Klausdampf in allen Gassen ... ein Teil des Gesamtproblems ...
........ eines der Hauptprobleme. KA war schon in der Vergangenheit andauernd überfordert, weil er praktisch 2 Vollzeitjobs machen mußte - und das noch in einer persönlich so ungeheuer schweren Zeit. Das konnte niemand schaffen.
Es wäre für Werder besser gewesen, er hätte sich auf seinen Job als sportlicher Direktor konzentrieren können. Dann hätte es auch bessere Transfers gegeben. Im Nachhinein ist auch die zu enge Verbindung zu TS, die lange Zeit mit ein Garant für den Erfolg war, jetzt ein Hindernis.
Das was Lattek immer als Lebenserfahrung von sich gibt, nirgendwo länger als 5 Jahre zu trainieren ist nicht ganz so falsch. Im Falle von TS wären auch 8 oder 9 Jahre völlig o.k. gewesen - aber irgendwann ist anscheinend wirklich die Luft raus. Und bei den Gegenbeispielen wie Ferguson oder Wenger ist es eben so, das die das Geld haben, ständig neue hochkarätige Spieler zu kaufen, so das nach 2-3 Jahren die Kader sowieso völlig verändert sind. Da kann der Trainer ewig dasselbe machen, für die Spieler ist es neu, weil SIE neu sind.
Bei Werder fingen die Probleme an, als nicht nur der Trainer + Manager 8 Jahre da waren, sondern als man nach den Erfolgen anfing, Spieler sehr langfristig zu binden und sehr wenig Fluktuation im Kader war.
Ich mache mir in diesem Zusammenhang Gedanken über den damaligen Wechsel von Christian Schulz. Der hatte bei Werder eine gute Zukunft vor sich und hätte wohl auch deutlich mehr verdient. Trotzdem kam er aus dem Sommerurlaub und wollte plötzlich nur noch weg, er erklärte später mal er habe das Gefühl gehabt, alles sei gleich und mache keinen Spaß mehr. Er ging lieber zum Abstiegskandidaten nach Hannover.
Sportlich war das keine Flucht, denn er hatte bis dahin ja jedes Jahr die Linksverteidiger, die man ihm vorsetzte, ausgestochen und wenn ich mir unsere jetzigen Verteidiger so anschaue, hätte er bis heute gute Chancen dazu gehabt - ebenso wie auf seiner Lieblingsposition auf der "6" zu spielen.
Darüber sollte man mal nachdenken.