Homophobie im Fußball

Keine Frage. Ich bin da nur nicht so optimistisch, dass das mal irgendwann auf alle abfärbt. Und Homophobie hat auch nochmal andere Ursachen, um mal wieder aufs eigentliche Thema zu kommen.

DAS ist klar. Alle wird man nie erreichen können, weil manche sich schlicht nicht ändern wollen. Aber wenn irgendwann auf dem Schulhof nicht 15 auf 2 losgehen sondern sich den 15 plötzlich 50 andere in den Weg stellen, dann hätte man viel geschafft. aufgeben darf man die Hoffnung nie.

Gilt auch für Homophobie, wenn sich gegen einen Pöbler nur ein anderer aufsteht, der Rest nur zuguckt oder zustimmt, wird sich nichts ändern

Wenn aber dem einen plötzlich 20 oder 30 ihre Meinung sagen, kommt der vielleicht ins Grübeln.


Mag sein das das alles nur ein frommer Wunsch ist, aber diesen Wunsch sollten wir alle haben, damit sich was ändern kann.
 
Ist ja das, was ich vorhin geschrieben habe. Gibt inzwischen genug potenziellen Gegenwind in deutschen Vereinen, also zumindest in den ersten zwei Ligen. Wobei ich mir da bei Vereinen wie Dynamo Dresden nicht so sicher wäre.
 
Es stellt sich immer dann ein Problem, wenn die Gegenseite aus gewaltbereiten Typen besteht, die dir ohne mit der Wimper zu zucken auf die Fresse hauen und für Argumente 0,0 empfänglich sind. Dann verstehe ich jeden, der sagt: hmmm neee, ich riskiere meinen Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) nicht.

Wobei das eher ein Thema der Zivilcourage ist.
 
Zitat von Stürmerbraut;2885879:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/i...ema.84ecacfe-3c5e-41a3-8019-af30739c2170.html

In Baden-Württemberg gibts es sogar Gegner, die Homosexualität als Unterrichtsgegenstand ablehnen, und dagegen eine Petition verfasst haben.

Das dazu, dass es "in der breiten Bevölkerung" schon sehr viel Akzeptanz gibt. :roll:

Die Verfasser und Unterstützer dieser Petition sind der kirchlichen Szene zuzuordnen (Pietisten).


Ich könnte :kotz:


Sind doch nur vereinzelte :D

Jepp, da kann man wirklich nur :kotz: Aber bei den kirchlichen wundert mich nichts mehr...
Immerhin sind ja Kondome mittlerweile erlaubt, wenn es darum geht sich vor Krankheiten zu schützen :D
 
Hitzlsperger hat ja auch gesagt, dass er durchaus den Mut gehabt hätte, sich schon vor einigen Jahren zu outen, ihm aber davon einfach abgeraten wurde. Denke mal, dass das sehr häufig so ist. Teilweise auch sicherlich, weil die Scheinfreundinnen dann in doofem Licht erscheinen.
 
So genau braucht man Homosexualität nicht behandeln. So wie es bis jetzt in Schulen gehandhabt wird reicht es aus. Was will man da noch mehr thematisieren?
 
So genau braucht man Homosexualität nicht behandeln. So wie es bis jetzt in Schulen gehandhabt wird reicht es aus. Was will man da noch mehr thematisieren?

Wir hatten das Thema in der Schule z.B. gar nicht.
Dann braucht man auch Sexualkunde nicht, weil was soll man denn da thematisieren.?
Dann bräuchte man gar keine Schule, weil was will man denn da groß thematisieren.?
 
So genau braucht man Homosexualität nicht behandeln. So wie es bis jetzt in Schulen gehandhabt wird reicht es aus. Was will man da noch mehr thematisieren?

In BaWÜ will man es überhaupt erst thematisieren als "Akzeptanz zur Vielfalt". So habe ich den Artikel verstanden.

Und das finde ich schon wichtig!! Vor allem sind die Schüler dann ja genau in dem Alter, wo sie es für sich herausfinden, in der Pubertät, und müssen dann nicht denken, sie wären irgendwie "komisch".
 
Ich finde, dass jeder Gegner (hinsichtlich der Homosexualität bzw hinsichtlich der Gleichstellung von Homosexuellen) sich in einigen Punkten hinterfragen sollte:

- ich kann auf natürlichem Wege mit meinem Partner/Partnerin keine Kinder bekommen. Der unnatürliche Weg Adoption wird mir verboten. Wie gehe ich damit um?

- ich darf den Menschen, den ich liebe nicht heiraten.

- Ehemann u Ehefrau haben finanzielle Vorteile, warum mein Partner und ich nicht? Dabei lieben wir uns doch nicht anders als Mann und Frau.

- ich liebe einen Menschen von Herzen und diese Liebe wird gleichermaßen erwidert. Wo ist da der Unterschied zu Hetero-Paaren?

- sind wir Menschen nicht alle gleich?

- darf jemand andere gleicher machen?

Jeder sollte sich mal überlegen wie es wäre, wenn er/sie in solch einer Situation stecken würde. Wie empfinde ich sowas? In einer Situation, für die er/sie nichts kann, schließlich ist er/sie auch nur ein Mensch mit Bedürfnissen (wie jeder hier).
 
Zitat von Fliegenfänger;2885870:
Ach so, persönliche Erfahrungen sind für dich also nur plumpe Sprüche?

nein, ist ja schön wenn das für dich so funktioniert hat. aber es ist nach meiner erfahrung eben ne ausnahme und du wirst auch praktisch niemanden aus der zielgruppe mit sowas wie

Und ja, es IST tatsächlich recht leicht, zuerst auf sich zu schauen und nicht andere zu verhauen, nur weil man gerade schlechte Laune hat.
Man muss es nur wirklich wollen, das es einem auch wirklich nachhaltig besser geht.

Mag sein, das es uncool ist, in der Schule, sich den schwächeren anzunehmen. Aber man fühlt sich am Ende dabei viel besser, als mit Steinen nach ihnen zu schmeißen oder sonst was zu machen.

überzeugen können. daher bleibt sowas für mich eben gutgemeinte sozialpädagogensprüche, die in der realen welt nicht viel bzw. nur in krassen ausnahmefällen was taugen.
 
Mich würde ja mal interessieren wie die meisten hier zu sexuellen Orientierungen wie Objektophilie stehen. :D

Von mir aus auch Asexualität.
 
Also von allen Aussagen von Leuten aus dem Fußballgeschäft zum Outing von Hitz, die ich gelesen habe, hat mir die von unserm RD am besten gefallen.

:tnx: Die hat mir auch ausgesprochen gut gefallen.

Was hat er denn gesagt? Habe ich wohl verpasst.

Das hier:
„Ich hoffe, in Zukunft sind solche Sachen keine Meldung mehr wert”, sagte der Coach am Mittwoch im Trainingslager des Bundesligisten in Jerez de la Frontera. „Wir leben im Jahr 2014 - und es ist ein Unding, über diese Schlagzeile überhaupt zu diskutieren. Es zeigt aber, dass noch nicht alle Menschen im Kopf so offen sind”, sagte er. Ex-Nationalspieler Hitzlsperger hatte zuvor in einem Interview seine Homosexualität öffentlich gemacht und dafür prompt von vielen Seiten Lob erhalten. „Jeder Spieler muss das für sich selbst entscheiden”, sagte Dutt, der vor seiner Zeit bei Werder Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) war. „Mit mir hätte er auf jeden Fall einen Ansprechpartner und bekäme meine einhundertprozentige Unterstützung.”
 
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