Horst Steffen (z. Zt. vereinslos)

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Da ja auch schon Fragen aufkamen, ob er auch hier von der Dreier- zur Viererkette wechselt, habe ich mal einen interessanten Ausschnitt aus seinem Podcastauftritt herausgesucht (aus dem Podcast "From Coach to Coach" #44; ab 06:40 min):
Zitat von Coach to Coach-Podcast:
[...]
Interviewer: Thema Grundordnung: Du setzt ja jetzt seit längerem schon auf ein 4-2-2-2 beziehungsweise 4-2-3-1, mal ein bisschen abgewandelt. Du hast ja eben angesprochen, Paul Wanner war dann in der Rückrunde vor allem auf dieser Zehnerposition, die Paul Stock dann vor allem in der Hinrunde inne hatte. Sagst du, diese Grundordnung ist so dein - es wirkt zumindest so - Heiliger Gral, in der sich die Spieler auch wohlfühlen können und entwickeln können im Vergleich zu anderen Grundordnungen? Oder hat das ganz andere Beweggründe?

Horst Steffen: Es ist sicherlich vom Personal auch da abhängig. Also ich werde schon so aufstellen, dass ich sage, das macht am meisten Sinn für die Spieler, die da sind und für die besten Spieler, die da sind. Das habe ich von Lucien Favre übernommen. Der sagte, vielleicht hat er es auch von irgendeinem übernommen, die besten Spieler sollen auf die beste Position kommen und dann solltest du die Grundordnung ein Stück weit danach richten.

Und da war bei uns eben auch in der Vergangenheit Israel Suero ein toller Zehner, der sehr torgefährlich war, wo klar war, der kann nicht auf der 8 so gut spielen, auf der 6 sowieso nicht, Stürmer ist er nicht. Ich habe ihn zweimal als falsche 9 spielen lassen. Das hat dann auch funktioniert mit zwei schnellen Außen, die dann tief gingen, aber eigentlich war das auch mit unser torgefährlichster Spieler. Wir hatten dann einen Torjäger mit Koffi, der da auch nur hingehörte. Also die Anfangsformation, die ich hier gewählt habe, die Grundordnung, die war einfach den Spielern angepasst.

In Chemnitz habe ich mit einer Dreierkette begonnen und hatte nach sechs Spieltagen dann eben umstellen müssen, weil der Erfolg nicht so da war. Und das obwohl ich Julian Nagelsmann beim Training beobachtet hatte und die Spieler analysiert habe, mit ihm auch mal gesprochen habe. Ich war begeistert von seiner Idee, wie er das gemacht hat in Hoffenheim damals und habe gedacht, das machst du genauso und musste erkennen, dass es nicht gelungen war, weil die Spieler es nicht so umsetzen konnten und die Liga einfach auch da eine andere war. Also es bleibt immer dabei, Dinge anzupassen. Sind das noch die besten Spieler, ist es noch das beste System für die Mannschaft?
Ich habe die Grundordnung halt gerne und jetzt gegen Hannover war es wieder so, dass wir auch mal Notbälle spielen mussten, um ein Pressing zu überspielen und dann fällt der Ball runter und wir haben schon vier Leute da vorne. Also eine Wahrscheinlichkeit, dass wir die Bälle dann auch wieder erobern und von da aus ins Tempo kommen, die ist halt groß. Und ich persönlich bin gerne bei einer Viererkette, finde das gut, aber wir mussten auch schon mit einer Fünferkette spielen, um den Gegner einfach zu verteidigen, weil die Liga einfach so gut ist. Und Spieler so gut sind, dass ich sage, dann ist die Breite des Feldes manchmal mit vier Leuten nicht zu verteidigen.

Dann gab es eben den Switch, dass man sagt, in der Verteidigung machen wir es so, im Aufbauspiel unsere gewohnten Abläufe mit einem Vierer-Aufbau dann wieder, dass wir dann wirklich in den Spielphasen die Grundordnung geändert haben. Dann ist manchmal der Übergang ein bisschen schwierig, aber das haben die Jungs wirklich gut geschafft, dass wir von einem Vierer-Aufbau dann in eine Fünfer-Verteidigung kommen oder in eine Dreier-Verteidigung. Das ist gelungen und trotzdem merke ich auch, dass ich am meisten Spaß habe, wenn das mit der Vierer Kette gut funktioniert.
[...]
 
Herzlich Willkommen, Horst :schal:

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Ganz herzlich Willkommen, Herr Steffen. Was red' ich!? Horst! Lieber geduzt werden. Ich bin sehr gespannt und freue mich sehr, mitzuerleben, wie Du die Mannschaft anleiten, voranbringen und aufstellen wirst.

Ich habe mich tatsächlich gefragt ob es jetzt gut ist, dass man Außen so stark wahrnehmen kann, dass es jetzt eben mit 4-er-Kette und jungen Spielern weitergeht und damit klar wird, wie man sich auf Werder einstellen muss, bzw. dass eben so klar kommuniziert wird, wie man spielen möchte. Aber am Ende ist das ja eh niemals zu 100% in Stein gemeißelt und es gibt noch andere Faktoren, die ich als wichtig erachte und ich wünsche mir, dass er die Mannschaft mitreißen kann. Seine Herangehensweise, auf Leistung zu pochen und ein gutes, familiäres Umfeld zu haben, gefällt mir.
 
Sagen kann ich auch viel. Mal gucken, ob er die angeblichen Talente auch so sieht wie viele hier im Forum. Er wird später auch nach Punkten gemessen. Ich bin gespannt. Gruß Franky
 
Puh....ich weiß ja nicht....
Wenn ich so lese, dass es um eine gewisse "Haltung" und eine tolle Gemeinschaft geht, fehlt mir da irgendwie der Leistungsgedanke.
Wenn ich mich mit allen gut vertrage, aber am Ende absteige, ist das Geschrei groß...
Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen....
 
Fällt die Jacke so komisch?
Links sieht die länger aus als rechts (u.a. wenn er aus dem Aufzug steigt).
Da kommt mein innerer Monk zum Vorschein
:ugly:
 
...und fast vergessen

Herzlich Willkommen in Bremen und wünsche natürlich viel Erfolg bei uns Fischköppen :trommel::trommel::trommel:

Erwartung: eine sorgefreie Saison in der Werder nichts mit dem Abstieg zu tun hat und kommt am Ende mehr bei raus hab ich auch nichts dagegen. Aber Primärziel muss sein 40 Punkte so schnell wie möglich und erst danach neue Ziele setzen :opa:
 
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