Klaus-Dieter Fischer (Ehrenpräsident)

Weil der öffentliche Druck ein normales Arbeiten unmöglich macht (Fischer) haben die Geschäftsführer die Zukunft antizipiert und sich dafür ausgesprochen, niemanden diesem Druck wieder auszusetzen. Daraus resultiert die Suche eines neuen Coaches.

Aufgrund des Drucks ist eine Bewertung der Arbeit mMn unmöglich, weil die Bedingungen unmenschlich waren.

:tnx: Geht doch.
Und das würde ich sogar so unterschreiben. Der Stein des Anstoßes ist jedoch, dass Fischer das im Grunde als den einzigen Grund der Trennung hinstellt.

Es ist zwar nur die Blöd aber:

Thomas Eichin distanziert sich von der Fischer-Kritik: „Es sind sicherlich viele Faktoren, die wir berücksichtigt haben. Das war ein Faktor davon. Aber wir haben über einen längeren Zeitraum keinen sportlichen Erfolg gehabt. Klar, dass dann der Medien-Druck entsprechend größer wird.“
 
Die Äußerungen von Herrn Fischer in der Kreiszeitung sind typisch für Menschen diei hre eigene Schuld nicht eingestehen wollen sondern ihre Fehler anderen zuschieben. Herr Fischer soll lieber die Fehler bei sich und den anderen Verantwortlichen suchen.
Dieser Druck der auf Herrn Schaaf gelastet hatte hätte man viel früher von TS nehmen können indem man sich viel früher von ihm getrennt hätte. Stattdessen hat man die Augen zu gemacht und weitergewurschtelt. Ja man hatte sogar Herrn Schaaf einen weiteren Vertrag angeboten.
Deshalb Herr Fischer treten sie auch zurück, auch ihre Zeit ist vorbei. Sie haben sich zu wenig um den Verein gekümmert. Diese Trenung von Herrn Schaaf ist zwei Jahre zu spät gekommen. Die Entwicklung des Vereins ist zum Stillstand gekommen. Jetzt braucht man viel Zeit um sich wieder an die Spitze der liga heranzuarbeiten. Es ist nun ein Scherbenhaufen geblieben. Dass werder noch in der Liga ist, ist reines Glück.
 
:tnx: Geht doch.
Und das würde ich sogar so unterschreiben. Der Stein des Anstoßes ist jedoch, dass Fischer das im Grunde als den einzigen Grund der Trennung hinstellt.

Es ist zwar nur die Blöd aber:

[...] „Es sind sicherlich viele Faktoren, die wir berücksichtigt haben. Das war ein Faktor davon. Aber wir haben über einen längeren Zeitraum keinen sportlichen Erfolg gehabt. Klar, dass dann der Medien-Druck entsprechend größer wird.“

Wo distanziert sich Eichin von Fischers Kritik? Ich habe es bewußt auf die Aspekte verkürzt, die die Aussage von Eichin wiedergeben und die Interpretationsleistung der BILD entfernt.
 
Nicht "die" ich habe extra "einige" geschrieben. Und nirgends habe ich geschrieben, das die Gegner gefrustet sind das Schaaf weg ist, die sind eher allgemein gefrustet. Schau dir doch z.b. mal den Oldie an, der finde scheinbar alles scheiße....

Ich glaube, dann hast du aber Oldies sehr berührenden und beeindruckenden Post im "alten" Schaafthread in der Nacht zu gestern übersehen.

:tnx: Das Interview von KDF ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Wenn eine Geschäftsführung sich nur dem medialen Druck beugen würde, dann hätte sie ihren Beruf verfehlt. Wie due bereits schriebst: von den Fans ging so gut wie gar kein Druck aus, TS war und ist für viele der einzig wahre Werdertrainer, das ist ja auch hier nachzulesen. Werders Umfeld wäre sicher deutlich ruhiger, wenn die GF TS nicht entlassen hätte (von beidseitigem Einvernehmen will ich nicht sprechen), insofern hat sie die deutlich mutigere und in meinen Augen absolut nachvollziehbare Entscheidung gefällt. Nur sollten die Verantwortlichen und allen voran KDF nun auch dazu stehen und sagen, wie es ist, nämlich dass TS aus sportlichen Gründen gegangen wurde und dass die Analyse ergebn hat, dass er in den letzten Jahren zu viele Fehler in puncto Transfers, Nachwuchsförderung und Trainingsalltag begangen hat. Den schwarzen Peter nun den Medien zuzuspielen halte ich für charakterlos und wenig mutig. Ein Stück weit wird hier auch Herr Eichin im Stich gelassen, der für viele Hardcore-TS-Fans nun der Buhmann ist. Schwaches Bild!

:tnx:

Nein. An Lächerlichkeit sind diejenigen nicht zu überbieten, die die Bedeutung öffentlichen Drucks und die negativen Folgeerscheinungen in Hinsicht auf die tägliche Arbeit als eine Nebensächlichkeit abzutun versuchen.

Stimmt, aber lass uns bitte mal weiter über Werder und den hiesigen Druck der Medien sprechen und nicht über Schalke und Bayern.


Warum bezweifelst Du die Worte von KDF? Warum bezweifelst Du die Worte von Eichin. Der mediale Druck war mitentscheidend für die Entscheidung (Punkt!)

Eben. Mitentscheident. KDFs Worte sagen aber etwas anderes aus. Und wenn in dem Interview nicht ganz bewusst etwas verändert wurde, dann sind die Worte auch nicht anders zu deuten.

Wenn man fest der Überzeugung ist, dass GF und TS sich einvernehmlich getrennt haben, weil Schaaf ein schlechter Trainer für Werder sei, dann muss man zwangsläufig den Geschäftsführern Lüge oder aber zumindest Halbwahrheit unterstellen.

Ich sehe es so: es gibt für mich nur zwei Arten der Interpretation: entweder KDF sagt nicht die volle Wahrheit und versucht durch seine Aussagen jede Kritik an der Arbeit von TS aus der Öffentlichkeit zu halten oder aber KDFs Aussage entspricht der vollen Wahrheit. Dann wäre es an Naivität kaum zu überbieten. Und das noch völlig abhängig davon, dass man bei Werder anscheinend absolut null kritikfähig ist, wenn man das immer noch laufe Lüftchen aus dem medialen Umfeld Werders schon als "unmenschlich" bezeichnet.

Und das sich ein Unternehmen/Einzelpersonen/Regierungen dem Druck der Presse beugen, das passiert jeden Tag.

Das mag sein. Aber keines dieser Unternehmen/Einzelpersone/Regierungen ist so naiv, das auch noch öffentlich der Presse mitzuteilen.

Ich will der GF keinesfalls einer Lüge bezichtigen, aber ich bin davon überzeugt, dass sie mit der Erklärung des medialen Drucks ganz einfach die Begründung in den Vordergrund gezogen haben, aus der man TS am wenigsten einen Strick drehen kann.

Das ist für mich die einzig vernünftige Erklärung.

Aufgrund des Drucks ist eine Bewertung der Arbeit mMn unmöglich, weil die Bedingungen unmenschlich waren.

Sorry, aber jetzt wird es hanebüchen.
 
Es ist schon zu geil. Als ich mal anmerkte, dass man Schaaf auch deshalb nicht halten könne, weil er sofort wieder in der Kritik stehen wurde, konnten die gerade die User, die jetzt hier den Medien die Schuld am Weggang Schaaf verkünden wollen, dies so gar nicht akzeptieren.

Die Aussagen sind doch eindeutig. Schaaf ist gegangen, weil die Leistungen nicht mehr stimmten. Und weil diese nicht mehr stimmten, war der Druck durch die Fans und Medien logischerweise stärker geworden. Aber hier von Unfairness und unmenschlichen Druck zu sprechen ist hier in Bremen wirklich abenteuerlich. Aber was tut mich nicht alles für den Thomas...:bier:
 
Wo distanziert sich Eichin von Fischers Kritik? Ich habe es bewußt auf die Aspekte verkürzt, die die Aussage von Eichin wiedergeben und die Interpretationsleistung der BILD entfernt.

Er stellt aber klar, dass zuerst einmal die schlechten Leistungen da waren und daraus der Druck der Medien resultierte. Daraus schließe ich, dass die Trennung von Schaaf in erster Linie auf einer sportlichen Entscheidung beruhte.
 

Wir Fans sollten Uns Zeit nehmen mit Werder !!!
MMn. sollte man 2 Jahre Zeit schon die Weser fließen lassen, bevor nach dem Wasserstand geschaut wird.

Das 1. Jahr der Neuausrichtung der Spielstrategie Trainer(inklusive neue Spieler...), Festigung des Teams (Gruppenkuscheln), wie auch immer;)), die Arbeit zwischen Manager und Trainer, Außendarstellung (Presse) , Sponsoren, usw...Werder erstklassig halten !
Im 2. Jahr die Festigung und Positionierung eines sportlichen Ziels (z.B. nahe EL oder einstelliger Tabellenplatz).

Ich fand gut von Herr Fischer, dass nicht nur die Fans und besonders die Erfolgsfans zulange von CL geträumt haben und die reale sportliche Situation Werders in den nachfolgenden Jahren verkannt haben,sondern das an Kompetenz übermächtige GF und AR, in Person von Herr Lemke :ugly:

Und wer so naiv glaubt, das Lemke nur beratene Funktionen im Sinne des AR hat und sich nicht ins operative Geschäft der Werder Bremen GmbH einmischt, sollte genauer hinhören, Weiter-Verpflichtung TS.
 
Als wenn Werder Bremen den Trainer entlässt, wenn die Medienlandschaft mal ein bisschen Feuer macht. Wenn Werder von Schaaf restlos überzeugt gewesen wäre, wäre er heute noch Trainer!
 
Das Interview war inhaltlich gut und stimmig.

Genau so kann man die Lage unseres Vereins einschätzen.

Jo, bestätigt noch mal das, was er auch vorher gesagt (zu den Trennungsgründen) und stellt die nächste(n) Saison(s) in den Blick: kein CL-Club mehr (seit mehreren Jahren schon), sondern 6-Jahre CL waren Ausnahmeerscheinung und damit das "eigentliche Wunder von der Weser".

Edit: Hat natürlich auch den Transferirrsinn mit den Risikospielern angesprochen. Genau so lag und noch liegt die Problematik, mMn.
 
Jo, bestätigt noch mal das, was er auch vorher gesagt (zu den Trennungsgründen)

Naja, nicht wirklich. Von einer Medienhetze, deren Druck man sich beugen musste, wurde hier kein Wort mehr verloren.

und stellt die nächste(n) Saison(s) in den Blick: kein CL-Club mehr (seit mehreren Jahren schon), sondern 6-Jahre CL waren Ausnahmeerscheinung und damit das "eigentliche Wunder von der Weser".

Ja, damit hat er vielleicht auch Recht. Wir Fans haben ja teilweise jetzt noch den Anspruch, dass es auf schnellstem Wege wieder in die CL geht. Da kann man der GF nicht unbedingt den Kopf abreißen wollen, wenn diese selbst den Anspruch ein wenig zu lang hatte. Wir sollten zufrieden sein, wenn es mit dem (jetzt eigentlich erst wirklich so zu nennenden) Umbruch erstmal wieder in Richtung europäische Plätze geht. Solang wir nicht wieder um den Abstieg spielen müssen, hat der neue Trainer (sowie natürlich TE) bei mir aber auch ne ganze Menge Zeit, um hier wieder etwas aufzubauen.

Edit: Hat natürlich auch den Transferirrsinn mit den Risikospielern angesprochen. Genau so lag und noch liegt die Problematik, mMn.

Das fand ich interessant. In dem "Textinterview" klang das ziemlich danach, dass er sich in den beiden Sündenböcke suchen wollte. Nun habe ich das grundsätzlich anders verstanden. Man hat weiter an dem System festhalten wollen, schwierige aber hochtalentierte Spieler einbauen zu wollen und durch den Anspruch CL, von dem man sich zu spät trennte, kamen dann auch Verpflichtungen wie die von Elia oder MA zustande, weil man dachte, diese könnten uns wieder nach oben bringen. Schlussendlich interpretier ich das so, dass man durch diese Verpflichtungen einen zu großen Schritt gemacht hat. Die beiden sind keine Spieler, die die Mannschaft aus der Unsicherheit reißen und Spiele drehen. Es sind Spieler, die in einer intakten Mannschaft den Unterschied ausmachen können, aber es fehlt momentan an der Grundsubstanz und da würde ich mich nun sogar der Theorie anschließen, dass uns dann doch auch ein wenig Erfahrung gefehlt hat. Vielleicht nicht unbedingt eine zu messende Erfahrung, sprich Bundesliga-Einsätze, oder ähnliches, sondern einfach Spielertypen, die in schwierigen Situationen wissen, was zu tun ist und Sicherheit ausstrahlen.. der Mannschaft Stabilität verleihen..
 
Naja, nicht wirklich. Von einer Medienhetze, deren Druck man sich beugen musste, wurde hier kein Wort mehr verloren.

Ich hatte das auch nie von Fischer so verstanden, dass sich Werders GF "dem Druck der Medienhetze" gebeugt hätte oder beugen musste. Eher: Mit TS ist die Erwartungshaltung von außen, die sicher durch die Medien transportiert und verstärkt wurde/wird, nicht mehr passend auf Werder im IST-Zustand. Denn:

Ja, damit hat er vielleicht auch Recht. Wir Fans haben ja teilweise jetzt noch den Anspruch, dass es auf schnellstem Wege wieder in die CL geht.

Denn so war es. Ein ausgerufener Umbruch war kein Umbruch, ausgegebene Ziele wurde nach oben korrigiert, der große Qualitätsverlust (nicht Potenzialverlust) wurde im TS-Thread häufig als nicht existent beschrien, in den Spielerthreads andersherum wurde der Qualitätsverlust anerkannt, aber immer mit dem Rückwärtshaken "TS ist schuld an den Transfers und/oder der fehlenden Entwicklung", am Ende konnte TS sagen, was er wollte, es wurde als Zeichen seiner Inkompetenz, Sturheit, etc. ausgelegt. Sagte er "Dinge" (vielleicht sein Lieblingswort), war der Hohn und Spott nicht fern, gerne auch in "B*LD-drei-Pünktchen-Manier" ("..."), was ich persönlich ungefähr dreimal so schlimm finde, wie das häufige Nutzen eines Lieblingswortes. Kurz: TS konnte gar nicht mehr in Ruhe arbeiten, die Spieler ebenfalls nicht. Es wurden unpassende Vergleiche angestellt. Nicht nur hier, auch im worum, in den Medien, z.B. in Kommentaren zu Artikeln, in Umfragen in der B*LD, im WK, in der SKZ, bei Interviews.
Hier musste es also zu einer Anpassung Anspruch/Wirklichkeit, IST/SOLL, kommen.

Da kann man der GF nicht unbedingt den Kopf abreißen wollen, wenn diese selbst den Anspruch ein wenig zu lang hatte. Wir sollten zufrieden sein, wenn es mit dem (jetzt eigentlich erst wirklich so zu nennenden) Umbruch erstmal wieder in Richtung europäische Plätze geht.

Das meinte ich. Ebenso die Vorstellung, dass es in Richtung europäische Plätze gehen soll. Das ist zwar richtig, aber nichts anderen haben KATS etc. zum Saisonstart mittelfristig ausgegeben. Und mal ehrlich, nach der Hinrunde sah das auch noch so aus, dass es ganz gut klappen könne, zumindest für mich.

Solang wir nicht wieder um den Abstieg spielen müssen, hat der neue Trainer (sowie natürlich TE) bei mir aber auch ne ganze Menge Zeit, um hier wieder etwas aufzubauen.

Bei mir hat der Trainer diese Zeit auch dann, wenn wieder ein hartes Jahr bevorstehen sollte. Denn niemand kann zaubern. Wir werden im Sommer viel Qualität und Potenzial verlieren und sie durch Qualität und weniger Potenzial auffüllen. Es bleibt zu hoffen, dass es nächste Saison wieder ein paar Teams in der Liga gibt, die es noch schwerer haben, etwa Braunschweig, Augsburg, (Hertha), K'lautern/Hopps und zudem, dass einige Teams, die diese Saison besser waren als erwartet, ausgekauft werden bzw. sich auf einem niedrigerem Niveau einpendeln: Frankfurt und Freiburg, zudem noch weiter H96 und Gladbach etc.

Das fand ich interessant. In dem "Textinterview" klang das ziemlich danach, dass er sich in den beiden Sündenböcke suchen wollte. Nun habe ich das grundsätzlich anders verstanden. Man hat weiter an dem System festhalten wollen, schwierige aber hochtalentierte Spieler einbauen zu wollen und durch den Anspruch CL, von dem man sich zu spät trennte, kamen dann auch Verpflichtungen wie die von Elia oder MA zustande, weil man dachte, diese könnten uns wieder nach oben bringen.[...]

Ich habe das nie so verstanden, dass es an den beiden gelegen haben soll. Fischer lieferte eine Systemkritik, keine Personenkritik. Im übrigen wurde MA geholt, um die CL als Ziel zu halten. Die Problematik war mMn nach eben, dass man zu viele dieser Spielertypen geholt hat, jeweils für teuer Geld, gleichzeitig aber die gefestigten Spieler in Masse abgegeben hat. Ein, zwei Diven hätte Werder sicher verkraftet, wenn es denn sonst ein stabiles Gebilde gegeben hätte.
 
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