Naja, nicht 30Jahre Hochleistung, sondern 30Jahre generelle Lebensdauer
Du, ich bin Neurologe und kein Orthopäde...das mal vorweg
Mit Stabilität meinte ich Stabilität im Knie an sich. Die Gelenke, die man sich so vorstellt, werden ja meist als Pfanne und nem runden Kopf, der sich drin dreht dargestellt. Da passen die Knochen auch zusammen.
Im Knie ist das anders. Der Femurkopf (vom Oberschenkel-Knochen) ist 3x größer als die Platte, die vom Schienbein (Tibia) gebildet wird. Der Kopf berührt seine "Pfanne" also nur punktförmig und es findet bei jeder Bewegung mehr eine Roll-Gleit-Bewegung statt, während bei den meisten anderen gelenken, der Kopf nur in der Pfanne "rollt"
Die fehlende Knochenführung wird eben durch die Menisken ausgeglichen, die keilförmig zur Mitte dünner die Auflagefläche vergrößern. Dadurch entstehen aber im Grunde 2 unvollständig getrennte Gelenke (Femur-Meniskus und Meniskus-Tibia).
Außerdem hat das Kniegelenk im Vergleich zu anderen Gelenken eine recht schlaffe Gelenkkapsel.
Daraus resultierend ist das Kniegelenk in sich einfach eben nicht so stabil (was ja auch nötig ist für den großen Bewegunsspielraum in den 2möglichen Ebenen). Es ist evolutionsbedingt nun mal nicht dafür gedacht 80Jahre lang jeweils die Hälfte des Gewichts zu tragen, sondern eben nur wenn wir mal vom Baum kurz runter müssen
Gehalten wird das ganze dann halt von den 2 Kreuzbändern und den 6 Außenbändern. Und da kommt dann halt alles zusammen. Wenn ein Band nicht richtig straff ist, wenn der Muskel nicht gut trainiert ist, zu dem das Patellarband gehört, wenn die Menisken nicht richtig gleiten, an denen manche Bänder verankert sind usw usw dann verschiebt sich da alles irregulär gegeneinander und nutzt sich viel schneller ab als eh schon.
Das ging jetzt natürlich alles um Ikeng´s Knie
OT: Ja, die richtige Bandage hilft da sehr viel, da sie seitliche Ausweichbewegungen unterbindet