dadurch das er zögert kommt er zu spät. Der zweite Bielefelder rennt auch nicht auf ihn zu sondern begibt sich zur Tor Mitte um angespielt zu werden. Casteels entscheidet sich die kurze Ecke zu schließen, obwohl auf der anderen Seite ein Einschuss bereiter Bielefelder steht. Und wie du ja auch zu Recht oft genug erwähnt hast, ist ein Torhüter eben auch da um solche Dinger auszubügeln. Genau das hat Casteels hier nun auch nicht getan:)
Möglicherweise ist deine Ausgangssituation auch eine andere;)
 
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