Klaus Filbry (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Wenn es so schwer für Werder ist, überregionale Sponsoren zu bekommen, wieso hat dann Gladbach es geschafft, folgende Haupt- und Cosponsoren zu akquirieren, die allesamt nicht nur in der Region Rhein-Ruhr tätig sind oder dort sitzen?

Postbank
Audi
Bitburger
Böklunder
Kappa
Kyocera
Santander

Und die meisten von denen sind nicht erst in den letzten 2-3 erfolgreichen Jahren auf den Zug aufgesprungen, sondern wie z.B. die Postbank (2009) schon seit Zeiten dabei, als Gladbach sportlich kaum besser dastand, als wir heute. Irgendwas muss da doch anders gelaufen sein.
 
Beantworte doch erstmal meine Frage: Wen siehst du in Bremen/Oldenburg? Oder wer würde sich für ein Umsatzschwaches Unternehmen mit geringer Internationaler Strahlkraft interessieren?

Zur Postbank

Der neue Vertrag enthält Vereinbarungen über Erfolgsprämien und dürfte maximal ein Gesamtvolumen von rund 6,5 Millionen Euro pro Saison haben – 4,5 Millionen sind, wie bisher, garantiert, hinzu könnten bis zu zwei Millionen durch weitere sportliche Erfolge kommen

Wieviel erhalten wir von Innfront? Solche von dir genannten Sponsoren findest du bei uns auch, heissen nur anders.
 
@Feli: Vielen Dank für deine Geduld. Bin da ganz bei dir. Die Leute die Bremen etc. gross reden sollen mir dann mal mit konkreten Möglichkeiten kommen. Wir drehen uns hier im Kreis weil das Ruhrgebiet zwar mehr Verdiene hat aber eine ganz andere Stahlkraft und Möglichkeit bietet. Für mich war die Targo Bank Werbung im HSV Stadion wieder Aussage genug. Bei uns zurückgezogen und im HSV Stadion hatte ich überall Tango Bank gelesen. Warum tut diese das wenn die Metropolregion Bremen/Oldenburg so sei und warum stehen die Werbepartner nicht schlage? Drehen wir den Spiess mal um. Eurer Theorie nach müsste Flippre doch den Umsatz Rucksack verdoppeln da Sponsoren doch Schlange stehen müssten.

@Klunz: Knallhart nicht aber Danke für die Berichtigung. Im Kopf wird immer der aktuelle Marktwert der Mannschaft auch in älteren Jahren angezeigt. Dachte der bezieht sich auf die ausgewählten Jahre. :daumen:

Da hast du aber etwas falsch mitbekommen. Die Relegationsspiele werden wie die DFB-Pokalspiele zentral vermarktet. Die Targo-Bank ist Partner des DFB bzw. der DFL.
Musst mal beim Rückspiel oder den Relegationsspielen der 2.-/3.-Liga drauf achten. ;)

Wenn es so schwer für Werder ist, überregionale Sponsoren zu bekommen, wieso hat dann Gladbach es geschafft, folgende Haupt- und Cosponsoren zu akquirieren, die allesamt nicht nur in der Region Rhein-Ruhr tätig sind oder dort sitzen?

Postbank
Audi
Bitburger
Böklunder
Kappa
Kyocera
Santander

Und die meisten von denen sind nicht erst in den letzten 2-3 erfolgreichen Jahren auf den Zug aufgesprungen, sondern wie z.B. die Postbank (2009) schon seit Zeiten dabei, als Gladbach sportlich kaum besser dastand, als wir heute. Irgendwas muss da doch anders gelaufen sein.

Wiesenhof zahlt mehr als die Postbank bisher. Glaube auch in Zukunft ist unsere Garantiesumme höher. Daher bin ich auch froh Wiesenhof als Partner an der Seite von Werder Bremen zu wissen.

Statt Audi haben wir Volkswagen, statt Santander bisher die Targo-Bank, statt Bitburger eben AB-Inbev (Haake Beck), statt Böklunder haben wir Friebel, statt Kappa haben wir Nike, etc.pp.

Der größte Standortvorteil für Gladbach bleibt das Stadion. Wenn ich mich zwischen Werder und Gladbach als Sponsor entscheiden müsste, dann würde ich mich ganz nüchtern - nicht nur wegen dre sportlichen Erfolge im Moment - eher für Gladbach entscheiden. Allein im Stadion sehen 12.000 Leute mehr meine Werbung.

Edit: mal ganz zu schweigen von dem irren Umfeld, welches Bremen hat. Könnt ihr euch noch erinnern wie die Politik in Bremen unser sehr lukratives Bwin-Sponsoring zerschossen hat? Während in anderen Bundesländer Lotto als fetter Sponsor von Fussballclubs auftritt.
Das Theater um Wiesenhof kennen wir alle. Will gar nicht wissen, was hier los wäre, wenn Gazprom auf die abwegige Idee käme von Schalke zu Werder zu wechseln. Sehe Frau Beck schon die russlandkritischen Demos anführend am Weserstadion vorbeiziehen.
 
Wenn es so schwer für Werder ist, überregionale Sponsoren zu bekommen, wieso hat dann Gladbach es geschafft, folgende Haupt- und Cosponsoren zu akquirieren, die allesamt nicht nur in der Region Rhein-Ruhr tätig sind oder dort sitzen?

Postbank
Audi
Bitburger
Böklunder
Kappa
Kyocera
Santander

Und die meisten von denen sind nicht erst in den letzten 2-3 erfolgreichen Jahren auf den Zug aufgesprungen, sondern wie z.B. die Postbank (2009) schon seit Zeiten dabei, als Gladbach sportlich kaum besser dastand, als wir heute. Irgendwas muss da doch anders gelaufen sein.

Ganz genau. :tnx:

Das Beispiel Postbank kam mir eben auch sofort in den Sinn. Die Antwort auf Deine Frage liegt auf der Hand: Weil die Konkurrenz in der Region Gladbach sehr groß ist, trotz hervorragender Reputation der Fohlen. ;)

Die Älteren unter uns werden sich vielleicht auch noch dran erinnern, dass ehemalige Manager der Borussia, wie Grashoff, aber auch Ruessmann diesen Standortnachteil im Vergleich zu vielen anderen Bundesligisten( damals insbesondere München, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Dortmund, Gelsenkirchen immer wieder angesprochen haben. Und auch Eberl warnt aus eben diesen Gründen vor zu vielen Experimenten. Zu Recht. ;)
 
Beantworte doch erstmal meine Frage: Wen siehst du in Bremen/Oldenburg? Oder wer würde sich für ein Umsatzschwaches Unternehmen mit geringer Internationaler Strahlkraft interessieren?

Erstens habe ich nicht von den potentiellen lokalen Sponsoren geredet. Die sind mMn auch für eine Erhöhung der Sponsoreinnahmen nicht relevant, da der Markt dafür recht abgegrast sein dürfte. Letztendlich ist mMn auch nicht so relevant, wo potentielle Sponsoren herkommen, sondern welchen Effekt sie sich von einem Engagement bei dem einen oder den anderen Verein versprechen. Da geht es hauptsächlich um Reichweiten und auch darum, wofür der Verein steht (bzw. wie er gesehen wird), den man als Hebel fürs Marketing ansetzen will. Und wie man an den (finanziell) relevanten Sponsoren sieht, die Gladbach und Werder an Land gezogen haben, ist die Region, in der ein Verein angesiedelt ist, erst einmal völlig irrelevant. Und deswegen führt die Diskussion, welche Wirtschaftskraft die Regionen haben auch nicht wirklich weiter.

Wiesenhof zahlt mehr als die Postbank bisher.

Was aber eher nicht an der höheren Attraktivität von Werder liegt, sondern darum, dass Wiesenhof ein Image hat, für das sie extra Geld auf den Tisch legen müssen, damit jemand bereit ist, seinen Namen mit ihnen in Verbindung zu bringen. Werder war bereit.

Statt Audi haben wir Volkswagen, statt Santander bisher die Targo-Bank, statt Bitburger eben AB-Inbev (Haake Beck), statt Böklunder haben wir Friebel, statt Kappa haben wir Nike, etc.pp.

Gut, dann ist die Sponsoren- und Standortfrage ja damit abgeschlossen. Der Vorteil von Gladbach liegt also in etwas anderem begründet, als in der Standort- und Umfeldfrage. Die richtigere Entscheidung in Sachen Stadion ist die eine.
 
Das habe ich überhaupt nicht angedeutet.

Du weisst doch gar nicht wie Filbry verhandelt. Ich persönlich höre er positive Dinge über ihn.
Wenn du jemanden Vorwürfe machen willst, dann mach es den Leuten, die die erfolgreichen Jahre haben verstreichen lassen ohne Werder dabei in die moderne zu führen. Aber da gehörtest auch du zu den Mahnern in diesem Forum, die jegliches Risiko, jegliche Veränderung erstmal grundsätzlich skeptisch gesehen haben.


Man muss einfach damit Leben, dass sich Werder Bremen insgesamt in einem ziemlich schwierigen Umfeld bewegt. Dafür macht ein Filbry einen in meinen Augen zufriedenstellenden Job. Die Fehler der Vergangenheit kann er halt auch nicht rückgängig machen.

Durch die Aufforderung, Dir Unternehmen zu nennen, die infrage kommen könnten, hast Du, gewollt oder nicht, unterstellt, dass es diese kaum gäbe

Es ist mehr als paradox, gerade von Dir, der kaum eine Gelegenheit auslasst, der Mannschaft Unwillen, mangelnde Einstellung, Motivationsmaengel zu unterstellen, so etwas zu lesen. :lol:

Es geht nicht darum, dass ich irgendjemandem Vorwürfe machen will, auch wenn Du Dir das als politisch denkende Person ggf. nicht vorstellen kannst oder willst. :zweifeln: Es geht darum, die Arbeit Filbrys für Werder zu bewerten. Da liest man seit Monaten und Jahren direkt von ihm eher, "dass man in Gesprächen" sei, sich also (irgendwie) bemühe. Was das in einer Leistungsgrsellschaft heißt, auf die gerade auch Du Dich hier immer wieder berufst, muss man nicht mehr erwähnen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Filbry die sportlich und wirtschaftlich schwierige Situation Werders eher "verwaltet" denn innovativ "gestaltet". Von einem Marketingfachmann erwarten nicht wenige ein wenig mehr Visionen einerseits, tatsächliche Abschlüsse andererseits. Man darf gespannt sein, ob es gelingt, die durch den Absprung zweier Sponsoren entstehende Finanzierungsluecke zu schließen.

Davon ab würde ich gern mal erfahren, was Du Positives über Filbrys Arbeit gehört hast. Könntest Du das etwas genauer ausführen?? Ggf. stellt sich das Bild ja hinterher ein wenig anders dar?!

Dass Bremen ein benachteiligter Standort ist, ist sonnenklar. Dass die in den erfolgreichen Zeiten Verantwortlichen Protagonisten wirtschaftlich Vieles vernachlässigt haben, wurde hier genauso mehrfach kritisch angemerkt wie der Stadionumbau auch. Insofern musst Du Deine Perspektive hinsichtlich ehemals angeblich getätigter oder unterlassener Aussagen offenbar ein wenig neu justieren.
 
Mir wohl bekannt. Aber wir reden hier nicht mehr von den 80er oder 90er Jahren. Der letzte und 80 Mio Euronen teure Umbau wurde nach der Jahrtausendwende angegangen. ;)

Ok, aber auch zu der Zeit wäre auch losgelöst von der Standortfrage ein Neubau aus finanziellen Gründen wahrscheinlich nicht zustande gekommen. Denn wenn man bedenkt, daß der 80-Mio-€-Ausbau die kleinere Variante war, weil eine Erweiterung des Weserstadions auf 50.000 Zuschauer "nur" an den hohen Stahlpreisen (so zumindest der offizielle Verlautbarung) scheiterte, dann scheint ein höherpreisiger Komplettausbau noch unwahrscheinlicher.
;)
 
Trotz der teilweise sehr ausführlichen Posts auf den letzten Seiten kann ich immer noch keinen Standortvorteil von Gladbach gegenüber Bremen erkennen. Werder hat weniger Konkurrenz in unmittelbarer geographischer Nähe, im regionalen Einzugsbereich leben genügend Menschen (nur so war das übrigens mit der Metropolregion Bremen/Oldenburg gemeint), unter den regional tätigen Unternehmen hat Werder daher naturgemäß sogar mehr Sponsoren als Gladbach. Die Hauptsponsoren von Werder und Gladbach sind jeweils überregional tätige Unternehmen, deren Engagement mit dem Standort nicht viel zu tun haben dürfte.

Das Stadion ist kein Standortfaktor im eigentlichen Sinne. Dazu könnte man es nur dann zählen, wenn in Gladbach mehr öffentliche Gelder für den Stadionbau geflossen wären. Da fehlen mir die Informationen.

Was bleibt da noch an Standortfaktoren?

Möglicherweise die Politik als "weicher" Standortfaktor, die in NRW aber auch nicht wirtschaftsfreundlicher ist als in Bremen. Tut mir leid. Trotz Eurer Bemühungen kann ich keinerlei Standortvorteil für Gladbach erkennen. Eher im Gegenteil.
 
Wenn es so schwer für Werder ist, überregionale Sponsoren zu bekommen, wieso hat dann Gladbach es geschafft, folgende Haupt- und Cosponsoren zu akquirieren, die allesamt nicht nur in der Region Rhein-Ruhr tätig sind oder dort sitzen?

Postbank
Audi
Bitburger
Böklunder
Kappa
Kyocera
Santander

Und die meisten von denen sind nicht erst in den letzten 2-3 erfolgreichen Jahren auf den Zug aufgesprungen, sondern wie z.B. die Postbank (2009) schon seit Zeiten dabei, als Gladbach sportlich kaum besser dastand, als wir heute. Irgendwas muss da doch anders gelaufen sein.

Könnte es vielleicht auch daran liegen, daß in MG kein Vertrag mit Infront besteht? Es ist hier ja schon öfters darüber diskutiert worden, daß gemessen an Werders sportlichen Erfolgen in diesem Jahrtausend besonders die Namen der Hauptsponsoren in keinem Verhältnis dazu standen.
 
Wiesenhof zahlt mehr als die Postbank bisher. Glaube auch in Zukunft ist unsere Garantiesumme höher. Daher bin ich auch froh Wiesenhof als Partner an der Seite von Werder Bremen zu wissen.
1 Mio. mehr p.a.. Gemessen an den Umsätzen ist das nicht besonders üppig.


Der größte Standortvorteil für Gladbach bleibt das Stadion. Wenn ich mich zwischen Werder und Gladbach als Sponsor entscheiden müsste, dann würde ich mich ganz nüchtern - nicht nur wegen dre sportlichen Erfolge im Moment - eher für Gladbach entscheiden. Allein im Stadion sehen 12.000 Leute mehr meine Werbung.
Zu Zeiten, in denen die Zuschauereinnahmen einen wesentlich höheren Anteil am Gesamtetat haben, sicherlich richtig. Aber heutzutage spielt ist für mögliche Sponsoren die TV-Präsenz der Clubs eine wesentlich größere Bedeutung, denn vor der Glotze geht es nicht um 42.000 oder 55.000 Tausend, sondern um ein Milionenpublikum?

Edit: mal ganz zu schweigen von dem irren Umfeld, welches Bremen hat. Könnt ihr euch noch erinnern wie die Politik in Bremen unser sehr lukratives Bwin-Sponsoring zerschossen hat? Während in anderen Bundesländer Lotto als fetter Sponsor von Fussballclubs auftritt.
Das Theater um Wiesenhof kennen wir alle. Will gar nicht wissen, was hier los wäre, wenn Gazprom auf die abwegige Idee käme von Schalke zu Werder zu wechseln. Sehe Frau Beck schon die russlandkritischen Demos anführend am Weserstadion vorbeiziehen.
Sollte die Politik in Bremen etwa so wie z.B. Gerhard Schröder für Geld die russische Fahne hochhalten und Putin als lupenreinen Demokraten titulieren?
 
Zu Zeiten, in denen die Zuschauereinnahmen einen wesentlich höheren Anteil am Gesamtetat haben, sicherlich richtig. Aber heutzutage spielt ist für mögliche Sponsoren die TV-Präsenz der Clubs eine wesentlich größere Bedeutung, denn vor der Glotze geht es nicht um 42.000 oder 55.000 Tausend, sondern um ein Milionenpublikum?

Das stimmt und aber auch da steht Gladbach ca. 18% besser da als Werder (abgelaufene Saison: 510.000 zu 430.000 Zuschauer bei Sky im Schnitt pro Spiel; Quelle).
 
Das stimmt und aber auch da steht Gladbach ca. 18% besser da als Werder (abgelaufene Saison: 510.000 zu 430.000 Zuschauer bei Sky im Schnitt pro Spiel; Quelle).
Da steht Werder aber immerhin auf einem sehr guten 6. Platz und damit weit vor Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim.

Der Unterschied zwischen Gladbach und Werder dürfte einzig darin begründet sein, dass Gladbach schöner und erfolgreicher als Werder gespielt hat.

Beide - Werder und Gladbach - gehören nach wie vor zu den beliebtesten Vereinen in Deutschland. Das ist eigentlich ein Pfund, mit dem man wuchern könnte, was Filbry aber augenscheinlich nicht gelingen will.
 
1 Mio. mehr p.a.. Gemessen an den Umsätzen ist das nicht besonders üppig.

Nicht üppig! Aber wenn man die Entwicklung von Werder seit 2010 betrachtet, dann ist es doch ein Ausrufezeichen. Mal ganz davon ab, dass wir jeden Euro brauchen.

Zu Zeiten, in denen die Zuschauereinnahmen einen wesentlich höheren Anteil am Gesamtetat haben, sicherlich richtig. Aber heutzutage spielt ist für mögliche Sponsoren die TV-Präsenz der Clubs eine wesentlich größere Bedeutung, denn vor der Glotze geht es nicht um 42.000 oder 55.000 Tausend, sondern um ein Milionenpublikum?

Ok, aber auch zu der Zeit wäre auch losgelöst von der Standortfrage ein Neubau aus finanziellen Gründen wahrscheinlich nicht zustande gekommen. Denn wenn man bedenkt, daß der 80-Mio-€-Ausbau die kleinere Variante war, weil eine Erweiterung des Weserstadions auf 50.000 Zuschauer "nur" an den hohen Stahlpreisen (so zumindest der offizielle Verlautbarung) scheiterte, dann scheint ein höherpreisiger Komplettausbau noch unwahrscheinlicher.
;)


Natürlich spielt die für Sponsoren die TV-Präszenz heute eine größere Rolle. Aber für regionale Mittelständler spielt es auch eine Rolle wie viele Leute ins Stadion rennen.

Aber noch mal ganz allgemein zum Stadion. Der Umbau hat stand jetzt 76,5 Mio Euro gekostet. Gleichzeitig nahm man ein teures Verkehrs- und Sicherheitskonzept in Kauf (es wird auf 1 Mio pro anno beziffert, wobei auch ein Stadion an anderer Stelle ebenfalls gewisse Kosten verursacht hätte). Die Rampe West muss jetzt bald umgebaut werden, dazu der neue Hochwasserschutz (kosten über 7 Mio Euro, wovon die BWS die Hälfte tragen soll).

Der Neubau in Gladbach hat 86 Mio Euro gekostet. Heißt unser Umbau ist bald so teuer wie der Neubau in Gladbach. Nur hat Gladbach in der Bundesliga 12.000 Plätze mehr zur Verfügung. Macht bei einem Durchschnittspreis eines Tickets von 20 Euro und voller Auslastung in allen 17 Spielen mehr als 4 Mio Euro Mehreinnahmen. Von den Mehreinnahmen durch Catering und Merchandise sehe ich da schon völlig ab.

Ich bin komplett gegen den Umbau des Weserstadions gewesen. Es war völlig hirnrissig. Aber wie gesagt. Das Kind liegt im Brunnen, ist schon längst ersoffen und gammelt da unten jetzt noch ein paar Jahre(zehnte) vorsich hin.

Sollte die Politik in Bremen etwa so wie z.B. Gerhard Schröder für Geld die russische Fahne hochhalten und Putin als lupenreinen Demokraten titulieren?

Nein! Mir würde es schon reichen, wenn sie nicht bei jedem Furz, der ihnen nicht passt, gleich Steine in den Weg zu legen. Genauso wie diese idiotische Aktion für Risikospiele jetzt Rechnungen zu schicken.

Beide - Werder und Gladbach - gehören nach wie vor zu den beliebtesten Vereinen in Deutschland. Das ist eigentlich ein Pfund, mit dem man wuchern könnte, was Filbry aber augenscheinlich nicht gelingen will.

Wie kommt ihr alle darauf, dass es Filbry nicht gelingt. Wir haben immernoch eine ganz gute Sponsoringsituation, obwohl Bremen ein schwieriger Standort ist und wir sportlich in den letzten Jahren ständig gegen den Abstieg spielen. Wir haben mit Infront verlängert, Wiesenhof hat verlängert und zahlt mehr als zuvor.
Mir ist die Erwartungshaltung da nicht ganz klar, wenn ich ehrlich bin. Soll jetzt auf Teufel komm raus ein Investorenvertrag unterschrieben werden?
 
In dem Job in dem Filbry stckt, da braucht es einen nüchternen/sachlichen menschen. Wenn er die Kosteneinsparungen hinkriegt (wie er in dem letzten Artikel andeutete) dann wäre das schon ne Sache. Sehe es auch so, daß er einen guten Konsolidierungskurs fährt.
Vielleicht stellt er ja auch noch paar andere Dinge auf die Beine. Schnellschüsse und schnelles Geld werden das aber wohl eher nicht sein.

Was man nicht mehr machen sollte, ist ihn vor einem Spiel oder in der Halbzeitpause als Interviewpartner hinschicken - da kann er seine Stärken nicht ausspielen und hat sich auch schon mal, ich sach mal "bös verhaspelt".
 
Ach, das mit den Investoren wird mMn völlig überbewertet. Ein Investor zahlt einmal und bekommt dafür Anteile. Das war es dann und die Anteile kann man halt nur einmal verkaufen. Sinn würde das nur ergeben, wenn man das Geld zum Abbezahlen der Schulden des Weserstadions nutzen würde und damit wieder auf die vollen Einnahmen aus dem Ticketing zugreifen könnte. Für einen langfristigen Ausgleich der strukturellen Defizite ist das herzlich wenig geeignet.
 
In dem Job in dem Filbry steckt, da braucht es einen nüchternen/sachlichen Menschen. Wenn er die Kosteneinsparungen hinkriegt (wie er in dem letzten Artikel andeutete) dann wäre das schon ne Sache. Sehe es auch so, dass er einen guten Konsolidierungskurs fährt.
Vielleicht stellt er ja auch noch paar andere Dinge auf die Beine.
...

Wo ist denn der Konsolidierungskurs des Herrn Filbry??? Die sportliche Leitung hat oder versucht zumindest, die Altlasten los zu werden. Damit sind schon die Kaderkosten gesenkt worden und KF hätte mehr Spielraum. Dieser Raum wäre noch größer, wenn die Spieler möglichst teuer verkauft würden, vgl. Interview WK von KF. Er hat diese Saison von Infront Millionen bekommen und wird trotzdem wahrscheinlich ein Defizit von ca 7 Mio€ verkünden?!
Der Mann ist seit 5,5 Jahren hier und bietet dieses Szenario jedes Jahr auf der JHV. Hohes Defizit, aber nächstes Jahr wird alles besser, gezeichnet KF.
Natürlich sind hier die lokalen Firmen schon als Sponsoren eingebunden. Das das Feld am Standort Bremen nicht üppig ist, ist bekannt. Die Kritik letztes Jahr an ihm aber war, dass er sich um die vorhandenen Sponsoren zu wenig kümmere und dass dadurch deren Engagement geringer ausfalle. Das ist eine These, die in den Raum gestellt worden ist. Die erscheint mir persönlich in Anbetracht des finanziellen Gesamtergebnisses stichhaltig. Der Fußball hat nicht zuletzt durch den WM-Titel eine unglaubliche Strahlkraft in D.
So ist der Kader mit 30 Mio€ immer noch zu teuer, muss wahrscheinlich auf 25 Mio€ eingedampft werden?!
Mit Ingolstadt und Darmstadt hat man schon zwei Aufsteiger, denen ich sportlich über die Saison gesehen die Erstligatauglichkeit abspreche. Wenn man also reduzieren will dann jetzt. Wenn es also Angebote für Di Santo gibt, sofort verkaufen. Das ist der altbekannte Werderweg. Bedeutet im Umkehrschluss, dass man von sportlichen Zielen wie EL Abstand nehmen muss. Mit dem Verkauf der besten Spieler Jahr für Jahr ist eine sportliche Weiterentwicklung nicht möglich.
Ursächlich ist augenscheinlich der Stadionumbau mit all seinen Folgekosten, den uns die Herren Lemke, KDF, Allofs, Müller und auch Born eingebrockt haben.
Da hat KF nichts mit zu tun. Aber es war seine Aufgabe, ein innovatives Finanzkonzept zu entwickeln, dass den Verein unabhängiger vom sportlichen Erfolg macht. Das hat er nicht geschafft und ist somit einer ersten Kandidaten für eine Personalreduzierung.
 
Bei keinen Wirtschaft Unternehmen wird sich ein Manager bei einer solchen Bilanz halten. (Außer bei den Banken in der Finanzkrise).
Ich höre seit ca. 5 Jahren was von Konsolidierungskurs, bloß sehen tue ich es nicht. Man hat aber auch nicht gesagt wann man damit anfangen will, man hat bewusst vergessen dass Jahr zu benennen. Man sagt, dass man sich auf einem guten Weg dazu befindet. Aber nicht wann der Weg zum Ziel führt und auch nicht wie das Ziel aussieht.
Droht hier etwa ein ganz, ganz kleines Hamburg?
Die Konsolidierung erfolgt für mich darin, dass das Tafelsilber langsam aber stetig verkauft wird. Wie lange aber werden wir noch Tafelsilber im Schrank finden?
Herr Filbry ist jetzt ca. 5,5 Jahre im Amt und Würde da hätte ich gerne eine Erfolgsmeldung mal gelesen.
Für mich ist hier bei uns (Werder) irgendwo ein Sumpf. Man kann nicht nur im sportlichen Bereich die Personalkosten senken und gleichzeitig im Innenbereich die Personalkosten erhöhen. (Aufstockung des Personals von 110 auf 160 in den letzten 5 Jahren).
Wie heißt es doch so schön: Der Fisch fängt immer am Kopf zu stinken an.
Das heißt also auch für mich, dass die Aufwand Entschädigung der Funktionäre mal geprüft werden sollten.
Es ist unwichtig wer dieses Schlammassel verursacht hat bzw. zu verantworten hat, wichtig ist (verdammt noch mal) wie kommen wir hier heraus und wann.
Wenn die neue Generation nicht Haushalten und wirtschaften kann, dann sollten wir eine alte Hausfrau/Mann einstellen, die nachweißlich das alte Haushalten noch erlernt hat. Wie sagte doch gleich Ludwig Erhard (1966) Maß halten.
 
Nicht üppig! Aber wenn man die Entwicklung von Werder seit 2010 betrachtet, dann ist es doch ein Ausrufezeichen. Mal ganz davon ab, dass wir jeden Euro brauchen.






Natürlich spielt die für Sponsoren die TV-Präszenz heute eine größere Rolle. Aber für regionale Mittelständler spielt es auch eine Rolle wie viele Leute ins Stadion rennen.

Aber noch mal ganz allgemein zum Stadion. Der Umbau hat stand jetzt 76,5 Mio Euro gekostet. Gleichzeitig nahm man ein teures Verkehrs- und Sicherheitskonzept in Kauf (es wird auf 1 Mio pro anno beziffert, wobei auch ein Stadion an anderer Stelle ebenfalls gewisse Kosten verursacht hätte). Die Rampe West muss jetzt bald umgebaut werden, dazu der neue Hochwasserschutz (kosten über 7 Mio Euro, wovon die BWS die Hälfte tragen soll).

Der Neubau in Gladbach hat 86 Mio Euro gekostet. Heißt unser Umbau ist bald so teuer wie der Neubau in Gladbach. Nur hat Gladbach in der Bundesliga 12.000 Plätze mehr zur Verfügung. Macht bei einem Durchschnittspreis eines Tickets von 20 Euro und voller Auslastung in allen 17 Spielen mehr als 4 Mio Euro Mehreinnahmen. Von den Mehreinnahmen durch Catering und Merchandise sehe ich da schon völlig ab.

Ich bin komplett gegen den Umbau des Weserstadions gewesen. Es war völlig hirnrissig. Aber wie gesagt. Das Kind liegt im Brunnen, ist schon längst ersoffen und gammelt da unten jetzt noch ein paar Jahre(zehnte) vorsich hin.



Nein! Mir würde es schon reichen, wenn sie nicht bei jedem Furz, der ihnen nicht passt, gleich Steine in den Weg zu legen. Genauso wie diese idiotische Aktion für Risikospiele jetzt Rechnungen zu schicken.



Wie kommt ihr alle darauf, dass es Filbry nicht gelingt. Wir haben immernoch eine ganz gute Sponsoringsituation, obwohl Bremen ein schwieriger Standort ist und wir sportlich in den letzten Jahren ständig gegen den Abstieg spielen. Wir haben mit Infront verlängert, Wiesenhof hat verlängert und zahlt mehr als zuvor.
Mir ist die Erwartungshaltung da nicht ganz klar, wenn ich ehrlich bin. Soll jetzt auf Teufel komm raus ein Investorenvertrag unterschrieben werden?
Ich sehe das Thema Filbry wie die meisten anderen hier.
Und der SV Werder braucht sich da auch nicht kleiner machen, wie er ist.

In einem kürzlichen Interview von Filbry hat er nochmal betont, der stille Mann im Hintergrund sein zu müssen.
Ist mir egal,, für mich ist da die letzten 5 Jahre zu wenig rumgekommen. Alles in allem betrachtet.
Erläutert hatte ich das ja hier ohnehin vielfach & detailliert...
 
Wie die anderen meisten bin ich zufrieden. Unser Sponsorenpool spiegelt nationale und internationale Marken wieder, zu finden hier:

http://www.werder.de/de/business/sponsoring/sponsorenuebersicht/sponsorenpyramide.php

Dazu kam das damalige Scheitern von Beluga welche man längerfristig im Portfolio gesehen hätte. Der Konsolidierungskurs findet statt und mit Augenmaß investiert. Nur leider haben wir (Vergleich zu Gladbach) keinen Reus (mehr) der für 22 Mio nach Dortmund wechselt. Leider sassen die Transfers nach dem verscherbeln unseres Tafelsilbers überhaupt nicht und zehren unser EK auf und haben die sportliche Talfahrt verursacht.

Mehr ist aus meiner Sicht nicht dazu zu sagen. Bin froh Filbry und Eichin an der Spitze zu haben.:daumen: Weiter so.

Wo sit Nils Stolberg eigentlich abgeblieben?
 
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