der aus 16 Meter gegen Bayern hat mir ja beim zugucken weh getan.
Da wurde vorher aber auch der Abwehrspieler getunnelt, insofern sieht Pavlenka den Ball viel zu spät.
Die Bewertungen sagen MIR, das dort REALISTISCH beurteilt wurde. Und das war in Berlin eben eine klare 3, befriedigend eben. Nicht mehr und nicht weniger!
Das mag für dich so sein, wenn du auch nach Spektakel und nicht nach Leistung bewertest. Pavlenka hat sich in Berlin keinen Fehler erlaubt, gehalten was zu halten war, zwei sehr gute Paraden gezeigt und bei den Strafraumszenen jederzeit Sicherheit ausgestrahlt. Für mich war die Leistung gut- , für mehr hat mehr Arbeit gefehlt.
Ich gebe ihm keine Schuld am Gegentor, verweise aber darauf, dass das nicht sein erstes "Tunneltor" war. Wiede wurde hier immer angegriffen wegen seiner vermeintlichen Schwäche bei "Kurze-Eck-Schüsse". Eigentlich müsste man entsprechend jetzt Pavlenka wegen seiner "Tunneltore" kritisieren.
Das sind zwei, torhütertechnisch, völlig verschiedene Arten des Gegentores.
In einer 1gg1-Situation ist es nicht untypisch ein wenig breitbeinig zu stehen, um jeweils links oder rechts schnell agieren zu können. Enke hat sich bspw angewöhnt, ein Bein anzuwinkeln, um den Tunnel zu erschweren, was aber eine besondere Technik ist. Insofern kann, bei einem gezielten guten Abschluss, wie der von Leckie, ein Tunnel eben passieren, vor allem bei einer solchen Schussgewalt aus kurzer Distanz, oder bei einem Flachschuss wie in Bayern, der sehr spät erst erkannt wird.
Eine ganz andere Situationen sind Schüsse ins kurze Eck. Geht der Torwart raus oder bewegt sich zur Seite weil ein Stürmer Halb-Strafraumnähe aufs Tor geht, muss die kurze Ecke zu sein, weil die lange Ecke dann durch einen Sprung erreichbar ist. Der Sprung muss dann so weit sein, dass entweder der Ball erreicht wird, oder der Ball vorbei geht, im Optimalfall. ODER, was auch viele Keeper machen, ist die kurze Ecke etwas auflassen, um den Stürmer zum Abschluss dorthin zu locken, dann sollte man diese Schüsse aber auch parieren. Wird im Training oft trainiert.
Bei Wiedwald konnte ich dbzgl keine ausgewiesene Schwäche erkennen. Es fiel lediglich auf, dass er in den letzten drei Spielen drei (oder vier) solcher Gegentore kassierte.
Bälle in die kurze Ecke sind eher Stellungsfehler des Keepers als ein Tunnel. Ausser man bekommt einen Tunnel aus 16m mit freier Sicht, das sind natürlich die ganz dicken Patzer.