Machen wir uns nichts vor: Legt Werder - Stand jetzt - 8-10 MIos auf den Tisch, dann kriegen sie ihn. Chelsea braucht ihn aktuell nicht, sonst hätten sie Marin nicht geholt. Vielleicht brauchen sie ihn nächsten Sommer? Das kommt darauf an, wen sie noch alles verpflichten bzw. loswerden.
Sicher ist da gar nichts. Unsere Chancen sind allerdings eher minimal. Wenn nicht sogar eher gering.
Ich schreibe es wirklich nur ungern, Schmolle, aber das ist meiner Meinung nach so vollkommener Quatsch.
Ersteinmal stellt sich mir die Frage, woher Werder 8-10 Millionen für einen Kauf de Bruynes nehmen sollte. Es wurde zwar von offizieller Seite bestätigt, dass Werder, auch ohne internationalem Geschäft, in der Lage ist, Transfers zu tätigen. Aber bestimmt nicht in dieser Größenordnung. So viel Geld hat man für einen Spieler schon früher nur in Ausnahmefällen bezahlt. Selbst wenn man einen Abgang, der eine größere Summe beschert, wie es zum Beispiel bei den Personalien Arnautovic und/oder Sokratis der Fall wäre, zu verzeichnen hätte und man sich für das internationale Geschäft qualifiziert, wird man das Geld nicht sofort wieder investieren, schon gar nicht in nur eine Personalie.
Außerdem wurde doch nirgends gesagt, dass Chelsea ihn nicht brauche. Natürlich brauchen die Londoner ihn Stand jetzt nicht. Was aber viel mehr daran liegen dürfte, dass er in seiner Entwicklung, auch körperlich noch nicht weit genug ist. Denn auf Grund dessen wurde er überhaupt verliehen. Der Kauf von Marin hat damit wohl überhaupt nichts zu tun. Marin wurde geholt, weil er talentiert aber schon einen Schritt weiter als de Bruyne ist, in das neue Chelsea System passt und er den Kader in der Breite verstärken kann. Beide Personalien sind völlig unabhängig voneinander zu betrachten, abgesehen davon, dass der Marin Verkauf eine Leihe de Bruynes wohl erst ermöglicht hat.
De Bruyne wird bei Chelsea nun ersteinmal im Sommer die Vorbereitung mitmachen, dann wird man dort entscheiden, ob man ihn noch ein Jahr verleihen wird. Verleihen wird man ihn dann bevorzugt innerhalb der Premier League, damit er sich an das Tempo dort gewöhnt und man ihn besser im Blick hat. Ähnlich wie Werder vollzieht Chelsea derzeit einen Umbruch, de Bruyne ist eine Investition in die Zukunft. Chelsea hat sich den nicht ohne Grund zehn Millionen kosten lassen und ihn mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet.
Sollte Chelsea sich dafür entscheiden, de Bruyne noch ein Jahr abzugeben, damit er anderswo Spielpraxis sammeln kann, und sollten sie nicht darauf bestehen, dass dieser Transfer innerhalb Englands stattfindet, sehe ich unsere Chancen nicht einmal als allzu gering an. Denn Kevin wird mit Sicherheit keine Lust haben, sich schon wieder an ein neues Umfeld gewöhnen zu müssen und deshalb einen Verbleib in Bremen favorisieren.
Für Werder wird es wichtig und entscheidend sein, auf eine frühzeitige Entscheidung Chelseas zu drängen. Denn sollte Chelsea sich pro de Bruyne entscheiden und nicht mit sich reden lassen, muss man einen entsprechenden Nachfolger finden und überzeugen. Und das kann sich durchaus hinziehen, zumal es wichtig wäre, dass Mister X. die Vorbereitung mit absolvieren würde, da er erst in das Team integriert werden müsste, vor allem, weil die "8" eine Schlüsselposition darstellt.