Klaus Allofs

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Und 2006 und 2007 wurde ihre Serie von Meisterschaften herb unterbrochen.

Abgesehen davon: Für Trondheim zu arbeiten ist nicht mit der Arbeit für einen Bundesligaverein vergleichbar. Es herrschen völlig verschiedene Ausgangssituationen: In der Tippeligaen ist Trondheim sowas wie der FC Bayern. Die finanziellen Sorgen für den Ligabetrieb sind gering. Zweitens ist die Liga für ausländische Topspieler völlig uninteressant, also muss man sich im Scouting ganz anders orientieren. Auch im Marketing werden ganz andere Brötchen gebacken: Fußball ist in Norwegen viel weniger im Medienfokus als in Deutschland. Das ganze Vereinsumfeld ist kleiner, weil gar nicht so viele Sponsoren, Fans und Persönlichkeiten im Spiel sind. Ergo ist der Erfolgsdruck gar nicht mit dem bei einem BuLi-Verein vergleichbar. An all diese Unterschiede müsste sich Bratseth also erstmal gewöhnen, auch wenn er die BuLi von früher her als Spieler kennt. Aber wie gesagt: von früher her. Seit den 90ern hat sich viel verändert.
 
Interessant fand ich heute die Aussage im Dopa, dass KA zu viele Baustellen auf einmal beackert. Völlig richtig. Er ist sicher immer noch ein hervorragender Fachmann. Aber einer, der keine Zeit mehr hat, sich um sein Kerngeschäft zu kümmern. Dort muss unbedingt Abhilfe geleistet werden. Der Mann gehört nicht entlassen, sondern entlastet. Wenn man bei Werder aufräumen will, sollte das in der Geschäftsführung beginnen.
 
Allofs nimm endlich deinen Hut!
Durch deine Sparwirtschaft hast du Werder erst in diese Situation gebracht.
Hättest du Diego zurück geholt als es möglich war wären wir jetz nich in dieser Situation auch wenn er in Wolfsburg nicht gerade der überflieger ist hätte er bei Werder sicher wieder eingeschlagen.
Wir brauchen einfach einen guten Spielmacher! :ugly:
 
Interessant fand ich heute die Aussage im Dopa, dass KA zu viele Baustellen auf einmal beackert. Völlig richtig. Er ist sicher immer noch ein hervorragender Fachmann. Aber einer, der keine Zeit mehr hat, sich um sein Kerngeschäft zu kümmern. Dort muss unbedingt Abhilfe geleistet werden. Der Mann gehört nicht entlassen, sondern entlastet. Wenn man bei Werder aufräumen will, sollte das in der Geschäftsführung beginnen.

bin ganz deiner Meinung, guter Beitrag
 
egal was passiert aber irgendwas muss passieren:

Kurztrainingslager mit Saufen
Schuhwechsel und die alten verbrennen
Entlastung oder Entlassung von Irgendjemanden
Aufbau des psychologischen Stabes
2-3 Spieler auf die Tribüne schicken (abwechselnd damit jeder mal sieht was das für ne riesen Hühnerkacke ist)
4 Kette auf Fritz-Prödl-Merte-Schmidt umstellen und lassen damit Abseits und Absprachen besser klappen
gegen unterklassiege Gegner unter der Woche Trainingsspielchen damit das Selbstvertrauen wieder kommt und Spielzüge nach vorne sich einschleifen
keine freien Tage mehr und ein 8 Stunden Tag
und und und
 
Und 2006 und 2007 wurde ihre Serie von Meisterschaften herb unterbrochen.

Für genau zwei Jahre, stimmt.

Abgesehen davon: Für Trondheim zu arbeiten ist nicht mit der Arbeit für einen Bundesligaverein vergleichbar. Es herrschen völlig verschiedene Ausgangssituationen: In der Tippeligaen ist Trondheim sowas wie der FC Bayern. Die finanziellen Sorgen für den Ligabetrieb sind gering. Zweitens ist die Liga für ausländische Topspieler völlig uninteressant, also muss man sich im Scouting ganz anders orientieren. Auch im Marketing werden ganz andere Brötchen gebacken: Fußball ist in Norwegen viel weniger im Medienfokus als in Deutschland. Das ganze Vereinsumfeld ist kleiner, weil gar nicht so viele Sponsoren, Fans und Persönlichkeiten im Spiel sind. Ergo ist der Erfolgsdruck gar nicht mit dem bei einem BuLi-Verein vergleichbar. An all diese Unterschiede müsste sich Bratseth also erstmal gewöhnen, auch wenn er die BuLi von früher her als Spieler kennt. Aber wie gesagt: von früher her. Seit den 90ern hat sich viel verändert.

Du meinst doch jetzt nicht ernsthaft, dass du mir den norwegischen Fußball erklären musst, oder? :lol:

Was meinst du, warum Trondheim der FC Bayern Norwegens geworden ist? Nicht, weil denen das Geld von Sponsoren nur so in den A... geblasen wurde, sondern weil sie unglaublich effektiv gearbeitet haben und sich so (z.B. durch die regelmäßige Teilnahme an der CL) einen finanziellen Vorsprung vor anderen norwegischen Vereinen herausarbeiten konnten. Und das, obwohl in Norwegen das Geld in Oslo, Bergen und Stavanger sitzt.
Die norwegische Liga ist zwar nicht für ausländische Topstars interessant, aber es werden immer wieder unbekannte ausländische Talenta hierher gelockt, die sich dann bekannt machen und später von großen Vereinen aus anderen Ligen gekauft werden. Ich mag da nur an John Obi Mikel bei Chelsea erinnern.
Auch wenn es in Norwegen mindestens zwei Nummern kleiner ist, so entspricht die Art, wie Trondheim arbeitet und Erfolg hat, ziemlich der von Werder.
 
Interessant fand ich heute die Aussage im Dopa, dass KA zu viele Baustellen auf einmal beackert. Völlig richtig. Er ist sicher immer noch ein hervorragender Fachmann. Aber einer, der keine Zeit mehr hat, sich um sein Kerngeschäft zu kümmern. Dort muss unbedingt Abhilfe geleistet werden. Der Mann gehört nicht entlassen, sondern entlastet. Wenn man bei Werder aufräumen will, sollte das in der Geschäftsführung beginnen.

Das klang heute im Dopa absolut logisch und ist es vielleicht auch.
 
Ja, im Falle eines Falles wäre Rune auch der erste Name, der mir dazu einfiele. Der ist im Gegensatz zu den beiden anderen Genannten nicht nur Sympathieträger, sondern auch erfahren in den Aufgaben, die einen guten Sportdirektor ausmachen. Und er hat bewiesen, dass er das sehr erfolgreich stemmen konnte. Aber wie gesagt, ob er es dann tatsächlich auch bei Werder machen möchte, ist dann eine andere Frage. Vielleicht aus emotionalen Gründen, wenn der Verein tatsächlich absteigen sollte.

Frage bleibt, ob sich "der gute Rune" das auch antun wollte....
 
Insgesamt könnte ich mir Bratseth aber schon eher vorstellen als Baumann oder Bode, denen in meinen Augen der Drive für diesen Job zu fehlen scheint. Gerade bei Baumann kann ich mir den nötigen Biss einfach nicht vorstellen.

Man könnte die Aufgaben ja so verteilen, dass sie auf beide passen. Bode ist schon ein Schlitzohr und könnte mehr nach außen hin arbeiten, also die vertraglichen Dinge übernehmen. Baumann als "Diplomat" eher vereinsintern, als Mittler zwischen den verschiedenen Ebenen.
 
Die Transferpolitik von KA in der Winterpause war jawohl die Peinlichkeit schlechthin. Da werden mit Samuel und Avdic zwei Perspektivspieler verpflichtet, die 6 (!) Spiele nach Rückrundenstart immer noch nicht fit sein sollen, und mit Almeida wird ein Stürmer abgegeben, der voll im Saft stand und in der Hinrunde einen sehr guten Lauf hatte.
Bei Schalke wurde Magath für die Einkäufe von Charisteas und Karimi, die seit Monaten vereinlos waren und deshalb jetzt ebenfalls nicht fit sind, von den Fans in der Luft zerrissen. Bei uns werden solche Schwachsinns-Transfers mehr oder weniger klaglos hingenommen.
Von den sonstigen Einkäufen vor dieser Saison kann man nur den Einkauf von Wesley als einigermaßen gelungen ansehen, über Silvestre und Arnautovic sollte lieber der Mantel des Schweigens gelegt werden.
Allofs ist für mich das größte Problem bei Werder, auch wenn die Transfers natürlich mit TS abgesprochen werden. Trotzdem trägt er als Manager den Hauptteil der Schuld bei den Katastrophentransfers. Er war (!) mal bekannt für sein gutes Näschen, mittlerweile scheint er aber den Durchblick verloren zu haben.
Würde es für sinnvoll erachten, dass Werder und KA nach der Saison getrennte Wege gehen, dann ist für KA wenigstens auch der Weg frei, zurück zu seiner geliebten Fortuna zu gehen.
 
Interessant fand ich heute die Aussage im Dopa, dass KA zu viele Baustellen auf einmal beackert. Völlig richtig. Er ist sicher immer noch ein hervorragender Fachmann. Aber einer, der keine Zeit mehr hat, sich um sein Kerngeschäft zu kümmern. Dort muss unbedingt Abhilfe geleistet werden. Der Mann gehört nicht entlassen, sondern entlastet. Wenn man bei Werder aufräumen will, sollte das in der Geschäftsführung beginnen.

:tnx::tnx::tnx:

MEINE REDE! Nachdem ihm Lemke diese Doppelfunktion "eingebrockt" hat, fehlt ihm in der Tat die Zeit für seine eigentlichen Aufgaben und Stärken. Das Gespann Born/Allofs war seinerseit perfekt, nochmals danke Willi!

Als erstes sollte man bei Werder ganz oben aufräumen, nämlich beim AR-Vorsitz, Lemke hat genug Schaden angerichtet, sein abartiger Populismus und Scheinheiligkeit geht mir schon seit Ewigkeiten auf den Geist.

Nochmal zu Allofs: Wie auf diesen Mann jetzt hier eingedroschen wird ist für mich eine grenzenlose Sauerei.
Allofs hat über ein Jahrzehnt wunderbare, hervorragende Arbeit bei Werder geleistet. Das Dilemma begann mit der Zerfleischung von Born und dem damit verbundenen Aufbürden vieler zusätzlichen Aufgaben für Allofs, der sich so gar nicht mehr auf seine eigentlichen Aufgaben und Stärken konzentrieren konnte.

Dazu kam, wie auch Stefan Kuntz im DP absolut richtig erkannte, seine schwerwiegende private Situation.
Ich kann aus zuletzt erlebter eigener Erfahrung nur folgendes dazu sagen: Wenn man hautnah miterleben muß, wie ein geliebter Mensch schwer/totkrank dem Ende entgegen geht, dann geht das emotial und nervlich gewaltig an die Substanz. Dann kann kein normaler Mensch mehr hundertprozentige Konzentration für den Job aufbringen, erst recht nicht für so einen zeitraubenden Full-Time-Job.
Wie Allofs das trotzdem noch so bravorös hinbekam, davor habe ich einen Riesenrespekt und absolute Hochachtung!
Null Respekt und sogar Abschaum empfinde ich dagegen für die Leute, die dermaßen anstandslos jetzt auf ihn eindreschen.
Wenn diese Leute auch nur ein ganz kleines bißchen vom Charakter eines Klaus Allofs hätten dann könnten sie stolz sein!

Gruß vom
Werder-Oldie
 
MEINE REDE! Nachdem ihm Lemke diese Doppelfunktion "eingebrockt" hat, fehlt ihm in der Tat die Zeit für seine eigentlichen Aufgaben und Stärken. Das Gespann Born/Allofs war seinerseit perfekt, nochmals danke Willi!

Dass Lemke weg muss, haben schon 1999 Dutzende im damaligen "Gästebuch" gefordert. Immerhin kam dann erstmals ein Sportdirektor - Allofs. Alle hofften, dass Lemke damit so gut wie raus ist, aber nein, er blieb im Sessel kleben und zieht immer noch die Fäden. Das meine ich, wenn ich von strukturellen Problemen spreche.

Dazu kam, wie auch Stefan Kuntz im DP absolut richtig erkannte, seine schwerwiegende private Situation.

Niemand hätte Allofs verurteilt, wenn er damals gesagt hätte: "Leute, ich zieh mich jetzt mal ein Jahr zurück. Mir gehts nicht gut." Also muss er sich heute auch die Kritik gefallen lassen.
 
Niemand hätte Allofs verurteilt, wenn er damals gesagt hätte: "Leute, ich zieh mich jetzt mal ein Jahr zurück. Mir gehts nicht gut." Also muss er sich heute auch die Kritik gefallen lassen.

:tnx:

Genauso seh ich das auch. Huub Stevens hat es in einer ähnlichen Situation genau so gemacht. Und Klaus Allofs hätte seinen Posten vorübergehend abgeben können. Dank seines Status bei Werder wäre das auch möglich gewesen, dass er bsplweise ein halbes Jahr um seine privaten Dinge gekümmert hätte. Die katastrophale Transferpolitik kann damit aber nicht (oder nur teilweise) erklärt werden.
 
Die Frage ist, welchen Anteil Rune daran hatte. Meines Wissens war er am Beginn der 14-jährigen Serie noch nicht dort.

Immerhin hat noch 12 der 14 Jahre als Sportdirektor miterlebt. In der Zeit werden sicher drei bis vier volle Kader ausgetauscht worden sein. So gering kann sein Anteil also nicht gewesen sein. Und dass Bratseth in der Zeit der starke Mann bei Rosenborg war, steht ja wohl außer Zweifel.
 
Niemand hätte Allofs verurteilt, wenn er damals gesagt hätte: "Leute, ich zieh mich jetzt mal ein Jahr zurück. Mir gehts nicht gut." Also muss er sich heute auch die Kritik gefallen lassen.

:tnx: Absolut. Habe damals auch absolute Hochachtung vor Münte empfunden, als er sich um seine totkranke Frau gekümmert und eine Weile von der politischen Bühne zurückgezogen hat. Aber der Job von Herrn Allofs ist nunmal nicht mit 80% Einsatz zu machen, zumindest hätte er Entlastung durch einige Zuarbeiter erhalten müssen.
 
MEINE REDE! Nachdem ihm Lemke diese Doppelfunktion "eingebrockt" hat, fehlt ihm in der Tat die Zeit für seine eigentlichen Aufgaben und Stärken. Das Gespann Born/Allofs war seinerseit perfekt, nochmals danke Willi!

Also ich denke dass KA mehr Schuld an der aktuellen Situation hat als Lemke. Die lange Reihe der Transferflops hat nicht Lemke zu verantworten sondern KA und TS. Und wenn KA nicht genügend Zeit hat für das was er am besten kann, dann muss er das eben ändern im Verein. Deshalb ist er ja nicht Hausmeister sondern sitzt etwas höher.
 
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